
Bei ihnen dreht sich alles um den Bauch: Schwangere bei einem Schönheitswettbewerb in Russland. (Bild: Reuters)
Eine schwangere Frau muss sich ja zu allerlei Themen schlau machen. Es beginnt bei Fragen wie: Welchen Käse darf ich essen? Wieviel Wein darf ich trinken – beziehungsweise: Darf ich das denn überhaupt noch? Sie macht sich mit ihrem Partner Gedanken zur Gesundheit des Babys, staunt über dessen Entwicklung, überlegt sich allfällige vorgeburtliche Untersuchungen.
Hinzu kommen eine Menge grosser Entscheidungen, die anstehen: Welchen Namen soll das Kind tragen. Wer kommt als Götti in Frage. Wie und wo versichern sie es. Wer soll danach wieviel arbeiten. Und: Wollen wir vorher nicht doch heiraten?
Verständlich deshalb, wenn das Baby Thema Nummer eins ist. Es gehört mit zur Vorfreude, über all diese Dinge zu reden und die gemachten Gedanken zu teilen – mit der Familie und Freunden, den Arbeitskollegen und Bekannten.
Trotzdem frage ich mich: Müssen werdende Mütter immer nur noch über diese Themen reden? Gibt’s denn gar nichts anderes mehr, das sie bewegt oder interessiert? Ich erlebe in letzter Zeit häufig, dass gestandene Frauen – kaum sind sie schwanger – in das ewig gleiche Gebrabbel einstimmen. Sonst waren sie doch immer so eigenständig, witzig und gescheit…? Alle anderen Interessen und Themen scheinen sich in Luft aufzulösen, zugunsten ihres Bauchs.

Schwangere Frauen in Szene gesetzt: Wie wärs, wenn wir zur Abwechslung über die Farbe Rot sprechen?
So geschehen bei einer kürzlich zusammengekommenen Frauenrunde. Wir waren zum Abendessen verabredet. Der Zufall wollte es, dass gleich drei von sechs Frauen schwanger waren. Das Thema des Abends war sogleich gesetzt: Es ging fortan um den Zustand des Schwangerseins. Beim Apéro beganns – vier Stunden später beim Adieu sagen endete es.
Während der ersten Stunde quatschen wir noch alle angeregt miteinander. Die schwangeren Frauen engagiert, wir anderen interessiert. Mit «wir» sind zwei kinderlose Enddreissigerinnen gemeint und ich, eine Mutter mit Schulkind. Als es aber in der zweiten Stunde noch immer und ausschliesslich um das ABC des Kinderkriegens ging, begannen wir Nichtschwangeren elegant aber bestimmt, die Themen zu wechseln.
Die Nichtschwangere A erzählte eine lustige Episode ihrer Südamerikareise. Wir lachten lauthals und ich dachte bereits, wir hätten den Gebär-Talk gehakt … und, zack, war er wieder da: «… in Südamerika sagt man doch, für die Erziehung eines Babys brauche es ein ganzes Dorf», sagte eine Schwangere strahlend – und spannte den Gesprächsbogen sogleich zur künftigen Betreuung des Babys: «Wie organisiert ihr denn euch?»
Was haben wir Drei versucht, die Themen während des Abends anders zu setzen. Irgendwann wurden wir forscher, denn es war offensichtlich: Nichtschwangere B kämpfte, mit sich und den Tränen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass auch sie sich ein Kind wünscht. Die dickbauchigen und rotwangigen Frauen bemerkten deren Zustand nicht. Zu sehr waren sie von sich selbst eingenommen.
Für das Verhalten des «nur noch schwanger seins» gibt es von der Wissenschaft her bestimmt irgendeine Bezeichnung oder Erklärung. Hat wohl mit den Hormonen und dem Nesttrieb zu tun – gekoppelt mit der Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt. Als Aussenstehende jedoch stelle ich einfach fest: Allzuviel Nabelschau ist anstrengend.
Gabriela Braun ist Redaktorin bei der Zeitschrift «Gesundheitstipp», freie Journalistin und Mutter eines neunjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Erlenbach ZH.



Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich. 






































































Den Sex- und Liebesentzug gibt es erst nach der Geburt! Doch das ist erst Teil der Forsetzungsgeschichte (oder der 2. Staffel, wie es heute so schön heisst
).
Nur soviel: Ab dem Zeitpunkt, da das neue Leben im Bauch der Mutter sich zu regen beginnt, sind die Kinder für die erdrückende Mehrheit aller werdenden und gestandenen Mütter das Alpha und Omega in ihrem weiteren Leben. Womit angedeutet sei, dass sich auch lange nach der Geburt die Gespräche und noch viel mehr primär um den geliebten Nachwuchs drehen. Und da hat manch frisch gebackener Papi dann oft nur noch das traurige Nachsehen.
@ Sibylle Weiss
Sie sind echt ein Brüller, nein ich korrigiere: DER Brüller!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich bin sicher, dass man Sie im richtigen Leben immer gaaaaaanz Ernst nimmt
Warum setzen sich drei Frauen, welche gerne schwanger sein möchten einen Abend lang mit drei Schwangeren zusammen und wollen nur über irgenwas ..aber ja nicht übers schwanger Sein reden ? Es sicher schmerzlich, okey…aber was wollt ihr den miteinander ?
weil die noch vor gar nicht allzu langer Zeit eine witzige, spannende, interessante, vielseitig interessierte Freundin war. Und wir von einem Tag auf den anderen feststellen müssen, dass sie nur noch EIN Thema hat. Und das wird auch die nächsten ca. 10 Jahre so bleiben. So ca. nach einem Jahr werden wir auch aufhören uns mit ihr zu treffen und etwas wehmütig feststelen, dass wir eine Freundin verloren haben.
Wieso habe ich das Gefühl dass schwangere (also tragende Frauen und werdende Mütter) immer den gleichen Mist schreiben? Nicht jede Schwangere ist ein Experiment! es gab also schon ein paar andere vorher. Weshalb müssen denn diese Mütter oder werdenden Mütter immer den gleichen Brunz zum Besten geben. Ich denke nicht dass wir von jeder werdenden Mutter einen Artikel oder ein Buch Lesen wollen! Glaubt mir (als Mann) es ist immer und für alle werdenden Mütter (jaja auch für das immer gleiche Umfeld) kein Flug zum Mond. Nein das ewige Blabla dazu ist nur noch langweilig.
Aber, wir sind doch alle freie Menschen! Somit ist uns auch jederzeit freigestellt,was, wann, wieviel und ob wir etwas zu einem Thema lesen wollen! Andererseits ist es doch auch einer Schwangeren freigestellt, ob sie etwas über ihren Zustand erzählen will oder nicht!
Eine Schwangerschaft ist – wie eine Ehe – in ketzerischen und bgotten Bibeltheokratien immer auch eine Vorfreude auf die Sinekurierung durch Mann und Staat oft gar bis zur Bahre, die entsprechend abgefeiert wird. In anderen Kulturen wird die zum Gebaeren benoetigte Zeit gewaehrt, das Kind ins Tragtuch geschultert, und die taeglichen Pflichten samt dem Erwerb des eigenen Lebensunterhaltes klaglos weiter erfuellt. Dafuer wird die Anwesenheit des Kindes vom Lohnsklavenhalter geduldet, wenn nicht gar spaeter in die Sklaverei der Mutter einbezogen…..
Es gibt auch Grosseltern die über nichts anderes reden können als ihre Enkelkinder, was ich total ätzend finde. Obwohl ich meine 3 Enkel sehr liebe, habe ich auch anders im Kopf! Meine besten Freunde kann ich leider nicht mehr zum gemeinsamen Essen mit andere Freunde einladen, so derart beherrschen ihre Enkelkinder jegliches Gespräch.
Da ich auf der Suche nach einem kurzen Aufsatz, einer Schwangerschaft , im ZWEITENWELTKRIEG bin, wende ich mich an diesen Blog. Kann mir jemand kurz beschreiben, wie es damals war, als die Bomben fielen, in Ihrer Schwangerschaft? Was waren Ihre Gedanken? Besitzen Sie eine oder zwei Seiten über die damaligen Gedankenläufe? . Vielleicht weiss es noch die Urgrossmutter oder Grossmutter? Ich kann es mir leider nicht vorstellen, wie es damals war, da ich ein Mann bin. Könnten Sie mir da weiterhelfen? Ich freue mich über jede Antwort.