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Mamablog-Redaktion am Freitag den 29. Juni 2012

Liberale Wege zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Eine Carte Blanche von Claudine Esseiva.

SCHWEIZ FAMILIE ALLTAG

Das Bild der idyllischen Familie ist fest in den Köpfen verankert: Schweizer Familie. (Keystone)

Die Familienpolitik ist bis heute mehrheitlich durch das Bild der idyllischen Familie geprägt: Frau und Mann, verheiratet, er voll erwerbstätig, sie Teilzeit erwerbstätig, so um die 20 Prozent, eines bis zwei Kinder – happy ever after. Entspricht dieses Bild der Realität? Nein, tut es nicht. Die Scheidungsrate ist heute bei über 50 Prozent, viele Frauen und Männer leben in Patchwork-Familien oder sind alleinerziehend.

Für viele Frauen und Männer ist die Scheidung mit grossen finanziellen Konsequenzen verbunden. Und gerade für nicht erwerbstätige Frauen ist der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben oft harzig und schwierig. Der Balanceakt zwischen Familie und Beruf ist nervenaufreibend und bringt so machen an den Rand seiner Kräfte. Was tun? Weiterhin die Eheleute bitten, doch bitte aus finanziellen und organisatorischen Gründen zusammenzubleiben, den Staat bitten für die Familie aufzukommen oder die Frauen und Männer vor die Entscheidung stellen, halt keine Kinder zu bekommen? Wohl kaum. Und hier setzt die Familienpolitik der FDP an.

Der verstorbene Nationalrat Otto Ineichen hat gezeigt, dass es mit Unternehmergeist und den richtigen Verbündeten in der Wirtschaft möglich ist, kostengünstigere und qualitativ hochstehende Krippenplätze zu betreiben. Mit Krippennetzen kann die Administration zentral und kosteneffizient geführt werden und das Betreuungspersonal kann sich auf seine Kernaufgabe – die Betreuung der Kinder – konzentrieren. Und es braucht verbindliche schweizweite Standards, damit eine Krippenbetreiberin aus Bern ihr Krippennetz einfach nach Zürich oder Genf erweitern kann – und sich nicht von neuem durch den Paragraphendschungel kämpfen muss.

Mit den Betreuungsgutscheinen* wird den Eltern dann auch eine Wahlfreiheit gegeben, damit sie selber entscheiden können, welche Betreuungsform für sie die richtig ist. Diese Konkurrenz belebt den Markt und bewirkt, dass das Angebot, auch wirklich den Bedürfnissen der Eltern angepasst wird.

Und dann die Schulen. Die Organisation der schulfreien Zeit ist kompliziert und aufwendig. Als Folge organisieren und übernehmen viele Väter und Mütter die Betreuung selber oder lassen ihre Kinder sogar unbetreut. Das Modell einer schulischen Tagesstruktur ist deshalb für viele erwerbstätige Eltern eine Notwendigkeit. Das Ziel der FDP ist es, dass Tagesschulen zur Ermöglichung echter Wahlfreiheit die Norm werden. Hier müssen wir mit Pioniergeist voran gehen.

Und die Wirtschaft muss ebenfalls mitmachen. Wir brauchen mehr Teilzeit-Stellen bis ins hohe Kader, flexible Arbeitsbedienungen und Home-Office-Möglichkeiten.

Hier appellieren wir an die Wirtschaft – die Vorteile von gemischten Teams liegen auf der Hand.

Die Gretchenfrage: Wer zahlt es? Auch in der Finanzierung gibt es liberale Lösungen: Im Kanton Waadt wurde eine Stiftung gegründet, die zusammen mit den Eltern, dem Kanton und den Gemeinden die Betreuungsstrukturen finanziert. Politik, Gesellschaft und Wirtschaft finden gemeinsam pragmatische Lösungen, die für alle vorteilhaft sind. Die Wirtschaft kann ihre guten Arbeitskräfte im Arbeitsleben behalten, Frauen und Männer können sich Kinder leisten und der Staat profitiert von mehr Steuereinnahmen, höheren Sozialversicherungsbeiträgen und einer gesteigerten Kaufkraft.

* Eltern können für jedes Kind im Vorschulalter einen Betreuungsgutschein (abhängig von Einkommen, Vermögen und Arbeitspensum) beantragen. Diese können sie in einer Krippe ihrer Wahl oder bei einer Tagesmutter einlösen. (Anm. d. Redaktion)

esseiva150x150Claudine Esseiva (35) ist Generalsektretärin der FDP Frauen Schweiz. Die Betriebsökonmin HSW Freiburg mit Master in Entrenpreneurship ist Mitinhaberin des Kommunikationsbüros macmac ag.

603 Kommentare zu „Liberale Wege zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“

  1. Pippi Langstrumpf sagt:

    Am 1. Juli bekommt Zürich einen Männerbeauftragten: Markus Theunert. In EMMA erklärt er, warum es den Männern gar nicht gut geht.

    http://www.emma.de/

    • Monsieur de Hummel sagt:

      Ist doch schön, dann können sie sich gegenseitig das Händchen halten und wetteifern, wem es schlechter geht und wer am meisten diskriminiert wird… Oder vermutlich eher die tatsächlichen Ungleichbehandlungen auf beiden Seiten unter den Teppich kehren und sich gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du lallst!

        Den Artikel hast du sicher nicht gelesen, dazu müsstest du ja die Emma kaufen, wäre doch schrecklich, solche wie du empfinden das als regelrechte Kastration.

        Hingegen bin ich überzeugt, dass die versammelten Dummköpfe vom Theunert sehr viel lernen könnten.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Kaufen muss ich sie nicht unbedingt. Aber wenn der Artikel online verfügbar ist, können Sie ja einen Link reinstellen und dann werde ich ihn mir ansehen. Sollte darin etwas aus meiner Sicht Relevantes stehen, werde ich es auch zu würdigen wissen.

        So objektiv verlangt bin ich, dass ich auch mal eine getätigte Aussage zurücknehmen kann.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Pippi

        “solche wie du…”, “versammelte Dummköpfe” und natürlich “Eine Mutter würde nie ihr Kind verbrennen”…
        Aber, aber. Erst kürzlich haben Sie uns doch ganz aufgekratzt berichtet, was sie sich mit ihrem männlichen Nick alles erlauben dürften. Fast dünkt mich, dass man Ihnen auch als Pippi noch einiges durchgehen lässt, ohne dass Stürme der Entrüstung über sie hinwegfegten.

      • alien sagt:

        Hm. Ich glaube ja, dass dies Stürme der Gleichgültigkeit sind. Pippi, wenn wieder einmal Männer gegen Frauen oder Frauen gegen Männer wettern, dann beginnt mein grosser Kampf. Gegen das Einschlafen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, ich habe den artikel auch nicht gelesen pipps, aber mir geht es schlecht, weil “meine” deutsche elf von grossartigen “azzurri” aus der euro geschossen wurde. ich glaub, ich leide wie ein hund.

      • Beno sagt:

        Jawohl Guschtel…einmal das Mittelfeld eingeliefert, stehen deine Jungs wie bleiche Schulbuben rum…Kroos, Gomez, Lahm, Klose, Schweini….waren die alle Krank ?

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Da können Sie sich vorstellen, wie ich mich als Bayernfan und Deutschlandsympathisant fühlen muss. Gottseidank habe ich mich breit abgestützt. Gäbe es nicht nochdie ZSC Lions und die Miami Heat, wüsste ich wohl nicht mehr weiter… ;)

      • Beno sagt:

        @MdH

        …reiben sie bei der nächsten Entäuschung “der Mannschaft ” ihre Beine ein mit einem Hefeweizen…das hilft über den schlimmsten Ärger hinweg !

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Hefeweizen reichen da bei Weitem nicht mehr aus. ;)

      • Beno sagt:

        …ich begreife…sie wollen am liebsten einen voll in der Hummel haben :grin:

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Und auch jetzt noch, wenn ich daran denke, will ich das. ;)

      • Beno sagt:

        Tun sie`s Hummel !…das Leben ist ZU kurz zum zaudern.. :???:

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Zum Glück bin ich nicht Italien-Fan… Wow, das muss weh tun.

    • alien sagt:

      Gescheiter Kopf, dieser Theunert. Er hat ja auch schon Cartes Blanches hier gemacht.

    • Peter K. sagt:

      Dem interessierten Leser ist diese Tatsache seit längerem bekannt, aber danke für die Bestätigung.

  2. Olivia Moone sagt:

    Hm… dann muss ich wohl ein Glückspilz sein. Ich arbeite im mittleren Kader, konnte auf 60% (inkl. Home Office) reduzieren, als mein Bub geboren wurde und er kam mit 4 Monaten schon für drei Tage in die Krippe, da er ein Einzelkind ist und mein Mann wie auch ich in Grossfamilien aufgewachsen sind und ich ihm auch die Chance geben wollte mit vielen Kindern aufzuwachsen. Er ist jetzt 8 Monate alt und freut sich morgens auf die Krippe und seine zwei besten Freunde. Er ist von 9 bis 17.30 dort (wobei er sowieso 2 Stunden davon schläft). Seit er in die Krippe geht macht er enorme Fortschritte!

    • Leni sagt:

      Toll Olivia! Ich finde auch, es schadet dem Kind nicht, ein paar Tage unter Freunden zu sein, als bei der vielleicht frustierten Mutter! In Frankreich werden die Kinder ganz früh in die Krippe gegeben; und die Menschen da sind auch nicht gestörter als wir :-)

    • Pixel sagt:

      Genau Olivia! Dass Krippe eine grundgute Sache ist scheint viele nicht zu interessieren. Unser Sohn ist jetzt 14 Monate alt und ich habe genau dasselbe beobachtet wie Sie auch: er macht große Fortschritte,lernt früh im sozialen und vielschichtigen Umfeld gross zu werden, zu teilen aber auch sich zu wehren. Er bekommt jeden Tag frisches Essen ab dem Bio Bauernhof von einer Köchin zubereitet. Die unternehmen auch Dinge wie mit lebensmittelgefärbten Quark zu manschen, spielen und sich bekleckern zu dürfen von oben bis unten. Ich bin mir sicher, viele Mütter können das in diesem Umfang nicht biete

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Das hört sich ja nach einer Luxuskrippe an, in der ich mich auch wohlfühlen würde. ;)

        Krippen gehören zur Gesellschaft, das ist klar. Ohne wird es nicht mehr gehen. Daher bin ich auch dafür, dass die Qualität so hoch wie möglich sein soll.
        Ich bin absolut der Meinung, dass Krippen in vielen Fällen eine gute Sache sind. Nur muss man meines Erachtens kein Familienbild fördern, indem beide Eltern 100% arbeiten und ihr Kind quasi Vollzeit in die Krippe geben.

