Kinder verboten

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Kinder müssen leider draussen bleiben: In den USA breitet sich die «No Kids Allowed»-Bewegung auf immer mehr Restaurants und Läden aus.

Erst waren es die Raucher, nun sind die Kinder an der Reihe: In den USA werden die jüngsten Mitmenschen von immer mehr Orten verbannt. Die «No Kids Allowed»-Bewegung, etwas weniger vornehm auch als «Brat Ban» bezeichnet, breitet sich je länger desto weiter aus und sorgt dafür, dass Kinder mittlerweile in etlichen Restaurants, Kinos und Läden quer durch alle Bundesstaaten nicht mehr zugelassen sind.

Angefangen hat das Ganze eigentlich ausserhalb Amerikas: Die Malaysia Airlines erliess 2011 ein Baby-Verbot für die First Class ihrer meisten Flüge. Die Geschäftsreisenden jubelten vor Freude und so dauerte es nicht lange, bis ein Restaurant in Pennsylvania die Idee für sich entdeckte und fortan jedes Kind unter sechs Jahren als Persona non grata abstempelte. Die Reaktionen der Gäste und der Bewohner in der Umgebung waren laut einer Umfrage mehrheitlich positiv, weshalb bald weitere Anbieter nachzogen.

Kinderfreie Zonen als schlagendes Verkaufsargument? Es scheint so. Die Zielgruppe, die sich solche Orte wünscht, besteht hauptsächlich aus sogenannten DINKS, Doppelverdienern ohne Kinder. Keine schlechte Kundschaft aus wirtschaftlicher Sicht: Sie haben Geld, mit dem sie sich gerne etwas Luxus leisten. Anders als Familien, bei denen das Portemonnaie meist nicht so locker sitzt.

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Einfach aus dem Bild schneiden: Werbung für kinderfreie Ferien. (Bild: Tjäreborg.fi)

Wenn es um edle Restaurants geht, in denen man sich zu einem romantischen Tête-à-Tête trifft, kann auch ich als Mutter den Wunsch nach einer gesitteten, kindergeschreilosen Atmosphäre nachvollziehen. Ja manchmal wünsche ich sie mir sogar selber, wenn unsere Tochter bei den Grosseltern übernachtet und mein Mann und ich wieder einmal einen Abend nur für uns haben. Und auch dass sich Kinderlose auf Leavethembehind.com bewusst ein Ferienressort aussuchen, in dem sie am Pool ganz sicher keinem Kleinkind über den Weg laufen werden, stört mich nicht weiter. Ich finde es im Gegenteil sogar positiv, sorgt es doch nicht nur bei den Kinderhassern selber, sondern auch bei den Familien für entspanntere Ferien, wenn sich die beiden Gruppen aus dem Weg gehen.

Kinder hingegen aus ganz normalen Cafés, Lebensmittelgeschäften oder gar von öffentlichen Plätzen (wie in Florida gefordert) zu verbannen, geht eindeutig zu weit. Würde man Menschen aufgrund ihrer Ethnie auf die gleiche Weise ausgrenzen, wäre das unbestritten rassistisch und somit gesetzeswidrig. Wieso also soll man eine Menschengruppe alleine aufgrund ihres Alters derart diskriminieren dürfen? Ja, Kinder sind gelegentlich laut, rennen manchmal durch die Gegend und schämen sich nicht, vor wildfremden Menschen in der Nase zu bohren. Bloss: Gibt es nicht auch Erwachsene, die sich in der Öffentlichkeit unangemessen verhalten? Pöbelt ein betrunkener 43-Jähriger in einer Bar die anderen Gäste an, wird man ihn vor die Tür setzen. Es käme keiner auf die Idee, deswegen ein Verbotsschild aufzuhängen, das künftig jedem Mann in den Vierzigern den Zutritt verbietet. Warum also wirft man alle Kinder und ihre Eltern in einen Topf, bloss weil es  ein paar unter ihnen gibt, die sich tatsächlich regelmässig daneben benehmen?

In der Schweiz bekommt man als Eltern die Abneigung Kindern gegenüber auch immer wieder einmal zu spüren, da werden Familien schon mal «versehentlich» aus Museen hinausbugsiert oder im ÖV mit giftigen Blicken traktiert, weil sie zuviel Platz in Anspruch nehmen oder es wagen, etwas lauter zu lachen. Lokale, die Kindern den Zutritt verbieten, sind aber nach wie vor selten. So sorgte das Restaurant L’O in Horgen 2008 mit seiner «Kinder unter 8 müssen leider draussen bleiben»-Policy für Schlagzeilen. Und die Café-Bar Infinito in der Zürcher Innenstadt war dank ihrem «Kinderwagen verboten»-Aufkleber auch schon Thema im Mamablog.

Ganz so konsequent halten sich die Betriebe allerdings nicht immer an ihre eigenen Richtlinien. Als ich 2010 für einen TV-Beitrag unter anderem das Infinito mit versteckter Kamera testen sollte, zeigte mir die hilfsbereite Kellnerin sofort einen idealen Abstellplatz für den Kinderwagen – nota bene im Lokal drinnen. Es war halt Mittwoch Vormittag und die Café-Bar fast leer. Wenn sonst keine Kunden auftauchen, nimmt man anscheinend dann doch auch gerne das Geld von Müttern mit ihren Kindern.

Was halten Sie von der «No Kids Allowed»-Bewegung? Ist die Idee im Grundsatz in Ordnung, solange sie nur auf gewisse Orte und zu bestimmten Zeiten angewendet wird? Oder sind Sie absolut gegen Verbote, da die Eltern schliesslich am besten wissen, welche Lokale kindertauglich sind? Ist die «Brat Ban» eine einfache Möglichkeit, zusätzliche Kunden anzulocken? Oder werden dadurch auf bedenkliche Weise Kinder und Eltern diskriminiert und zu Bürgern zweiter Klasse degradiert?

388 Kommentare zu «Kinder verboten»

  • Wasabi sagt:

    Die Autorin kann dann doch nicht aus ihrer Haut und bezeichnet großflächig alle Leute, die keine Kinder haben und im Urlaub auch nicht die Kinder anderer Leute miterleben wollen als „Kinderhasser“.
    Wir sind DINK’s, arbeiten weitaus mehr, weil wir die Möglichkeit dazu haben, erhalten dafür auch mehr, zahlen dafür auch viel mehr Steuern, bekommen kein Kindergeld und haben höhere Steuersätze, sind viel seltener zu Hause und werden trotz allen Fleißes als aller Erstes rausgeschmissen, wenn es der Firma schlecht geht. Essen gehen und Urlaub kinderfrei sollte also schon drin sein!

