Ab in die Skischule!

Auf die Eltern hören Kinder in der Regel nicht: Skischüler ein Elm. (Keystone/Gaetan Bally)

Auf diesen Tag habe ich mich lange gefreut. Mein Sohn das erste Mal auf den Ski. Ich sah mich durch den Schnee stapfen, in der einen Hand seine kleine Hand, in der anderen das erste winzige Pärchen Ski. «Er in die Skischule? Aber sicher nicht, ich werde ihm das wohl noch selbst beibringen können», hatte ich Tage zuvor Freunden leicht entrüstet entgegnet.

Es kann doch nicht schwer sein, dem Kind den Stemmbogen beizubringen, sagte ich mir. Mein Freund schaffte das bei seinen Söhnen mit links. Und man muss beim Kind ja nicht alles auslagern – vor allem nicht in den Ferien. Nebst Schwimmlehrer, Fussballlehrer, Kindergarten-Lehrerin und Mittagstisch-Betreuer braucht es doch nicht auch noch Skilehrer. Denn, hey, ich habe doch damals den Gold-Test bestanden.

Deshalb also los, mein Kind. Rauf auf den Anfängerhügel und ab auf den Zauberteppich. Oben gehst du leicht in die Knie und legst deine Hände auf die Oberschenkel. Dann fährst du langsam runter zu mir. Das wird ein Spass!

In der Skischule macht alles mehr Spass, auch das Hinfallen. (Keystone/Gaetan Bally)

So stelle ich mir es vor, doch die Realtät ist eine andere. Der Kleine weint, wirft sich zu Boden, isst Schnee. Er schreit, er wolle Stöcke. Und weshalb bloss solle er derart doof die Skispitzen gegeneinander halten? Der Janka, der mache das auch nicht, und der sei schnell… (ja, das waren noch Zeiten).

Drei Tage lang geht es in diesem Stil weiter. Der Glaube an meine Fähigkeiten als Skilehrerin und Mutter sinken, der allgemeine Frust steigt. In der aufkommenden Verzweiflung beginne ich die merkwürdigen Ausdrücke zu übernehmen, die andere Eltern ihren Kindern zuschreien. «Pizza! Pizza! Tannebäumli!», rufe nun auch ich meinem Sohn hinterher, wenn er pfeilgerade und sehr unkontrolliert den kleinen Hang runtersaust. «Du musst breeeemsen.»

Als er es dann mit Schuss irgendwie bis auf die Hauptstrasse von Bivio schafft und auf der Mittelspur zum Stehen kommt, ist Schluss. Die Nerven liegen blank. Ab in die Skischule, aber subito.

Ab dem nächsten Tag fühlen sich unsere Ferien doch noch wie Ferien an. Der Sohn scheint glücklich, endlich mit den anderen Kindern hinter Snowli, dem Skischul-Maskottchen hinterherzurennen, im Tipi Tee zu trinken – und die Ski zum Tannebäumli zu formen. Ich fahre auch ein wenig Ski. Doch meist liege ich in einem Liegestuhl in der Sonne und erhole mich.

Die Moral der Geschicht? Liebe Eltern, nehmt etwas Geld in die Hände und vertraut eure Kleinen den Profis an. Die werden es richten, zumindest was Tannebäumli und Skiliftfahren anbelangt. Und, nein, ich habe nichts davon, wenn ich die Skischule hier so hype. Aber wahrscheinlich Sie. Ski heil.

gabi15x150Gabriela Braun ist Redaktorin bei der Zeitschrift «Gesundheitstipp», freie Journalistin und Mutter eines neunjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Erlenbach ZH.

184 Kommentare zu «Ab in die Skischule!»

  • Annika sagt:

    Mein Mann und ich machen selber ein paar Stemmbogen vor, wenn sie wollen, können sie’s nachmachen oder lassen. Irgendwann müssen sie die ersten Lektionen in Skifahren kapiert haben, sonst schicken wir sie in die Skischule. Aber nicht zu lange, das kostet wahrscheinlich zuviel. Und nachher sollen sie ins Lager, da wir beide nicht so gerne skifahren gehen.

  • Laura TI sagt:

    Das Problem grad für Alleinerziehende, die oft nicht gar so auf Rosen gebettet sind, Skifahren ist teuer, sehr teuer. Ich habe meine Kinder mit dem Skiclub in die Skiferien geschickt, weil ich mir selber keine Skiferien hätte leisten können. Skifahren können sie, aber ohne Begeisterung, weil ich es mir einfach nicht hätte leisten können und im Tessin werden in der ganzen obligatorischen Schulzeit grad mal zwei Wochen für Skifahren geopfert.

    • gabi sagt:

      Sie meinen insgesamt? Also nicht pro Jahr?

      • Sportpapi sagt:

        Naja, bei uns gibt es in der Regel gar kein Skifahren in der obligatorischen Schulzeit.

      • gabi sagt:

        So weit schon?

        Finde ich wirklich schlimm.

      • Sportpapi sagt:

        Hä?

      • gabi sagt:

        Dass es das nicht mehr gibt, finde ich nicht nur bedauerlich, sondern äussert bedauerlich.

        Skilagern waren ja nicht nur gut aus dem Sportaspekt raus, sondern auch als Gemeinschaftserlebnis, als gute Gelegenheit die Schweiz einmal etwas erweitert kennenzulernen und – last but not least! – als Same, der für den Fremdenverkehr der Bergregionen gepflanzt wird.

        Find ich schlimm, wenn´s das nicht mehr gibt.

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Wir sprechen aneinander vorbei. Nach wie vor gibt es Skilager, wenn es auch immer weniger werden (- weil Lehrer sich das nicht mehr antun möchten). Die sind aber zwar von der Schule angeboten, aber eben freiwillig, in den Ferien.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Es kommt immer auf das Kind an. Mit meinem ersten Sohn fuhr ich, als er 7 war, nach Wengen, zeigte ihm einen Tag lang am Dorflift, wie der Stemmbogen geht und anderntags gingen wir zusammen auf die grossen Lifte, es gab nie Probleme. Der Kleine machte den Rumpelstilz, als ich mit ihm dasselbe tat, fand Stemmbogen eine Zumutung und führte sich ungefähr so auf wie Frau B’s Sohn. Später wollte er Snöben, wir waren am Kleinen Matterhorn, ich auf Skiern, er hatte ware Tobsuchtanfälle, die sich noch steigerten, als ich ihm, auf Skiern, Arme ausgestreckt, vormachte, was er tun solle. Es war lustig.

  • Bruno Gasser sagt:

    Haha! Good old times! Als mein Sohn 6 Jahre alt war (inzwischen 24), habe ich mir das Skilehrersein genau einen halben Tag angetan und dann aber konsequent in die Skischule delegiert. Wir beide haben das bestens krisenfrei überstanden … ;o)

  • Eni sagt:

    Gerade Kinder, denen das Skifahren durch die Eltern (meistens der Vater) beigebracht bekommen, sind sehr oft die schlimmsten Pistensäue.

  • Andy Ulrich sagt:

    Als Papi ist es ja nicht immer nötig um der besseren Performance willen (sportlich wie familiär) gleich alles unangenehme auszulagern. Ist doch auch mal eine schöne Herausforderung den kleinen ein bisschen zu schleiffen, Fortschritte zu loben, an ungenügendem unentwegt weiter zu arbeiten – es lohnt sich, wenn sich Erfolge einstellen.
    Mein 8-Jähriger hat so das Unterstufen-Skirennen gewonnen, fährt mehrmals den vereisten Russi-Run am Gemsstock und spielt ziemlich gut Hockey! Und ja: weil Mami auch mitmacht, die Schulnoten sind perfekt und Musik liegt auch noch drin.

  • Frédéric sagt:

    Warum Ski fahren lernen? Wenn die Kleinen gross sind, gibts keinen Schnee mehr, Klimaerwärmung! Das Wasser wird für die Stromproduktion gebraucht, Schneekanonen werden verboten. Sind hier nur Lifestyle-Grüne? Auch die Hightech-Kriegsausrüstung der Kleinen scheint nicht zu stören. Bedenklich!

    • Daniel sagt:

      Mit dieser Einstellung Frédéric, sollten sofort weltweit auf die Zeugung von Kindern verzichtet werden. Die Welt bietet noch nämlich noch weitere düstere Bedingungen. Und trotzdem ist sie lebenswert!

