Besorgt euch doch einen Babysitter

Sie sind wieder überall anzutreffen. Sie hängen erschöpft auf Barstühlen, gefährlich nah vor dem Umkippen. Sie sitzen am Filmfestival und gucken sich spätnachts einen Polanski-Film an. Sie tanzen unter den Sternen an Rock-Konzerten und am Nachmittag zum MzMzMz-Takt an der Streetparade.

Und immer wieder halte ich inne und frage mich: Müssen die Kinder denn wirklich überallhin mitgeschleppt werden? Ist die In-Bar mit der lauten Musik und den vielen besoffenen Menschen der richtige Platz für müde, richtig müde aussehende Kleinkinder? Wie kommen Eltern nur auf die Idee, ihre Kinder an solche Orte mitzunehmen? Was bringt sie dazu, mit ihrer Sechsjährigen «Chinatown» auf der Piazza Grande in Locarno anschauen zu gehen? Der Film ist kein Kinderfilm, er ist freigegeben ab 16 Jahren und Mitternacht ist längst vorbei. Und dann die Streetparade: Was um Himmelswillen wollen die Familien nur an der Streetparade?

Nun gut, man kann der lustigen Strassenparade zu Gute halten, dass sie am Nachmittag beginnt, zu einer kinderfreundlichen Zeit. Die Mamis und Papis können mit ihren Leons und Leonies Verkleiderlis spielen, sich farbig anmalen und mitten in Zürich durch die Strassen tanzen. Das geht sonst nur an der Fasnacht.

Trotzdem ist mir schleierhaft, warum das Eltern sich selbst und ihren Kindern antun. Es ist doch überhaupt nicht entspannt. Die Eltern müssen dauernd darauf achten, dass der Kleine nicht zu nahe an den zig Verstärkern und Boxen vorbeiläuft, damit die Bässe ihm nicht das Gehör auspusten. Der klaubt sich derweil die Ohrstöpsel aus den Ohren, weil die nicht für Kinderöhrchen gedacht und deshalb viel zu gross und unbequem sind. Die Tochter geht im Gedränge fast verloren. Damit das nicht nochmals passiert, schreibt die crazy grünbemalte Mami ihr mit Filzstift die Handynummer auf den Arm. Sicher ist sicher. Jetzt braucht das Mädchen bloss darauf zu achten, das sie nicht auf Glassplitter tritt, oder auf einen der vielen Besoffenen oder Bedrogten am Rande des Umzugs. Alles ganz easy und macht voll Spass.

Ich finde, es gibt Orte, an die Kinder einfach nicht hingehören und Sachen, vor die man sie schützen sollte: Dazu gehören Erwachsenenfilme mit üblen Gewaltszenen auf der Piazza Grande in Locarno. Egal, wie lauschig die lauen Sommernächte im Tessin sind. Dazu gehören auch die Urinpfützen und die weggetretene Gestalten an der Streetparade. Und all die Erwachsenen mit penetranten Alkoholfahnen in den Bars am Abend. Das erleben Kinder alles noch früh genug in ihrem Leben.

Das heisst nicht, dass man Kindern eine weichgespülte Welt vorsetzen soll. Es geht darum, dass wir sie in ihrer etwa 13 Jahre dauernden Kindheit noch Kind sein lassen. Mit der dazugehörenden Verträumtheit und Naivität. Als Jugendliche und Erwachsene haben sie für den Ausgang, die Partys und Bars noch so viel Zeit: Mehr als sechs Jahrzehnte lang, so die Statistik. Darum, liebe Eltern: Sucht euch doch einen Babysitter!

203 Kommentare zu «Besorgt euch doch einen Babysitter»

  • so ist es sagt:

    Hatten unseren 2 jährigen sohn letztes wochenende auch dabei gehabt an der street Parade – wir hatten aber das Glück, dass wir auf einem privatboot waren und nach rund 60 minuten sagen konnten: „so, ich glaub jetzt reichts, wir gehen wieder see-aufwärts“. das stündchen war unser sohn auch happy und hat aus sicherer distanz beobachten können, auch wenn er es mit 2 nicht ganz einordnen kann – zum Glück – denn soviele „weirdos“ auf einem haufen hab ich schon lange nicht mehr gesehen…kinder sollen überall hin mitkönnen, ABER NUR dem alter entsprechende anzahl Minuten/zeit…solange sie zufrieden

  • Rima sagt:

    B R A V O Frau Braun. Endlich sagt da mal jemand was! Sie könnten auch einen Artikel über Baby/Kleinkinder ohne Sonnenschutz sprich Hütchen in praller Sonne schreiben…..

    • Juno sagt:

      Ah sind sie die, welche mich und meine Kinder zurechtgewiesen hat, als sie ca 15 Sekunden ohne Hut in der Sonne auf unserem Balkon standen und den Passanten zuwinkten? Kümmern Sie sich doch um ihre eigenen Kinder!

    • Sportpapi sagt:

      Und ich dachte immer, Kinder wissen schon, was ihnen gut tut. Meine reissen sich jedenfalls diese Hüte gerne schnell wieder vom Kopf. 🙂

  • Thomas von Allmen sagt:

    Im Grunde haben wir es doch satt, tun zu können, was wir wollen, weil wir nicht weise genug sind, unsere Freiheit richtig zu nutzen.

  • Juno sagt:

    Ach herrje wie hier wieder (fast) alle genau wissen, was das beste fürs Kind ist und was ein absolutes no-go! Dann schaut doch, dass eure Kinder nach euren Ideen aufwachsen und lasst alle anderen in Ruhe! Woher kommt dieses Bedürfnis, alles schlecht zu machen, was anders ist, als man es selber machen würde?

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Grundsätzlich finde ich es gut, wenn ein Kind möglichst früh viele Eindrücke hat. Streetparade anschauen, aus entsprechender Distanz, damit des dem/der Kleinen nicht das Gehör rauspustet, ok, an die Streetparade gehen, weil Mami nicht darauf verzichten will, nicht ok. In südlichen Ländern Kleinkind im Kinderwagen mitnehmen in die Gartenwirtschaft, wo es dann friedlich schläft ok, Filmfestival Locarno mit Film ab 16 oder 18 Jahren, nicht ok. Fazit, Kind mitnehmen, damit es frühzeitig seinen Horizont erweitern kann, ok, überallhin mitnehmen, weil man auf nichts verzichten will, nicht ok.

    • Heidi Merz sagt:

      Wie kommen Sie darauf, dass es Mami ist, die angeblich nicht verzichten kann?

    • miss_t sagt:

      Stimme Herrn Hanspeter zu. Wir durften damals viel zu selten mit und mussten oft mit Babysitter zu hause bleiben. Das war auch recht frustrierend.
      Nur ein Kind, das auch mal unter Leute kommt, Musik, Kunst, Kultur, grösseren Menschenmassen, einem Restaurantbesuch „ausgesetzt“ wird, kann auch lernen, sich in einem anderen, nicht so vertrauten Umfeld zu bewegen und orientieren. Und ab einem gewissen Alter kann man Kindern durchaus auchmal zumuten, ein paar Besoffene zu sehen, man sollte sich vielleicht einfach eine faire, kindgerechte, und nicht beschönigende Erklärung zurechtlegen.
      Ausserdem: mal aufbleiben zu dürfen, geniessen die Kids ja doch auch! Hat auch den Vorteil, dass man als Elternteil am nächsten morgen länger schlafen darf;)
      Ich war mit 16 an meinem ersten Rockkonzert. Da tat sich mir eine völlig neue Welt auf und ich habe gemerkt, was ich eigentlich alles verpasst hatte. Meine Tochter ist mit 20 Monaten letztes Wochenende an einem kleinen, familienfreundlichen Openair mit Kapselgehörschutz (Peltorkid) alleine zur Bühne losgewackelt , weil sie „musig gucken“ wollte.

  • Ursula sagt:

    Im Tages-Anzeiger erschien vor nicht langer Zeit ein Artikel über die zunehmend festzustellende Tendenz in den Medien, dass sich Leute über etwas empören. Empörung ist einfacher als Analyse, Nachdenken, Abwägen, Differenzieren. Empörung ist ein schnelles Urteil, und damit holt man sich viel Beachtung. Schade, mir wären differenzierte Sichtweisen lieber.

  • Edith Hand sagt:

    Man muss schon als Erwachsener bekloppt sein, an der Streetparade teilzunehmen und dann noch Kleinkinder mitzunehmen grenzt an galoppierende Blödheit. Das hat überhaupt nichts tun mit den Sitten in südlichen Ländern. Die Streetparade sollte überhaupt abgeschafft werden, die meisten Zürcher wären dankbar dafür. Als Kompensation haben wir ja immer noch die Fasnacht. Sollen sich die Leute dort zur Schau stellen.

    • Francesca sagt:

      Da ist’s zu kalt.

      • Heidi Merz sagt:

        Welche Fasnacht? Wollen Sie das läppische Umzüglein in Zürich und die paar Maskenbällchen tatsächlich als Fasnacht bezeichnen? Dann gehen Sie sich mal in Basel oder Luzern etwas Weiterbildung holen. Ich bin Zürcherin und mag die Streetparade überhaupt nicht. Aber als Gegengewicht zum Sechseläuten ist sie mir allemal willkommen. Bei der SP kann wenigstens jeder mitmachen, und Besoffene gibts auch beim SL mehr als genug.

      • Sportpapi sagt:

        Sechseläuten ist toll. Finden jedenfalls meine Kinder.

    • Edith Hand sagt:

      Franziska, Recht hast Du!

  • Annette sagt:

    Und da wundert man sich noch, dass bereits laut gedacht wird, kinderfreie Zonen einzuführen? Ich bin auch Mama und finde auch, es gibt Orte, wo man mit Kleinkindern einfach nicht hingeht – wie Kino, Bars, Oper, Konzerte, Edelrestaurant Wir Eltern sind doch nur gestresst, wenn die Kinder dann quengeln & die andern sich nerven! Das heisst ja nicht, dass sie um 19.00 im Bett sein müssen. Wer unbedingt um 22.00 mit Kleinkind noch unterwegs sein will, für den gibt es tausend andere Alternativen wie Spielplatz, am See flanieren, im Wald grillieren etc. Und hey, es gibt auch Kinderkonzerte/OpenAirs!