  • Hans Christoffel sagt:

    Wenn die Eltern heute imstande wären, ihre Kinder zu erziehen, so wär gäbe es kein Problem. Hat bei uns auch funktioniert. Wenn Kinder ein Lokal mit einem Spielplatz verwechseln, überall schreiend rumrennen, hochklettern, hinter der Theke bis in die Küche an allem rumfummeln und zerren, und den Service behindern so ist was falsch. Sie könnten auch von einem heissen Getränk verbrüht werden. Derweilen sitzen die Mütter palavernd zusammen und kümmern sich keinen Deut um die Kinder. Reklamiert der Wirt, ist er ein Kinderfeind. Das liegt daran, dass diese Mütter keine Ahnung von Erziehung haben.

  • Lady B sagt:

    Ich finde es eigentlich logisch Kleinkinder Abends im teure Feinschmecker Restaurants zu verbieten. Man nimmt ja seine Sprosslinge unter eine bestimmte Alter auch nicht Abends ins Theater oder Kino. Sogar das Kindertheater Zürich hat eine untere Altersgrenze, nämlich 4.

    Wir gehen auch mit den Kindern gelegenlich Abends essen, aber dann nicht in ein Nobelbeiz, sondern in ein kinderfreundliches Restaurant.

  • Bebri sagt:

    Wie sollen Kinder lernen, sich im stinknormalen Alltag zurechtzufinden, wenn sie davon ausgegrenzt werden? Wie dumm kann man sein? Kinderlos oder nicht – Kinder sind die Zukunft. Heute ist der Blick vieler enorm streng, Kinder waren schon immer Kinder, aber die Welt ist eng geworden, sie dürfen kaum mehr mucken. Traurig!

    • Hans Christoffel sagt:

      Mütter sollten wieder lernen, die Kinder auf den normalen Alltag vorzubereiten, nicht ausgrenzen. Ihnen den nötigen Anstand beibringen und wann und wo sie ihren Energien und dem Spieltrieb freien Lauf lassen können und dürfen. Komisch, dass die Eltern früher damit kein Problem hatten. Wir musste das lernen, bevor sie uns überall mitnahmen. Ein öffentliches Lokal ist absolut kein Spielplatz für Kinder.

  • C.P. Straw sagt:

    Grundsätzlich ist jeder Wirt frei, im von ihm betriebenen Lokal zu empfangen und zu bedienen, wen er will.
    Wenn ich zum Essen in ein Gourmetrestaurant ausgehe, passen Babygeschrei und Kinderlärm nicht zur Ambiance, für die der Gast ja nicht wenig bezahlt. Gäste, von denen erfahrungsgemäss zu erwarten ist, dass sie die Erbringung eines wesentlichen Elements der angebotenen Leistung vereiteln oder erheblich beeinträchtigen, dürfen abgewiesen werden, ja müssen abgewiesen werden zur Einhaltung des Leistungsversprechens an alle. Wer Kinder hat, muss sich entsprechend einrichten und einstellen.

  • Lupna sagt:

    tja, Geld rules the world… aber wie wär’s wenn man die DRINKS von der Nähe von Spielplätzen und Freizeitanlagen verbannen würde? Gibt es eigenltich solche Verbote auch in höchst kinderfreundlichen Ländern wie Thailand, Spanien oder Italien??? N

  • Bombe 20 sagt:

    „Würde man Menschen aufgrund ihrer Ethnie auf die gleiche Weise ausgrenzen, wäre das unbestritten rassistisch und somit gesetzeswidrig.“

    Wie ist das eigentlich bei Frauentaxis, Frauenbuchläden, Frauenbadetagen, Frauenabteilen, Frauencafés, Frauenbibliotheken, Frauenhotels, Frauenkneipen, …?

    Sind die dann entsprechend auch unbestritten s… nein, sowas kann man ja im Ernst nicht einmal denken.

    B20

  • Alex sagt:

    Kinder gehören erzogen, früh ins Bett und haben abends nichts in Restaurants zu suchen!

  • NiceMom sagt:

    Eine Randbemerkung zu den vielen Erziehungstipps hier: Heute versuchen die meisten Schweizer Eltern eben, ihre Kinder nicht nur zu rücksichtsvollen, sondern auch zu selbstbewussten Individuen heranzuziehen. Ohne Selbstvertrauen geht ein junger Mensch unter. Ja, in den guten alten Zeiten war (Kadaver-)Gehorsam wohl das wichtigste Erziehungsziel – aber zu welchem Preis? Temperamentvolle, schwierige Kinder wurden ganz einfach „gebrochen“. Heute erlebe ich eine smarte junge Generation mit unglaublich viel Potenzial.

  • Thomas Bollinger sagt:

    Wenn ich 2x im Jahr mit meiner Liebsten zusammen ein Wochenende frei von unseren 3 Töchtern habe, wünschen wir uns ein kinderfreies Hotel oder Restaurant. Leider gibt es das kaum. So einfach ist das und hat mit Kinderhassen nichts zu tun.

  • Pixel sagt:

    @sgt Klinger, heute 7:21 – so einfach ist das, genau!;)
    Ich hab schwarz-weiss gemalt, wie ganz viele hier auch. Schon richtig. Was ich tatsächlich sagen wollte: es scheint die Menschheit anscheinend sehr zu beschäftigen, wie man anhand der Vielzahl dieser Postings sieht. Denn endlich scheint mal eine Plattform gefunden zu sein, um den ganzen __angestauten___ Frust loszuwerden. Für mich WAR und IST das alles ehrlich gesagt tatsächlich mit einem lapidaren Kommentar an mein Gegenüber abgehakt. Sind das unsere einzigen Sorgen? Dann dürfen wir uns glücklich schätzen!!

  • Blanche Wu sagt:

    Da bezeichnen wir uns als aufgeklärt, nicht mehr im Mittelalter festsitzend, aber schränken uns immer mehr ein. Akzeptieren die Natur nicht mehr. Ein Baby stinkt, ein Baby schreit, ein Baby sabbert. Ich finde es auch eklig, aber so ist es halt und man kann es nicht ändern. Alle haben mal gesabbert! Das vergisst man oft. Und herumgeschrien haben auch mal alle, weil es so schön klingt für ein Kinderohr so ein Schrei. Das versteht man als Erwachsener natürlich nicht mehr. Aber auch mit Stock gegen Geländer schlagen war so schön! Nur schon das Geräusch. Auch wenn es alle genervt hat.