    • Francesca sagt:

      Hach, Federic, was sitzt Du noch da am PC, hat ja eh bald keinen Strom mehr, und dann hast Du da bloss noch Elektroschrott rumstehen.

      • Frédéric sagt:

        War nur eine kleine Provokation. Die 2000 W lassen grüssen. Dies an die Adresse der grün angehauchten Wintersportler, von denen es hier bestimmt ein paar hat.

      • alien sagt:

        Gott, es geht doch nicht drum, dass wir wegen des Sparens aufs Leben verzichten müssten. Wir müssen halt effizienter werden. Und vielleicht liegt Wintersport ja immer noch drin, das weiss ich nicht.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich finde, Kinder aus den Alpenländern haben ein Recht darauf, Skifahren zu lernen. Meiner Meinung nach ein echtes Versäumnis und geradezu peinlich, wenn ein Kind das nicht lernt, peinlich für die Eltern. Genau wie schwimmen, das hat man einfach zu können, fertig!

      • gabi sagt:

        Fertig.

        Punkt.

        Ich find´s zwar vom Prinzipt her auch (ich hoffe, Sie kommen damit klar, Pippi). Aber die Art, wie Sie Ihren „Standpunkt“ in die Diskussion ein zu bringen pflegen, spricht Bände.

      • pixel sagt:

        Haben sie nun ein Recht darauf, oder müssen sie unbedingt? Ein Recht ja, ok. Liegt ja nahe. Aber wieso soll das peinlich für die Eltern sein, wenn sie sich dagegen entscheiden oder entscheiden müssen? Wie erwähnt, ist das ne ziemlich teure Angelegenheit…

      • Meta sagt:

        Schwimmen, ja. Ich kann nicht Ski fahren und vermisse es nicht. Das war mein Entscheid mit ca. zehn, nicht der meiner Eltern. Der Nachwuchs reagiert bisher mässig begeistert auf die Skischule… wir bleiben dran, aber wenn das so weitergeht, ist das Nicht-Skifahrenlernen eine echte Alternative. Pixel, das sehe ich genau gleich.

      • alam sagt:

        Schwimmen ist wichtig – kann sogar überlebenswichtig sein. Dann finde ich Fahrradfahren auch noch wichtig, auch zu Fuss gehen, vielleicht sogar mal 3 oder mehr km weit. Aber Skifahren, ein Elitesport für die Reichen, warum bitte müssen sie das? Warum sollte das für mich peinlich sein, wenn meine Kinder das nicht lernen? Ich kann es selber nicht und habe kein Problem damit. Ein Problem wird es erst, wenn von den Eltern erwartet wird, dass die Kinder das können, bis sie ins obligatorische Skilager müssen.

    • Meta sagt:

      – und Frédéric, für mich selber sehe ich das wie Sie, aber kann ich das meinem Kind verordnen? Ich finde nein. Meine Sprüche über SUVs plappert es eh schon nach, das ist schlimm genug, wenn eine andere Mutter im Offroader angerauscht kommt 🙂 Und da die meisten hierzulande eben wirklich Ski fahren lernen, möchte ich ihm mindestens die Möglichkeit dazu bieten. Wenn es nicht will, lassen wirs.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich kenne kein Kind, das nicht skifahren wollte, wirklich nicht, die waren immer alle glücklich, wenn sie durften. Aber es kommt sicher drauf an, wo sie aufwachsen. Etwas ländlich, mit Hügeln zum üben, natürlich ohne Lift. Ich bekam erst mit 13 J. Ski, meine Eltern fuhren nicht, aber von da an nutzte ich jede Gelegenheit. Wenn meine älteren Geschwister nicht mitkamen, fuhr ich allein mit dem Extracar ins Skigebiet, morgens um 6 h, Mama hatte mir Proviant eingepackt, kein teures Verpflegen im Restaurant. Der Ehrgeiz war immer, die Tageskarte bis zum Mittag rauszufahren, dann war der Nami gratis

  • Andrew sagt:

    Das schöne am Skifahren: Das es sich viele Familien nicht leisten können.

    • Hans Musterman sagt:

      Ja mich dünkt auch das es, seit die nomadisierende europäische „Generation 60+“ sich vital im gereatrischen Stemmbogen den Hang runter kämpft ist es viel gemütlicher an den Hängen ist. Bin aber meist abseits der Piste unterwegs und kann so die Anmut der todesverachtenden „im Alter übermütig“ Generation nur selten bewundern.

      • alien sagt:

        Ach, Variantenfahrer? Irgendwer muss ja die ganzen Lawinen auslösen. Zum Glück haben wir Mustermäner.

      • Hans Musterman sagt:

        Nein Schneeschuhläufer. Aber auch mal mit dem Snowboard neben der Piste. Zum Glück bis jetzt noch keine Lawine ausgelöst. Aber das Risiko auf der Piste einen „Unfall“ zu erleiden ist meiner Meinung nach höher wie die Gefahr mit einer gut geführten Gruppe abseits der Piste zu verunfallen. Vor allem die neue Skigeneration mit der jeder ungeübte Wochenendraser doppelt so schnell „fahren“ kann wie noch vor 10 Jahren, ist für mich Grund genug die Pistenautobahnen zu meiden.

      • alien sagt:

        Keine Ahnung, was gefährlicher ist. Dass es auf den Pisten oft ein Riesenvolk hat, das blocht wie die Henker, das weiss ich, und auch darum geh ich nicht mehr fahren.

    • Walter Boshalter sagt:

      Falsch. Nur geht Familie nicht während der Saison der Idioten (20.12. – 4.1.) in die Skigebiete. Was dannzumal auf der Piste rast und ist echt nicht familienverträglich…

    • Salvatore sagt:

      Genau. Hoffen wir, dass das Autofahren auch noch teurer wird, dann kann man’s auch wieder mehr geniessen!

      • Hans Musterman sagt:

        Nicht zu vergessen das Fliegen. Viel zu billig. Ist doch Irrsinn das Ferien in der Türkei billiger sind wie bei uns am schönen Zürisee.
        Und überhaupt. Die ganzen working poor’s sollen doch zuhause bleiben und mir meine wohlverdiente Luxusruhe gönnen.

  • alam sagt:

    „Die Moral der Geschicht? Liebe Eltern, nehmt etwas Geld in die Hände…“ und wenn ich das Geld nicht habe? Und die Kinder trotzdem ins Skilager müssen? Und sie es dort auch nicht lernen, weil sie keine richtigen Skilehrer bekommen?

    • Hans Musterman sagt:

      ja für Pessimisten gibt es immer eine Grund zu hause zu bleiben.. Aber so schlecht sind die „nicht richtigen Skilehrer“ im Skilager dann meist doch nicht. Mit ein bisschen gutem Willen von beiden Seiten gehts schon.. Und sonst gibts meist noch eine Küchenmanschaft in unseren Skilagern.. ist ja nicht so das da nur Ski gefahren wird.. Gibt ja auch noch die Mittwoch Abend Disco etc.. 😉 Und von „müssen“ weiss ich nichts. Meist sind mehr Anmeldungen da wie Plätze vorhanden sind.

      • Heidi Merz sagt:

        Ich war als Kind in jedem Skilager und habe das Skifahren bei meinen SchullehrerInnen resp. irgendwelchen Fritzen von der Projuventute (welche Skitage veranstalteten) gelernt. Vor allem aber: Ich hatte Spass in den Lagern!!! Das einzige, was interessiert, ist ob Ihr Kind Spass hat im Skilager. Es sei denn, dazu fehlt das Geld auch.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wenn ich mir mal vorstelle, meine Kinder wären in der Schweiz aufgewachsen. Hätte denen tatsächlich Skianzüge und das ganze Drumherum kaufen müssen. Dann hätte ich Kinder auch nicht als Student haben können. Bei uns gab es nur, was entweder kein oder wenig Geld kostete. Musik, Bücher, Gespräche, selbst erdachte Spiele.
      So was völlig Absurdes wie Skifahren, was Narur zerstört und gleichzeitig noch konsumptiv ist, Da muss mann schon einen ziemlichen Schatten haben.