    • Franz Meier sagt:

      Im Artikel geht es darum, dass Kinder vor der Erwachsenenwelt geschützt werden, nicht umgekehrt, wie Sie das beschreiben. In Edelrestaurants könnte man sie allenfalls vor den arroganten Snobs schützen 😉

  • Hitz Thomas sagt:

    Ihr Artikel ist super, vielen Dank-Endlich höre ich wieder erwas Gutes von Frauen. Ich war mit einer Spanierin verheiratet und sie musste meine Tochter zu jedem Fest einfach mitnehmen, was ein völliger Blödsinn war und ich stritt nd ärgerte mich fast kaputt.
    Man muss doch das Kind Kind sein lassen und nicht schon in jungen Jahren jeden Seich mitmachen müssen. Ansonsten werden die kinder eines Tages nur blöd sein, wenn sie das alles mitmachen müssen als Kleinkinder. Eigentlich ist das eine man sagt heute wohl eine verarschung des Kindsseins.

    Aber eben gesunde Erziehung ist noch nicht angesagt.

  • Hans sagt:

    Mit der gebotenen Höflichkeit mache ich darauf aufmerksam, dass es im Leben nicht nur darum geht, was „den Kindern gut tut“. Es gibt neben den Kinderchen und den vor Stolz platzenden Mamis und Papis auch noch weitere Menschen, denen das Geschrei und Gequengel und Rumgehopse der Kleinen am falschen Ort nicht gefällt. Die Mamis und Papis sollen sie a) mal überlegen, dass sie auch einen freien Abend verdient haben und einen Sitter rufen und b) bedenken, dass sie mit ihrem Kinderrumgeschleppe weder Verständnis für noch Freude an Kindern fördern.

    • Karrierefrau sagt:

      Danke, Hans!

      • Heidi Merz sagt:

        Hand aufs Herz: Wo nervt das Geplärre von Kindern nicht? Es nervt auch im Tram, auf der Strasse, in der Wohnung darüber, auf dem Parkplatz, in der Migros etc. Und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Aber Kinder plärren nun mal manchmal. Und auch Erwachsene können einem an allen möglichen und unmöglichen Orten auf den Sack gehen. So ist das halt, wenn man nicht alleine auf der Welt ist. Get a grip and get a life.

  • Hans sagt:

    Eltern sollen mit ihren Kindern tun, was immer sie wollen – wenn sie sich ans Gesetz halten und MICH nicht stören. Ich will kein Kindergequäke an Konzerten, während der Predigt, an Vorträgen, im Theater, im Gourmetrestaurant.

    • Francesca sagt:

      Och Predigt, warum denn nicht. Lockert etwas auf und der Herrgott hat alle lieb. Aber sonst haste Recht.

  • Erich sagt:

    Absolut korrekt, guter Artikel. Kompliment Frau Braun, dass Sie sich getrauen, Ihre Meinung zu sagen und zu ihr zu stehen. Die zum Teil heftigen Kommentare kann ich mir nur so erklären, als dass sich die schreibenden Eltern angesprochen und allenfalls sogar „betüpft“ fühlen. Die Wahrheit schmerzt!

    • Roshan sagt:

      Das ist eine gute Erklärung zu Reaktionen betreffend einer Tasche. Hier geht es heute allerdings vergleichsweise nicht heftig zu und her. Es ist aber so, dass das fernbeurteilen und werten ohne konkret die Situation zu kennen nervt und das wurde hier eben vereinzelt gesagt.

  • virginia sagt:

    Vielen Dank für diesen überaus treffenden Artikel, in dem es notabene nicht darum geht, dass alle Kinder um sieben im Bett sein müssen oder nicht am Sozialleben der Erwachsenen teilnehmen dürfen. Um zehn Uhr abends mit der Familie über die Piazza zu schlendern und Freunde zu treffen ist nicht mit der Lautstärke und den ganzen unnötigen Eindrücken einer Streetparade oder einem Film, der gewalttätige Szenen beinhaltet zu vergleichen. A propos Film. Der zweijährige wird wohl während des Films einschlafen wie erwähnt, der sechsjährige vermutlich die nächsten Abende nicht mehr besonders gut.

  • Chantal sagt:

    Ich finde dies auch, dass Kinder wie auch Hunde nichts an solchen Veranstalltungen zu suchen haben, es war Himmeltraurig dies manchmal zu sehen an der Streeparade, wie auch am Züri-Fest war eine katastrophe:( Ich finde wenn man sich entscheidet Kinder zu haben, weiss man auch dass nun ein anderer Lebensabschnitt beginnt, so sollte man entweder darauf verzichten oder ein Babysitter besorgen! Wie auch der Hund ist sicher lieber alleine zu Hause als auf einer solchen Veranstalltung! ALLES ANDERE IST EGOISTISCH!!!!!!!

  • Michael Meier sagt:

    Ja genau. Und vielleicht eine Filipina als Kindermädchen anstellen, die für ein Jahr mit einem Medizinpraktikumsvisa in die Schweiz gekommen ist und entsprechend auch gut ausgebildet ist. So wie es ein grosser Teil der PFZ Expats macht: wichtige und notwendige Visa’s die zwischen der CH und den Philippinen ausgehandelt wurden zu missbrauchen um für ihre 1 – 10jährige Sprösslinge Aufpasser anzuheuern damit sie sich nicht selber darum kümmern müssen. Ihren Anwälten sei Dank ! Das wäre auch einmal ein Bericht im Tagi wert. Was sich hier diese neuen Expats erlauben ist teilw. menschenverachtend !

    • Roshan sagt:

      Jene wiederum hätten ja einen Babysitter, ganz im Sinne obigen Textes, falls stimmt, was Sie wegen den Visas sagen.

  • gugus sagt:

    „Trotzdem ist mir schleierhaft, warum das Eltern sich selbst und ihren Kindern antun. “
    mir ist schleierhaft, warum sich das überhaupt jemand antut. andererseits: ich kann mir vorstellen, dass meine kinder es ganz spannend fänden, für eine stunde da mal zu schauen, wie das so ist. sie müssen allerdings warten, bis sie alt geung sind, bis sie alleine hin können (mit 27 oder so…).

  • Gabi sagt:

    Ich bin vollkommen einverstanden mit diesem Artikel. Good job!!

    • gabi sagt:

      Ach?

      Da gibt´s noch Andere mit meinem Namen und das geht?

      Einzelaufschaltkontrolle, aber Namenspuff gefördert?

      …Ich versteh Sinn und Zweck des Vorstoppens immer weniger.

  • Jonas Manser sagt:

    Aus meiner Sicht hat es weniger mit den Kindern per se zu tun, sondern mit unserer alles-ist-immer-und-überall-möglich-Gesellschaft. Karriere, Ferien (inkl. Langstreckenflug), Events, Shopping-Marathon, Fitness – alles machbar, auch mit Kleinkind, ist ja klar. Eine Option „Verzicht“ scheint es nicht mehr zu geben, es ist völlig selbstverständlich, dass jeder immer und überall alles kann. Zeigt sich auch in unserem Umgang mit Mobilität (jederzeit überall zu Spotpreisen hinkommen), Haustieren (erst anschaffen, später abschieben), Erziehung (Staat und Lehrer bitte mit anpacken), etc.

    • Tom sagt:

      @ Jonas Manser: Ihre Kritik an der grenzenlosen Mobilität ist zweifellos richtig. Allerdings schränkt man sich, sobald Nachwuchs vorhanden ist, automatisch ein, weil lange Reisen mit (Klein-) Kind kaum besonders nett sind. Shopping: gefällt dem einen Kind, dem anderen nicht. Es ist schade, dass in diesem Forum derart verallgemeinert wird.

  • André sagt:

    Als „Südeuropäer“ bin ich bei manchen Leserantworten sprachlos… Kinder mit Hunden vergleichen, Eltern massregeln wann und wo sie ihre Kinder mitnehmen sollen. Um es einigen „Nordeuropäern“ zu erklären: Eltern nehmen ihre Kinder zum Einkaufen, ins Restaurant oder zum abendlichen Rundgang, weil diese kleinen Menschen einfach dazugehören, in die Gesellschaft, in die Familie, in den Freudeskreis, etc. In kinderfreundlicheren Ländern werden sich nicht gross Fragen gestellt, über die Anwesenheit der Kleinen. Dadurch ist das Verhältnis zu den Kindern und unter Erwachsenen viel entspannter.

  • Meret sagt:

    Meine Eltern waren immer mit mir an Konzerten und jede Streetparade hat unser Vater uns auf eine Spritztour zum „Gaffen“ mitgenommen. Ich habe das alles immer sehr genossen und bin heute ein grosser Kulturfreund. Kein Schaden. Ausser man sieht die Fähigkeit immer und überall schlafen zu können als Schaden… Ich schätze das enorm.

  • Arber sagt:

    Wen das Hirn fehlt, was erwartet man dann? Genau das.

  • Heidi Merz sagt:

    Was mich am meisten nervt, ist, dass keiner von denen, die hier Kinder bashing betreiben, die logische Konsequenz daraus zieht, in Zukunft auf die AHV zu verzichten.

    • Claudia sagt:

      AHV erhalten wir so oder so wahrscheinlich keine mehr. Und die 100% Arbeitenden mit oder ohne Kinder finanzieren der neuen Generation die Schulen, Infrastruktur, etc. Stellen sie sich mal vor, jede Frau würde auf einmal „Hausfrau“ sein und nicht mehr arbeiten. Mhm….haben sie das Gefühl die Wirtschaft würde noch funktionieren. Die paar wenigen männlichen Kindergärtner/Lehrer/ Krankenschwestern??? Also glauben sie, Frau Merz, auch die Menschen ohne Kinder tragen ihren Beitrag zur Gesellschaft bei und bezahlen weit mehr, als gewisse Kinder je in die AHV einzahlen werden.