  • Dan sagt:

    Die Beschränkungen bestehen nicht nur für Kinder. No shoes, no shirt, no service ist weit verbreitet. Etablissements erst ab 18, oder in den USA 21, sind auch gang und gäbe. In guten Restaurants gibt es auch Kleidervorschriften (Kravatte, Jacket) oder Handyverbot. Wenn ich ein Restaurant mit Altersminimum sehe (je höher, desto besser, ab 16 wird’s halbwegs aushaltbar), ist das ein Pluspunkt. Bei „Familienrestaurants“ mach ich einen Bogen darum.
    Es gibt zig Einschränkungen überall. Dass Eltern nur die Kindervorschriften sehen, bezeugt nur deren Kurzsichtigkeit.

  • couteau sagt:

    Hunde müssen draussen bleiben.

  • Martin Cesna sagt:

    Am Schluss landet man halt wieder einmal in der IKEA. Dort sind Kinder sogar erwünscht!

  • Danielle sagt:

    Solange Eltern Perma-Ferien von der Kindererziehung machen, muss man sich nicht wundern, wenn sie als mit zig Rabatten ausgestatte, multipel platzbeanspruchende, lärmgenerierende Grosspackung mit ‚giftigen Blicken‘, Kinderwagenverboten etc. ‚traktiert‘ werden. Wie wär’s, liebe Elterngeneration von heute, wenn ihr wieder mal bei euch und eurem oft unzumutbar auffälligen Nachwuchs anfangen würdet und den Gofen wieder ein Quentchen Anstand und Benehmen im öffentlichen Raum beibringt?

  • Arnold Laine sagt:

    ich sass letzthin im Ruheabteil eines Zuges. Ganz bewusst, weil ich meine Ruhe wollte. An der nächsten Station stieg eine Mutter mit ihrem ca 2jährigen Knirps in ebendieses Ruheabteil. Und vorbei war es mit der Ruhe. Die Mutter palaverte dauernd mit dem kleinen, und dieser geusste und schrie bei jeder Gelegenheit. Eine halbe Stunde lang, bis zur Endstation. Ich habe nichts gegen Kinder, habe selber einen Sohn. Aber es sollte auch Orte geben, wo man nicht mit kleinen Schreihälsen und deren rücksichtslosen Eltern rechnen muss.

    • Sgt Klinger sagt:

      siehe Pixeltanz 20:32 oben – dann muss man es direkt sagen, der Mutter, oder? und zwar höflich. Wenn das nichts nützt kann mann immer noch barsch werden…

      • alien sagt:

        Genau. Das ist der Job von Arnold Schwarzenbbbbbbbbb Laine. Und wenn Du zu scheu bist, Dich selbst um die Sache zu kümmern, musst Du halt damit leben. Und nicht uns hier was vorklönen.

    • Valeria sagt:

      @ Arnold Laine:
      Und was, wenn die Frau nicht gesehen hat, dass es ein Ruheabteil ist? Ist mir, als Pendler notabene, auch schon passiert. Daher: Mund aufmachen oder in einen anderen Wagen wechseln.

  • Michi sagt:

    Es ist alles eine Frage der Erziehung. Ich kann mir gut vorstellen, dass in der USA viele Eltern nicht mehr in der Lage sind ihre Kinder richtig zu erziehen. Ihnen zu zeigen, was in der Öffentlichkeit angemessen ist und was nicht. Das wissen Kindern nicht von Anfang an. Darum ist es für mich nicht die Schuld der Geschäfte, Restaurants usw…, sondern eher die Schul der Eltern. Sie habe in der Erziehung versagt.

  • Pixeltanz sagt:

    Aaaargh! Kann man ev die Debatten auf das Alter der Kids einschränken?? Baby ist mit Verlaub Baby. Es schreit, weil es a) hunger hat, b) irgendwelche (vermutlich nicht lokalisierbaren) Schmerzen hat, c) es gerade müde ist und nicht in den Schlaf finden kann oder d) es sonst eine Baby Laune hat, die man leider nicht verstehen kann. Soll man sich jetzt als Mutter / Vater den ganzen lieben langen Tag wo einsperren, bloß weil man der „ach-so-empfindlichen“ Schweizer Bevölkerung negativ auffallen könnte? Oder sprechen wir von Kids im „erziehungsfähigen“ Alter, die Dummheiten in Restaurants oder Supermärkten oder gar anderen öffentlichen Plätzen veranstalten und ihre unfähigen Eltern sie nicht zurechtzuweisen wissen? Ich spreche jetzt eine typische schweizerische Mentalität an: die Unfähigkeit den Mund aufzumachen und sich zu beschweren. Stattdessen lieber hinterrücks im stillen Kämmerlein oder eben solchen Foren meckern. Da ist man anonym und sicher. Entschuldigung, wir die hier schreiben sind doch alle erwachsen, oder? Dann bitte: wenn mich ein Kind anpöbelt, dann pöble ich via Mutter / Vater zurück. Wenn es mich stört, dass die Rasselbande ständig um meinen Tisch herumwuselt, dann adressiere ich das entsprechend. An die Eltern. Nicht wieder hinterrücks an die Restaurantbesitzer. Mich ärgert das enorm, ständig dieses verdeckte Tuscheln und hintendurch Gemeckere! Hab ich ein Problem dann meld ich das. Ganz einfach. Im übrigen bin ich selbst Schweizerin und Mutter. Ach ja, ich meld mich auch, wenn ein ewig bellender, stinkender Hund mich nervt!

    • Arno sagt:

      Ich vinde in der CH wird sehr wohl , dass wegen jedem Sch…ss der Mund aufgemacht wird. Wenns einem gerade ärgert…hoppa maulen.

      • pixel sagt:

        da haben wir wohl eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung von dem was Mund aufmachen heisst. Oder aber, ganz unterschiedliche Erfahrungswerte. Meine, muss ich dazu sagen, decken sich allerdings mit ganz vielen anderen. Was ich oft erlebe, aber nicht unter „Mund aufmachen“ verstehe, sind irgendwelche fast schon lächerlichen Gesten, mit denen versucht wird, auf einen Missstand aufmerksam zu machen. Oder,- ganz beliebt! – Zettelchen: An der Waschmaschine, am Auto, unterm Fussteppich, im Briefkasten. Und immer anonym.

  • Brösmeli sagt:

    in der Mitte rein, das sei der Kinderwagen-Einstieg. Ist doch zum Davonlaufen, sowas.