      • Carolina sagt:

        ML, man kann es wirklich übertreiben. Wenn man Ihnen so zuhört, muss man auf den Gedanken kommen, dass Ihre Kinder ihre Kindheit tatsächlich hauptsächlich im Keller zubringen mussten (wegen Papis postsozialistischer Auffassungen) bzw in einer pc-Hölle völlig genussfrei und strammstehend das Entkommen aus Papas Gulag aussitzen mussten. Oder erkenne ich Ihre persönliche Form der Ironie nicht?

      • Auguste sagt:

        hmm…, keine sorge, ml, die natur ist praktisch unzerstörbar, sonst hätte sie landschaftsgärtner vom balkan von vornherein verhindert… und deutsche im beet und baumarkt auch. dass sie aber nicht nachvollziehen können, welch herrliches gefühl es sein kann, den bzw. die bögen buchstäblich raus zu haben, erstaunt mich jetzt ein wenig. es gibt ein paar dinge im leben, denen werden selbst die besten bücher nicht gerecht – auf skiern berge runter fahren gehört dazu, gott weiss wieso. à propos musik und selbst erdachte spiele…

        youtube: alan jackson – playing possum

      • gabi sagt:

        Ich wäre ehrlich nach wie vor äusserst gespannt, was es mit MLs „da waren wir Anderes gewohnt“ (oder so ähnlich) bei Kinski auf sich hat.

        WAS waren Sie denn gewohnt, ML?

      • Ted sagt:

        Da hat es die DDR mit dem Naturschutz so richtig „gut“ gemacht; in diesen Zeiten waren riesige Teile, z. Bsp. im Harz-Gebiet, entwaldet vom sauren Regen.

        ebenso frage ich mich gerade, was für Spiele die armen Kinderchen bedenken mussten …Seilspringen mit Stacheldraht, oder Disco in der Todeszone 😥

      • Muttis Liebling sagt:

        @gabi, mich hat mal ein älterer Junge verprügelt und ich habe mich nicht gewehrt, Da hat mein Vater, der das gesehen hat.,mich noch einmal verprrügelt und mir gesagt. dass ich nur die Wahl habe, ein- oder zweimal verprügelt zu werden. Er schützt mich nicht.Seitdem musss mich niemand schützen, ich kann das selbst.
        @Carolina, meine Form der Ironie kennst Du (ich erlaube mir das Du nach soviel Vertraulichkeit). Da ist schon viel preussisches Strammstehen, aber auch ganz viel Selbstironie. Kaum einer nimmt mich weniger ernst, als ich selbst, nur manchmal tue ich es. Wenn ich Haltung annehme.

      • Muttis Liebling sagt:

        @August. ich weiss wohl, dass es das gibt. Aber muss nicht wirklich sein. Der höchste Berg, den ich je betreten habe, ist der Berliner Teufelsberg mit 114 m. Da habe ich mich aber hochfahren lassen, nie im Leben würde ich auf die Idee kommen, freiwillig bergauf zu gehen.

      • Carolina sagt:

        ML, dann ist das eigentlich alles Provokation? Aus irgendeinem Grunde kann ich das kaum glauben (lasse mir natürlich auch ungern meine Fantasien zerstören, in der arme eingesperrte ML-Klone, die Preussens Glorie zu huldigen haben – und selbstverständlich ihrem Papi, der derselben erster Verteidiger ist, immer mit einer Prise DDR-Muffigkeit garniert). Ganz besonders stutzig macht mich Ihr, pardon: Dein, Nick – klingt irgendwie (Achtung, stillgestanden, blühende Fantasie im Anmarsch!) entweder nach Kanzlerinnenberater oder wie irgendeine Berliner Verballhornung von Marlene Diettrich.

      • Carolina sagt:

        ML, Dein Post an Auguste beweist ja nur, dass alles, was sein muss, eben oft fortan gemieden wird (wie erzwungenes Skifahren, Wandern mit den Eltern etc). Aber dieses Gefühl, dass Dir die Welt zu Füssen liegt (was sie natürlich auf einem kleinen Müllhaufen nicht tut), wenn Du (von mir aus mit der Gondel) auf einen Berg gefahren bist, gehört für mich zum schönsten überhaupt. Und von daher haben meine Kinder gewisse Dinge einfach mitmachen müssen, wie das bei uns auch schon so war. Auch wenn sie es nicht zugeben und altersgemäss jaulen, landen solche Erfahrungen doch meistens in einer

      • Carolina sagt:

        /2 Erinnerungsschatzkästlein, die irgendwann wieder herausgeholt und durchaus geschätzt werden. Das sind ganz elementare Dinge wie das Meer sehen, auf einen Berg steigen, seinen inneren Schweinehund überwinden und eine schwarze Abfahrt bewältigen können etc.

      • Muttis Liebling sagt:

        Agnes, wir haben uns vom ersten Tag an geliebt. Wi unterscheiden uns in der Methode, in der Sprachwahl, nie im Inhalt. Dieses grundsätzlich Humanistische, was bei mir anders, als bei Dir ist. Ich denke, vor allem ich denke, von der Gruppe her, Du fühlst als Mensch, als Individuum. Aber wollen tuen wir das gleiche.

    • Francesca sagt:

      Ich hoffe, das liest jetzt mal meine Tochter nicht, denn die ist Skilehrerin in Skilagern und gibt sich gerade eben mit den Kindern, die’s Zuhause nicht gelernt haben, eine Affenmühe… Den Kindern nichts mitgeben diesbezüglich, und dann noch meckern? Das geht nun aber mal gar nicht, lieber Alam.

      • alam sagt:

        Nein, im Gegenteil, das soll sie lesen. Genaus so eine richtige Skilehrerin bräuchten wir, kriegen wir aber leider nicht. Was bitte soll ich den Kindern mitgeben, wenn ich selber nicht skifahren kann und keine Kohle für Skiferien habe?

      • pixel sagt:

        Alam, so ganz versteh ich nicht, was Sie vermitteln wollen. Wenn Sie kein Geld haben, aber überzeugt sind, es den Kindern selber beibringen zu können, ist doch alles in Ordnung. Wenn Sie es den Kindern selbst nicht beibringen können oder wollen und auch kein Geld haben, dann gehen Sie nicht Skifahren.

      • gabi sagt:

        Lesen, pixel:

        „…wenn ich selber nicht skifahren kann… „

      • pixel sagt:

        Danke für die Aufmerksamkeit und die Korrektur Gabi.

      • gabi sagt:

        Wo´s doch um Nachlesbares geht: Immer gerne, pixel

        😉

    • alam sagt:

      @Hans Mustermann: Bei uns „müssen“ sie, auch wenn das bei Ihnen nicht so ist. Und sie sollten es vorher schon können. Skilehrer gibts nicht. Und jedes Jahr hat es ein paar Arme, die es nicht lernen und die die ganze Skifahrerei verfl…
      „Mit ein bisschen gutem Willen von beiden Seiten…“ …und wenn sie es dann immer noch nicht können sind halt die Kinder doof… Ja, genau so ist es bei uns.

  • Nina sagt:

    Mein Vater wollte mich das Autofahren beibringen. Es ging auch nicht!

    • Hans Musterman sagt:

      🙂 Ja manchmal hat man als Vater einfach schlechte Karten. Hoffentlich hörst du wenigstens bei der Partnerwahl auf ihn.Oder ist es dazu auch schon zu spät? Sag jetzt nicht du hast deinen Fahrlehrer geheiratet..

    • Susanne sagt:

      ich zahle meiner Tochter gerne noch 10 Fahrstunden, damit ich diesen Horror, neben einem einem Autofahranfänger hilflos zu sitzen und nicht bremsen oder lenken zu können (mit MEINEM Auto!) nicht mehr mitmachen muss! ganz ganz schrecklich – etwas vom nervenaufreibensten, das ich die letzen 20 Jahre mitgemacht habe 😉

      • Carolina sagt:

        Susanne, stimmt genau! Bei uns hat dieser Horror gerade angefangen – und ich habe genau dasselbe gesagt: nach der ersten Uebung hat mich meine Tochter gefragt, warum ich denn krampfhaft die Handbremse festhalten würde…… Weiss ich auch nicht so genau, aber an irgendetwas musste ich mich festklammern, sonst wäre ich geplatzt. Habe das Ganze jetzt an den Vater übergeben, meine Nerven machen das nicht mit. Und ich übernehme auch gern die zusätzlichen Fahrstunden…..