      • Pixel sagt:

        Yep! Aber guess what: eine “ganz gewöhnliche” Krippe, teilsubventioniert von der Gemeinde! Keine Luxuspreise.
        Ansonsten MdH, kann ich ihren Ansatz verstehen, auch wenn ich es anders sehe. Aber ihr Argument ist in sich schlüssig.

      • Sportpapi sagt:

        Lustig. Meine drei Kinder, die einsam zu Hause gross gezogen werden (…), die entwickeln sich auch jeden Tag prächtig, machen grosse Fortschritte. Obs wohl einfach am Altersverlauf liegt? Und was die alles erleben zu Hause und (ich gestehe, ich habe oben gelogen…) mit ihren Freunden. Mit Eltern, die nur 1-3 Kinder betreuen statt 8 un deshalb meist nicht weniger Zeit für ihre Kinder haben.

      • pixel sagt:

        SP: Ich habe mich unklar ausgedrückt. Ich persönlich kritisiere das Modell nicht, wenn das Kind zu Hause betreut wird. Egal mit welchem Pensum. Ich kritisiere im Uebrigen auch keine Mütter die sich entscheiden zu Hause zu bleiben. Das ist jedermanns eigene Sache. Mir ging es hier aufzuzeigen, dass Krippen zu Unrecht kritisiert und gar sehr oft im falschen Licht dargestellt werden. Dass ein 5-jähriger viell nicht mehr denselben Spass hat mit Magerquark zu manschen wie ein Einjähriger versteht ist irgendwo auch nachvollziehbar. ;-)

      • pixel sagt:

        Ich finde es auch etwas schade, wenn man ein Modell lobt, per se davon ausgegangen wird, dass ein anderes kritisiert wird. Für mich persönlich stimmt das überhaupt nicht. Hier werden doch haufenweise immer wieder die Leute / Eltern angeprangert, die sich für ein Vollzeitmodell entscheiden. Das ist doch der Punkt. Umgekehrt passiert das so gut wie nie.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Pixel

        Ebenso kann ich Ihre Ansicht problemlos akzeptieren. Was ich noch anfügen muss. Ich argumentiere anders als Sie natürlich aus einer rein theoretischen Sichtweise. Quasi vom Elfenbeinturm aus versuche ich darzustellen, wie ich mir eine Gesellschaftsförderung vorstellte. Denn noch habe ich keine Kinder und der Storch ist auch noch nicht beauftragt.

        Aber wer weiss, wie das Leben spielt. Plötzlich ist doch ein Baby da und dann sieht möglicherweise alles anders aus. Von daher möchte ich sicher niemandem dreinreden, wie er seine Kinder aufzieht.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Ich bin ja sehr wohl der Meinung, dass Krippen den Kindern wohl nicht schaden. Aber dieses Schönreden nervt. Man gibt doch ein Kind nicht in die Krippe, damit es die Chance erhält, mit anderen Kindern auzuwachsen. Oder wie Sie anmerkten: “Ich bin mir sicher, viele Mütter können das in diesem Umfang nicht biete.” Doch, das können sie. Noch einmal. Ich halte es für ideal, wenn die Kinder zu Hause betreut werden, und vielleicht mal eine Spielgruppe oder ähnliches besuchen. Ich halte aber auch Krippen für keineswegs schädlich. Aber ein Vorteil?

      • pixel sagt:

        MdH: das haben Sie schön gesagt!
        Sp: Vielleicht liegt da unser Missverständnis: Ich rede Krippen nicht schön, sondern ich sehe effektiv auch Vorteile! Es sind einfach andere Dimensionen die unser Sohn (und andere Kinder folglich auch) nicht hätten bei einer Betreuung ausschliesslich zu Hause. Das ist, als ob Sie behaupten würden, es wäre dasselbe das Kind privat zu schulen (von einer qualifizierten Person natürlich) gegenüber einer Bildung in öffentlichen Schulen. Der von Ihnen zitierte letzte Satz, den hab ich nicht abschätzig gemeint im Uebrigen. Da gings mir mehr um das Darstellen

      • pixel sagt:

        der Dimensionenvielfalt. Abgesehen von der Tatsache, dass bestimmt einige Mütter weder frisches Essen ihren Kindern zubereiten, noch den ganzen “Quatsch” mit der Kleckerei auf sich nehmen wollen. Und auch das ist kein Affront an solche die es nicht tun, sondern lediglich mein Hindeuten auf zusätzliche, andere, neue Dimensionen die das Kind mitbekommt.

      • pixel sagt:

        Insofern: Ja, ein Vorteil!

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Bei wie viel Prozent der Eltern sähen Sie denn einen Vorteil, wenn das Kind in die Krippe geht? Und im “Normalfall”, wie viele Tage in der Woche sind denn besser als ausschliesslich zu Hause betreut? Ich meine, 1-2 Tage Krippe würde ich für meine Kinder allenfalls auch noch als Vorteil anschauen, weil eben vielleicht wirklich andere Dimensionen dazu kommen, sie Neues lernen. Mehr nicht, denn sonst geht anderes wieder verloren.

      • Pixel sagt:

        Sp: bisweilen kann ich für mich nicht definieren, in welchem Pensum genau eine Krippenbetreuung den Zusatzvorteil bringt. Ob das 2 oder 3 Tage sind oder mehr – ich weiss es nicht. Ich kann das anhand der Beobachtung unseres Sohnes nicht festmachen. Ich habe zwischendurch arbeitsintensivere Phasen die sich dann abwechseln mit weniger intensiven wo ich ihn dann auch bei mir habe. Das heisst, ich beobachte schon und bin aufmerksam. Derzeit jedoch kann ich auch bei einer vollzeitigen Krippenbetreuung keinen Nachteil festmachen. Vielleicht ändert sich das mit zunehmenden Alter.

      • Pixel sagt:

        Sp: ich kann mir vorstellen, dass es hingegen eine grosse Rolle spielt, mit was das Kind schon früh vertraut gemacht worden ist. Unser ist mit knapp 5 Monaten in die Krippe eingestiegen, 2,5 Tage in der Woche, jeweils täglich einen halben. Innert 2 Monaten haben wir das sukzessive erhöht auf Vollzeit. Vielleicht ist es anders wenn Kinder zu einem deutlich späteren Zeitpunkt mit einer Krippenbetreuung konfrontiert werden.

      • alien sagt:

        pixel, auf dem Ohr ist Sportpapi lernresistent. Er kann beliebig oft von beliebig vielen Leuten hier hören, dass Krippen etwas Gutes sind, er wird es niemals annehmen. Nicht einmal als Option.

        Krippen sind was Schlechtes (TM).

      • gabi sagt:

        Man sollte meinen, ein Blog hätte irgendwie mit Austausch zu tun.

        Aber Sie alien, können in Ihrem ganz eigenen Weltlein bleiben, obwohl Sie hier zu sein scheinen. Wie praktisch.

        Sportpapi z.B. sehe also nicht “dass Krippen etwas Gutes sind, er wird es niemals annehmen. Nicht einmal als Option.”

        Seltsam. So absolut wie Sie hab ich das von ihm nie gelesen..

        Also wenn ich jetzt nicht genau wüsste, dass Sie ja eigentlich nicht so ein Schubladisierer sind….

        :D

        Also wenn´s für mich die entsprechende Bedeutung hätte (Achtung: “hätte”!) würde ich Sie jetzt Fräulein nennen!

        ;-)

      • Sportpapi sagt:

        @Alien: Einmal mehr: Halte dich an die Fakten, nicht an das Bild, das du dir von mir zusammengemalt hast. Du hast von mir nie, nirgends gelesen, dass ich Krippen eine schlechte Sache finde – oder zeig mir doch ein Beispiel. Du hast aber gelesen, dass ich dagegen bin, plötzlich so zu tun, als ob Krippen das beste wäre, was den Kindern passieren könnte. So dass man sie am besten auch schicken sollte, auch wenn das jobmässig gar nicht nötig ist. Hast du gelesen, was Frau Sommaruga dazu heute meint? Wobei ich das auch ziemlich fragwürdig finde, nach allem was ich hier so lese.

  3. Hansli sagt:

    80% der Hausfrauen die ich kenne sind frustriert, weil sie irgendwie die einsamen Tage zuhause die Zeit totschlagen müssen. Ich habe keine Ahnung warum an einem solchen Frustsystem festgehalten wird.

    • Hansli sagt:

      Kinder sind gut und recht, aber nur jahrelang darum herum zu rennen ist für viele kein Leben. Komischerweise habe ich noch keinen einzigen traditionellen Mann gesehen der beruflich auf irgendetwas verzichte. Aber das von der Frau verlangt! Dafür kenne ich viele andere Männer die für die Kinder Teilzeit arbeiten, damit auch sie etwas von den Kindern haben. Aber gelichzeitig werden die von Traditionalisten ausgelacht. Wer ist nun für die Kinder da?

    • Sportpapi sagt:

      Ich kenne keine frustrierte Hausfrau und Mutter. Wäre sie es, würde sie ganz einfach etwas ändern. Das geht ja heute. Und ich kenne schon gar keine Hausfrauen und Mütter, die Zeit totschlagen müssen. Im Gegenteil: die klagen am Abend, wie sie einfach zu nichts kommen. Und ich kenne auch keine Männer, die Teilzeit arbeiten, die dafür ausgelacht werden (und da spreche ich auch aus eigener Erfahrung). Etwas konstruiert, Ihre Argumente, Hansli!

      • Hansli sagt:

        @Sportpapi Ich glaube Sie leben in einer anderen Welt. Klar klagen diese am Abend über zu viel Arbeit, schliesslich müssen sie dem Mann zeigen, dass sie auch etwas gemacht haben :) Zudem merken die frustrierten das selbst nicht, die Selbsttäuschung ist da stärker. Betrifft for allem Akademikerinnen, die zu wenig gefordert werden. Die Vereinsamung trägt wesentlich dazu bei.
        Bei den Männern, da waren sie vermutlich nie am “Stammtisch” unter den “richtigen” Männern, die noch wissen wozu die Frau gut ist.