  • Valeria sagt:

    Als ich mit meiner Tochter das erste Mal mit dem ÖV unterwegs war musste ich die ganze Zeit gucken, wo ich mit dem Kinderwagen am einfachsten hinkomme, das muss man halt ausprobieren, bin ja nicht vorher mit dem Metermass die Strecke abgefahren. Auf der Hinfahrt beim Rollstuhl-Eingang eingestiegen, war aber ziemlich voll und hatte keinen Platz, so dass ich den Leuten helfen musste, über den Wagen zu steigen. Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass die ganzen Sitze gegenüber zum Hochklappen gewesen wären… wäre auch nur einer aufgestanden, wäre das Problem gelöst gewesen. Aber so haben mich alle

    • Valeria sagt:

      …nur böse angeschaut und ich war am Verzweifeln. Im Tram (eins von den neuen) hat mich dann ein älterer Herr noch zusammengestaucht, weil ich mit dem Wagen ganz vorne eingestiegen bin anstatt in der Mitte, wo das Kinderwagen-Symbol war. Notabene, das Tram war leer und der Wagen hat überhaupt niemanden behindert. Ich hab das nicht gesehen. Hätte der Mann mir das einfach gezeigt, wäre ich sehr dankbar gewesen.

      Nach dieser Fahrt habe ich mich echt gefragt was mit den Leuten los ist.

      • Carolina sagt:

        Valeria, lassen Sie mich raten: Zürich?

      • Brösmeli sagt:

        Definitiv Zürich! Mein Erlebnis im Tram zum Zoo: Chrüzbiige mit 4 weiteren Kinderwagen dort in der Mitte, wo der niederflurige Einstieg ist (warum nimmt man ausgerechnet für in den Zoo kein Cobratram sondern eines mit superwenig Platz für Wagen??), da fängt sich eine weitere Mutter mit Wagen an reinzuquetschen. Ich natürlich mässig begeistert, da es wirklich keinen Platz mehr hat. Sie entschuldigt sich: Sie wollte eigentlich ganz hinten rein, wo es zwar eine Treppe hat, aber genügend Platz, doch die Person, die ihr hätte helfen können hat sich geweigert, mit der Begründung, sie müsse

      • Leni sagt:

        leider muss ich jeden Tag das 6er Tram vom Zoo nehmen (und nein, da kommen die Mamis nicht von der Arbeit sondern meist vom Zoo Besuch – nicht alle arbeiten im Zoo :-)) Wenn Frau nicht immer um 17.30 nach Hause müsste, wäre es für alle angenehmer. Ich kann ja noch über die Wagen steigen, aber nach x-tem Kinderwagen ist auch das breiteste Cobra voll!

      • Valeria sagt:

        Oh ja, aber sowas von Zürich… *lach*

      • alien sagt:

        Schweig, Leni, und steig.

  • Rose sagt:

    Ich wurde als Kind auch in „schöne“ Restaurants mitgenommen. Aber ich musste mich benehmen, da war nix mit herumrennen und schreien. Das durfte ich nachher auf dem Spielplatz. Die Erziehung macht’s; leider ist es wirklich so, dass sehr viele Eltern davon keine Ahnung haben. Und nicht jeder Erwachsene ist ein Kinderhasser, nur weil er an bestimmten Orten kein Geschrei mag!

    • Karl Winter sagt:

      Liebe Rose, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich bin auch kein Kinderhasser aber mich nerven die „Goofen“ wenn sie schreiend überall herumrennen. Uns wurde noch beigebracht wie wir uns in der Öffentlichkeit zu verhalten haben – nämlich anständig. Aber heute dürfen die Alles und das in jeder Tonlage, dann braucht es nicht viel um zum Kinderhasser zu werden. Schaut man auch nur schon ein bischen böse schon ist man nicht tolerant genug. Liebe Eltern arbeitet an der Erziehung, uns hat es auch nicht geschadet.

    • Manfred Stierli sagt:

      Nun da muss ich Ihnen aber widersprechen. Die Eltern haben schon eine Ahnung von Erziehung, die da lautet, mein Kind darf alles zu jederzeit und überall. Und weshalb ist das so? Diese Eltern wuchsen selber so auf und haben nie gelernt, dass da noch andere Menschen sind, auf die man Rücksicht nehmen sollte und weil das so ist, muss man immer mehr verbieten. Ja, die Freiheit ist manchmal teuer…

  • Andrea Äberle sagt:

    Ich finde es eine gute Idee

  • Sugus sagt:

    Jetzt wo mein Sohn (6) gerade eine Vintage-Designer-Lampe (57) aus versehen mit einem ihm temporär als Hellebarde dienenden Besenstil von der Decke meines Arbeitszimmers gefetzt hat, schwant mir, dass dieses «No Kids Allowed» Gedöns einen Haftpflichthintergrund haben könnte. Kinder vernichten ab und zu mal Eigentum. Nun schmolle ich in einem Scherbenhaufen und schreibe zu meiner Entspannung diesen Kommentar. Ausser einer elterlichen Schimpftirade, in deren Verlauf er so geguckt hat wie der Gestiefelte Kater in Shrek, ist dem Kleinen zum Glück nichts passiert. So. Jetzt muss ich aber aufräumen.

  • Karla sagt:

    Na bravo…… Und dann gibt’s später mal Schilder und andere Einschränkungen „No Ex-Dinks allowed“….. ? Sonderzonen für alle altgewordenen DINKS, damit dann die heutigen Kids mit ihnen nichts zu tun haben müssen – ganz bestimmt auch irgends mal einen nachbarschaftlichen Dienst erbringen (weil keine eigenen Nachkommen da sind)? Bravo.

  • reiff heidi sagt:

    Als ich Kind war und auf dem Bruderholz wohnte besuchten wir ab und zu abends ein Restaurant, dort wurde Zigeunermusik gespielt mit Geigen, da schwebte ich auf Wolke 7, es waren Männer, die mit HERZBLUT Geige spielten. Kinder mögen Musik. die idealisierte Tiger Mom oder Mum, die benutzt ihre Kinder, nur um Ihren Status zu sichern, das war ja auch einmal ein Thema im Mamablog

    • Gabi sagt:

      Das ungarische Resti? Da unten am Hang; grad noch in Binningen? Im Ernst?

    • Laellyking sagt:

      … und vergesst bloss nicht den wuscheligen Hirtenhund, der auch immer im Restaurant „Hungaria“ zugegen war ! Na, ja – ist auch erst 30 Jahre her…

  • reiff heidi sagt:

    Die schönsten Erlebnisse waren für mich meine Ferien früher mit campen in Europa am Meer, Spanien, Italien, in einem Felsenriff das plätschern vom Meer zu geniessen, Ebbe und Flut. Kinder mögen Sand, einfach eine Erfahrung, Leben ist einfach Entwicklung, als hilfloses Baby brauchte ich einfach eine Mutterbrust oder einen Schoppen.

    • alien sagt:

      Ich fasse zusammen, für Dich war der Himmel, wenn Du in einem Zigeunerrestaurant mit Sand vermischte Muttermilch schlürfen durftest. Beh, gusti son gusti.

  • Katharina sagt:

    ….und wenn die Spaghetti und die Cola an der Wand kleben und das ganze mit Kandinsky signiert ist, dann ist es ein Gesamtkunstwerk. Ohne Signatur ein Haftpflichtfall.