    • alien sagt:

      „Beibringen“ verlangt doch den Dativ… oder nicht? Also wollte er Dir das beibringen, nicht Dich.

    • Katharina sagt:

      Jemand versuchte mir neulich das Autofahren mit Handschaltung beizubringen. oj vej. Arme Kupplung und das Getriebe chirpschte bedenklich. ich bleibe bei Automaten.

      • Carolina sagt:

        Bei mir ist es genau umgekehrt. Habe immer Geschaltete gefahren, seit kurzem ist die Familienkutsche ein Automat. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen – am schlimmsten ist es, wenn ich instinktiv vor der Ampel in den ersten Gang schalten will und dann bei Grün wie ein Depp den Motor aufheulen lasse…..

      • pixel sagt:

        Kath: am besten also einen Merc oder BMW mit gutem Motor.

      • pixel sagt:

        Interessanterweise haben wir damals im Sommer beim Autokauf zwei praktisch identische Fahrzeuge getestet. Selbe Marke, selbe Motorisierung, der eine war zwei Jahre jünger, etwas mehr gefahren dafür. Und obschon eher der sportliche Stil gefahren wurde, war der Automat um Welten besser. Das war irgendwie überraschend. Keine Ahnung…die Kraft kam besser zur Geltung. Also klar, was gekauft wurde 🙂

  • working mum sagt:

    Ein höchst interessanter Artikel. Bei uns ist es genau umgekehrt. Mein Sohn will überhaupt nicht in die Skischule. Au contraire! Er will nur mit uns fahren und mein Mann ist sehr geduldig im Vorzeigen und Vorfahren. Allerdings verhielt es sich beim Schwimmen gerade umgekehrt. Da hat’s nur der Schwimmlehrer gebracht. Von uns wollte er nichts annehmen. Ja, so individuell können Kinder sein.

  • Peter Thalmann sagt:

    Einzige Anmerkung: Es heisst Pizza, Pizza, Pommes Frites (nicht Tannenbäumli);)))

    • Hans Musterman sagt:

      Komisch bei mir hiess das noch: stämbögli schtääämbögli.. mach es fauuuuuu …. hueresiech….

      • alien sagt:

        Das „Hueresiech“ war sicher in seiner Illustrativität unheimlich nützlich… 😀

      • Hans Musterman sagt:

        Das „hueresiech“ ging meist im Geklapper der umgemähten Skifahrer unter die das Pech hatten gerade in der Nähe eine Pause machen zu wollen 😉 War wohl mehr eine Abkürzung für „Hueresiech jetz mues i mi scho wider für min Sohn entschuldige“ .. hehe..

      • Sportpapi sagt:

        Habe mich gerade beim letzten Mal ertappt, wie ich dem dreijährigen sagte, er solle ein V machen… Damit kann er nun gerade gar nichts anfangen!

      • alien sagt:

        Naja, solange er es nicht mit einem X probiert…

    • xyxyxy sagt:

      heute lernen die Kinder Skifahren bevor sie wissen wie ein V aussieht….. Bingo

  • Ilona sagt:

    Mein Bruder und ich haben anno dazumal von unserer Mutter – die nebenbei keine gebürtige Schweizerin, sondern eine „Flachländerin“ ist – Skifahren gelernt (sie hat uns abwechselnd zwischen die Ski genommen) und das herumspielen im Schnee sehr genossen. Viel Geld hatten wir nicht, aber meine Mutter hat eben gespart, weil sie gern Ski gefahren ist.
    Ich hab allerdings auch schon gesehen, wie Eltern 4-jährige Knirpse auf rote Pisten überfordern, und natürlich „üben“ Kinder das Streiten halt eher mit Eltern als mit einem „fremden“ Skilehrer :-).

  • alam sagt:

    Wünschenswert wären „richtige“ Skilehrer auch für die Anfänger in den obligatorischen Skilagern. Wie vielen Kindern wurde schon das Skifahren verleidet, weil sie es nie richtig lernen durften? Wenn man schon die Kinder dazu zwingt, dann bitte auch richtig, so wie man das heute auch beim Schulschwimmen macht.

    • Sportpapi sagt:

      Eigentlich zwingt man die Kinder eher selten dazu, da die meisten Skilager freiwillig sind. Und die Leiter sind meistens doch recht gut ausgebildet.

    • alam sagt:

      Bei uns ist es eben nun mal so, dass man die Kinder zwingt.

  • hans nötig sagt:

    Es ist vielleicht auch eine Frage des Interesses? Wenn das Kind lieber hinter Snowli herrennt, hatte es vielleicht auch überhaupt keine Lust auf Skifahren und die kam erst als andere Kinder da waren die das toll fanden?

    Ich war anscheinend das totale Gegenteil, mit 3 Jahren bereits ein kleiner Fanatiker der die „Rutscherli“ erst wieder losschnallte wenn es dunkel wurde, nur um sie im Chalet wieder anzuschnallen um „Skirennen“ (muss man sich auch bildlich als Ski rennen vorstellen :P) zu spielen. Für Kinder ist das meiste eben noch ein Spiel, dh je verbissener etwas ist, desto eher scheiterts.

  • Greatsheep sagt:

    Unsere Kinder schickten wir von Anfang an in die Schule; wie ich mich auch. Dieses Jahr zum dritten Mal, aber diesmal die Kinder und ich zum Privatlehrer und am Nachmittag als Familie rumdüsen. Wir hätten uns das nie angetan die Kinder selber zu unterrichten. Ja ist ein Luxus, auch die jährliche Woche Skiferien. Nachher ist wieder fertig mit grossen Ferien, nur noch von zu Hause aus. Auch die Skiferien der Schule sind unerschwinglich. Da ich so ein Volldepp bin und zu gut verdiene, bekomme ich für nichts Subventionen. Die Skiwoche der Schule (und anderes) liegen ausserhalb des Budgets. 🙁

    • xyxyxy sagt:

      Sagen sie es ruhig mal – sie Schaf.

      Geht der Skilagerbeitrag nach Steuerbarem einkommen? So dass sich das nur die Armen leisten können?
      Ist dem so?

      • Hans Musterman sagt:

        lol.. Bei uns gabs noch „Mengenrabatt“ Das erst zahlte voll danach wurds billiger.. Und die alten Holzlatten mit Bügelbindung waren sowieso vom Winterflohmi.. Da war nichts von schicki micki zirkus.. Kann mir gut vorstellen das heute schon das „artgerechte“ Styling ein halbes Vermögen kostet. Und der Aufschrei der Verzweiflung erst, wenn mitten in der Woche das IPhone im Schnee abhanden kommt.. Jesses.. nein das würde ich meinen Kindern auch nicht mehr antun wollen..

      • Hans Musterman sagt:

        Freischaltung??? warten warten warten.. wie früher am Skilift..Als der Stau noch vor dem Skilift war und nicht auf der Piste..
        8er Gondel sei dank..

    • hans nötig sagt:

      Ich weiss ja nicht ob sich das grossartig geändert hat in 10 Jahren, als ich das letzte Mal jedoch in einem Skilager ausgeholfen habe lag der Preis dafür massiv unter dem was eine Woche Skifahren kostet (alleine das Billet..) pro Person.

      Zuwenig Geld für ein Skilager, aber der Privatlehrer, der ist kein Problem.

    • Von Allmen sagt:

      So ein Skilager kostet doch höchstens 500.- (das sollte doch möglich sein?).

      • tina sagt:

        von allmen: 900 für 2 kinder, plus mietausrüstung 300, plus helme die sonst nicht gebraucht werden, für eine woche im jahr, ja das mag drin liegen aber es ist unverhältnismässig, vorallem wenn die eltern nicht winterspörtled und man sich nur einmal jährlich ferien leisten kann.

      • tina sagt:

        ich zahle das dieses jahr eben nun doch auch mal, gruppendruck ahoi. aber surfen finde ich viel sinnvoller und habe auch mehr davon (weil zum kinderwintersport nun wirklich nicht auch noch elternwintersport drin liegt finanziell), da ich am meer auch gerne bin ohne mich irgendie zu bewegen

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Gerade wenn ich als Eltern mit den Kindern nicht fahre, würde ich sie ins Skilager schicken.