      • Pixel sagt:

        Ich bin auch eher bei Hansli.
        Die Frage stellt sich, wie man genau Frust festmachen kann. Das kann nur die Person selber und auch nur dann wenn sie genügend selbstreflektierend und ehrlich sich selbst gegenüber ist. Sportpapi, vermutlich wird Ihnen keine Frau gegenübertreten und sagen: ich bin jetzt aber wirklich wahnsinnig frustriert. Ich kann Ihnen aber versichern, dass aufgrund einer Vielzahl von Gesprächen und dem Austausch mit Freundinnen und Bekannten durchaus Frustpotential da ist. Und bitte, lassen Sie uns nicht über die Phrase: “das kann man ja leicht ändern” reden…

      • Pixel sagt:

        Sp: auch das, was Sie kennen (bezogen auf Ihre Aussage: ich kenne keine Hausfrau und Mutter die frustriert ist) ist nicht das Mass der Dinge. Einmal mehr stelle ich fest: Das was Sie kennen ist überhaupt nIcht symmetrisch mit dem was ich kenne.

      • Sportpapi sagt:

        Sehen Sie Pixel: Ich sehe bei Hansli eine grosse Geringschätzung für die Arbeit der Hausfrau und Mutter (”schliesslich müssen sie dem Mann zeigen, dass sie auch etwas gemacht haben”) und ein Bemühen, sich die eigene Weltsicht mit allen möglichen und unmöglichen Argumenten zu recht zu reden (”Selbsttäuschung!”). Ich bleibe dabei: Wer in “meinen Kreisen” Hausfrau und Mutter ist, hat das selber gewählt. Und kann – wirklich! – daran etwas ändern, wenn nötig. Passiert ja auch oft. Und wie Peter richtig sagt: auch bei der Arbeit ist man nicht immer nur hell begeistert.

      • Wildkatze sagt:

        Jede und Jeder, die/der die Arbeit von Hausfrauen und Müttern “schätzt”, aber nicht bereit ist, diese Arbeit finanziell zu entschädigen, ist ein/e Heuchler/in erster Güte!

      • Sportpapi sagt:

        @Wildkatze: Sei können mich ja damit nicht meinen. Da meine Frau – wie gesetztlich vorgesehen – genauso über das Familienvermögen verfügt wie ich. Oder wie soll denn das konkret gehen? Soll ich Sie – wo möglich nach GAV-Tarifen – anstellen? Gut möglich, dass dies nicht im Interesse der meisten Hausfrauen liegen würde…

    • Peter K. sagt:

      Ich kenne auch viele, die frustriert am Arbeitsplatz sind. Muss wohl mit einer allgemeinen Grundeinstellung oder falschen Erwartungshaltung zu tun haben.

      • Eni sagt:

        Ist doch schön, dass Sportpapi und seine Ehefrau von einem Lohn leben können und die Ehefrau gerne Hausfrau ist. Warum unterstellt man Frau Sportpapi perse dass sie frustriert sein muss? Was glaubt Ihr denn, wie viele Migrosverkäuferinnen frustriert sind, oder Güselmänner, oder Kanalreiniger, oder Putzfrauen oder….oder….oder?

        @ Wildkatze

        Wie soll ein Ehemann die Hausfrau entlöhnen? Er kann ja wohl schlecht die Hälfte von seinem Lohn abgeben, ausser er verdient 20′000.-/Monat.

        Vielleicht sollte man einfach schätzen, dass die Hausarbeit unbezahlbar ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Eni: Er gibt doch die Hälfte von seinem Lohn ab…

      • Sportpapi sagt:

        Und Frau Sportpapi entscheidet jedes Schuljahr von neuem, wie hoch denn ihr Pensum an der Schule sein soll. Entgegen meinem Rat hat sie sich entschieden, noch ein Jahr nicht aufzustocken, obwohl oder gerade weil der älteste jetzt in den Kindergarten kommt. Und ja, heute können wir uns das leisten, wenn die drei Jungs dann Jugendliche sein werden wohl eher nicht mehr.

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi

        Stimmt, er soll den Ganzen geben, alles Andere wäre Frauenfeindlich……

        Solange es für alle stimmt und Sie es sich leisten können ist ja alles paletti. Meines Wissens verzichten Sie ja auf ein Auto, da sparen Sie ja scho locker 800.- im Monat die man in die Familie investieren kann.

      • mila sagt:

        Katharina, Dir sollte mittlerweile klar sein, dass der MB in vielerlei Hinsicht nicht repräsentativ ist, wenn es um gelebte Alltagsrealität(en) geht… Deswegen finde ich es wichtig, die Wortmeldungen hier ab und an mit der eigenen Erfahrung (und gegebenenfalls mit statistischen Daten) abzugleichen.

        Was die Unsachlichkeit angeht: Hansli hat sie mit seinen tendenziösen Einwürfen selbst in das Gespräch eingebracht, und auf Polemik erlaube ich mir, polemisch zu reagieren.

    • gabi sagt:

      Als Gegenpol zum Begriff “Frust” als Hausfrau:

      Die Suche nach “Selbstverwirklichung” bleibt für die Meisten (m wie w) auch nicht viel mehr als eine Floskel… Und keinesfalls der Garant für ewige Happiness.

      Glück ist nie als glatte Linie denkbar. Es ist die Freude an Höhen. Ohne Täler wär´s nur ein Hochplateau… Eine glatte Linie.

      • mila sagt:

        Das Stichwort lautet einmal mehr Eigenverantwortung. Wer gefrustet ist, hat es selbst in der Hand, etwas daran zu ändern – Möglichkeiten gäbe es immer, davon bin ich überzeugt. Weshalb man es nicht tut? Ich schätze, aus banaler Gewohnheit. Und Bequemlichkeit.

      • Hansli sagt:

        @mila Der Wiedereinstig ist knallhart und oft nicht wirklich möglich. Dazu noch zuzugeben, dass die ganze Ausbildung und alle Mühen umsonst waren, das ist dann wirklich zu hart.

      • mila sagt:

        Und wer trägt Schuld daran, sofern man in diesem Zusammenhang Schuld sprechen kann? Es ist heute keine gezwungen, aus dem Beruf auszusteigen, deswegen mein Pochen auf Eigenverantwortung.

      • mila sagt:

        …und es zwingt auch niemand niemanden, sein Leben lang die Migroskasse zu bedienen – Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zuhauf. Nur muss man die Energie für die Weiterbildung selbst aufbringen. Ich habe mittlerweile kein allzu grosses Verständnis für dieses Gejammer hinsichtlich fehlender (oder unfair verteilter) Chancen.

        Niemand hat behauptet, das Leben sei ein Ponyhof.

      • Hansli sagt:

        Ich denke man geht den Weg des geringsten Wiederstandes (Mann und Frau) und mrerkt. erst nach 2 bis 3 n Jahren, dass Frau in der Falle sitzt.

      • mila sagt:

        Eben. Eigenverantwortung. Und zumindest die Frauen meiner Generation wissen, was sie aufs Spiel setzen, wenn sie sich auf Jahre aus dem Berufsleben verabschieden. Mit diesem Wissen müssen sie im Zweifelsfall (Trennung/Scheidung) dann halt auch persönliche Konsequenzen tragen.

      • Katharina sagt:

        “Möglichkeiten gäbe es immer, davon bin ich überzeugt” – es gibt auch so was wie strukturelle Diskriminierung, mila. wurde hier ja x-mal erläutert. Somit ist die Aussage unpräzise.

      • mila sagt:

        Katharina, das bezweifle ich gar nicht, und deswegen befürworte ich ein (fakultatives) flächendeckendes Krippen- und Tagesschulenangebot, ein wirtschaftliches Umdenken hinsichtlich Teilzeitstellen u.ä. Aber wenn strukturelle Diskriminierung der alleinige Faktor für die weibliche Misere sein sollte, wie erklärst Du Dir dann, dass es offenbar doch so einigen (Kommentierenden) gelingt, Beruf und Familie unter einen Hut bringen?

      • Katharina sagt:

        eine simple frage des Einkommens.

      • Hansli sagt:

        Ersten existiert die strukturelle Diskriminierung. Da kenne ich genug Arbeitgeber. Teilweise in den konservativen CH-Regionen ist eine arbeitende Frau bis heute noch nicht vorgesehen.
        Aber wer zu lange weg aus dem Arbeitsleben ist, der hat massiv Problem eine seiner Ausbildung entsprechenden Job zu finden. Das ist unabhängig ob Mann oder Frau.

      • Katharina sagt:

        und auch, dass das Thema hier nun wirklich ad nauseam breigeklopft wurde.

      • mila sagt:

        Nein, das sehe ich nicht als eine ausschliesslich finanzielle Frage, sondern auch als eine der Eigeninitiative.

      • Hansli sagt:

        Eigeninitiative ist wirklich keine Eigenschaft der CH-Frau.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Du musst ja in dem Fall nicht mehr mitdiskutieren, wenn es dich ermüdet..
        @mila: Wir sind uns sehr einig. Natürlich soll man Steine aus dem Weg räumen, wo es möglich ist. Es gibt aber auch so etwas wie Eigenverantwortung. Ist doch peinlich, hier so zu tun, als seien ganz viele Frauen einfach arme Opfer, die nicht wissen, was sie tun.

      • mila sagt:

        …aber stimmt, das Thema ist ad nauseam abgeklopft. Daher auch mein etwas genervter Tonfall.

      • mila sagt:

        Sportpapi, genau. Mir fällt es zunehmend schwer, gegenüber einer solchen Opferhaltung, die jegliche Verantwortung auf andere Instanzen übertragen möchte, Verständnis entgegenzubringen – dies gilt im Übrigen auch für männliche ‘Opfer’.

      • Katharina sagt:

        eben mila, ad nauseam, und heuchlerisch. nur aus einem Konsensfetishismus heraus.

      • mila sagt:

        Wenn Konsens heisst, dass man sich alle Seiten (möglichst) unvoreingenommen ansieht – dann lass ich mir noch so gerne Konsensfetischismus vorwerfen.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        “Konsensorientiertheit” wird in diesem Blog aber von vielen nicht gern gesehen. Man hat ja schon eine eigene Meinung, was interessieren da diejenigen der anderen? ;)

      • Widerspenstige sagt:

        Soso…Hansli kennt sämtliche CH-Frauen. Wenn das keine üble Unterstellung und sexistische Pauschalisierung ist, dann weise ich in Zukunft solche ‘Verweise’ zurück!

        mila, es ist und bleibt ein ziemlicher Spagat, wenn Frau Beruf und Familie unter einen Hut bringen will; ab zwei o mehr Kinder sowieso. Ich musste mich nach dem dritten Kind aus dem Tages-Geschäft zurück ziehen und arbeitete im Backoffice weiter, um dran zu bleiben. Der jüngste Sohn wurde nur ca. zwei Jahre durch eine Tagesmutter betreut, dann wechselten mein Mann u ich die Betreuung ab. Es war jeweils ziemlich stressig..uff!