      • Heidi Merz sagt:

        Kinderlose werden stärker zur Kasse gebeten, aber darum geht es nicht. Die AHV beruht auf dem Umlageverfahren: Sie finanzieren mit Ihren aktuellen Beiträgen die Rentner von heute. Ihre AHV wird dementsprechend von den zukünftigen Erwerbstätigen (also den heutigen Kindern) berappt werden. Wenn Sie also AHV bekommen wollen, können Sie nur hoffen, dass trotz der ganzen Kinder- und Familienfeindlichkeit in diesem Land noch genügend Kinder in die Welt gesetzt werden, damit es auch später noch mehr Erwerbstätige als Rentner gibt. Denken Sie daran, wenn Sie sich das nächste Mal über ein Kind aufregen

  • Tom sagt:

    Wir haben nördlich der Alpen ja echte Probleme! Fangen wir mal damit an, dass es sehr wenige Kinder gibt. Nur schon diese Tatsache sorgt dafür, dass man sie in einem Polanski-Film … eher nicht antreffen wird. Ein Kind macht abends im Restaurant ein bisserl Lärm? Haben wir als Kinder natürlich nicht gemacht – das ist nichts Neues. An der Street Parade tummelten sich 22 kleine Kinder? Ist das einen Artiekl wert?

  • Danielle sagt:

    Gscheiter Blogbeitrag, uinglaubliche Doofheit von solchen ‚Eltern‘.. und ja: Elternsachkundenachweis wäre angebracht. Ich wundere mich auch sonst schon lange, warum CH-Eltern ihre Kinder ÜBERALL hin mitschleppen… das scheint tatsächlich ein Schweizer Phänomen zu sein – brauchen sie sie als Schutzschild wegen mangelndem Selbstwertgefühl? Bei jedem Einkauf müssen die Kids dabei sein – quengel schrei renn kreisch stampf – und die restliche Umwelt nerven. A propos Hundehalter: Es gibt auch Exemplare, die ihre Hunde an lärmige Grossanlässe mitschleppen… die können sich noch weniger wehren.

    • Tom sagt:

      @ Danielle: rauschen sie mal nach Südeuropa. Dort ist der kleine Nachwuchs auch abends noch mit dabei, was interessanterweise niemanden stört. Bei uns hat mittlerweile ein signifikanter Teil der Bevölkerung überhaupt keinen Kontakt mehr zu Kindern, was historisch gesehen ausserqewöhnlich ist. Immerhin werden wir vor dem Aussterben sagen können, dass wir uns noch ein Bisschen haben aufregen können über Kinder, die ihre Eltern beim Shopping begleitet haben….

      • Corinne sagt:

        @Tom: Der Vergleich mit dem Süden hinkt. Dort kennen die Kinder nämlich am Nachmittag eine längere Siesta und schlafen dann ein paar Stunden. Logisch, dass sie dann am Abend auch entsprechend länger wach sind und das gilt apropos auch nur am Wochenende und während den Ferien. Denn auch im Süden fängt die Schule schon am morgen früh an und auch die Kinder benötigen mehr als 6 Stunden Schlaf.

      • tina sagt:

        ich denke, eltern schleppen ihre kinder auch hierzulande eher am weekend mit an ein konzert, nicht?

      • Danielle sagt:

        Tom: Der Unterschied ist, dass die Kinder ausserhalb der Schweiz noch ERZOGEN werden. Dann nerven sie auch überhaupt nicht.

    • malibe sagt:

      @Danielle. Haben Sie sich einmal überlegt, warum Eltern ihre Kinder zum Einkaufen mitnehmen (müssen)? Weil die Betreungszeit durch Krippe oder Tagesmutter nicht dazu auch noch ausreicht. Diese Zeit wird für die Arbeit gebraucht, nicht zur „Selbsverwirklichung“, sondern sehr oft aus wirtschaftlichen Gründen (siehe Corinne). Ja, dann gehen die Eltern auch kurz vor Ladenschluss einkaufen, wie die kinderlosen Yuppies, die sich dann genervt fühlen. Glauben Sie mir, dieser Einkauf ist noch viel nerviger, weil sie all die tadelnden Blicke eben dieser Yuppies fühlen… (Fortsetzung folgt)…

      • malibe sagt:

        … , so im Sinn von „Kannst du deine Kinder nicht besser erziehen oder sie einfach allein daheim lassen, damit es nicht nervt?
        Noch ein Wort zu den Krippen: Der erste Teil des Beitrags von Frank Hartmann ist einfach nur schnoddrig. Danke für die Antwort von Heidi Merz.
        Aber eigentlich kommen wir vom Thema ab. Kleinkinder brauchen sicherlich einen geregelten Tagesablauf. Aber einmal ausscheren schadet ihnen mit Sicherheit nichts! Im Gegeneteil. Streetparade finde auch ich grenzwertig. Aber ein Openair? Wenn die Eltern nicht zuvoderst an der Bühne sitzen. Wnn Kinder müde sind, schlafen sie ein

  • Frank Hartmann sagt:

    Was für eine Hatz hier. Wisst ihr eigentlich, was ihr euren Kindern antut, wenn ihr sie mit 6 Monaten in die Krabbelgruppe gebt, damit ihr euren Lebensstandard ausbauen könnt? Wer erzieht die? Ihr? Ha, wann denn? Die zwei Stunden bis zum Heia machen? Überall auf der Welt nehmen Kinder am Leben teil, auch bei Festen. Nur in den ach so zivilisierten Ländern ist das verwerflich? Es gibt Ohrschützer und ein Polanski ist ab 16, weil ihn ein 2jähriger gar nicht versteht. Und so langweilig findet, dass er friedlich einschläft. Bei Mama auf dem Arm.

    • tina sagt:

      darauf habe ich gewartet. schön, dass mal einer der meinung ist, man soll kinder ruhig dabei haben beim richtigen leben. aber keine sorge, krabbelgruppen sind für eltern mit ihren babies, und nicht damit eltern ihre kinder abgeben können um party zu machen :). das böse heisst kinderkrippe. ganz üble sache…

      • Corinne sagt:

        Herr Hartmann, ich kann Ihnen sagen warum wir unsere Tochter 3x pro Woche bei der Tagesmutter abgeben müssen. Weil mein Mann als gelernter Maler schlicht zuwenig verdient, damit wir uns eine Familie leisten können. Also arbeite ich auch noch zu 60%, wobei 20% des Lohns für die Tagesmutter benötigt wird! Aber wenn Sie meinem Mann einen Job anbieten können, bei dem er netto Fr 5000.- verdient, bleibe ich sehr gerne zuhause! Und noch zum Thema hier: Kinder gehören am Abend ins Bett und nicht an ein Konzert!

      • Heidi Merz sagt:

        Genau. Das ist da, wo sie Sozialkompetenz lernen, weil sie mit ganz verschiedenen anderen Kindern zusammen sind und deshalb feststellen, dass nicht alle gleich sind. Kinderkrippe ist da, wo Profis den Kindern Gerechtigkeit beibringen, wo Vorurteile gegen andere Menschengruppen im Keime erstickt werden. KK ist da, wo meine Tochter extrem gerne hingeht, weil sie eine Fülle kindgerechter Angebote erhält, die ein einzelnes Elternpaar alleine gar nie bieten könnte. Und wo sie „Wahlgeschwister“ verschiedener Altersstufen hat, die super lieb mit ihr sind. Etc.
        Kinderkrippe ist echt schlimm!

      • Jasmin21 sagt:

        🙂

      • Corinne sagt:

        Da sind wir ja gleicher Meinung Heidi 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Oh ja, Wahlgeschwister, von Profis erzogen. Toll.

      • Esther sagt:

        @Sportpapi: Haben sie noch andere Beschäftigungen als im Internet Kommentare abzugeben?

      • Sportpapi sagt:

        @Esther: Ja.

  • Papalapapi sagt:

    Ja, es ist komplett unverständlich. Aus meiner Sicht ist das eine gewisse Art der Abstumpfung, die der junge, moderene Metropolist zeigt. Die „Young Urban Professionals“ merken einfach nichts mehr.

  • alien sagt:

    2000 war ich in Cesenatico, und dort spazieren Eltern noch um Mitternacht durch die Strassen mit ihrem Kind, das friedlich schläft im Wägeli oder auf der Brust von papa‘. Andere Länder, andere Sitten.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …und um 15h einfach noch viel zu heiss ja nach Jahreszeit,
      resp dann schläft oder döst so Einiges…

      • Sportpapi sagt:

        Naja, wenn meine Kinder am Abend lange aufbleiben, schlafen sie am nächsten Tag halt auch mal über Mittag nach.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        es geht nicht um die Kinder, sondern darum dass Sie im sommerlichen Italien am Nachmittag bloss sehr wenig Erwachsene finden, welche mit ihren Kindern durch die Strassen flanieren- höchstens Touristen…

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Und ich dachte, es ginge darum, was den Kinder gut tut, und was ihnen schadet. Und nicht um kulturelle Gepflogenheiten. Noch einmal: Wenn meine Kinder ausnahmsweise lange aufbleiben, dann holen sie den verpassten Schlaf am nächsten oder übernächsten Tag nach. Über Mittag, meistens. Und bis etwa 3jährig schlafen sie tatsächlich perfekt auch im Wägeli oder Tragtuch/Ergocarrier, ohne dass man sich um sie Sorgen machen muss.