  • Peter Telemark sagt:

    Man muss nur besser Skifahren als die Skilehrer 🙂 Und Tochter-Sohn macht alles, was Papi sagt. Aber dann muss Papi eben in mehreren Sportarten 1. Liga aufwärts gespielt haben… Meine Kinder haben schnell gemerkt, dass sie in Kursen 0815 behandelt werden, bei mir aber massgeschneiderte 1a-Tips bekommen. Einzig beim Reiten: da haben die Kinder gesagt: vergiss es 🙂 Also liebe CEO’s und Karriere-Papas: wer nicht Basteln kann, nicht boomerang werfen, nicht Gitarre am Lagerfeuer spielen kann, nicht morsen kann, nicht 30 Knoten kann, Zaubertricks oder ein Iphone V rooten kann ist ein nerd.

  • Katharina sagt:

    Schnee ist nur schön, wenn er fest und weiss am Boden liegt und die Sonne scheint und vom warmen Chalet aus betrachtet wird.

    Das kalte nasse Gestöber vorher, brrr und nein danke.

    • Hans Musterman sagt:

      pff Weichei.. Mit Schneeschuhen im Schneegestöber und dann ein Feuer für Fondue und Weisswein, das ist schön 😉

      • Katharina sagt:

        ich überspringe das mit den Schneeschuhen. schalte im Auto stattdessen einfach die Heizung aus. und den Weisswein bitte ganz kühl. Keinen Chardonnaye. Eppesses vielleicht oder Ivorne je nach Käsemischung.

      • Hans Musterman sagt:

        Ihr Wunsch ist mein Befehl, meine Teure. Aber statt Auto empfehle ich dann doch lieber ein Pferde- oder Hundeschlitten.
        Sie können sich dann, während ich das Feuer fürs Fondue anzünde, in eine Renntierdecke kuscheln und ihren Wein schlürfen.

      • Katharina sagt:

        Pferdekutsche ist ok. dem Pferd dann aber vorher nicht Bohnen futtern, sonst geht es wie dem Kramer in Seinfeld, bzw. Castanzas Schwiegereltern im Park.

      • Sportpapi sagt:

        Ich empfehle Heida, Katharina.

      • Katharina sagt:

        Heida… kannte ich nicht. Savignon Blanc gehört zu meinen Lieblingstrauben. Muss den mal versuchen. danke für den Tip, SP.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das wir auch mal wieder einer Meinung sind, Katharina. Natur ist am schönsten, wenn man sie durch Thermoscheiben betrachtet. Natur nature ist öde, entweder zu heiss, oder zu kalt, zu nass …

  • Von Allmen sagt:

    Skifahren und Allgemeinwissen: Ist leider so eine Sache; wir können uns eine Woche Skiferien einfach nicht leisten. Klar, eine Woche Skilager für den Buben liegt noch drin im Budget — aber gemeinsame Skiferien? Vergessen Sie es.

    Finde ich schade. Meiner Meinung sollte man hierzulande Skifahren können. Aber eben…

    • xyxyxy sagt:

      Grummel, grummel – ein durchschnittlicher Raucher gibt 250.-Fr. pro Monat für Zigaretten aus, macht im Jahr 3000.-
      Falls Mama und Papa soviel rauchen, gibt das schon 6000.-
      Interessanterweise können sich alle Raucher leisten zu rauchen.

      Was lernen wir daraus? Wir können uns relativ viel leisten, wenn es uns wichtig ist.
      Ganz ähnlich verhält es sich mit der Zeit.

      • Sportpapi sagt:

        Klar. Und Sozialhilfebezüger fahren Mercedes.
        Die Frage ist eben, ob die Prioritäten wirklich so gesetzt werden sollten.

      • xyxyxy sagt:

        SP – ich verstehe nicht ganz ihre Antwort … danke wenn sie es mir genauer erläutern

      • Sportpapi sagt:

        Man kann es sich leisten, wenn man auf ganz viel anderes verzichtet, was wahrscheinlich für die Familie wichtiger wäre. Bei uns sind die Ausgaben für Skiferien jedenfalls auch ein ernshaftes Thema!

      • Von Allmen sagt:

        Bei uns raucht keiner, Auto haben wir auch nicht, haben eine billige/winzige Wohung ohne Balkon; also fallen die üblichen Sparoptimierungsorte schon mal weg.

        Ehrlich gesagt bezahle ich lieber die Steuern und einen kleinen Batzen an die 3. Säule als Skiferien für uns. Fürs Skilager vom Buben allerdings wird gespart. 🙂

      • xyxyxy sagt:

        ach so meinen sie das.
        Nun ja – man könnte entweder schauen, dass mehr Geld rein kommt, wenn man mehr konsumieren möchte, muss man sich das ernsthaft überlegen. (Jeder der hier schreibt, ich eingenommen, könnte mehr Geld haben – wenn er nur diese Zeit nutzen würde…)
        zweitens: wenn sie Nichtraucher sind (davon gehe ich bei ihnen aus) machen sie einfach ein Raucherkässeli. Tun sie so als wären sie ein Raucher, doch sparen sie das Geld täglich. Da hätten sie den ersten Batzen.
        Klar ist es teuer, aber he, die Leute im Skigebiet verdienen weniger als sie.

      • Von Allmen sagt:

        Danke, Sportpapi! Denke es ist nicht vielen klar was es bedeutet, am unteren Ende der Einkommenskala zu sein. Kenne aber auch Besserverdienende, für welche solche Ausgaben ein Problem sind.

      • xyxyxy sagt:

        @Allmen – Sportlehrer stehen sicher nciht an der unteren Skala. Sportlehrer verdienen ab 120k aufwärts.
        gut und gerne auch mal 150k (kommt aufs Alter an)

      • Von Allmen sagt:

        xyxyxy: Ja dann weiss ich auch nicht wieso es nicht reicht.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: So ist es, wenn ich Sportlehrer wäre. An einer Kanti. Bin ich aber nicht (beides nicht). Und nein, ich sage nicht, wir könnten es uns nicht leisten. Aber es ist schon verrückt: Die Woche am Strand in Afrika (mit Flieger) kostet viel weniger als, wie wir das traditonell machen, mit Zug oder Auto nach Italien. Das aber wiederum wieder viel weniger als eine Woche Skiferien in der Schweiz. Und es kommt neben Unterkunft, Verpflegung eben auch noch Material dazu, Unterricht, etc. Unglaublich, wie sich das summiert!

      • xyxyxy sagt:

        SP – ich hoffe sie sind nicht zu schlecht bezahlt, als Sportlehrer mit Studium sollte schon einiges drin liegen. Selbst eine Haushaltslehrerin verdient 120k (gut die ist schon 60 – aber nicht im Kt. Zürich!)

        – ansonsten: ja so ist es halt, geht uns allen gleich. – das Fliegen ist einfach zu billig! das ist es. Aber darum fahr ich nicht mehr mit dem Auto in die Ferien.

      • gabi sagt:

        Allerdings.

    • Roli sagt:

      Wir gehen halt nicht in ein grosses Skigebiet, bei uns hat es gerade mal 2 Lifte einen kurzen und einen Langen.
      Wobei lang ist der nur für die Kinder für die Erwachsenen ist er eigentlich zu kurz.
      Den Luxus den wir uns dann am Schluss der Ski-Woche leisten ist eine Tageskarte für die ganze Familie im Hoch-Ybrig das von unserer Unterkunf schnell erreichbar ist.

    • Hans Musterman sagt:

      ja, ich finds auch schade das nicht jede/r alles haben kann. Besonders wenns um mich geht. So 2 Mal in der Woche ein 5 Gang Menü. 3mal Ferien. Ein bisschen Wellnessen wenn die Kinder im gratis Tageshort sind. Sollte sich eigentlich jeder leisten können. Plus grosses Haus am See. Das Skilager ist ja zum Glück für alle die in die Schule gehen möglich. In manchen Gemeinden wird gar noch ein Zuschuss an „arme“ Familien gezahlt. Ich finde jeder sollte mindestens i Mal im Leben als CEO arbeiten dürfen. Ist nur gerecht..