      • Katharina sagt:

        Wie auch immer… schöne Rhetorik, weiter nichts. Du weisst ganz genau, dass die ständig das Argument bringen, ein anderes Lebensmodell nicht indirekt finanzieren wollen, und damit die gerade von Dir soeben erwähnten “deswegen befürworte ich ein (fakultatives) flächendeckendes Krippen- und Tagesschulen Angebot, ein wirtschaftliches Umdenken hinsichtlich Teilzeitstellen” Massnahmen zu verhindern versuchen. Fängt schon beim Unsinn mit den Stundenplänen an, der als eine einfache Massnahme die von Dir genannten Punkte etwas verbessern würde.

      • Katharina sagt:

        Und geht weiter damit, dass beim klassischen Modell eine direkte Finanzierung zum Nachteil der Mutter geschieht, z.B. weil die Sozialversicherungsabgaben ausbleiben. Weiter mit der Ablehnung der freien Schulwahl. Weiter, dass meist die Frau mit dem nicht finanziell abgegoltenen Teil der Familien Leistungen zurückbleibt, usw.

      • Katharina sagt:

        „Man hat ja schon eine eigene Meinung, was interessieren da diejenigen der anderen?“
        Nein. es geht nicht darum. es geht darum, eine andere Ansicht als „Opferhaltung“ zu betiteln und dadurch zu disqualifizieren.

        Und es geht mir darum, dass in eurer Gesellschaft anscheinend sehr grosser Gruppendruck aufgebaut wird, um jemand von einer als Konsens wahrgenommenen Ansicht zu überzeugen.

        Mit Einführung des Wortes Opferhaltung hat eine Diskussion die sachliche Ebene verlassen.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ WS

        Immerhin ist seine sexuelle Pauschalisierung gewissermassen geschlechterneutral. Niemand wird benachteiligt. Die richtigen Frauen sind alle “so” und die richtigen Männer “so”…

        @ Katharina
        Entweder etwas ist ein Konsens oder nicht. Wenn ich meine eigene Ansicht als Konsens verkaufe, macht es das nicht “konsensualer”. Und bei einer Vielzahl von Meinungen zumindest konsensorientiert zu denken, empfinde ich als richtig.

        Natürlich muss nicht jeder einzelne von diesem Konsens überzeugt sein. Auch eine einzelne Meinung hat ihre Berechtigung. Dahingehend stimme ich Ihnen zu.

      • Pixel sagt:

        Mila, in einigen Punkten haben Sie recht, in dem einen der Eigenverantwortung grundsätzlich auch und dennoch machen Sie es sich stellenweise einfach. Nehmen wir meinen Fall: vor dem Mutterschaftsurlaub habe ich klar bekundet, dass ich im selben Pensum (100) wieder einsteigen möchte und zwar unmittelbar nach Ablauf der gesetz Frist. Meine Stelle wurde nachbesetzt, mir gekündigt. Im Anschluss daran verlief die Stellensuche ziemlich harzig, denn niemand stellt gern eine Kraft ein, die ein knapp halbjähriges Baby hat (aus Gründen die hier nicht nochmals genannt werden müssen) und ev die Frage

      • Pixel sagt:

        eines zweiten Kindes offen bleibt. Gut. Eine Stelle habe ich gefunden aber nicht adäquat zu dem Level was ich davor hatte. Da ich mich beruflich auch altersbedingt an so einem Punkt befinde, wo so einiges zusammenkommt habe ich mich für eine (ziemlich teure!) Weiterbildung entschlossen. Jede weiss, wieviel hier ein dreijähriger MAS kostet. Ok. ICH alleine könnte das niemals finanzieren. Das geht nur, weil wir zu zweit sind und mein Partner leicht überdurchschnittlich verdient. Dennoch geht es auch nur dann, wenn ich weiterhin zu 100% arbeite. Und jetzt reden wir nochmal über “jeder kann”!

      • Pixel sagt:

        Nein, nicht jeder kann. Katharina hat absolut recht, es ist geknüpft an eine halbwegs durchschnittliche wenn nicht sogar leicht überdurchschnittliche wirtschaftliche Situation. Und Hansli hat genauso recht wenn er behauptet, dass es ziemlich hart ist für die Frau einen Wiedereinstieg zu schaffen. Ich war 5 Monate weg, nicht 2 oder 3 Jahre! Und verknüpft man die beiden Aussagen miteinander resultiert genau das: es ist Eigenverantwortung aber nur so lange die Rahmenbedingungen gegeben sind.

      • mila sagt:

        Pixel, als alleinstehende Frau ohne Kind hätten Sie die Ausbildung wahrscheinlich selbst finanzieren können, mit einer Familie muss man die Rechnung zu zweit (respektive zu dritt) machen – das heisst eben auch: Eigenverantwortung tragen. Dass Ihre Stelle nachbesetzt wurde, ist skandalös, ohne Frage. Aber solche Vorgänge sind meines Wissens Einzelfälle, zumindest ist mir persönlich nicht ein einziger ähnlich gelagerter bekannt.

        Das eine ist für mich, Missstände zu benennen, ein anderes, sich ihnen zu beugen – und darüber zu jammern. Sie tun das nicht – chapeau für das. Darum geht es mir.

      • mila sagt:

        Und verstehen Sie mich nicht falsch: ich sage keineswegs, dass die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch nur annähernd ideal sind. Aber erstens sind nicht nur Frauen davon betroffen, sondern (zunehmend) auch erziehungswillige Männer. Und zweitens haben wir es als (Stimm-)Bürger in der Hand, besagte Rahmenbedingungen zu verändern, doch zu oft belassen wir es beim Lamentieren und erwarten, dass andere unsere Probleme für uns lösen. Dabei liesse sich nur schon auf der Gemeindeebene vieles bewirken.

      • Pixel sagt:

        das Hinstellen eines jemanden als Opfer ohne die Person und ihre Umstände genauer zu kennen, empfinde ich übrigens als nichts anderes als das Kleinmachen eben dieser Lebenssituation gepaart mit einem Tunnelblick der sich nur auf die Lebenserfahrung seiner selbst bezieht. Wie weitreichend die Lebenserfahrung jeweils ist, ist ein anderes Thema aber zumeist ist sie wenig massgebend. Wichtiger wäre sich vorerst ein Gesamtbild zu verschaffen und dann zu urteilen.

      • Pixel sagt:

        Mila, jein – als alleinstehende Frau könnte ich genauso gut mit Kind sein. Heute, morgen oder übermorgen. Nicht ich auf mich bezogen, aber um zu verdeutlichen, dass Geschehnisse ziemlich unvermittelt eintreten und somit auch Lebenssituationen abrupt ändern können.

      • mila sagt:

        Und yep, Katharina, hierbei handelt es sich um (m)eine persönliche Wahrnehmung respektive Einschätzung – die muss nicht zwingend sachlich sein. Ich gestehe, ich reagiere bei gewissen Themen zunehmend allergisch, insbesondere bei einseitiger Argumentation.

      • mila sagt:

        Pixel, hier ging es um niemand konkreten, sondern um Hanslis pauschalen Einwurf, der Wiedereinstieg sei hart und oft nicht wirklich möglich. Erstens hat frau es, wie gesagt, selbst in der Hand, die Fäden zum Berufsleben nach Familiengründung nicht völlig abreissen zu lassen. Und zweitens trägt sie, wenn sie sich dazu entschliesst, die Verantwortung für diese Entscheidung.

        Ich kenne nicht eine Frau, die nach der Geburt berufstätig bleiben wollte – und es nicht konnte. Und doch die eine oder andere, die nicht mehr arbeiten gehen wollte – weil sie ihr Beruf anödete. Das gibt es eben auch.

      • Katharina sagt:

        “Aber solche Vorgänge sind meines Wissens Einzelfälle” – rein schon anhand der zahlreichen Schilderungen von Müttern hier solltest Du wissen, das das nicht stimmt. “meines Wissens Einzelfälle” und in “meinem Umkreis” ist ein typisches Gegenmanöver. Was Stimmbürger betrifft ist es so, dass zwar entsprechende Gesetze verabschiedet wurden (z.B. gegen Diskriminierung) diese aber gar nicht adäquat umgesetzt werden. gerade im Arbeitsrecht. siehe Pixels Situation, wo sie nicht einmal die reale Möglichkeit einer Klage und Kompensation hat.

      • Katharina sagt:

        “Ich kenne nicht eine Frau, die nach der Geburt berufstätig bleiben wollte – und es nicht konnte” – auch hier wieder sehr unpräzise. erstens eben das Grundproblem der fehlenden Teilzeitpensen und/oder nicht auf dem Level weiterarbeiten zu können, der Ausbildung und Erfahrung entspricht, auch das wurde hier ad nauseam geschildert.

      • Katharina sagt:

        mila sagt 1. Juli 2012 um 18:37 da widersprichst du dir generell selber. du bist ja diejenige, die mehr Sachbezogenheit wünschst. und nun sofort mit dem Vorwurf der Einseitigkeit kommst, wenn Fakten erwähnt werden.

      • mila sagt:

        Hierhin:

        Katharina, Dir sollte mittlerweile klar sein, dass der MB in vielerlei Hinsicht nicht repräsentativ ist, wenn es um gelebte Alltagsrealität(en) geht… Deswegen finde ich es wichtig, die Wortmeldungen hier ab und an mit der eigenen Erfahrung (und gegebenenfalls mit statistischen Daten) abzugleichen.

        Was die Unsachlichkeit angeht: Hansli hat sie mit seinen tendenziösen Einwürfen selbst in das Gespräch eingebracht, und auf Polemik erlaube ich mir, polemisch zu reagieren.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Was ist gegen Eigenverantwortung einzuwenden? Was dagegen, dass sich einige hier überraschenderweise mal einig sind? Ist das Verbrüderung (sorry, Verschwesterung) mit dem Fein? Deine Argumente sind etwas wirr, Kraut und Rüben durcheinander. Oder was für ein Problem haben wir mit Stundenplänen in einer Schule, die obligatorisch für alle Tagesstrukturen anbietet? Wo sind deine zahlreichen Beispiele von Diskriminierung, von Frauen, die wegen Schwangerschaft den Job verloren haben? Was hat das mit freier Schulwahl zu tun? Was mit Sozialversicherungen?