      • Roshan sagt:

        SP, es tut ganz sicher keinem Kind und keinem Erachsenen gut, in der nachmittäglichen Hitze von 40 – 45 Grad draussen zu sein. Deshalb gibt es ja Siesta in solchen Klimazonen und deshalb verlagert sich das Familienleben in die Abendstunden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        eben, das „ausnahmsweise“ im Hinblick auf Meldungen aus Italia erübrigt sich eigentlich,
        weil es dort dann eben nicht um Ausnahmen geht
        sondern um Üblichkeiten welche vorallem mit den sommerlichen Gegebenheiten zu tun haben-
        wo sich dann die Eltern erlauben zuerst auch mal zu schauen was ihnen gut tut… .

  • Magda Weber sagt:

    Ach Frau Braun, was soll das? Dieses Elternbushing, dieses Verurteilen, dieses Werten was gut und schlecht für Kinder ist, hängt mir so zum Hals heraus. Das erhöht nur den Druck auf ohnehin verunsicherte Eltern, perfekt sein zu müssen. Die allermeisten Eltern tun doch ihr bestes. Auf diesen Bildern sehe ich keine leidenden Kindern. Eltern dürfen Fehler machen, das ist ok. Kinder halten viel aus, wenn sie grundsätzlich Zuneigung erhalten. Und unbeschwerte Eltern tun auch gut. Wir sind alle verschieden. Wir kennen die Umstände nicht, wenn jemand ein Kleinkind an ein nächtliches Konzert nimmt.

    • Corinne sagt:

      Da muss ich widersprechen. Man weiss heutzutage auf jeden Fall, was gut und schlecht für ein Kind ist! Kinder brauchen einen festen Rhythmus. Das gibt Geborgenheit und Sicherheit. Und wenn ein Kind am Abend immer mehr oder weniger zu gleichen Zeit ins Bett gelegt wird, gibt das dem Kinder Sicherheit und es schläft ohne Probleme ein. Ich kenne Eltern die ihre Kinder (<2 Jahre) an Konzerte und dergleichen mitschleppen und keine festen Schlafzeiten kennen. Das sind die Kinder, die dann jedesmal an riesen Theater veranstalten, wenn sie ins Bett müssen. Ergo: Ein Kind gehört nicht an ein Konzert!

      • Markus Bollinger sagt:

        Aha, und woher weiss man heutzutage, was gut und schlecht für ein Kind ist? Es gibt offenbar jede Menge randomisierte, kontrollierte Doppelblindstudien mit Säuglingen und Kleinkindern, so dass die Wissenschaft bestens informiert ist. Ich kenne kein Gebiet der Wissenschaft, das dermassen gut erforscht wäre wie Kleinkinder, so dass wir den gesunden Menschenverstand nicht mehr benötigen. Der sagt mir, dass das Kind dauerhaft und unwiderruflich traumatisiert wird, wenn es einmal oder noch schlimmer mehrmals im Jahr an einem lauten Konzert teil nimmt.

      • Christine sagt:

        @Corinne: Wie eng sieht denn Ihre Welt aus?! Wenn Sie selbst Kinder haben und einigermassen einfühlend auf sie reagieren können, dann sollten Sie wissen, dass Kinder etwas ganz unterschiedliches brauchen, so wie wir Menschen alle. Über die Jahrtausende wurde den Kindern immer wieder ganz anderes zugemutet und abverlangt, schlussendlich sind daraus, o Wunder, unsere Generationen entstanden! Jede Generation seit der Antike hat das Gefühl, sie wüsste wie es richtig geht, wahrscheinlich ist es sch…..egal, was man genau tut. Lasst die Anderen doch leben!

      • Sportpapi sagt:

        Ich kenne Kinder, die müssen jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und machen jedes Mal ein riesen Theater, weil sie vielleicht gar noch nicht müde sind und sich einfach nicht an die Empfehlungen irgendwelcher Ratgeber halten wollen. Ergo…

      • tina sagt:

        stimmt sportpapi. einer von meinen beiden konnte als kleinkind schon nie früh schlafen, aber da ich müde war, musste er trotzdem früher ins bett als er freiwillig gegangen wäre. auch dafür erntete ich kritik, von wegen meine bedürfnisse voranstellen

      • Tobi sagt:

        Es ist doch normal, dass man als Kind nicht ins Bett will. Wie Sie das als Massstab für „gute Kinder“ nehmen können, ist mir schleierhaft.

      • maja sagt:

        Etwas naive zu glauben heute wisse man was gut für die Kinder ist und was nicht. Warten sie mal die nächsten 20 Jahre ab und dann werden sie sehen wie die Meinung dann ist. Es braucht wohl ein gewisses Alter um das zu erkennen.

    • Heidi Merz sagt:

      Danke! 🙂

      • Lisa sagt:

        „Elternbushing“?

      • Heidi Merz sagt:

        Mein Dank geht übrigens an Magda, nicht an Corinne.

      • Corinne sagt:

        @Tobi, keine Ahnung was für Kinder sie kennen und auch habe ich nicht gesagt, was „gute Kinder“ sind. Aber ich habe alleine schon im Freundeskreis Eltern mit 6 Kindern im Alter zw. 0 und 2 Jahren und zusätzlich noch 4 Neffen im gleichen Alter. Mit Ausnahme der Eltern, die ich oben beschrieben habe, gehen die restlichen Kinder grundsätzlich alle ohne grosses Theater ins Bett und die gehen alle jeden Abend in etwa zu gleichen Zeit ins Bett (also nicht alle Kinder zu gleichen Zeit, sondern jedes Kinder zu seiner Zeit).

    • Gabriela Braun sagt:

      Liebe Frau Weber, ich betreibe kein bashing, sondern schreibe lediglich meine Meinung dazu. Ich bin überzeugt davon, dass kleine Kinder nicht überall hingehören. Ich habe häufig genug kleine Kinder spätabends mit ihren Eltern in Bars und Konzerten rumhängen sehen, die garantiert keinen Spass dabei hatten.

      • Sportpapi sagt:

        Aber mit dem Artikel, und vor allem dem einleitenden Satz, geben Sie der Geschichte ein Gewicht, das sie überhaupt nicht verdient. Natürlich gibt es Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen, und sie ständig in Bars schleppen, weil sie selber zum Beispiel Alkoholiker sind. In den meisten Fällen sind es aber doch wohl Ausnahmen, weil Ferien sind, weil man mal die Street Parade zeigen möchte (wie die Fasnacht oder das Sechseläuten), weil man glaubt, ein Kind hätte an einer Theatervorführung Spass. Und manchmal haben die Kinder ja wirklich – für einmal, nicht täglich – Freude daran.

      • Roshan sagt:

        Ich finde auch, dass das ganze sehr wertend daherkommt. Aber wie Sie sagen, es ist Ihre Meinung. Ich hätte, was die Streetparade betrifft, Bedenken wegen des Lärmpegels und dass anscheinend die Auswüchse so sind, dass es die Gastfreundschaft der Stadt beleidigt.

        Es erstaunt mich, dass in Bars ab einer gewissen Tageszeit kleine Kinder überhaupt zugelassen sind.

      • Heidi Merz sagt:

        Liebe Frau Braun, es nähme mich doch sehr Wunder, in welchen Bars und Konzerten Sie denn so rumhängen, wo Sie „häufig genug“ spätabends Eltern mit kleinen Kindern sehen. Oder dann, was Sie unter „häufig genug“ verstehen. Ich gehe selbst sehr oft an Konzerte und gelegentlich auch in Bars (natürlich stets ohne Kind), aber ich habe dort praktisch nie (kleine) Kinder angetroffen. Ausnahmen: a) Südliches Ausland, wo die ganze Familie länger draussen sitzt; b) an tagsüber mit Gehörschutz an OpenAirs.

  • Lisa sagt:

    Ach ich war mit 5 Jahren auch schon an meinem ersten Konzert an einem Openair wohlbehütet mit meinem Mami und Gehörschutz. – Natürlich ist das nicht vergleichbar mit der Streetparade und auch zu später Abendzeit nicht angebracht. Ich denke in der Regel gilt solange es den kleinen gefällt geht das doch i.O.

    • tina sagt:

      komisch, in italien sind zu später abendzeit allerlei kinder unterwegs. die haben ganz sicher alle einen schaden später

      • Brunhild Steiner sagt:

        „…in italien sind zu später abendzeit allerlei kinder unterwegs…“
        tja, wirklich komisch und unergründlich, an was für vielen Faktoren das bloss wohl liegen mag?
        Obs zum Schaden kommt oder nicht hängt vielleicht auch ein bisschen genau an diesen Faktoren
        welche weiter südlich anders gelagert sind.

      • tina sagt:

        babies schlafen auch in kühleren gefielden gern über mittag oder sonst tagsüber, nicht? und schulkinder haben auch in italien nicht ab 15:00 schule, meines wissens nach

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina:
        es ging bei Ihnen nicht um „Babies“, sondern um Kinder, oder?
        Der ganze Lebensrhythmus ist anders, die Siesta je nach Region/Jahreszeit einiges länger als unser heimisches „Mittagsschläfchen“, und dann wär auch noch interessant zu sehen ob dieses Phänomen ganzjährig stattfindet.

      • tina sagt:

        brunhild, ich habe für kinder und babies verschiedene argumente gebracht, lesen sie sich eins aus. ich glaube nicht, dass es auf die jahreszeit ankommt. wie erwähnt, geht man wohl eher am weekend an konzerte, und auch in italien gibt es in den schulen keine siesta

      • Sportpapi sagt:

        Ist ja auch egal. Offensichtlich gibt es einfach verschiedene Lebensrhythmen auf dieser Welt, die mehr oder weniger kindsgerecht sind. Man geht ja nicht am Abend lange weg mit Kindern, wenn die am Morgen früh Programm haben. Machen wir selber ja auch nicht.
        Und viel schlimmer als am Abend mal ausnahmsweise über die Stränge schlagen finde ich es, wenn man Kinder täglich um 6 Uhr oder früher wecken muss, um sie frühzeitig zur Krippe zu bringen. Wenn wir schon bei „unnatürlichen“ Rhythmen sind.