      • xyxyxy sagt:

        ich möchte dazu noch anfügen, dass früher wo alles besser war, wir auch nie in die Skiferien gingen. Skilager war das einzige. Manchmal auf den Idi otenhügel, eine 10 Lochkarte, wobei wir kleinen zuerst mal Stägele mussten, um nicht sinnlos so eine Fahrt zu verbrauchen. Mit Holzskiern aus der Migros. Aber Skilager war der Hit.
        Ach was waren wir für armi Siächä. lol Heute geht es den Kindern viel besser.

      • Sportpapi sagt:

        Genau, so war es. Und ich habe mir auf den Dorfhügel den Arm gebrochen. Heute fährt da niemand mehr Ski. Ganz oder gar nicht heisst die Devise, und das ganz ist einfach deutlich teurer geworden (insbesondere die aktuelle Ausrüstung).

      • xyxyxy sagt:

        ja eben, bei all unserem Lamento, dürfen wir eben nicht vergessen, dass wir uns an ein extrem hohes Niveau gewöhnt haben. Unsere Wohnungen sind grösser, die Autos luxeriöser, der Kleider top …. alles top,
        ja….. würden wir uns mit dem Niveau wie vor 30 Jahren zufrieden geben… dann hätten wir schon genug Geld.

      • Sportpapi sagt:

        Früher gab es aber auf dem Dorfhügel auch noch etwas häufiger Schnee. Und der Schlitteltag auf dem Üetliberg konnte fix terminiert ins Jahresprogramm aufgenommen werden…

      • xyxyxy sagt:

        hmmm …. also zu meiner Zeit kam der Schneemangel auch schon – da gab es oft sogar weniger als in den letzten Jahren…

        wie auch immer: sie stimmen mir sicher überein, dass unsere Ansprüche einfach gestiegen sind. Ganz viel vom heutigen Mangel hat einfach mit unserem extrem hohen Niveau zu tun (bzw. früher hätte man das gar nicht als Mangel wahrgenommen, weil früher viele Dinge nur für „Reiche“ möglich waren, von denen man heute denkt: das ist Minimalstandard.

  • elena sagt:

    Von einem auf alle zu schliessen, nicht optimal: Wir haben drei Töchter, eine hatte Spass in der Skischule, die zweite fand die Skischule ein jämmerlicher Haufen und legte das geschilderte Verhalten dort an den Tag, der dritten Tochter brachten wir das Ski fahren selber bei. Das Resultat bei unseren erwachsenen Töchtern: Alle drei können Ski fahren, keine tut es mehr. Warum eigentlich müssen alle Ski fahren? fragen wir uns heute reichlich spät. Wenn alle Klavier spielten, läse man hier von elitärem Gehabe, ehrgeizigen Eltern. Beim Skifahren kein Wort. Es kollektives Muss? Ja dann gute Nerven.

    • Widerspenstige sagt:

      So ist es, aber machen Sie sich nichts draus. DAS ist echt schweizerisches Alltagsleben – unsere Familie hat den Skizirkus auch ausgelagert in die Skischulen. Mit drei Kindern ein kleines Vermögen, wenn man die Sportferien in einem Lager dazurechnet. Es sollte aber dann doch mehr Nachwuchs geben im Spitzenskisport, was ja offensichtlich nicht so ist. Da wird man geradezu neidisch auf unsere Nachbarn im Ösiland, wo es anscheinend eine Staatsaufgabe ist, genügend Ausbildungsplätze für Spitzensportler zur Verfügung zu stellen. Ach, ich vergass: Kinder sind ja Privatsache für gewisse Leute… 😀

      • Sportpapi sagt:

        Kinder sind Privatsache, was sonst!
        (wollte es nur wieder mal gesagt haben. Weil ich eben zu den „gewissen Leuten“ zählen möchte…)

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, da hat es noch andere Sätze und Aussagen – dazu weisst Du nichts zu sagen? Es ist doch schon eine Überlegung wert, mal näher hinzu sehen, wieso die österreichischen Spitzenskisportler so hervorragend sind und die Schweizer eher nicht? Das sollte doch gerade Dich interessieren und etwas differenzierter ansehen. Und nein, Kinder gehen in eine Staatsschule, sonst müsste diese ja auch von den Eltern selber berappt werden. Ebenso die KK-Prämien etc. Kinder sind Teil einer Gesellschaft und dürfen dementsprechend überall gefördert werden vom Staat dh von den Steuereinnahmen des Staates.

      • Hans Musterman sagt:

        aha.. also jeder bekommt ein Staatskind zur Betreuung und dafür kriegt er dann eine Betreuungsgutschrift? Und die die sich weigern mit ihrem Kind was zu machen die kriegen einen Abzug? Tönt vernünftig. Wo muss ich mich melden?

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Ich sehe das sehr viel differenzierter, wenn du dich ernsthaft auf diese Diskussion einlassen möchtest. Richtig ist, dass die Österreicher uns im Skifahren gerade wieder davonfahren. War aber auch schon anders. Ausbildungsplätze für Spitzensportler haben sie aber eigentlich nicht mehr – wir haben in der Schweiz mittlerweile über 100 Sportschulen.
        Interessanter ist ja, dass Österreich im Sommer ein historisches Sportdebakel erlebt haben – ohne Medaille an den olympischen Spielen…

      • Sportpapi sagt:

        Aber richtig ist: Spitzensportförderung ist in der Schweiz sicher eher verpönt.

  • Roli sagt:

    Sehr gut geschrieben, unsere Jungs gehen seit Jahren in die Ski-Schule und am Abend oder WE gehen wir als Familie auf die Piste.
    Die Jungs kommen so auch viel mehr zum Skifahren als nur mit uns und mit anderen Kindern zusammen macht es auch viel mehr Spass.

    Zur Aussage: „Wozu muss man Skifahren lernen“ Sorry, die ist einfach nur *piep*
    Skifahren gehört in der Schweiz zum Allgemeinwissen und wenn sie im Jugendalter sind werden sie dafür dankbar sein.
    Dann können sie mit Kollegen alleine losziehen… zudem Sonne und Schnee ist einiges besser als TV und Chips.

    • Katharina sagt:

      ich muss bildungsfern sein, denn ich kann nicht schifahren und bin Schweizerin.

      • plop sagt:

        Ich kann zwar Skifahren, mach das aber seit gut 10 Jahren nicht mehr, wegen Überdosis Wintersport mit meinen Eltern.
        Und nein, ich stellte (als fast einzige in meinem Familien-Kollegenkreis) mein 3-jähriger diesen Winter nicht auf die Skier.

      • Hans Musterman sagt:

        @katharina Wirklich Schweizerin? Na wenn da mal nicht noch „fremde“ Gene im Spiel sind… Nicht Skifahren und keine Ahnung vom Schieber oder den Regeln beim Hornussen.. tsts. Aber schauen sie wenigstens den Schwingern im Sagmehl mit feuchten Augen zu? Sonst wird es echt mal Zeit für einen Einbürgerungstest 🙂 Schlacht am Morgarten? Wann? Wieso? Gegen Wen? zackzack..

      • Katharina sagt:

        Ich weiss nicht einmal, was ein Schieber ist.

        Da ich gerne Baseball spiele, allerdings mehr schlecht als recht, faszinierte mich das Hornussen. Versuchte sogar mal, ein Hornuss mit diesem hochflexiblen Stahlding zum fliegen zu bringen. Derjenige, der das mir beibringen wollte, sah dann aber von einem weiteren Versuch ab, da ich mitsamt dem Stahlstab oder wie das heisst, mich um 360 Grad drehte. nicht ungefährlich der Sport. keine Ahnung wie die Regeln gehen.

        Eine Schwingerin hatte es mir tatsächlich mal angetan…aber auf einer Alp kann ich mir schönere Beschäftigungen vorstellen.

  • peters sagt:

    Kann nur beipflichten. Ich fahre super Ski, habe selber den Skilehrer in Skilagern erfolgreich gemacht. Aber meine Kids waren in der Skischule viel besser aufgehoben. So ein Skilehrer macht einfach mehr her als der Papa! Dem glauben sie auch alle Kniffe..
    Stress raus, Mama und Papa können ein paar Stunden Schnee oder sonst was geniessen und die Kids lernen blitzschnell. Und jetzt wo sie älter sind? Tja da muss Papa schauen, dass er noch hinterher kommt.
    Es gibt auch Skischulen die haben nur halbtags Unterricht. Haben meine super genossen, am Nachmittag den Eltern zeigen was gelernt wurde.