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Ich empfinde es als Frechheit, dass Sie Ihre Stelle nach Geburt Ihres Kindes verloren haben. Ich kann das nur schlecht nachvollziehen, wie ich schon mal geschrieben habe. Andererseits sind mir halt wirklich einige Mütter bekannt, die erst nach der Geburt dem Arbeitgeber mitgeteilt haben, dass sie nun trotzdem nicht zurückkehren. Offenbar hat Ihr Arbeitgeber zu wenig an Sie geglaubt. Schade. Zum anderen: Ein MAS habe ich auch schon angeschaut, und nie angetreten, weil wir uns das definitiv nicht leisten konnten. So ist es, wenn man Kinder hat, und zu wenig auf der Seite.

      • Sportpapi sagt:

        Zum Schluss: Die Situation in der Schweiz ist für gut ausgebildete Menschen von Optionen und Chancen geprägt ist. Wer hier immer nur jammert, statt seine Chancen zu packen und zu seinen Entscheidungen zu stehen. Der hat wirklch eine Opferhaltung.

      • Katharina sagt:

        “Deswegen finde ich es wichtig, die Wortmeldungen hier ab und an mit der eigenen Erfahrung (und gegebenenfalls mit statistischen Daten) abzugleichen. ” das soll wohl ein Witz sein. Du kennst das ja zur genüge wie das hier mit Statistiken läuft. oder? Zudem hast du hier noch nie mit Statistiken gearbeitet. Sie ignorieren sogar die Statistiken. oder nicht? Also lass solche Sätzchen wie “Dir sollte mittlerweile klar sein”.

      • pixel sagt:

        Sp: ja, ich wollte meine Situation eigentlich nicht nochmal hervorholen wegen der Geschichte damals an sich – ich weiss, dass Sie und einige andere das bereits schonmal mitbekommen haben. Für mich ist es auch längst gegessen. Mir ging es mir darum, die Folge auch in Zusammenhang mit der Weiterbildung etc. aufzuführen und da hab ich mich besonders auf Milas Behauptungen in Bezug auf die Eigenverantwortung beziehen wollen. Sie sagen ja selbst, aufgrund eigener Erfahrung, dass ein MAS echt reinhaut und man finanziell die Mittel dazu haben muss. Deswegen finde ich es ja etwas leichtfertigt

      • pixel sagt:

        dahingesagt. Man kann natürlich unzufrieden sein und nicht jammern. Das ist auch eine Option. Aber mit Eigenverantwortung über die Realisierung einer zufriedenstellenderen Sachlage hat das wenig zu tun. Dass ich dann einfach ein geglückter Umgang damit.

      • Katharina sagt:

        “Deine Argumente sind etwas wirr, Kraut und Rüben durcheinander.” – du erwartest aber nun nicht, dass ich antworte, oder? das ist gerade wieder einer der Voten der täglichen Geringschätzung.

        zu den Stundenplänen mit Lücken, die die Logistik einer Betreuung erschweren, weil unregelmässig, und daher selbst eine Teilzeitstelle schwierig anzutreten ist, haben andere ja schon geschrieben.

        der rest sind rhetorische fragen. du weisst ganz genau dass einige hier ähnliches wie pixel berichteten, dass es in Artikeln auch dazu Zahlen genannt wurden usw.

      • pixel sagt:

        ach, diese automatische Korrektur…Sorry.

        Das ist dann einfach ein geglückter Umgang damit.

        So sollte es heissen.

      • Katharina sagt:

        “Die Situation in der Schweiz ist für gut ausgebildete Menschen von Optionen und Chancen geprägt.” – das ist genauso eine leere Worthülse wie der Artikel selber, der ausser ein Paar zur genüge bekannte FDP Floskeln nichts anbietet das Hand und Fuss hat.

        “Wer hier immer nur jammert” ist in dem Sinn auch eine übrigens typisch schweizerische Haltung, wo sehr schnell von Jammeri geredet wird, wenn der status quo kritisiert wird.

      • Katharina sagt:

        und noch einmal: Pixels Situation ist deswegen exemplarisch, weil auf dem Papier zwar Gleichstellung und Gesetze gegen Diskriminierung bestehen, diese aber nicht umgesetzt sind. denn ihr fall wäre ja eindeutig etwas, was ein Gericht zu entscheiden hätte und sie finanzielle Kompensation zugute hätte – was sie eben gar nicht machen KANN. Also hör auf hier zu predigen, alles sei pico bello in deinem Land und es gebe keine Diskriminierung gegen Frauen, SP.

      • gabi sagt:

        mila sagt:
        1. Juli 2012 um 16:51

        - Respekt, mila.

        So langsam glaub ich´s Ihnen.

      • gabi sagt:

        Es gibt in diesem Land so ziemlich Diskriminierung gegenüber jeder und jedem, Katharina

        Kaum jemand kennt das besser als Sie. Aus wenigen Mosaikfragmenten ganze Bilder zu kreieren, die – zufälligerweise – einfach hübsch dem eigenen, selber gestrickten Weltbild entsprechen, ist Ihnen nun wirklich nicht fremd.

        So kann ein Mensch bei Ihnen “Ra sist” oder gleich dazu führen, als “N zi” oder ev. als “Pä ophil r” verleumdet zu werden.

        Bei anderen Menschen läuft das ev. noch auf einer gemässigtere Ebene ab und führt dann ev. zu “Frauen prinzipiell … XXX ” oder eben Männer.

        Dasselbe in grün.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Es gibt in der Schweiz Diskriminierung gegen Frauen. Ich habe nie etwas anderes gesagt. Und es gibt sie gegen Männer. täglich, irgendwo, irgendwie. Nur systematische, flächendeckende Diskriminierung, das ist etwas anderes. Zum Kraut- und Rübenvorwurf: Ist einfach so, du führst hier Beispiele aus dem Schulumfeld auf, die du offensichtlich nicht verstanden hast, oder die einfach unpassend sind. Ich wiederhole: In meinem Kanton (Zürich) bietet die Schule umfassende Tagesstrukturen (Betreuung) über den ganzen Tag, unabhängig vom Stundenplan.

  4. Beno sagt:

    @Hansli

    Betrifft for allem Akademikerinnen, die zu wenig gefordert werden. >>> könnte aber auch am (eher ! ) ” falsch gewählten Studium” liegen ?!

    “Bei den Männern, da waren sie vermutlich nie am “Stammtisch” unter den “richtigen” Männern”… >>> wenn dies ihr Ernst ist..?, würde ich ihnen mal einen Tag lang anraten zu schauen, wieviele Stammtische in den Restaurants noch bestehen und vor allem, wieviele Familienväter da sitzen…… >>> ein Reich der Fabeln !

    • Hansli sagt:

      Unter richtigen Männern hat die Frau dem Manne zu Dienen. Wurde ihr von einem Berufskollegen in einem konservativen gesagt! Der konnte sowie nicht glauben, dass da eine Frau kommt. Oder eine Frau nach der Geburt entlassen: Grund des Chefs: Die Frau hat beim Kind zu sein. Etc.. könnte wirklich ellenlang hier schreiben.
      Vom Militär gar nicht zu reden.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Ziemlich wirr, sowohl was Satzbau als auch Inhalt anbelangt.

      • Hansli sagt:

        Satzbau ja :) Inhalt????

        Der Inhalt ist ganz einfach Tatsache. Männer in vielen Unternehmen diskriminieren massiv Frauen, beziehungsweise Frauen werden gar nicht angestellt oder einfachste Arbeiten. Denn die Frau hat für die eben dem Manne zu dienen. Ich kenne genug Frauen in dieser Hinsicht sehr viel erlebt haben.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Das glaube ich Ihnen sogar. Meine Ansicht spiegelt das aber nicht wieder. Ich möchte keine Frau, die mir dienen muss und dennoch sehe ich mich als richtigen Mann. Damit stehe ich auch nicht alleine da. Natürlich gibt es das gegenteilige. Aber dass ein richtiger Mann eine Diener als Frau will, finde ich eine ziemlich verstörende Ansicht.

      • Widerspenstige sagt:

        Monsieur de Hummel, und Sie nehmen ihn auch noch ernst?! Das ist doch unterirdisch, was dieser Hansli in seinen Kommentaren von sich gibt. Also für mich keine Basis, um ernsthaft darüber zu diskutieren…du meine Güte! :roll:

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Eben nicht, darum erwähnte ich ja auch den wirren Inhalt.

      • Hansli sagt:

        Das erwartet Frauen in eigen männerdominierten Branchen. Sagen wir einmal so: Sobald der Kantone ZH und BS verlassen wird. Ist nur Alltag von Kolleginnen.

      • pixel sagt:

        MdH und WS: so daneben find ich jetzt gar nicht was Hansli sagt insbesondere was die berufliche Situation angeht. Ob wir es Diskriminierung nennen wollen oder Ungleichheit, Tatsache ist doch, dass in den allermeisten Köpfen verankert ist, dass durch die Mutterschaft dem Unternehmen einfach nur Probleme bereitet werden. In erster Linie wirtschaftlich, in zweiter LInie personell. Ihre Abwesenheit durch Mutterschaft (und allenfalls bereits davor in der SS) muss nicht nur finanziert, die Lücke muss auch personell geschlossen werden. Für das Unternehmen ist es eine doppelte finanzielle Belastung.//

      • pixel sagt:

        // und zwar für mind 4 Monate, oft auch mehr. HInzu kommt, dass die allermeisten dann auch nicht mehr in dem Umfang weiterarbeiten wollen oder können. Das sind doch einfach Facts. Und eigentlich unnötig zu erwähnen, dass sich daraus automatisch eine diskriminierende Situation ergibt. Denn: welches Unternehmen denkt schon nicht ökonomisch?

      • pixel sagt:

        und abschliessend: manchmal hören sich Sätze wirr an, wenn Menschen die Sprache nicht als Muttersprache beherrschen. Ohne Hansli jetzt zu nahe treten zu wollen.

      • Katharina sagt:

        in der Schweiz darfst du nicht von Diskriminierung reden, pixel, genau so wie es anscheinend in italienischen Sportvereinen keine schwarzen Italiener gibt.