      • Mark Altheer sagt:

        vielleicht gibts einen grund dass die schweiz weniger probleme hat wirtschaftlich, gesellschaftlich etc. als italien? 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina:
        klar kommt es auf die Jahreszeit und entsprechende Hitze an, nehmen Sie die langen Sommerferien dazu welche die Kinder nicht zu selten in Camps verbringen, dann haben Sie nämlich ua auch genau die Kinder und Jugendlichen welchen Sie in Ihren Ferien noch um 23h und später begegnen. Und von allen als selbstverständlich angesehen wird- weil ausser am Meer sein um 14h nicht viel geht… (in den langen Ferien)

      • tina sagt:

        die kinder, die man in der schweiz an konzerten antrifft oder in restaurants, die haben vielleicht auch ferien

      • tina sagt:

        wegen der jahreszeit: die kleinkinder, die noch keine schule/ferien haben, denen ist die jahreszeit ja wohl egal, die machen oft sowieso ein mittagsschläfchen, und schlafen nicht selten sowieso am besten wenn sie von den eltern herumgeschaukelt werden

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina:
        der Punkt ist dass im sommerlichen Italien kein Erwachsener sein Kind draussen rumschaukelt oder schlafend spazierenfährt um das Mittagsschläfchen zu halten (und er bspw dabei was erledigen geht) wie das bei uns sehr wohl möglich ist, und auch gemacht wird.
        Deshalb treffen Sie, besonders im Sommer, so viel mehr Kinderwagen zu nächtlicher Stunde an.
        Weil grundsätzlich entweder frühmorgens, oder abends die angenehmsten Zeiten sind-
        da leben wir mit unsren paar Hitzetagen wirklich in andren Dimensionen.

    • Tabea sagt:

      in Italien sind zu später Abendzeit allerlei kinder unterwegs. Nur: sicher nicht an einem Konzert oder an der Streetparade. Im Sommer ist es am abend heiss und die leute schlafen oder ruhen sich aus zwischen 1400 und 1700. Die haben nur einen anderen Rysthmus. Die Kinder sieht man aber nur mit den Eltern am Spazieren oder Glace essen. Ich bin ein halber Secondo und habe das etliche mal live miterlebt.

      • tina sagt:

        die streetparade ist nachmittags. und bis auf die hauptroute ist gedränge und lautstärke nicht besonders

  • Sabine sagt:

    ach in England habe ich desöfteren beobachtet, wie Eltern ihren Kindern so ein Hunde-Leine-Gstältli angezogen haben. So hat sich das Verloren gehen in der Menge erledigt 🙂

  • Conny sagt:

    endlich sagt wer, was mich die ganze zeit schon nervt und echt schockiert. diesen eltern sollten einfach keine kinder haben, wenn sie sich nicht darueber im klaren sind, was sie ihren kindern zumuten. ich nerv mich jedes jahr aufs neue wieder ueber all die eltern die an der sp mit ihren kindern anzutreffen sind……teilweise sehr nah bei den lautsprechern und ohne ohrenschutz. warum warten, bis sich die kinder evtl. das gehoer mit lauter musik schaedigen? das koennen die eltern gleich selber erledigen……..ts ts…..

    • Heidi Merz sagt:

      Also geht es Ihnen eigentlich weniger drum, was diesen Kindern zugemutet wird, sondern darum, was Ihnen zugemutet wird, nämlich der Anblick von Kindern. Sie kennen diese Kinder nicht und haben folglich keine Ahnung von deren Bedürfnissen, die, wie gesagt, von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sind.

      • Conny sagt:

        aehm………….interessant, wie das eigene wort im mund herum gedreht wird. so ein bullshit. ich liebe kinder! und gerade darum belastet es mich sehr, zu sehen, wie jedermann/frau einfach kinder auf die welt stellen kann und bei der kindergerechten erziehung dann so klaeglich scheitert………..die streetparade ist nix fuer kinder!!!! und wenn gewisse eltern das gefuehl haben, das kleine kinder ihre beduerfnisse besser kennen, als die eltern………dann kann ich nur noch den kopf schuetteln. den kleinen kindern fehlt die erfahrung und das know-how um das selber abschaetzen zu koennen

  • Widerspenstige sagt:

    Ich weiss nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Kinder sind nun mal Teil unseres täglichen Lebens und dürfen an grösseren Anlässen doch nicht ausgeschlossen werden. Oder kann man sich eine Fasnacht ohne Kinder vorstellen? Oder ein Alpabzug mit ohrenbetäubendem Kuhglockengebimmel? Oder ein Kirchgang mit ebenso lautem Glockengebimmel ohne jegliche Kinder? Wie sollen diese denn lernen, was Erwachsene so tun ausserhalb ihrem heimischen Paradies? Man muss es ja nicht übertreiben, aber das sehe ich nicht mehr so eng und unsere drei Kinder kamen fast überall hin. Es war eher zu ihrem Vorteil.

  • Charly sagt:

    Ja bitte – nehmt eure Kinder an die Street Parade, Konzerte, etc. mit. Vielleicht hats dann endlich mal weniger Goofen in den Wellnessabteilungen der Hotels – wo i.d.R. angeschrieben steht: Kinder ab 16 Jahren in Begleitung !

  • Nicole Leimgruber sagt:

    Meine Worte! Ich staune manchmal, wie vorallem Frischgebackene Eltern Ihre wenig Wochen alten Babies im Shoppingcenter herumtragen. Mit meiner Tochter hätte ich das nicht gekonnt, sie war sehr schnell überreizt. Vielleicht neigt man einfach dazu, wenn man ein Kind hat, das immer und überall gut schläft. Vielleicht bin ich da neidisch? Jedenfalls, mit meinem Kind wär das nie gegangen, die hätte alles zusammengeschrien!

    • Miriam Hess sagt:

      Ins Shoppingcenter muss man halt ab und zu, um Essen oder so einzukaufen. Und was ist verdammtnochmal so schlimm an einem schreienden Baby?Babys schreien nun mal ab und zu und nicht immer ist etwas Schlimmes los.Ich habe den Eindruck, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Babys/Kinder nur dann gerne in der Öffentlichkeit gesehen werden, wenn sie sich ruhig und angepasst verhalten.Dabei war jede/r, der hier einen Kommentar schreibt mal ein Baby und hat mal in der Öffentlichkeit lauthals geschrien!An die Streetparade nehme ich mein Baby aber auch nicht mit!

    • alien sagt:

      Alle Kinder sind anders.

  • Heidi Merz sagt:

    Haben Sie KInder? Kaum. Auch ich würde nicht mit meiner Tochter zur Streetparade, ans Filmfestival oder in die Bar. Aber das sind Extrembeispiele. Und manchmal findet man schlicht keinen Babysitter oder kann ihn/sie sich nicht leisten. Trotzdem will man nicht für die nächsten 13 Jahre zuhause bleiben oder nur alleine raus (wenn der Partner hütet). Bei vielen OpenAirs (z.B. Amphi in Köln) ist das kein Thema. Da sind zahlreiche Familien mit ihren gehörgeschützten Kindern. Dafür gibts im Fall extra Kopfhörer in bunten Farben. Und viele Kleine freuen sich offensichtlich, dabei sein zu dürfen.

    • starcevic sagt:

      Was hat das damit zu tun, ob man selber Kinder hat? Man kann auch Nichten, Neffen, Göttikinder, kleinere Geschwister haben um die man sich sorgt und Frau Braun bezieht sich ja auf das Extrembeispiel Streetparade oder Filmfestifals und Filme ab 16 Jahren,
      wobei ich nicht verstehe, wie Kleinkinder hier überhaupt reingegelassen werden/wurden?
      Ist ja ein tolles Gefühl wenn man Gehörgeschützt ist !, es muss doch das Schönste für ein Kind zu sein, ohne irgendwelchen
      Stöpsel aufzuwachsen, wenn es dann mal gross ist, wird es den Lärm der uns umgibt schon noch schnell genug merken.

      • Heidi Merz sagt:

        Was es damit zu tun hat, ob man selbst Kinder hat? Alles. Nur wer selbst Kinder hat, kennt die Realitäten. Weiss, dass man nicht ständig mit den KIndern unterwegs ist, aber auch nicht nur ohne sie unterwegs sein kann/will etc. Nur wer selbst Kinder hat, weiss auch, dass es nicht EIN Richtig und Falsch gibt, weil jedes Kind wieder ganz anders und einzigartig ist. Gute Eltern gehen auf die Bedürfnisse ihres jeweiligen KIndes ein und auf ihre eigenen.

  • Peter Matter sagt:

    Bei diesem Thema kommt mir immer folgendes Video in den Sinn:
    http://www.youtube.com/watch?v=Fl6o5trFQss
    Es besteht Hoffnung für die Welt.

  • Max Schmitt sagt:

    Das ist genau das Problem. Auch an sonstigen Volksfesten mit dichtem Gedränge schaut man oft in angerfüllte kleine Gesichtchen in Kinderwagen. Sowas muss für die kleine doch der wahre Horror sein. Aber eben, KInder wollen und trotzdem so weitermachen wollen, als hätte man keine, so geht das heute. Und wenn jemand zu dem Thema mal etwas sagt, ist man schnell als Kinderhasser gebrandmarkt. Dabei wenn schon „Hasser“, dann bitteschön „Hasser veratnwortungsloser Eltern“.

  • Elisabeth Brunner sagt:

    Ja, endlich wird diese Problematik diskutiert! Manchmal habe ich ( 4 Kinder) das Gefühl, das die heutigen Eltern sehr oft den „Fünfer und das Weggli“ wollen. Kinder haben heisst auch, hie und da auf das eigene Vergnügen verzichten können. Die Kleinen sind ja so schnell gross und dann können auch deren Eltern wieder ihre Freiheiten geniessen. Was bleibt denn noch für später, wenn die heutigen Kleinen alles schon gesehen und genossen haben und überall mitgeschleppt werden?