    Das Nobelrestaurant muss also nur Herrn Kandinsky als Chef de Service engagieren, Problem gelöst und erst noch umsatzsteigernd.

  • reiff heidi sagt:

    latz ergattern, ich hab als Kind gelernt im Trämli Platz zu machen für ältere Menschen. Anbieten nicht Anbiedern ist hoffentlich noch erlaubt. Ich bin keine Moraltante, dieser Amerikakitsch „Sex and the City“ NEIN DANKE. Noblesse oblige ist einfach nicht mein Ding.

  • Werner Huwiler sagt:

    Eine gute Sache, das sollte man mit Nichtrauchern auch machen. Das Rauchverbot ändern: Rauchen ist in Zonen, die als Nichtraucherfreie Zonen deklariert sind erlaubt.

  • reiff heidi sagt:

    Ich benutze die OEV in Basel, oft wird mir ein Sitzplatz angeboten von jungen od. teilweise auch alten Menschen. Ich habe einen guten Draht zu Kindern. Viele Kinder sind auch selbständig, gehen auch mit Kamerädli einkaufen. Wer bestimmt eigentlich was Sache ist auf diesem Erdball, nach wie vor die PECHSCHWARZE PAEDAGOGIG ? Ein kleines Mädchen oder ein kleiner Bub würde ich nie an eine Sexmesse mitnehmen, ich selbst war noch nie auf einer, diese Beate Use hat wirklich nicht alle Tasssen im Schrank. Da wird oft gemotzt in der OEV über diese sog. Goofen, die sich gleich nach einstieg ein Fensterp

  • sepp z. sagt:

    „Wieso also soll man eine Menschengruppe alleine aufgrund ihres Alters derart diskriminieren dürfen? “
    Naja, in gewisse Clubs in der Schweiz dürfen auch keine U18 jährigen.
    Wenn das keine Diskriminierung ist.

    • Gabi sagt:

      Ja: Man sollte die Schuldigen für diese Diskriminierung unbedingt zur Rechenschaft ziehen!
      – Also deren missratene Eltern.

  • Susi Sommer sagt:

    Das Problem sind ja nicht die Kinder, sondern die Eltern. Würden Eltern zu Ihren Kindern schauen und sie den Umständen angemessen erziehen, resp. ermahnen, wäre das kein so grosses Problem. Aber wenn ich sowas sehe wie am vergangenen Freitag am Autosalon in Genf, wo Eltern ihre Kinder im Kindergartenalter (warum zum Geier nimmt man so ein kleines Kind mit an den Autosalon??) ungehemmt Autos im Wert von über 100’000.– Franken von aussen am Lack rumtatschen und mit Schuhen drin rumklettern lassen, kriege ich die Krise! Ich plädiere jedenfalls für „No children allowed“ am nächsten Autosalon!!

  • Markus Seiler sagt:

    Finde ich richtig und sollte auch bei uns eingeführt werden; nicht zuletzt auch, damit sich Menschen mit besonderen sexuellen Bedürfnissen nicht immer durch Kinder bedroht und angemacht fühlen.

  • Zazaczou sagt:

    Danke ramona. Ein Kind kann und muss man nicht zu 100% im Griff haben, auch wenn es die Gesellschaft von einem fordert. Bin einverstanden damit, dass die Kinder nicht immer und überall dabei sein sollen. Sind ja schliesslich auch kein Accesoire. Doch isst man in einem Restaurant zu Mittag, muss sich die Dame, die sich neben die Kinderspielzeuge gesetzt hat nicht wundern, wenn hi und da ein Kind vorbeikommt, um sich was zum Spielen zu holen. Ausserdem gibts sowieso wenig Restaurants in Zürich, wo man mit Kindern hinkann. Freue mich auf erwähntes beim Rigiblick. Thema Öv: auch eine Mutter ist abends müde und mag mit den Kindern nicht mehr laufen. Hat schliesslich auch einen Arbeitstag (ohne Bezahlung) hinter sich… Büro: 8-17 und Pause . Mutter: 7-8 durchgehend. Das vergessen die lieben Mitmenschen oft. Also bitte, leben und leben lassen.

  • Peter Steiner sagt:

    Grundsätzlich sind wir kinderfreundlich eingestellt (wir hatten selber welche) und haben einen Vorrat an Spielzeug. Trotzdem werden wir künftig auf Besuch mit Kindern verzichten, der aufgelaufene Schaden wird uns zu gross. Aus unterschiedlichen Besuchen: Ein kaputter Stuhl, ein mittelgrosser Hick im Glastisch, ein Flecken am Boden. Ist das eigentlich normal heute?

    • Ups sagt:

      Sie könnten ja die Eltern bitten, den Schaden zu bezahlen. Ich mindestens habe aus allerlei Gründen eine Haftplichtversicherung, u.a. auch, damit Schäden, die meine Tochter anrichten könnte eines Tages, von uns bezahlt werden! Ich will nämlich bei Freunden wieder vorbei gehen dürfen..

    • plop sagt:

      Herr Steiner, haben Ihre Kinder damals wirklich nichts kapputtgemacht? I
      Und ehrlich gesagt: ich bin eigentlich ganz froh, werden die Kinder heute nicht mehr mit solchen Zwängen erzogen wie anno dazumal! Was nun nicht heisst, dass ich laissez-faire ganz gutheisse, aber sind wir soch froh, züchten wir nicht mehr so gehorsame, autoritätsgläubige menschen heran!

      • Peter Steiner sagt:

        Plop: Doch, natürlich haben unsere auch Sachen kaputtgemacht. Aber sicher nicht auf Besuch. Und falls (ich kann mich nicht erinnern), gab’s ziemlich Schimpfis. Mit Autoritätsgläubigkeit hat der Respekt vor dem Gegenüber nicht viel zu tun, denke ich. Oder mit Stillsitzen-Können. Das sind elementare, menschliche Fähigkeiten, die es irgendwann zu erlernen gilt.

      • Gabi sagt:

        Stimme Herrn Steiner voll zu.