        “Für das Unternehmen ist es eine doppelte finanzielle Belastung” stimmt so nicht, denn dazu gibt es ja die Mutterschaftsversicherung.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Pixel

        Mit wirr meinte ich v.a. seine Aussagen bzgl. der Ansichten der “richtigen Männer”. Die andere Problematik besteht natürlich tatsächlich. Aber mit Diskriminierung im rechtlichen Sinne ist es ja so eine Sache, wenn es um Beziehungen zwischen Privaten geht. Bzgl. der Lohngleichheit gibt es zwar tatsächlich eine Drittwirkung.
        Aber auch ansonsten würde ich nicht von einer Diskriminierung sprechen. Die Ungleichbehandlung hat ja in diesem Fall tatsächlich triftige Gründe, welche an die biologischen Unterschiede von Mann und Frau anknüpfen. Von daher ist es ja gerade keine Diskriminierung.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Aber ich verstehe schon, was Sie meinen. Aber einem Unternehmen sollte man keine Vorwürfe machen, wenn es in erster Linie ökonomisch denkt. Im Übrigen würde ich als Unternehmer wohl auch eher einen kinderlosen Mann einstellen statt einen alleinerziehenden Vater. Wenn denn beide die genau gleichen Qualifikationen aufweisen und ich durch seine Betreuungsaufgabe vermehrte Ausfälle zu erwarten hätte.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Möglicherweise hat Hansli die Sache mit den “richtigen Männern” und dem Dienen ja tatsächlich nicht so gemeint, wie ich es verstanden habe.
        Dann nehme ich meine Kritik teilweise zurück. ;)

      • Sportpapi sagt:

        Hätte er es nicht so gemeint, hätte er es nicht mehrfach wiederholt. Er hat schlicht ein Weltbild, und “Erfahrungen”, die ich nicht teilen kann. Bin ich wohl zu viel oder zu wenig am Stammtisch, dass ich das einfach nicht mitbekomme?

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Ich denke, aus meiner Erfahrung, denken viele Unternehmen tatsächlich in diesem Zusammenhang nicht unbedingt ökonomisch, sondern versuchen mit ihren bewährten Mitarbeitern Lösungen zu finden – schade, dass dies bei Ihnen nicht so war.

      • Pixel sagt:

        MdH und Sp: also sorry, wenn ich da nochmal nachhake, aber so ganz versteh ich nicht, dass Hansli so verkehrt interpretiert wird. Er sagt: Unter richtigen Männern hat die Frau dem Manne zu Dienen. Wurde ihr von einem Berufskollegen in einem konservativen gesagt!
        —>Wurde ihr von einem Berufskollegen in einem konservativen gesagt!

        Hansli erzählt einfach, was er gehört und gesehen hat um zu verdeutlichen, dass es Leute gibt, die diese Einstellung haben. Das haeisst nicht, dass er das selber teilt. Im Gegenteil.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Hansli stellt es in seinen zahlreichen Beiträgen so hin, als ob diese eine Erfahrung generell gültig sei. (siehe auch: “könnte ellenlang hier schreiben”). Es geht um seine pauschalen Aussagen.

      • marie sagt:

        ich vermute, dass hansli eher nicht zur “jungen” generation gehört und auch nicht gerade in “autonomen” kreisen verkehrt. ich nehme ihm seine erfahrungen durchaus ab; die haltung, die hansli beschreibt gibt es in der tat immer noch zur genüge.

      • Pixel sagt:

        Sp: wir alle sind nicht gefeit vor pauschalen Aussagen. Ich sage: ich höre dies und jenes von meinen Kolleginnen und Sie halten dagegen, dass Sie dies und jenes nicht hören. Das ist uns beiden ja schon mind 2 mal passiert hier im MB. Wie soll ich Ihnen jetzt beweisen können, dass ich diese Vielzahl von Aussagen vernommen habe und wie können Sie mir beweisen, dass Sie genau Gegenteiliges hören. Das wird schwierig. Insofern muss man sich auch ein Stück weit auf Aussagen stützen können die durch den Alltag und nicht Referenzquellen belegt sind. Hier spielt wohl eher Sympathie/Antipathie eine Roll

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Wir können uns ja darauf einigen, dass wir politische Entscheidungen eher nicht auf Hörensagen aus dritter Hand abstützen wollen, und nicht auf pauschale Unterstellungen. Hansli hat sich ja klar geäussert, und genau da hört es bei mir auf: “Aber die Kosten der Betreuung von den rechtskonservativen Egoisten immer als Gegenargument gebracht. Hauptsache irgendein Argument dagegen. Dabei müssten sie ehrlich sein: Die Frau gehört an den Herd und hat dem Manne zu dienen.” Denn ich argumentiere hier fast ausschlieslich über die Kosten, und möchte nicht als rk Egoist abgestempelt werden.

      • Sportpapi sagt:

        Kosten, und im gleichen Zusammenhang natürlich Eigenverantwortung, um das schöne Wort, das doch bei “liberal” zentral sein sollte, wieder mal zu bringen.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Pixel

        Ich glaube schon, dass er Kolleginnen hat, die diese Erfahrungen gemacht haben. Aber wie SP gesagt hat, mich stören seine Pauschalisierungen. Richtige Männer wollen Frauen, die ihnen dienen. Das ist einfach eine dumme Aussage. Man stelle sich vor, er hätte gesagt, eine richtige Frau müsse dem Mann dienen…

        Wie gesagt, ich sehe mich nicht als unrichtigen Mann. Dennoch habe ich nicht den Anspruch, dass meine Frau mir dienen müsse.

      • Pixel sagt:

        MdH: ich weiß ich kann ziemlich hartnäckig sein….ihrem Kommentar nach zu schliessend meine ich jedoch, Sie haben die Aussage noch immer nicht erfasst. Es geht nicht darum dass ER das behauptet oder gar meint. Es geht darum, dass er es GEHÖRT hat von ANDEREN die so denken. Das ist ein extrem grosser
        Unterschied ob ich wiedergebe was ich vernommen habe oder die Meinung dazu selbst habe. Aus dem Kontext zu schließen hat er nämlich genau die ENTGEGENGESETZTE Meinung.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Pixel

        Anhand all seiner Kommentare habe ich schon das Gefühl, dass er denkt, dass richtige Männer ihre Frauen als Diener ansehen. Er selbst sieht die Frau aber nicht als Dienerin. So verstehe ich das.

        Aber schlussendlich ist mein Hauptproblem, dass er allgemeine Schlüsse zieht anhand eigener Beobachtungen. Er hört, dass gewisse Männer so und so denken und zieht daraus den Schluss, dass dies eine allgemein unter den meisten Männern verbreitete Ansicht sei. Er hört von Kolleginnen, die anscheinend diskriminiert werden. Also geht er davon aus, dass es sich dabei um ein allg. Phänomen handelt.

    • Hansli sagt:

      Bei ETH-Ingenieurinnen wurde die Diskriminierung untersucht. Sie brauchen länger um einen Job zu finden und sie werden für weniger anspruchsvolle Jobs eingeladen. Das mit man muss sich nur anstrengen ist kompletter Blödsinn. Sich anstrengen reicht nicht. Wichtiger ist oft die Herkunft (Schweizer/ Ausländer/ aus dem richtigen Kanton) und eben das Geschlecht. Am geringsten ist die Diskriminierung nach meiner Erfahrung im Grossraum ZH. Vielleicht ein Grund für den wirtschaftlichen Erfolg.

      • Sportpapi sagt:

        Interessant und glaubwürdig. Wo kann ich das nachlesen? Übrigens glaube ich, wenn schon, nicht, dass dies Grund für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Sondern umgekehrt, dass der wirtschaftliche Erfolg mit dem Fachkräftemangel dazu führt, dass man sich eine solche Auslese gar nicht leisten kann.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Bei solchen Themen sind eigene Erfahrungen schlicht nicht relevant. Zumindest dann nicht, wenn man das grosse Bild darstellen will. Die Leute neigen dazu, ihre eigenen Erfahrungen zu überbewerten. Ich glaube sofort, dass Hansli am Stammtisch Männer antrifft, die tatsächlich das Gefühl haben, ihre Frau sei ihre Dienerin. Dennoch kann man darauf nicht einfach auf alle schliessen

        Also entweder man liefert Fakten, oder belässt es dabei, dass man halt bloss erzählt, was man selbst beobachtet hat. Das kann auch interessant sein. Aber es eignet sich nicht dafür, allgemeingültige Aussagen zu tätigen

      • mila sagt:

        Die Leute neigen dazu, ihre eigenen Erfahrungen zu überbewerten – richtig. Deshalb braucht es die Erfahrungen anderer als Korrektiv, denn, mit Verlaub: Statistiken allein erzählen eben auch nur eine, nämlich eine querschnittliche Wahrheit; individuelle Ausschläge nach oben wie unten erfassen sie nur punktuell.

      • mila sagt:

        …wobei punktuell wahrscheinlich das falsche Wort ist. Aber, MdH, Sie wissen sicher, was gemeint ist. ;)

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Mila

        Ja, da haben sie natürlich recht. Aber ein Schnitt von versch. Meinungen kann zumindest eine Tendenz aufzeigen. Natürlich darf man die Einzelfälle deswegen aber nicht einfach ignorieren.

      • mila sagt:

        Gegen das Aufzeigen gesellschaftlicher Tendenzen ist nichts einzuwenden (ausser, eine Statistik ist selbst schon tendenziös angelegt…). Die dahinterstehende lebensweltliche Erfahrung wird jedoch erst sichtbar, wenn Menschen aus ihrem Alltag darüber berichten – das eine sollte insofern das andere nicht ausschliessen.

        …aber beides prallt im Zweifelsfall an Menschen ab, die nur ihre eigene Wahrnehmung/Erfahrung gelten lassen können.

      • gabi sagt:

        … Und wenn wir nun “eigene Wahrnehmung/Erfahrung” gleich noch mit “Empfindung” ersetzen, dann wissen wir, wo, wie und wer hier im Blog nicht weiter kommt.

        ((jajaja… Ich natürlich auch nicht, indem ich beständig und mühsam drauf hin weise))

      • alien sagt:

        DAS, Hansli, kann ich bestätigen.

    • Monsieur de Hummel sagt:

      Oder verstehe ich, Pixel, einfach nicht, was Sie mir gesagt haben? Dann nur weiter nachhaken. ;) Es ist nicht meine Absicht, irgendwie auszuweichen.

      • Widerspenstige sagt:

        Mister Bumblebee…die chronische Ausweicherin ist mein Revier. Würden Sie bitte sich ein anderes Revier im Reich der Verirrungen aussuchen? Wäre nett von Ihnen…

        Ähm, Gabi…ich empfinde Ihre Art befremdend auf mein sensibles Empfinden, mässigen Sie sich doch ein wenig in Ihren ureigenenen Empfindlichkeiten, gäll.. :-)

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Mister Bumblebee klingt ziemlich gut. ;)

      • Hansli sagt:

        @mila Gehöre zu den eher Jungen und auch da sind diese frauenverarchtenden Ansichten für mich zu oft anzutreffen. Natürlich bei den älteren Semestern wesentlich häufiger anzutreffen.