    • tina sagt:

      möglicherweise sind die eltern, die man da mit kleinen kindern sieht, alle 2 jahre mal kurz am rande an so einem anlass und nicht an allen möglichen, mittendrin und elend lange. was nützt es, wenn man das diskutiert, warum sprecht ihr diese eltern denn nicht direkt an? vielleicht weil ihr wisst, dass euch das nichts angeht

  • Flic Flac sagt:

    Das macht halt schon ordentlich was her, als junge Eltern solche Anlässe MIT Kindern zu besuchen… das gibt einem so richtig das Gefühl von: hej schaut doch mal, wie verdammi cool wir sind: jung, dynamisch und immer mit Kind überall dabei, das gibt doch vom Lifestile Gefühl um Tonnen mehr her, als das ganze Gedöns ohne Kids durchzuziehen.
    Flic Flac

    • Zoe sagt:

      Flic Flac, warum sind es immer die „jungen“ Eltern. Meiner Meinung nach sind es genauso oft die „alten“ Eltern, welche sich sagen, ich war die letzten 15 Jahre an der Street Parade warum sollte ich mich nur des Kindeswegen dort nicht mehr amüsieren können?

  • Georg sagt:

    Und in Kammerkonzerten, bei gepflegten privaten Einladungen für Erwachsene, in Vorträgen, bei Vernissagen, der Hochzeitsrede usw. haben die Kinder auch nichts verloren. Um so mehr, als die Kleinen sowieso nicht ihren Mund halten können und alle Anwesenden stören.

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Sorry, aber warum nicht an einem Hochzeit – ist doch ein (Familien)-Fest! Aber eben: einmal mehr werden Kinder als Lärm- und Störfaktor angesehen. Dabei könnten sie, gerade an einer Hochzeitsfeier, Taufe, Konfirmation, also an schönen Familienfeiern, eine zusätzliche Bereicherung für alle sein! Sory, wenn ich mich wiederhole… Mich stören da ehrlich gesagt, besserwisserische, nörglerische Erwachsene mehr, die ihren Mund nicht halten können. Kinder sind nun mal Kinder und lassen sich nicht per Knopfdruck „ausschalten“ – und das ist und bleibt zum grossen Glück auch gut so!

      • Charly sagt:

        Da kann ich Georg nur beipflichten !

      • Charly sagt:

        @Andrea: Hochzeiten, etc. sind Privatfeiern – mit Kinder absolut i.o. Vorträge, Kammerkonzerte, etc. sind öffentliche Veranstaltungen für die ich mich anmelde und meist auch bezahle. Die möchte ich dann schon „möglichst ungestört“ unter Gleichgesinnten geniessen. Darum dort keine „Klein“-Kinder.

      • alien sagt:

        Ja, Andrea, Georg hat hier die Liste zu gross gemacht, „Hochzeit“ hat darin nichts verloren. Aber sonst tut man niemandem was Gutes, wenn Kinder bei diesen Veranstaltungen dabei sind.

    • Widerspenstige sagt:

      Ja, sperren wir die Kindchen während ihrer Entwicklungsphase doch einfach in ihrem Schlafzimmer ein und gut ist. Was haben Kinder unter 12 Jahren an einer privaten Einladung für Erwachsene (was ist das anderes als unter Freunden?) zu suchen oder an sonstigen Anlässen? Also bei Hochzeiten geht gar nicht, denn das ist nur etwas für Erwachsene….da geht es nämlich irgendwann um die Hochzeitsnacht und das ist doch wirklich etwas Perverses nicht wahr? 🙄

    • gelsomina sagt:

      ich besuche mit meiner tochter klassische konzerte,von kammermusik bis chorwerk, seit sie 3 jahre alt ist. sie hat es von anfang an heiss geliebt, und auch nie dazwischengeredet oder sonst wie gestört … dafür kann sie jetzt als teenie mit bnummbumm nichts anfangen.

    • Karrierefrau sagt:

      Oh, Georg, denke für diesen Beitrag!
      weshalb müssen alle mitleiden, nur weil Eltern egoistisch auf nichts verzichten wollen und mit ihren Kindern alle nerven, die einmal Ruhe haben und ungestört miteinander diskutieren wollen.
      Logisch, dass dies nicht in Spielplatznähe möglich ist. aber in Restaurants sollte es doch solche Möglichkeiten geben.

    • Peter sagt:

      Georg, vergessen Sie’s! Die Leute hier können nicht lesen. Nicht mehr. Sie bekommen ein Kind und fallen auf das Vernunftsniveau eines Säuglilngs. Sie, Georg, schreiben, ein Kind habe an der HochzeitsREDE nichts verloren – ich nehme an, weil das Goof dazwischenquäkt -, und die Mamis und Papis hier sehen gleich rot und meinen, es sei die ganze Hochzeit gemeint. Deshalb: Es gibt so viele Unbelehbare hier; es lohnt sich nicht, denen was zu sagen.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Das sehe ich auch so, obschon wir unsere Kinder oft dabeihaben, aber sie natürlich nicht zwingend überall hin mitschleppen. Wir nehmen sie grundsätzlich nur dorthin mit, wo wir davon ausgehen, dass sie sich auch wirklich wohl fühlen. Das kann gut und gerne auch mal ein „normales“ Restaurant sein statt eines dieser typischen Selbtsbediengungsdings mit Spielecke und so. Aber an ohrenbetäubende Konzerte, Openairs, Demos, an die Streetparade und ins Kino (ausser Kinderfilm natürlich) nehmen wir sie sicher (noch) nicht mit. Da organisieren wir uns sonst ein „Hüeti“ und geniessen „kinderfrei“ :)!

    • tina sagt:

      und warum jetzt nicht an eine demo? warum nicht an ein openair? streetparade geht doch blendend, es muss ja nicht mittendrin sein. als kind hätte ich das bedeutend lieber gemacht als diese unsäglich langweiligen wanderungen

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Weil ich weiss, dass dies für meine Kinder – vor allem für den Grösseren – nichts ist. Er hat Lärm und zuviele Leute nicht gerne. Ihm wirds schon in „normalen“ Menschenmengen zuviel, aus Angst er könnte uns Eltern verlieren. Wanderungen machen wir übrigens auch nicht, ist weder mein Ding noch das meiner Kinder *kicher* ;). Wie gesagt, wir sind sonst sehr viel mit ihnen unterwegs – doch das mit dem Gurtenfestival, der Streetparade oder der Demo (Angst vor Tränengas!) lassen wir (noch) sein bzw. gehen alleine ohne Kinder. Denn wenn, dann will ICH mittendrin und nicht nur am Rande mit dabei sein!

      • tina sagt:

        ok das kann ich nachvollziehen. ich selber bin eben lieber an friedlichen demos, und am rand von grossen veranstaltungen als mitten drin. und manches kind ist total lärm und spektakelresistent

      • Sportpapi sagt:

        Was, Sie wandern nicht? Was sind Sie denn für eine Mutter! 🙂

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Gröhl Sportpapi: Nein, wandern, tun wir uns nicht an, dafür viel anderes, was auch oder sogar noch mehr (also für uns!) Spass macht: Badi, Spielplätze, Zoo, sonstige Ausflüge, im Wintern Schlitteln, Skifahren etc. Es gibt Gott sei dank noch Alternativen zur Wanderei, wo einem danach sämtliche Glieder weh tun 😀 ;)!

  • tina sagt:

    nicht dass ich es gut finden würde, wenn kleinkinder an orte geschleppt werden, die ihnen nicht gut tun, aber mir geht auch diese öffentliche empörung und anprangerung auf den geist.
    es ist erst wenige jahrzehnte her, da musste man schon als kind so sehr mitanpacken dass es schädigend war. und heute wird gemeckert, wenn eltern es sich leisten mit ihren kindern etwas zu unternehmen, was ihnen als eltern möglicherweise mehr spass macht als dem kind. denkt einfach auch daran, dass nicht jeder sich zum kulturellen anlass noch einen babysitter leisten kann oder will.

    • tina sagt:

      wenn nur all die leute, die „egoismus“ schreien selber halb so egoistisch wäre, ach was wäre die welt schön 🙂

  • Markus Benz sagt:

    Nun das ist nicht neu es ist der Zeitgeist einiger Eltern, leider. Die Geschichte im Tagi ist noch nicht so lange her als man lesen konnte, dass eine Bar in Zürich eine Mutter mit Kleinkind gebeten hat zu gehen. Es gab einen riesen Aufstand deswegen. Früher gab es viele kinderfreie Zonen aus dem einfachen Grund weil Kinder dort nichts zu suchen hatten. Heute meinen einige Eltern die Kinder müssen, wie der persönliche Schmuck, überalll mitgenommen werden. Es geht hier, wie die Meisten treffend bemerkt haben, nur um den Egoismus einiger Eltern. Kindern haben keinen Spass an Orte für Erwachsene.

  • tststs sagt:

    Aus Sicht der Kinder ist die Streetparade sicher vertretbar. Es gibt Gehörschutz und auch immer noch genug Orte, wo man auch mit Kindern ausgelassen rumhüpfen kann.
    mMn ist entscheidend, ob es den Kindern Spass macht. Und das macht die Streepi sicher (wie gesagt, wenn man richtig platziert ist).
    Dafür gibt es Orte, wo ich nur gelangweilte Kindergesichter sehe: Galerien, Ausstellungen, alle Restaurants ohne Kinderecke etc.

    • tina sagt:

      auch die ausstellungen werden sie überleben. es schadet kindern ja nicht, auch mal ein nicht-kinderprogramm zu erleben.

  • melanie sagt:

    Ich glaube man muss die Situation ein bisschen differenzierter anschauen. Generell finde ich auch, dass Kinder nicht alles mitmachen müssen, speziell bei Anlässen wie der Streetparade. Dann jedoch denke ich an Länder wie Brasilien, mit dem Carnaval, an dem die Kinder auch teilhaben, dort hat es auch laute Musik ect. und auch sonst sind andere Länder Kinderfreundlicher als hier in der Schweiz. Dazu kommt, wer kann sich den schon einen Babysitter leisten? Ich glaube wie bei so vielem sollte man einfach den gesunden Menschenverstand walten lassen, und nicht ständig andere Leute verurteilen.