    • Stefan Grimm sagt:

      Das dürfte eigentlich kein Problem sein: Wenn’s sich um ein sehr wertvolles Möbelstück handelt, werden Sie’s ja wohl reparieren lassen können. Diese Kosten wird der Haftpflichtversicherer der Eltern übernehmen müssen (natürlich abzüglich eines Selbstbehalts von i.d.R. 200.–). Falls die Eltern der Kinder nicht von sich aus den Vorschlag machen, müsste man halt den Skrupel überwinden, ein bisschen ‚Füdle‘ zeigen und den Eltern die Rechnung für den Glastisch / Teppichreinigung übergeben. Eigentlich sollte eine Haftpflichtdeckung eh vorgeschrieben sein. Die meisten haben Kind, Hund oder Velo…

  • claudia sagt:

    ich bin letzte Woche einige Male tagsüber Zug gefahren. Hatte in jedem Zug ein schreiendes Kind neben mir. Die Eltern seelenruhig daneben. Da stellt sich mir die Frage, warum diese Eltern nicht ein Buch mitnehmen oder etwas um ihr Kind zu beschäftigen. Das machen wir Erwachsenen auch im Zug. Man braucht ja nicht viel!!
    Ich hab mich dann gefragt, welchen Eindruck das macht, wenn ich aufstehe und mir einen anderen Platz suche?

  • Christoph sagt:

    Alle DINKS haben einen Vorteil, sie werden noch in dieser Generation aussterben :-).

  • plop sagt:

    Ich geb nun meinen Senf auch noch dazu:
    Nein, Kinder müssen nicht überall dabeisein. Aber: ich will nicht, nur weil ich Kinder habe, nur noch im Migros/Coop-resto Kaffee saufen. Und klar, Kinder und deren Geschrei/Sauerei auf den Tischen/Rumgerenne kann nerven, aber so richtig störend sind Erwachsene, wenn sie sich nicht „der Norm“ nach verhalten! Und die werden ja dann auch ab und an mal rausgeschmissen, oder im Tram bös angeguckt, von dem her, schlussendlich – pffffffffff

  • Gina sagt:

    Heutzutage fällt es einem direkt auf, wenn einem eine Familie mit “gut“ erzogenen Kindern begegnet.

    • Auguste sagt:

      hmm…, die welt ist halt kein débutantinnen-ball.

      • Bitta sagt:

        Hat mal einer gesagt: hier kommt einfach erschwerend hinzu, dass schwachköpfige trolle für ihren seltsamen und saudummen geltungsdrang ideale verhältnisse antreffen. das ist bedauerlich.

  • Ramona sagt:

    Als ich im Kindergartenalter war durfte ich mit meiner Familie das 1. mal Übersee fliegen. Als wir nach dem 9 Stundenflug gelandet sind, hat mir der Mann welcher vor mir sass 5 Franken geschenkt und sich bedankt das ich so ein braves Kind war. Als er mich nähmlich beim Abflug sah, hat er mit einem höllischen Flug gerechntet. Aber meine Mutter hat dafür gesorgt, dass ich bequemsitzen konnte und nicht herum turnen musste. Ausserdem hat Sie mich mit zeichnen, puzzlen und leise Geschichten erzählen unterhalten so das ich mich rund um wohl fühlte. DIese Aufmersamkeit feht heute bei vielen Eltern

    • marie sagt:

      als ich das letzte mal von london nach genf flog, setzte sich auch eine mutter mit kind neben mich. ich habe in dem moment leer geschluckt, weil ich fliegen hasse und dann noch kind, quängelnd… hm. wurde eines besseren belehrt. das kind war in jeder hinsicht putzig, unterhaltsam, liebenswert, verspielt, die mutter hat sich sehr aufmerksam um das kind gekümmert). mit anderen worten, das kind hat mir meine flugangst genommen, weil es mich unterhaltend davon ablenkte. (ich hätte das kind am liebsten mit nach hause genommen 😀 )

      • E.H.Roth sagt:

        .. und jetzt willst Du auch ein Kleines haben? Es ist aber wie mit dem Büsi oder Hund! Sie werden alle gross und dann ist es mit dem Herzig fertig marie. Wie Auguste bereits schon schrieb, spätestens dann, wenn sie dir das wollen einer 400.- Miss-Sixty Jeans an den Latz werfen und nicht zu vergessen, der Wunschzettel von überlebenswichtigen (immer kurz vor dem Sterben) Utensilien von denen du meist noch nie gehört hast ändert im Wochen Rhythmus.

      • marie sagt:

        hr roth verfallsdatum überschritten 😆 aber ich mag kinder, ich finde sie spannend, auch wenn sie manchmal nerven, das gehört dazu. wir nerven übrigens auch manchmal, sie nicht? 😉

      • max sagt:

        Das letzte mal, als max „Verfalldatum“ schrieb, bekam er aufs Dach. Das war vor zwei Jahren. So ändern sich die Zeiten.

        Obviously, max is shelving out.

      • marie sagt:

        tja bin büezermiliö. und entsprechend mein jargon, solange ich nicht mit fäkalsprache um mich werfe, kann ich das gut auf mich nehmen, diesen ausdruck. also cool down.

  • Pascale sagt:

    Nur weil sich jetzt jemand Ferien ohne Kindergeschrei gönnen möchte, ist dieser jemand noch lange kein Kinderhasser, liebe Autorin! Ich habe keine Kinder, will keine und bin froh, wenn sie mich nicht stören. Trotzdem bin ich weit davon entfernt, eine Kinderhasserin zu sein! Frechheit!

  • Mike Keller sagt:

    Ich lebe in den USA und habe sowas noch nie gesehen und mit meinen Kindern auch nicht erlebt. Im Gegenteil, viele Leute hier erfreuen sich ab unseren kleinen Kindern. Ich suche natürlich auch nicht geade ein Luxusrestaurant auf oder fliege auch nicht First-Class, denn das Angebot für Familien und Kindern ist enorm und erschwinglich – vielfach grösser als in der Schweiz. Da ist oder wäre es auch kein Problem mit solchen Verboten zu leben.

    • Felix Schröter sagt:

      Naja bei der Esskultur aus den USA muss man sich überhaupt nicht wundern wenn man ständig von irgendwelchem Kindsgeschrei gestört wird. Diese Kneipen sind in USA leider in der überzahl. Gutes Essen zu schätzen sieht und lernt ein Kind dort ganz und gar nicht, im Gegenteil. Der Essraum verkommt zum Spielplatz und dies ist für die Wertschätzung des Essens denkbar schlecht für die Kinder.
      Ich ging früher oft in bessere Restaurants, die Kinder wussten das dort gegessen wird und nicht herumgeblödelt. Aber einige Eltern scheinen es einfach nicht zu kapieren dass es noch andere Gäste gibt.

      • Mike Keller sagt:

        Schon erstaunlich, wie man von einer „Esskultur USA“ sprechen kann. Das Land ist so vielseitig, dass man wirklich alles findet – vom grässlichsten bis zum besten. Kommt in etwa gleich, wie wenn man Land und Leute von Albanien mit der Schweiz gleichsetzt. Und im übrigen gehe ich mit meiner Familie oft in ein Familienrestaurant, welches Organic Food frisch zubereitet auftischt. Wir leben hier an der Ostküste definitiv gesünder mit weniger Abgas und Gestank als z.B. früher im Raum Zürich, wo man gleich noch ein paar Kilometer daneben Kerosin inhalieren darf. Soviel zu den Verallgemeinerungen.