  • Thomas sagt:

    Frau Braun kann ich nur beipflichten. Meine Versuche, unseren beiden Kindern das Skifahren beizubringen endeten meist in einem Fiasko und ich kam an einen Punkt, da wollte das Skifahren ganz aufgeben, damit ich aus dieser Sache raus konnte.

    Bei mir und meiner Frau klebten die Kleinen zwischen den Beinen und wagten sich keinen Milimeter weit weg. Kaum in der Skischule mit anderen Kindern konnte Junior bereits selbst an den Bügellift und flog über die Schanzen.

    Velofahren, Schwimmen, Skaten und Eislaufen haben sie von mir gelernt. Skifahren nicht, und das ist gut so.

  • xyxyxy sagt:

    Meine beiden gingen dieses Jahr auch zum ersten Mal in die Skischule. Das war sehr gut. Jetzt können sie schon eine Pizza machen. Ja, ja ….

    • plop sagt:

      Ja bravo!
      Meins kann das erst in der Küche…

      • Hans Musterman sagt:

        🙂 lach.. aber im ernst. Skilager und Skischule (oder snowboard etc) haben eben schon auch für die Kinder den Vorteil das mal nicht die Eltern sagen was läuft. Ausserdem sind Gleichaltrige anwesend. Beides hilft auch dem eigenen Selbstvertrauen. Und Skilehrer/innen haben meist viel mehr „Nerven“

      • Katharina sagt:

        halfpipe…..

  • Rahel sagt:

    Unsere gingen auch gelegentlich in die Skischule. Zudem haben sie einen geduldigen Grossvater der super Ski fährt und alle Kniffs und Tricks drauf hat. Mein Mann ist nicht so der Skifahrer. Ich kann zwar gut skifahren, hätte es mir aber doch nicht zugetraut, meinen Kids das Skifahren beizubringen, da lasse ich lieber die Fachleute ran 🙂

  • Urs sagt:

    Skischule, denn mit Gschpänli ist das Erlebnis wiederum etwas anders. Ausserdem können Mami und Papi dann auch noch ein wenig ‚richtig‘ Skifahren, insbesondere auch abseits des Pistentrubels.

  • Urs sagt:

    Das stimmt so absolut natürlich nicht. Mit den richtigen Hilfsmitteln und im richtigen Gelände geht das prima. Wir haben unserer 3-jährigen Tochter ein ‚Gschtältli‘ und Skispitzenhalter verpasst, dann ging das erstaunlich schnell, nach wenigen Tagen konnten wir letztere bereits Freunden vermachen. Das Abgewöhnen vom Gschtältli, wo ja Mami oder Papi die Geschwindigkeit kontrollieren, dauert dann etwas länger. Wichtig ist, dass man erkennt, wenn genug ist mit Skifahren, denn im Schnee kann man ja sonst noch einiges anstellen, was riesigen Spass macht.
    Trotzdem gehts nächstes Jahr in die

    • Ursina sagt:

      Ich halte weder von Frau Brauns Professionalisierung noch von allzuviel Technikeinsatz viel. Eher mit Geduld, Vorzeigen, eigener Begeisterung für sei es nun Schwimmen oder Skifahren. Wenn es die Eltern schon so verbissen hinkriegen wollen, dann sind die Kleinen doch überfordert. Nehmt’s einfach locker, auch nächstes Jahr ist wieder Winter, falls es heuer nicht klappt.

  • Markus sagt:

    Spricht nicht gerade für Sie Frau Braun; nicht, dass es dem Sohnemann nicht beibringen konnten, sondern dass es drei Tage gesauert hat bis sie es gemerkt haben! Ich habe es bereits nach einem Tag gemerkt :-). Hat wohl etwas mit dem Eltern-Kind Verhälnis zu tun, dass die Kinder immer das Gegenteil davon machen, was man als Eltern sagt. Wenn die Skilehrer/in sagt, wir lassen die Stöcke weg, geht es auf jedenfall ohne murren.

  • Sportpapi sagt:

    Ja, die eigenen Eltern haben es hier sehr schwer, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Aber ist schon ärgerlich, Geld für Sachen auszugeben, in denen man eigentlich selber Profi wäre…

    • gabi sagt:

      In der Sportart, in der ich tatsächlich Profi bin, musste ich festellen, dass eine erste Eingewöhnung durch mich zwar ganz gut war. Aber wirklich weiter kam der Spross nur, weil er plötzlich den Gruppendruck (oder eben -spass) verspürte und bei wildfremden Leiterinnen deutlich besser aufpasste und offenbar mehr beweisen wollte, als mit seinem Alten.

    • Auguste sagt:

      hmm…, ich weiss nicht, wer es uns eingepflanzt hat, aber: was nichts kostet, ist nichts wert! rein technisch, ist das natürlich oft blödsinn, aber diesen schaltkreis in unseren köpfen zu übersteuern, ist fast ein ding der unmöglichkeit. besonders deutlich wird das jeweils bei meinen zwei jungs. während der ältere immer im wettstreit versucht herauszufinden, wie gut ich etwas wirklich weiss/kann, winkt der jüngere schon zum vornherein ab: das kann gar nichts werden, baba – was wie „dude“ betont und von einem coolen kopfnicken, brauenhochziehen und seufzen untermalt wird. bless ‚em.

  • Muttis Liebling sagt:

    Investieren Sie mehr in ihr Kind, dazu rät auch Economiesuisse, die diesen wertvollen Beitrag in Aufrag gab.
    BTW: Wozu muss man Skifahren lernen, man kommt heutzutage auch bequemer und vor allem umweltschonender über die Alpen, fallls man das überhaupt muss.

    • Ursina sagt:

      „Investieren“, „Und man muss beim Kind ja nicht alles auslagern..“ Hmm, klingt wie aus dem Wirtschaftsteil. Wozu auslagern, wenn Familie (auch) Spass macht?

    • xyxyxy sagt:

      Wozu muss man Skifahren lernen…. das sagt ja eigentlich schon alles über sie aus.

      Erinnert mich an einen Bösewicht aus Donald Duck. Parteifunktionär eines totalitären Staates, der sagte: Mein Land das gewalitge Brutopien braucht keine Fernseher um glücklich zu sein.

      Stellen sie sich vor ML das gibt Menschen, denen machen Dinge Spass, die ihnen kein Spass machen. Und aus ihrer Freude an diesen Dingen heraus, möchten sie auch dass ihre Kinder das lernen und möchten ihre Freude mit ihnen teilen.
      Aber das ist für Sie wahrscheinlich ein absurder Gedanke.

      • Muttis Liebling sagt:

        @xy, das ist tatsächlich ein absurder Gedanke. Meine Kindet hätten so etwas nie lernen wollen, und wenn doch, hätte es 14 Tage Kellerarrest gegeben.

      • xyxyxy sagt:

        ich dachte jetzt gar nicht explizit ans Skifahren – sondern eher an das Freude haben an etwas und diese Freude mit den Kindern teilen wollen – im gewaltigen Brutopien sind doch solche individuellen Gedanken irgendwie absurd

    • Ursula sagt:

      Ja, wozu muss man das können? Weil es eine tolle Sache ist, den Kindern und Jugendlichen Spass macht; es zum Winterleben in der Schweiz einfach dazugehören sollte.
      Bloss „etwas Geld in die Hände zu nehmen“ reicht nicht, die ganze Angelegenheit kostet wirklich viel. Sportbörse etc. mitkalkuliert. Schade, dass sich dieses Vergnügen immer mehr Familien nicht mehr leisten (können).

      • Muttis Liebling sagt:

        Manchmal ist Armut auch gut, die Natur dankt. Wie schön wären Berge, wenn die nicht von Wanderern und Skifahrern verunreinigt und verwundet würden?

      • mia sagt:

        Sie könnten es sich vielleicht schon leisten, aber nur allzu oft sind da eben die Raten für den schwarzen Vierringler und die dazu passenden 16″-Felgen zu bezahlen. Damit kann man mehr angeben als mit skifahrenden Kindern.

    • sepp z. sagt:

      wahrscheinlich kommt es heute günstiger, den kindern wellenreiten irgendwo am meer beibringen zu lassen, inkl material unterkunft anreise, als ihnen das skifahren zu lehren.
      und hey, surfen ist cool.