    • Renate sagt:

      Seit wann geht Babysitten nur gegen Bezahlung? Freunde, Familie, Gotte, Götti – das wären die ersten Anwärter für das Babysitten …
      Kinder haben definitiv nichts an solchen Veranstaltungen verloren.
      Anscheinend muss man aber jetzt auch noch Elternkurse abhalten, damit diese zur Einsicht kommen.
      Oder sollten die Eltern vielleicht einmal auf Augenhöhe der Kinder durch die Menge gehen müssen?

    • Sigi sagt:

      „Wer kann sich schon einen Babysitter leisten?“ … Also schlepp ich halt meine Kinder mit zur Party. Kinderwohl vor Ego? Nee, ich, alles, jetzt, sofort. Wenn das nicht Egoismus ist…

  • Alex Zatelli sagt:

    Was meine Alten mich früher in die Kirchen geschleppt haben …

  • Kaller sagt:

    Es gibt nur ein Wort (nein 2 Wörter) dafür: Egoismus und vor allem Dekadenz.

  • Manuela sagt:

    Ich war noch nie an der Street Parade. Und ich gehe auch seit einigen Jahren nimmer ans Zürifäscht, 6-Läuten etc. Dafür waren wir mit Kind beim Morgenstreich – das hat ihr gefallen!

    • alien sagt:

      Tipp für einen Morgenstreich: Um 4 wecken und sagen, es sei Zeit für die Schule. Mei, wie der Bupp das lustig finden wird!

  • Mario sagt:

    Es soll hier mal gesagt sein: Jeder, der einen Hund halten will muss einen Kurs machen.
    Die Dummheit mancher Eltern ist einfach unbeschreiblich. Die sind zu blöd, um zu bemerken, was sie ihren Kindern tatsächlich antun. Wir Erwachsenen können uns von diesen Partys fernhalten. Die Kinder werden aber von ihren Dumpfbacken-Eltern zur Teilnahme gezwungen.
    Ich finde dies einen der besten Mamablogs, den ich hier je gelesen habe. Aber wahrscheinlich lesen ihn wieder die falschen.

  • hobbyläuferin sagt:

    Ich finde es wichtig, das Eltern auch etwas unternehmen ohne Kinder. Man muss doch nicht auf alles verzichten und kompetente Babysitter gibt es genug.
    Eltern müssen nicht 24/7 mit ihren Kindern verbringen.
    Ich habe meine Babysitterin geliebt, sie hat meiner Schwester und mir stundenlang Geschichten erzählt. Das ist auch eine Bereichrung für das Kind.
    Ich finde es eher egoistisch, wenn Eltern ihr Kind pausenlos um sich haben müssen.

    • hobbyläuferin sagt:

      Was eben auch bedeutet, dass die Kinder nicht überall hin mitgeschleppt werden müssen.

    • Castro77 sagt:

      Egoistisch, wenn Eltern ihr Kind pausenlos um sich haben müssen? Mir ist schon klar, dass ihnen ihre Variante mit dem Babysitter besser gefällt, aber übertreiben muss man trotzdem nicht.

      • hobbyläuferin sagt:

        @Castro77
        Das mit dem übertreiben haben jetzt Sie gesagt.
        Ich rede von einem Päärchen- oder Freundeabend in zwei Wochen.

    • Daniela Moser sagt:

      Es ist sogar sehr wichtig für eine Beziehung, dass die Eltern auch mal ohne Kinder etwas unternehmen. Dazu gibt es Babysitter. So machen wir das. 1-2x im Monat gibt es einen Abend nur für uns! Aber es käme uns nie in den Sinn, unsere Tochter an eine Konzert, eine Bar oder ins Theater mitzunehmen. Dorthin gehören Kleinkinder einfach nicht!

  • Rudi Buchmann sagt:

    Man kann andere immer kritisieren. Ob alle Handlungen, die man selbst macht, dann besser sind? Wie schnell hat man ein Schimpfwort geäussert? Wie schnell kann man in eine Lage kommen, die vielleicht polizeilich verboten oder gefährlich ist? Zum Beispiel bei einer Bergwanderung? Das Leben ist voller Verführungen. Da ist einfach mit dem Finger auf den Nachbar zu zeigen. Und zu sagen, die essen nur Fleisch, geben ihren Kindern keine Vitamine. Kinder brauchen in der heutigen Zeit möglichst viel Sozialkompetenz. Wie sie dazu kommen, ist Ermessenssache der Eltern. Der Staat soll sich zurückhalten.

    • Cybot sagt:

      Schimpfwörter sind also gleich schlimm wie eine Gehörschädigung? Sehr verquere Weltanschauung. Man muss ja nicht jede Gefahr meiden, aber die Kinder absichtlich und bewusst unnötigen Gefahren auszusetzen, ist schon etwas anderes.

  • beat graf sagt:

    Dummheit scheint keine Grenzen zu kennen. Man denke nur an die Belastung des Gehörs. Eine Schädigung kann ja nicht ausgeschlossen werden. Denken bei solchen Eltern ist wohl verboten.

  • Thomas Wallis sagt:

    MIch hat auch schon mal jemand zusammengeschissen weil ich meinen 1 jährigen Soh mit auf die Diavolezza mitgenommen habe. Auf dieser Höhe würden Kinder Gehirnschäden bekommen durch die dünne Luft.
    Wenn ich es allen recht machen wollte, müsste ich meine Kinder wohl im Kinderzimmer einsperren.

  • Aline Keller sagt:

    Exakt. Danke, dass es wieder mal jemand öffentlich gesagt bzw. geschrieben hat.

  • Martin sagt:

    Ich war schon an Konzerten (z.B. Hilliard Ensemble mit Jan Garbarek im Grossmünster) wo mitten in einer ruhigen Stelle solche bedauernswerte Idioten das Konzertlokal verlassen mussten, weil ihr Säugling zu schreien begonnen hat. Ich denke auch Konzertveranstalter sind in der Pflicht. Dabei können Sie auch gleich einen Ordnungsdienst einrichten, der alle zurechtstutzt, die meinen während solcher Konzerte dauern schwafeln zu müssen. Ein Wunder, das diese städtischen Unsitten nicht auch schon in der Tonhalle um sich greifen.

  • Viviane sagt:

    Und wieso nicht einfach mal verzichten?

    Kommen junge Eltern wirklich nicht mit einigen Jahren Street-Parade-Abstinenz zurecht? Wie erfreulich kann ein nächtlicher Kinobesuch mit quängelnden Kleinkindern „wänn gömmer ändlich hei!“, „muess Pipi mache!“, „han Hunger/Durst/heiss“! etc, sein?

  • peter huber sagt:

    Bravo..genau meine Worte.
    Letzte Woche, Stars in Town Festival in Schaffhausen. Eine Frau mit ihrem ca. 4 Monatigen im BabyBjörn mit Pamir auf dem Kopf und das bis jeweils um Mitternacht. Nur, damit Mutti die Konzerte nicht verpasst..Egoismus pur..

    • Dominik Bucheli sagt:

      Also meine Baby wollten in den ersten Monaten jeweils erst um 1:30 schlafen. Mit dem Pamir auf dem Kopf kann man mit einem Baby durchaus mal weg gehen. Es kommt einfach darauf an, ob der/die Kleine um diese Zeit auch normalerweise wach ist.
      So lange sich die Kinder den Gehörschutz noch nicht selber entfernen, finde ich Konzertbesuche OK.

      • Daniela Moser sagt:

        Sorry Dominik, aber kein Baby ist normalerweise um 1:30 noch wach. Sie als Mütter müssen den Wach/Schlaf-Rhythmus ihres Kindes bestimmen. Unsere Tochter hat am Anfang höchstens um 1:30 nochmals nach Essen verlangt, aber eingeschlafen ist es schon um die 20 Uhr und schläft seit dem 4 Monaten (heute 10 Monate alt) durch. Babys brauchen einen festen Tagesablauf mit mehr oder weniger gleichbleibenden Schlafenszeiten. Es gibt nichts schlimmers für ein Baby, als wenn es jeden Abend zu unterschiedlichen Zeit ins Bett gelegt wird. Das sind dann die Babys, die oft ein riesen Theater machen.

    • Mami2012 sagt:

      Mein kind hat mit 4 monaten überal im tragetuch zufrieden geschlafen (auch mal in einer bar oder an einem konzert) wogegen die nächte im Bett ziemlich anstrengend waren. es ist doch auch immer eine frage der aktuellen situation. mann (frau) muss ja nicht mit baby im gedrängel der ersten reihe mittanzen, aber warum darf man nicht auch dabei sein? das kind stört es ja offensichtlich nicht. und da es zufrieden schläft sollte man meinen, dass es andere auch nicht stören sollte.
      aber es ist immer einfach andere des egoismus zu bezichtigen.

      • Hans Dampf sagt:

        Der Grund, weshalb auch schlafende Kinder nicht da hingehören? Ganz einfach. Die Hörstörungen entstehen auch im Schlaf und sind irreversibel (D.h. nicht mehr korrigierbar für den Rest des Lebens!). Ueberall im Internet nachlesbar. Z.B unter http://www.gesundheitsamt-bw.de/SiteCollectionDocuments/40_Service_Publikationen/Laermbroschuere_Junge.pdf

      • starcevic sagt:

        So etwas unreflektiertes in diesem Zusammhang und mit diesem Thema habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
        Und hören Sie doch auf, mit der Egoismuskeule zu argumentieren.
        Fakt ist, Babies gehören sicherlich nicht an Konzerte! Und da geht es doch nicht darum, ob das jemanden stört!
        Und wenn Sie Mühe haben mit durchwachten Nächten, hätten Sie ev. sich das mit dem Kind vorher überlegen sollen.
        Absoluter Nonsens! Ich bin für jede Art von Meinung offen und bewerte nichts als besser oder schlechter, aber ihr Kommentar
        ist einfach nur daneben!