    • Miller Martin sagt:

      In den Staaten ist eben alles viel besser, I know.

    • Katharina sagt:

      Das beste Italienische Restaurant, das ich je besuchte, steht nicht in Italien, sondern in Morristown in New Jersey. Gefüllt mit Armani Suits und Versace Cocktail Kleidchen. Essen sagenhaft. Italienisch eben. die beste Küche der Welt (ausser Kalifornische Fusion natürlich 😉 )

      • Gabi sagt:

        Meine beste Schwarzwälder Torte in einem Arabischen Restaurant in London.

        Na und?

      • Miller Martin sagt:

        Und das beste Cascade gibt’s im Batman Fawkner Inn in Launceston. Schon probiert?

      • alien sagt:

        Oh Gott, das beste Italienische Restaurant war bei mir vielleicht das Boccon Divino in Mailand. Oder Il Torchietto ebenda. Chi lo sa.

        Das beste Tiramisu gab es einmal sicher in letzterem Lokal.

      • Katharina sagt:

        ging um das Klischee „Naja bei der Esskultur aus den USA “ .

      • Franz Oettli sagt:

        Und den besten Apfelstrudel gibt’s in Lü, im Hirschen.

      • alien sagt:

        In Boulder ass ich eine sehr passable Pizza.

      • Hansueli sagt:

        Und nicht verpassen: Den besten Borschtsch bekommt man bei Wladimir in Wien.

      • marie sagt:

        und die beste berner rösti (unschlagbar) bei meiner mutter in neapel 😛

      • Katharina sagt:

        und die besten Tamales gibt es bei meiner Partnerin Mama im San Fernando Valley. Handgemacht. Wer sich mit Tamales auskennt, weiss dass das eine grosse Arbeit ist, aber sehr lecker.

      • marie sagt:

        …geht nichts über mama küche und hausgemachtes. da ist immer so viel liebe und zeit drin. tut der seele und dem herz gut.
        tamales klingt schön.

      • marcus sagt:

        habe mir soeben ein „sprint“ genehmigt, wollt ihr auch eines?

  • marie sagt:

    kann das sein, dass man aus diesem thema aus einer mücke einen elefanten macht? sich vllt das nächste mal einfach überlegen, ob es den kindern auch spass macht irgendwohin zu gehen und ob es sinn macht, in einen 15sterneschuppen escargots mit kleinen kindern essen zu gehen (die ohnehin mehr freude an pommes haben) oder den säugling in eine vorführung von fitzcarraldo mitzunehmen. that’s it.

  • Liebe Kinder sagt:

    Wenn man die Kinder zum Teil anschaut wie sie im ganzen Restaurant herumspringen mit den Schuhen auf die Stühle steigen und überhaupt keine Erziehung haben wundert mich nichts mehr. Füher gab es das auch gar nicht.Es wäre an der Zeit wenn die Kinder (genauer gesagt die Eltern ) anstand lernen.

    • Valeria sagt:

      „Füher gab es das auch gar nicht.“

      Hahaha… *röchel* *prust*… ich kann grad nicht mehr aufhören zu lachen. 🙂 Würde mich echt mal interessieren, wann dieses berühmt-berüchtigte FRÜHER war… By the way: Ich hab das (wie viele andere Kinder meiner Generation und der davor und der davor) auch nicht gemacht im Restaurant, genau so wie wir nicht alle wegen Alcopops in den Drogensumpf gerutscht oder durch Tamagotchi verblödet sind…

      • alien sagt:

        Früher gab’s noch Eltern, die ihre Kinder anständig zusammengeschissen haben, wenn sie sich daneben benahmen jawoll.

    • max sagt:

      Wir schätzen: Valeria 22-jährig, noch pubertierend. alien 32-jährig kiffend noch immer pubertierend.

  • Fredli sagt:

    Es ist unglaublich. Wir brauchen Ruhe im Tram, Ruhe im Restaurant, Ruhe Zuhause, Ruhe im Auto, Ruhe im Büro und Ruhe auf der Strasse. In den Ferien brauchen wir auch Ruhe. Wieviel Ruhe brauchen wir eigentlich? Die meisten Menschen vereinsamen in unseren Städten vor lauter Ruhe…

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist doch mal ein kluges Wort. Kinder können nur stören, wenn es jemand gibt, der sich durch sie stören lässt. Vermutlich sind die Kinder so, wie sie immer waren, nur die Erwachsenen sind anders geworden. Die brauchen zuviel Ruhe, zuviel Harmonie, zuviel Sicherheit. In Berliner Zeitungen liest man vermehrt von Pöbelrentnern, die mal so versehentlich einen Kinderwagen anrempeln. Es sollte doch klar sein, dass Kinderfeindlichkeit in dem Masse zunimmt, als Kinderlose in die Jahre kommen.

      • Miller Martin sagt:

        Hallo? Hier geht’s nur um einigermassen zu Anstand un Respekt erzogene Kinder, wenn sie sich unter Erwachsenen sind. Ist unter normalen Umständen kein Problem. Könnte man meinen. Bitte etwas mehr Selbstkritik, liebe Eltern.

      • Carolina sagt:

        Guter Ausdruck: Pöbelrentner. Vermehrt auch hier anzutreffen. Ganz erstaunlich, wieviele Menschen unter Gedächtnisverlust leiden (schon mit Mitte 50 scheint das anzufangen), sobald die Kinder das Haus verlassen haben. Plötzlich mutieren sie zu Regenschirm-schwingenden, ewig nölenden, sich ständig beschwerdenden, lärmempfindlichen (vor allem Kinderlärm, Verkehrs- und Fluglärm scheint ok zu sein) und grantigen, eben, Pöbelrentnern. Und immer dieser idiotische Satz: früher war alles besser. Nein, war es nicht – siehe Valerias Post unten.

  • brigitte sagt:

    Es ist traurig. wir waren doch alle mal kinder. wir sind froh, dass es sie gibt, denn sie sind unsere zukunft. aber es widerspiegelt die heutige gesellschaft. jeder für sich und da gehören kinder die manchmal schreien, weinen, trotzig sind nicht dazu.
    dann kommen die alten menschen, die dicken menschen, menschen mit behinderungen.
    heute darf nur noch der erfolgreiche, schöne, schlanke, junge mensch existieren.