        PS: Gerade den neuesten gehört. Kollegin musste als Firmenvertreterin und Projektleiterin des Gesamtprojektes an eine Kick-off-Sitzung. Da fragte der Chef einer anderen Partei: “Schicken die nur eine Assistentin?” Der er sie weder gegrüsst noch verabschiedet hat gehört ins gleich Kapitel.

        Wir sind nicht sehr weit von der Gleichberechtigung entfernt.

  5. Evelyne sagt:

    Ich freue mich, dass im MB immer öfters sachbezogen polemisiert wird!

    Das “Dorf-Modell” vom Sportpapi bezügl. ausserfamiliärer Betreuungsangebote würde ich sehr begrüssen. Die Gemeinschaft, der Hort, der all dies regelt. Kinder wurden seit Menschengedenken in der Sippe aufgezogen. Das Ideal, dass die leibliche Mutter ihre zwei – drei Kinder alleine erzieht und betreut, ist in der Familienhäuschen-Phase der Nachkriegszeit aufgekommen. Wir sollten wieder zurück zum Sippenmodell gehen. In Afrika sagt man immer noch: Ein ganzes Dorf erzieht ein Kind.

  6. Eni sagt:

    Mir stinkt es gewaltig, dass in dieser Diskussion fast ausschliesslich darüber palavert wird, dass die Mutter ein RECHT darauf hat auswärts arbeiten zu gehen und die Kinder möglichst wenig selber betreuen möchte. Die Realität ist doch die, dass die meisten Mütter arbeiten müssen, weil sonst die Kohle nicht reicht und dass diese die Kinder teilweise von Leuten betreuen lassen müssen wo sie wissen, dass die Betreuung alles andere als ideal ist, sich aber keine Betreuung leisten können bei der sie ein gutes Gewissen haben können.

    • Peter K. sagt:

      Da haben Sie recht. Solche Foren werden möglicherweise halt von einer spezifischen (um nicht zu sagen “speziellen”) Gesellschaftsschicht frequentiert, die mit der Durchschnittsrealität nicht viel zu tun haben.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Im akademischen Weltbild ist ihre Ansicht- die Realität von 80 Prozent aller Haushalte- aber nicht enthalten, liebe eni. Hier geht es, etwas überspitzt ausgedrückt, um den lic. oec., der mit einer lic. phil. verheiratet ist. Dass es auch noch den Bäcker gibt, der mit einer Verkäuferin verheiratet ist, interessiert niemanden. Und bei Bäcker’s müssen beide arbeiten, weil sonst die Kohle hinten und vorne nicht reicht. Dass sich aus unterschiedlichen Bildungsabschlüssen (sozialen Milieus) automatisch unterschiedliche Lebenswirklichkeiten ergeben, ist offenbar noch nicht überall bekannt..

      • Sportpapi sagt:

        Bei Bäckers ist das Problem der Kinderbetreuung aber noch einmal grundsätzlich anders. So früh gibt es die ja gar nicht… :-)

    • Hansli sagt:

      Stimmt. Eigentlich stellt sich die Frage gar nicht. Darum empfinde ich den Kampf gegen Tagestrukturen noch erbärmlicher.

    • pixel sagt:

      Genau, wir können also festhalten: a) es gibt Mütter, die arbeiten wollen, b) Mütter die arbeiten müssen und c) soches wo beides einfliesst, also wollen und müssen. De facto ist all dies an sich nebensächlich. Es ist sogar in der Diskussion um Krippenplätze irrelevant ob man Mütter mit Väter ersetzt oder egänzt. Tatsache ist, dass Kinderbetreuung und somit die Ermöglichung derer mittels finanzierbarem Angebot, schlicht notwendig ist.

      • Sportpapi sagt:

        Naja, es gibt doch durchaus Alternativen. Nicht zu den Krippen, aber zu deren Finanzierung. Denn im Fall a) wird ein zusätzliches Einkommen generiert, das notfalls vollständig für die Krippenkosten investiert werden soll. im Fall b) könnte man den Betrag auch direkt der Familie zukommen lassen. Manche Mutter wäre sehr froh darum, wenn sie statt putzen ihren eigenen Kindern schauen könnte (Extrembeispiel) und c) da macht eine Subvention eigentlich einzig Sinn mit Blick auf die langfristige finanzielle Unabhängigkeit der Familie (Hilfe zur Selbsthilfe).

      • Widerspenstige sagt:

        Ich vertrete immer noch die Ansicht, dass die Finanzierung der Krippenplätze von der Wirtschaft grosszügig erfolgen soll – via entsprechende Angebote innerhalb der Firma. Dies bedingt, dass beim Bewerbungsgespräch solche Angebote nachgefragt werden sollten, denn auf diesen Zug springt ein Arbeitgeber schnell auf wenn die Konkurrenz dieses Angebot hat, selber hat man es nicht. Das wäre nur eine Frage der Zeit, bis flächendeckend an jeder Ecke Betreuungsplätze mit professionellen Betreuungspersonen entstünden.

        Und vom Staat höhere Kinder-/Ausbildungszulagen für die individuelle Betreuung.

      • Eni sagt:

        Leider werden sie die KMU es sich nicht leisten können Krippen für die Kinder der Mitarbeiter/innen anzubieten, aber gerade die KMU sind die Firmen mit den meisten Arbeitsplätzen.

      • Widerspenstige sagt:

        Gerade an die KMU denke ich dabei, welche sich einer grösseren Firma anschliessen können oder regionale KMUler schliessen sich zusammen u bieten an einem geeigneten Ort einen Krippenplatz im kollektiv an. Dies ist eine Frage der Organisation und des Goodwill, weniger der Finanzierung. Im Übrigen habe ich bereits am Freitag mit einem Kommentar (welcher lange im off blieb!) mich massivst darüber aufgeregt, dass jetzt eine zweite R öhre am Gott h a rd plötzlich so um die 2 – 3 Mia.locker finanzierbar wäre u für familienunterstützende Infrastrukturen ist kein Geld vorhanden. Skandallös finde ich!

      • Eni sagt:

        Auch dann wird es noch sehr schwierig für KMU. KMU haben ja schliesslich pro Arbeitnehmer viel weniger Umsatz als zB Banken oder Ölhandelsfirmen

      • Sportpapi sagt:

        Die Wirtschaft finanziert das, wenn es der Wirtschaft nützt. Ist ja kein Sozialverein. Krippenplätze entstehen da, wo dringend qualifizierte Arbeitskräfte gesucht werden, bzw. man diese halten möchte. Eine Baufirma wird eher keine Krippe eröffnen, oder?

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi

        Ja so ungefähr. Darum würden nur dort Krippenplätze geschaffen, wo viel Geld ist, die Arbeitnehmer viel verdienen und die Kinderbetreuung selber berappen können. Dort wo die Plätze notwenig wären ist kein Geld vorhanden, da Umsatz pro Arbeitnehmer niedrig.

      • Peter K. sagt:

        Wenn es einzelne Subjekte nur ungenügend bereit sind (Wirtschaft, Stiftungen u.a.), dann muss die Gesamtgesellschaft (Staat) einspringen. Allerdings: Nur, wenn sie dies in einer Mehrheit will. Wollen tun viele, zahlen wollen hingegen nicht ganz soviele (kommt hinzu, dass man vielleicht mal den Status Quo auflisten müsste, wo der Familie bereits finanziell entlastet wird). Am einfachsten regelt man den vorliegenden Fall wohl über Betreuungsgutscheine oder weitere Steuervergünstigungen.

  7. sepp z. sagt:

    Heute beschreibt mal jedeR seine Politik als liberal.
    Keine Anliegen, die nicht als liberal bezeichnet werden, seiens Betreuungsgutscheine, Home-Office, gemischte Teams, Subventionen… whatever.
    Es spricht nichts gegen Familienförderung, aber mit liberal im ureigenen Sinn hat eine selektive Förderung bestimmter Haushaltsformen nicht zu tun. jaja… Wo FDP drauf steht, muss liberal drin sein.

  8. Eremit sagt:

    Es wäre interessant von den schönen FDP-Frauen mal zu lesen wie sie sich eigentlich die Altersvorsorge (1. bis 3. Säule) langfristig in einer Gesellschaft mit einer Geburtenquote von 1.5 vorstellen? Man betrachte dass bereits heute über 10 Milliarten an Steuergelder, über 15% des Bundes-Budget, in die AHV fliessen!
    Eine Gesellschaft mit einem Krippenwesen hat nun mal eine Geburtenquote von weniger als 2.1 . Und eine Gesellschat mit einer Geburtenquote von weniger als 2.1 wird nun mal langfristig durch eine Gesellschaft mit einer höheren Geburtenquote “verdrängt”.

    • Sportpapi sagt:

      Eben, Zuwanderung. Das ist doch auch liberal, oder?

      • Eremit sagt:

        Durch Zuwanderung von wo? Wenn man Zuwanderung von Länder mit einem Kinderkrippenwesen geziel fördert, dann verschärft man dort die Überalterung. Man betrachte nur mal die Abwanderung von Deutschen in die CH. Nichts gegen deutsche Frauen, die sind m.E. hier sehr willkommen, es verschärft einfach die Überaltungsproblematik in D.
        Wenn man aber Zuwanderung aus Länder ohne Krippenwesen gezielt fördert, dann seht man vor dem selben Problem wie Frankreich. Nur die wenigsten Zuwanderer aus den Länder geben ihre Kinder “freiwillig” in eine Krippe damit Frau arbeiten gehen kann …

      • Eremit sagt:

        … falls Frau überhaupt eine gut bezahlte Stelle findet.
        Dies führt schleichend zu einem kulturellen Wandel in F, hin zu einer afrikanischen Kultur. Und irgend eines Tages kippt dann das System völlig. Zu Recht.
        Und falls eines Tages überall eine Kinderkrippekultur und damit verbundener tiefer Geburtenquote vorherrscht, wer sort dann langfristig für die Altersvorsorge im globalen Dorf? Etwa Zuwanderer von dem Mars?

      • Widerspenstige sagt:

        Sehr durchdachte Überlegungen, Eremit, die mich in meiner Ansicht einer Nanny situativ pro Familie u gesellschaftlichen Umwälzungen (wie im Spitexwesen für die Altenpflege gut eingeführt) wahrscheinlich bezahlbar anteilsmässig durch Staatsbeiträge einsetzen lässt. Dann bräuchte es weniger Krippenplätze, welche der Nachfrage für Kinder ab ca. 3 Jahren gerecht würden.