    • Sportpapi sagt:

      ML zeigt heute doch wirklich mal seine humorvolle Seite. Hat die ernsthaften Antworten eher nicht verdient.

      • Muttis Liebling sagt:

        @SP, Du entpuppst Dich nach und nach als einer der Hellsten hier.
        Freundliche Grüsse

      • Carolina sagt:

        ML, Ihr letzter Post (16.00) war also Ironie? Ich wollte ja schon einen ähnlichen Kommentar abgeben wie SP, bis ich den obigen Eintrag sah…..

      • Sportpapi sagt:

        @ML: Wenn Sie das erst jetzt merken, sind Sie aber nicht gerade der Hellste! 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Nicht so steif, Sportpapi, lass uns beim Du bleiben. Ich finde es eh albern, wenn Leute wie wir fast alle hier, die auf der selben Wellenlänge schwimmen. sich förmlich anreden. Hier macht man doch nur mit. weil man an Familie, an Zwischenmenschlichkeit und allem, was dazu gehört, Interesse hat.

      • Sportpapi sagt:

        Danke. als Turner und Sportler ist mir das natürlich recht…

      • Widerspenstige sagt:

        Hab‘ ich’s mir doch gedacht, dass diese posts vor Ironie und zuweilen Sarkasmus nur so strotzen, Mothers Biest. Das finde ich nämlich schon lange, dass dieses Gesieze hier in einem Mamiblog etwas deplaziert ist. Aber wir Schweizer sind ja sowas von angepasst, rücksichtsvoll, respektvoll (hüstel) dem Anderen gegenüber. Da komme ich ja fast schon ins Schwärmen über soviel Tugendhaftigkeit.

        Wenn ich mir aber einige Voten gegen die Familienpolitik aus letzter Arena näher ansehe, dann schaudert es mich heftigst vor soviel Eigenbrödeltum. Familienpolitik in die Verfassung? Ach geh..Kühe eher. 😡

      • Widerspenstige sagt:

        Den ersten Satz habe ich auch so gesehen übrigens ML – eine schweizweite Kampagne auf allen Kanälen. Aber bitteschön aus dem eigenen Sack berappen liebe Eltern. Die Wirtschaft braucht jeden Rappen von Euch, damit wieder fröhlich in gewissen Branchen gezockt werden kann mit dem Gewinn. Es gibt ja bald keine Schneehänge mehr, deshalb….Ski heil! 🙄

      • Muttis Liebling sagt:

        @Widerspenstige, es ist ja schön, dass wir uns alle so lieben. Ich habe gerade eine Rezension geschrieben zu, lies mal

        http://www.widerspruch.ch/

        Das ist wirklich Feminismus und dazu stehe ich, als Mann.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Mich schauderte es auch ob gewisser Voten in der Arena. Wenn es zum Beispiel hiess, das müsse nicht der Staat bezahlen, das könne man mit Betreuungsgutscheinen lösen, etc.
        Immerhin sollte man sich nun doch mal einigen, was es denn nun kosten soll und kosten darf. So ist es eine Mogelpackung.

      • Widerspenstige sagt:

        Wieso Mogelpackung? Das ist eine Unterstellung, dem guten Gedanken gegenüber. Es geht einzig um die Verankerung in der Verfassung und wie BR Berset gesagt hat, wird – wie bei der Initiative für obligaten Musikunterricht, welche ebenso nicht klar definierte, was es genau kosten wird u mit grossem Mehr angenommen wurde 2012 – damit noch keinerlei Geld in die Hände genommen. Ein Verfassungsartikel für Familienpolitik ist bisher verschlafen worden von den zuständigen Politikern(!) u eigentlich eine Schande für eines der reichsten Länder der Welt! Genau wie das Frauenstimmrecht verschleppt wurde!

      • Widerspenstige sagt:

        Und genau wie die Mutterschaftsversicherung verschleppt wurde! Rundum haben sämtliche Länder eine umfassende Familienpolitik als Staatsaufgabe verankert, aber in der Schweiz schämt man sich nicht mal gross, auch noch dies gross diskutieren u infrage stellen zu müssen! Bin ich froh, dass endlich auch ua die bürgerliche FDP-Präsidentin in der Arena davon gesprochen hat, dass eher Kühe in unserem Land mit Milliardenbeträgen(!) subventioniert als Familien via Verfassung geschützt u gefördert zu werden.

        Wir dürfen nicht vergessen: der Staat sind wir BürgerInnen u sollten an 1ter Stelle stehen!!

      • Sportpapi sagt:

        Wenn es keine Folgen hat, braucht man den Verfassungsartikel nicht. Und wenn es Folgen hat, sollte man die wenigstens ungefähr beziffern können. Und eben – Förderung der Familien steht doch schon da.

      • Sportpapi sagt:

        Und WS: Solange wir uns nicht einig sind, was eigentlich „Familienpolitik“ bedeutet, ist dein anklagender Ton eher verfehlt. Die SVP ist auch überzeugt, Familienpoltik zu betreiben. Zu recht! Ja, das Volk sind wir – entsprechend gibt es Änderungen, wenn die Zeit dafür reif ist, wenn die Mehrheit das so will. Nicht wenn man, wie du dir das offenbar vorstelltst, die Meinung der Gegenseite nicht zulassen möchte. Zuletzt: Die Dauer der Mutterschaftsversicherung ist gut gewählt. Mehr wäre wohl eher nachteilig für die Frauen im Arbeitsmarkt.

      • pixel sagt:

        Sp und WS: ich habe die Sendung zu weiten Teilen gesehen. Ich bin schon eher auf der Grundsatzseite, eine Familienpolitik verankern zu wollen/sollen/müssen. Und zwar eher aus einem prinzipiellen Ansatz heraus. Natürlich wird man dann daher etwas damit auch anfangen wollen, insofern hat das Argument der Gegenseite durchaus Bestand, wenn es heisst, man solle es in ungefähr beziffern können. Was allerdings in dieser Forderung meiner Meinung nach unterging, war die Tatsache, dass man es lediglich FÜR EINEN ZEITRAUM beziffern können muss. Denn wenn es um eine prinzipielle und grundsätzliche

      • pixel sagt:

        Frage einer Familienpolitik geht, hat B schon recht, dass man kaum konkrete Ziffern nennen kann. Wie auch, wenn es mehrere (tw noch undefinierte) Projekte auf unbestimmte Zeit beinhaltet. Insofern müsste konkret genannt werden, WAS BIS WANN in einer ersten Massnahme und Dringlichkeit umgesetzt werden soll, und dies müsste sich dann auch konkret beziffern lassen können. Von aussen gesehen sprachen somit die beiden permanent aneinander vorbei, anstelle sich aufeinander einzulassen.

      • pixel sagt:

        SP: „Die Dauer der Mutterschaftsversicherung ist gut gewählt. Mehr wäre wohl eher nachteilig für die Frauen im Arbeitsmarkt.“
        Ich weiss nicht…so ganz würde ich das jetzt so nicht unterschreiben. 14 Wochen sind eine relativ kurze Zeit. Zu lange sollte es nicht sein, analog D, wo das ganze bis zu 2 Jahren dauern kann, ein Jahr meist als Regel angenommen wird seitens der Frau. Und das auch nur, weil es finanziell für die wenigsten nicht verkraftbar ist, das ganze auf zwei Jahre zu strecken. Item. 6 Monate fände ich gut. Die UBS z.Bsp gewährt das von sich aus. Frauen, die früher einsteigen

      • pixel sagt:

        möchten, können dies ja wahrnehmen. Sie haben doch selbst drei Kleine zu Hause und wissen doch, wie kurz 14 Wochen sind. Da schlafen die Wenigsten schon durch. Es geht nicht um dieses „Mama-will-oder-sollte-nicht-so-früh-weg-vom-Kind“ sondern um effektiv mögliche Umsetzung im Arbeitsleben. Mitunter darf man an dieser Stelle auch das Stillen noch als Argument nehmen.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Sie haben recht. Meine Frau hat immer ein halbes Jahr pausiert, und auch ich habe Ferien bezogen. Für uns war das so richtig. Aber eben, man muss schon auch im Auge behalten, welche Schlüsse die Betriebe, die Arbeitgeber daraus ziehen.

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