      • Daniela Moser sagt:

        Mami2012, Sie haben Mühe mit durchwachten Nächten? Wundert mich aber nicht, wenn Sie ihr Baby überall mitnehmen. Ein Baby gehört am Abend vorallem an einen Ort hin: Nämlich in sein Bett! Kein Baby will an ein Konzert oder am Abend in eine Bar. Das wollen deren egoistischen Eltern. Aber s’Foiferli und s’Weggli geht halt einfach nicht und das muss man sich überlegen, bevor man Kinder auf die Welt stehlt.

      • Sportpapi sagt:

        @Daniela Moser: Sie haben offenbar noch wenig Erfahrung und glauben doch, ganz genau Bescheid zu wissen, was alle Kinder brauchen und ihnen gut tut? Und Sie massen sich an zu bewerten, was andere Eltern mit ihren Kindern tun, die doch vielleicht auch sich das eine oder andere überlegt haben?

  • Jezebel sagt:

    Bin auch dieser Meinung.

  • Mami2011 sagt:

    Warum können Eltern ihren Kindern zu liebe nicht auch mal auf etwas verzichten anstatt überall dabei zu sein?

  • Genau. Finde ich auch.

  • Sportpapi sagt:

    Ist das wirklich ein Massenphänomen, das hier beschrieben wird? Ich meine, wenn es unter Millionen auch ein paar Dumme gibt, sind die doch kaum die Zeilen wert, oder? Hingegen ist die Gefahr gross, dass man nun das Ganze gleich wieder auf viel harmlosere Geschehnisse ausweitet. Wieso sind Kinder abends im Restaurant? Weshalb fahren sie spät noch Zug? usw.

    • Widerspenstige sagt:

      Genau das befürchte ich auch, dass hier extreme Beispiele genannt werden und im Verlauf der Diskussion dann plötzlich harmlosere Ereignisse auch gleich mit einbezogen werden. Kinder sollen ALTERSGERECHT überall hin dürfen. Sonst stimmt es einfach bedenklich, wenn Kinder so sehr als Störfaktor angesehen werden u wie alte Leute oder Behinderte aus dem Blickfeld verbannt werden wollen.

      Die wenig kinderfreundliche Seite wird hier eindrücklich mit diversen Kommentaren untermauert. Geht öfters in den Süden oder Hohen Norden und erlebt, wie Kinder dort willkommen sind. Sie entwickeln sich besser!

      • Sportpapi sagt:

        Ich bin ja grundsätzlich einverstanden. Aber dass sich die Kinder im Süden oder Hohen Norden besser entwickeln sollen (und wenn ja, weshalb?), dafür finde ich keinerlei Hinweise. Wie kommst du darauf?

      • Widerspenstige sagt:

        Das ist eine Binsenweisheit, dass sich ein menschliches Verhalten flexibler und toleranter zeigt gegenüber Veränderungen u sich somit besser in der Welt zurecht findet, welches viele verschiedene sozio-kulturelle Eindrücke bereits während der Entwicklungsphase real erlebt hat. Kinder wie auch Jugendliche sind normalerweise äusserst neugierig und wollen wissen, wie die Dinge laufen. Stossen sie ständig auf Grenzen und Verbote, resignieren die Schwächeren rascher als die Stärkeren – mental gemeint. Ich habe es persönlich so bei mir erlebt im Vergleich zu meinen Geschwistern übrigens.

      • Sportpapi sagt:

        Binsenweisheit? „Das ist eine Binsenweisheit, dass sich ein menschliches Verhalten flexibler und toleranter zeigt gegenüber Veränderungen u sich somit besser in der Welt zurecht findet, welches viele verschiedene sozio-kulturelle Eindrücke bereits während der Entwicklungsphase real erlebt hat.“ Normalerweise spricht man ja eher von Entwurzelung, wenn es um verschiedene sozio-kulturelle Eindrücke geht. Wie auch immer: ich glaube du machst einen Kehrschluss. Den Menschen geht es besser, wenn sie mehr erleben. Also geht es ihnen besser, wenn sie mehr erleben? Ich erkenne das jedenfalls nicht.

  • Riccardo Blum sagt:

    Generation Nimmersatt ! von 07.30 bis 17.00 sind die Kinder in der KiTa und abends und an den Weekends sind die Kinder als Verzierung und Trophäen immer dabei. Toll !!

    • Daniela Moser sagt:

      Sehe ich auch so und dann wundern sich diese Eltern, dass es immer ein riesen Theater gibt, wenn sie das Kind dann ins Bett legen. Wir haben genau ein solches Paar im Freundeskreis. Das kleine Ding kommt überall mit. Mal schläft es um 21 Uhr ein, mal ist es um 23 Uhr noch wach. Und wenn sie das Kind dann zu normalen Zeit um 19 Uhr ins Bett legen, schreit das Kind wie am Spiess. Woher soll es auch wissen, dass nun Schalfenszeit ist, wenn es keinen festen Tagesablauf kennt. Ein Kinde braucht einen festen Tagesablauf. Das gibt ihm Sicherheit und Geborgenheit. Mehr braucht ein Baby nicht!

      • Heidi Merz sagt:

        Ein Kind kann aber auch nicht länger schlafen, als was es an Schlaf braucht. Und das ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Das bedeutet, wenn Ihre lieben Freunde ihr „Ding“ wie Sie es nennen, schon um 19Uhr ins Bett stecken und es überhaupt einschlafen kann, ist es dafür unter Umständen schon morgens um 3 Uhr wieder hell wach. Finden Sie das für Eltern, Nachbarn etc. zumutbarer? Für Sie selbst sicher schon, weil Sie das „Ding“ ja dann nie sehen müssen. Aber Sie sind eben nicht das Mass aller Dinge…

      • Sportpapi sagt:

        @Heidi: Aber es steht doch in allen Ratgebern, dass um 19 Uhr Schlafenszeit ist…

    • Heidi Merz sagt:

      @Sportpapi: 😉 Fangen Sie mir nicht mit Ratgebern an! Ich habe mir als frischgebackene Mutter „Babyjahre“ von Largo gekauft. Im Laden sah das super-hilfreich, ausführlich und vollständig aus. Heute, eineinhalb Jahre später, weiss ich, dass meine Tochter Largo leider nicht gelesen hat und sich deshalb leider auch nicht entsprechend seiner Schilderungen verhält. Diese seriösen Ratgeber sind gut, wenn man sich darauf beschränkt, die Bandbreite der Entwicklungszeiten zur Kenntnis zu nehmen. Erwartet man aber eindeutige Antworten, ist man mit einer Kristallkugel und Vorurteilen besser bedient. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Wenn ich an all die guten Vorsätze denke, die bei uns früher oder später ohne Schaden über den Haufen gerührt wurden. Aber immerhin war „Babyjahre“ noch ein Buch von Largo zu einem Thema, zu dem er Bescheid wusste…

      • Corinne sagt:

        Ja Heidi, den Largo haben wir auch und daraus kann ich höchstens entnehmen, dass wenn mein Kind mit 11 Monaten noch immer nur ausschliesslich auf dem Rücken liegt, evtl etwas mit der Entwicklung nicht ganz stimmt. Wie Sie richtig schreiben, es zeigt einem die riesige Bandbreite der Entwicklungszeit auf. Aber was ich an Largo schätze ist, dass hier einer von etwas schreibt, von dem er auf jeden Fall etwas versteht und er sicherlich schon mehr Kinder untersucht hat, als ich jemals haben werden…Auch über das zu Bett gehen schreibt der Largo was….;-)

  • Otto Liebschitz sagt:

    Die Leute sind dem Teenager-Alter noch gar nicht entwachsen und sollten keine Kinder haben. Meine Meinung.

  • adlerauge sagt:

    Wieso sollen die Eltern ihre Dummheit nicht auch an ihren Kindern auslassen?

  • Stephan Bächli sagt:

    Vor allem für Flugreisen mit Kindern unter 12 Jahren sollte es dringend ein Verbot geben. Und mit Kinderwagen an die Streetparade, das Züri Fäscht oder ähnlichem ist nebst störend einfach nur dumm

  • diva sagt:

    superartikel. sie sprechen mir aus dem herzen! ich kann das egoistische verhalten so vieler eltern echt nicht verstehen. als ob die welt sich andersrum drehen würde, wenn man als eltern mal eine zeitlang im leben auf die teilnahmer an jeder hundsverlochte verzichten würde. was soll den bei so egoistischen eltern rauskommen, ausser kleine nervtötende quelender monster?

  • Melanie sagt:

    Sie haben ja so Recht! Danke für diesen Artikel.

  • Francesca sagt:

    Bravo, finde ich auch. Und dann noch diese sexualisierte Kleidung, wie dieses Kind da auf dem Bild mit den Flaschendeckel-Nippeln. Da kann man sich nur noch an den Kopf greifen. Aber ums Kopftuchverbot diskutieren wir uns die Ohren rot, mit Kopftuch in die Schule gehen soll den Kindern schaden, vor Kopftüchern muss man die Mädchen schützen.

  • dana schreiber sagt:

    Unterschreibe, Frau Braun!
    Ins gleiche Kapitel gehört, wenn auch füf die Kleinen völlig ungefährlich, das Mitschleppen der Kinder in irgendwelche Sterne-Restaurants Neuerdings sitzen dort zwar selbst Zweijährige – Ipad sei Dank – gesittet auf ihren Hochstühlen. Aber ob sie und die Eltern den Sechsgänger auch geniessen?
    Die unseren waren wahrlich keine Kostverrächter, haben aber eine Portion Pasta und anschliessendes Spielen mit Grosseltern oder Babysitter, bestimmt mehr genossen. Und was machen sie heute? Babysitten! Zu einem bescheidenen Lohn, den sich fast alle Eltern leisten könnten…

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