        Eine andere Variante wäre das Modell der Generationen-WohnGemeinschaft für alle Beteiligten wohl am wertvollsten an Lebensqualität in den Fokus des Machbaren zu nehmen. Da entfällt ua das stressige hin- und her chauffieren.

      • Sportpapi sagt:

        @Eremit: Ich kann Ihre Schlussfolgerungen nicht teilen. Vor allem aber sehe ich nicht, welche Konsequenzen Sie daraus ziehen. Wenn ich Sie richtig verstehe, wären eher gesetzliche Mindestlöhne und ausreichend Kindergeld die Lösung? Oder was?

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Wo findest du denn diese “Nany”? Wie sieht es mit dem von dir vorgeschlagenen Au Pair-Mädchen aus? Die Kosten von rund 1500 Franken/Monat lassen sich ja gut verkraften, da braucht es – einmal mehr – keine staatlichen Eingriffe. Aber: Stimmt die Qualität der Betreuung? Will man jedes jahr wieder jemand neues suchen? Hat man Platz für die zusätzliche Person im Haushalt? Zur Generationen-WG: Schönes Modell. Nur wie viele Menschen wollen das denn? 1-5 Prozent?

    • Katharina sagt:

      “Eine Gesellschaft mit einem Krippenwesen hat nun mal eine Geburtenquote von weniger als 2.1″ warum? Ich sehe eher, dass die Geburtenquote steigt, weil eben Elternschaft und Berufsleben besser vereinbar werden.

      • pixel sagt:

        Ich schliesse mich Katharina an. Sie bauen sich Ihre eigene Realtiät, Eremit, mit Schlussfolgerungen, die allerhöchstens durch Ihre eigene (sehr bemühte m.E noch dazu) Logik untermauert werden. Oder können Sie mir aufzeigen, aus welchen Quellen Sie diese Schlüsse ziehen?

  9. Nicole sagt:

    Die neue Familienpolitik der FDP mit neuen Ideen für Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Nein, die besprochenen Vorschläge haben einsame Rufer(innen) – es waren in der Mehrzahl Frauen – in der Politikwüste schon lange wie ein Mantra immer wieder heruntergebetet und gefordert. Allerdings wurden diese Vorreiterinnen für eine moderne Familienpolitik während Jahren -gerade auch in der bürgerlichen Politik- als Raben-, Karrieremütter oder als überhaupt als “Blaustrümpfe” in ihren eigenen Kreisen verunglimpft. Schön, wenn sich das jetzt ändert. Das sag ich einfach: “Welcome on board”.

  10. Jolante sagt:

    Die zerrissenen Schulzeiten und überteuerten Krippen werden immer noch als Druckmittel gegen arbeitswillige Mütter parat gehalten, damit sie aus Kostengründen daheim bleiben. Konnte einige von den ehemals glücklichen Hausfrauen kennenlernen, welche nach mehrjähriger berufspause völlig frustriert wegen mangelnder Ideen zum Wiedereinstieg auch noch gleich den Ehemann loswerden wollten. Es gibt immer noch Ehemänner, die völlig ignorant sind und nicht wahrnehmen, dass ihre Ehefrauen im haus unterfordert sind.

    • Eremit sagt:

      Das Konzept dass Ehefrauen sich ausschliesslich als Hausfrau betätigen sollte und unterfordert wird entstand angeblich erst nach 1945 damit die Kriegsveteranen eine Stelle finden …
      Man könnte es sehr provokativ auch umgekehrt sehen; eine unterforderte Hausfrau hat vielleicht zu wenig Kinder. Aber wieviel Männer ertragen “Kindergeschrei” Abends und am Wochenende rund um die Uhr?

    • Sportpapi sagt:

      Ja, ich bin offensichtlich so ein ignoranter Ehemann. Wenn meine Frau am Abend meldet, sie sei müde und habe einen strengen Tag gehabt, glaube ich ihr das.

  11. Sportpapi sagt:

    Aktuell Widersprüchliches aus der NZZ: “Steuerliche Anreize sollen nicht ausschlaggebend dafür sein, wie ein Familienleben gestaltet wird. Der Bundesrat lehnt deshalb die SVP-Familieninitiative ab. Die Partei fordert eine steuerliche Gleichbehandlung von Fremdbetreuung und Eigenbetreuung der Kinder.”

    • gabi sagt:

      Sorry, übrigens: Du bist hier mit mir schon als DuoInfernal, oder so ähnlich, betitelt worden. Das hast Du nicht verdient.

      Im Gegensatz zu mir regst Du Dich wirklich nicht auf und bis auch meilenweit von meiner Starrsinnigkeit entfernt, darauf zu pochen, dass einmal Geäusserstes auch eine Bedeutung haben sollte, die über ein blosses Blablab hinaus geht.

      Natürlich schätze ich es dennoch sehr, dass Du ab und an drauf hin weist, dass halt wirklich nur jeweils “das gewisse Nichts” zu vernehmen ist… Obwohl die Damen doch eigentlich ernst genommen werden wollen.

    • Sportpapi sagt:

      Dochdoch, das habe ich schon verdient. Und ich rege mich ja auch auf. Nur bringt es nichts, da ich das Problem nicht beim nicht wollen, sondern nicht können sehe.

      • gabi sagt:

        Tja… Und wenn Du nun sexistisch pauschalisieren wolltest, wie z.B. WS, dann wären wir schnell bei den Gründen für die “gläserne Decke”.

        Mich regt ja auch das so auf: Was tut Sie Ihren Zielen damit an?

        Ich mein… Ein – pauschalisierender – Unternehmer, der hier mit liest und findet, dass Frauen tatsächlich logisch nicht an uns Männer heran kämen und daher nur für zudienende Arbeiten taugen… Wenn der nun hier 1 : 1 mit bekommt, wie sehr sich WS gegen die einfachsten Rückfragen sperrt, jede Verantwortung für selbst Geäussertes verweigert… Der sähe sich doch fast jeden Tag bestätigt!

    • Peter K. sagt:

      “Wie der Bundesrat weiter argumentiert, wird den allgemeinen Kinderkosten bereits mit dem Kinderabzug und bei der direkten Bundessteuer zusätzlich mit dem Elterntarif Rechnung getragen. Der Fremdbetreuungsabzug für Kinder unter 14 Jahren beläuft sich bei der direkten Bundessteuer auf 10 100 Franken pro Jahr.”

      Diese Logik erschliesst sich auch mir nicht ganz. Wer weniger verdient (weil Einverdiener-Familie/Selbstbetreuer) kann also steuerlich weniger abziehen als Zweiverdiener-Familien mit Fremdbetreuung.

    • Auguste sagt:

      hmm…, gabi und sportpapi – wenn die leere eine mitte bekommt.

  12. gabi sagt:

    “tiefgründig” geht bei Guschti nicht: erinnert ihn zu sehr an seine Kellerleichen. Und sein schmerzendes Popochen…

    ;-)

    Mhmmm….

    • Auguste sagt:

      hmm…, moron, sie scheinen sich auch über gesagtes aufzuregen, dass durchaus eine bedeutung hatte – so ist das wohl bei den ausgemachten spinnern, die finden immer einen grund.

      auszug aus shakespeare’s “der widerspenstigen zähmung”:

      Auf der Fahrt sagt Petruchio zur Mittagszeit, wie hell der Mond scheine; als Kate erwidert, die Sonne scheine, weigert er sich, die Fahrt fortzusetzen, bis Kate zugebe, dass es der Mond sei. Schließlich gibt Kate nach, worauf Petruchio behauptet, es sei die Sonne.

      klingelt’s?

      • gabi sagt:

        Ja: Gewiss der Typ von der Spytex, der die Pillen bringt.

        … Die Anderen. Immer die Anderen.

        Hey… Hab mich in fufis lounge nach Langem wieder mal umgesehen und mich köstlich darüber amüsiert. Kein Wunder, müssen Sie sich hier – auf diesem achsotiefen Niveau! – immer wieder rein hängen.

        Mein Gott: Nicht einmal ein ordentliches Thema hätten Sie ohne mich.

        Muss beklemmend fürs Selbstbild sein… Wo man doch ständig beteuert, wie sehr man drüber steht.

        (Die jammernde Pippi war mir ein ganz besonderes Vergnügen. Wie beschämend!)

      • Silbermond sagt:

        Hell wie der Mond: Ein schönes Bild! High 5!

      • Katharina sagt:

        ich dachte Dir wurde der Mond gestohlen, Silver.

      • Beno sagt:

        Sonne…oder Mond, …Hauptsache High 5

      • gabi sagt:

        Hauptsache inkonsequent. Klappt nicht mal in Abwesenheit mit der Ignorierregel, gäll?!

        Hab grad mit allergröstem Vergnügen Ihr Gejam ere gelesen, drüben in der “Lounge”: Jöh.

        Gröbste Unterstellungen bis hin zu Vergewaltigerverleumdungen… Und dann grännen wie ein Kleinkind, wenn´s irgendwann nicht mehr durch geht.

        “Schüttle nicht am Watschenbaum – Es reift die Frucht, Du merkst es kaum!”

        :D

  13. Sportpapi sagt:

    Interessant, was Frau Sommaruga aktuell vorschlägt. “Nach geltendem Recht können Geschiedene ihr Arbeitspensum reduzieren, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Dennoch ist ihr Unterhalt gesichert. Konkubinatspartnerinnen und -partner haben diese Möglichkeit nicht – sie müssen nach der Trennung für ihren Unterhalt selbst aufkommen.” Also doch nicht nach der Trennung ist vor der Trennung? Für das Kindswohl ist es wichtig, dass die Mutter zu Hause blieben darf? http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Auch-unverheiratete-Partner-sollen-Unterhalt-zahlen-muessen/story/15171615

  14. Markus sagt:

    gut, nach dem otto wollen jetzt auch die fdp-frauen krippenplätze, das ist doch schön, es wurde aber auch langsam zeit. wenn’s um’s eingemachte geht, kommt dann aber der liberale heisseluftkönigsweg zum zug: “hier appellieren wir an die wirtschaft” und “politik, gesellschaft und wirtschaft finden [ganz magisch wie von selber] gemeinsam pragmatische Lösungen, die für alle vorteilhaft sind.” das nennt sich echter liberaler gestaltungswille… gähn…

  15. Hannibelle sagt:

    Klar dieses Familienedyll gibt es in jedem Kopf, doch jeder weiß eigentlich dass es dies nicht gibt spätestens wenn die Kinder in die Pubertät kommen kan man das Idyll vergessen ich wollte nur mitteilen dass es grundsätzlich nicht geht scheidung hin scheidung her, aachso ja: ich bin alleinerziehende Tochter! ; P

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