    • fred waelchli sagt:

      bin absolut einig mit deinem kommentar brigitte! Wir sind vor fast 20 jahren mit unseren 5 kindern nach kanada ausgewandert und einem „brat ban“ haben wir uns hier noch nie ausgesetzt gesehen. ich glaube auch, dass die kinderfeindlichkeit damit zu tun hat, dass viele (bewustt-) „kinderlose“ sich selbst zum mittlepunkt ihres daseins gemacht haben.

    • Miller Martin sagt:

      Es darf jeder existieren, keine Angst. Solange er Rücksicht auf andere nimmt und keinem auf den Keks geht. Ist das so schwer zu begreifen?

  • Widerspenstige sagt:

    Huch, jetzt ist die Zeit gekommen, um Eltern-Sein-Ausweise zu verteilen. Nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung…doch doch.

    • Max Schmitt sagt:

      Wieso eigentlich nicht? Wenn ich einen Hund will, muss ich heutzutage ja auch einen Kurs besuchen und eine Prüfung ablegen, damit sichergestellt wird, dass ich das Tier artgerecht halte. Und wer prüft, ob Kinder artgerecht gehalten werden? Die unerzogenen Blagen werden später unter der fehlende Erziehung entweder furchtbar leiden, oder sie werden Bankster.

      • Margot sagt:

        Habe ich mir schon oft gedacht. Eltern werden ist nicht schwer aber Eltern sein dagegen sehr… Oftmals, nicht immer, bekommen die Dümmsten / Ungebildeten die meisten Kinder. Ich habe selber zwei Kinder und kann trotzdem oder deswegen gut verstehen das Kinder nicht an allen Orten erwünscht sind. Dafür gibt es andere die ganz gezielt auf Familien sich einrichten und z.B. Spielplätze anbieten.

    • Widerspenstige sagt:

      Eben. Ich finde das gar nicht so abwegig und wer einen solchen Ausweis vorweisen kann, darf mit Kindern eintreten. Die Anderen müssen Draussen bleiben…wäre doch eine faire Sache oder? 🙄

      • albertino sagt:

        Nein, wäre es nicht, denn es ist wirklich total abwegig. Ihnen ist schon klar, dass es dann ein „Bundesamt für Kindererziehung“ braucht, das mit den entsprechenden, neu zu gründenden Kantonalen Ämtern die Durchführungsreglemente und Lehrbücher ausarbeitet, Elterntests durchführt und Kinderscheine aussstellt?

    • adlerauge sagt:

      das problem ist, wenn ich mal die analogie zum führerschein machen darf, dass schlussendlich dann doch jeder depp so einen kriegt.

  • sandra sagt:

    Was bitte hat ein Kleinkind in einem Edelrestaurant zu suchen??? Da frage ich mich schon, was sich Eltern eigentlich überlegen. Ich will beim 5-Stern Menu nicht einem schreienden Balg zuhören müssen. Es gibt gewiss genug Restaurants, wo sich Mütter/Väter mit kleinen Kindern aufhalten können. Die selben, die dann genau zur Stosszeit mit ihrem Kinderwagen die ÖV zustellen…was der Grund dafür ist, hätte ich auch gern mal erklärt! Kinder aus Supermärkten zu verbannen, finde ich allerdings etwas übertrieben. Einkaufen muss man nun mal auch mit Kind!

    • Max Schmitt sagt:

      @Sandra. Klar wäre ein Kinderverbot in einem Supermarkt nicht übertrieben, sonder komplett daneben. Aber woher kommen die Extreme? Am ehesten daher, dass gefühlt, der gesunde Menschenverstand und eine minimale Rücksichtnahme auf andere immer weiter abnehmen. Eine, auch gefühlt, immer grösser werdende Minderheit, benimmt sich immer und überall so, als wäre sie allein auf diesem Planeten und wehe, irgend jemand erdreistet sich, dem in welcher Form auch immer, Grenzen setzen zu wollen. Da ist man sofort von A*** über Hasser bis zu Nazi so ziemlich alles. Das betrifft im übrigen nicht nur Eltern.

      • sandra sagt:

        Absolut einverstanden. Rücksichtslose Eltern (die Kinder sind ja eigentlich nicht nur ein Symptom) gibt es genau so wie rücksichtslose Nicht-Eltern. Wie immer: gesunder Menschenverstand und ein vermehrtes Miteinander wären schön. Romantische Verklärung…

    • @Sandra: „Die selben, die dann genau zur Stosszeit mit ihrem Kinderwagen die ÖV zustellen…was der Grund dafür ist, hätte ich auch gern mal erklärt!“
      Ganz einfach: Eventuell kommen diese Mütter/Vatern mit den ach so störenden Kinderwägen auch gerade von ihrem 10-Stunden Verkäufer Job (+ Umweg die Kinder bei der Grossmutter/Krippe zu holen)? Nicht alle Eltern haben Zeit, um 10h30 morgens den ÖV zu benutzen (oder sonst ausserhalb der Stosszeit).

      • Miller Martin sagt:

        Oder kommen im 10er vom Zoo her. Eine andere Möglichkeit haben sie nicht.

    • Karola Kinkerlich sagt:

      was mich an ihrem kommentar grad extrem hässig macht, ist die einerseits die bezeichnung „balg“ – sie waren auch mal einer und andererseits das „nicht über die eigene nase hinausstudieren können“. ich gehöre auch zu den müttern, die ihr kind nach einem 9-std. arbeitstag aus der kita holen und dann ins öv steigen. was ich da tagtäglich an sog. erwachsenen leuten ohne anstand und hirn antreffe, übertrifft alles. ich wünsche ihnen von ganzem herzen, dass sie sich auch mal mit einem nicht ganz pflegeleichten balg haben. oder wohl besser nicht, armes kind!

    • mira sagt:

      Ich war auch so eine: hab mit meinem Kinderwagen zur Stosszeit den Bus versperrt. Warum? Weil ich auch zur Arbeit fuhr, so wie alle anderen Füdli-Bürger auch. Glücklicherweise habe ich zu 99% freundliche Bus-Insassen erlebt, die sich am der Kleinen erfreuten oder sonst einfach neutral wegschauten.

    • max sagt:

      @Sandra

      Fahren Sie Velo. Sie haben es einfacher als Mütter mit Bébé. Denen können Sie das Tram gönnen!

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      @Sandra: kinderlos? Die vielen kinderfeindlichen Kommentare hier drin sind traurig und beschämend! Es sind übrigens Kinder, keine Bälger oder Gofen! Soviel zum Thema Anstand und Respekt… Einige möchten uns Eltern und Kindern am liebsten ganz aus dem öffentlichen Leben verbannen. Doch auch wir haben eine Existenzberechtigung und Anrecht dann einzukaufen, auswärts zu essen und den ÖV zu benutzen, wenns uns und nicht den anderen passt, auch zu Stosszeiten, wenns sein muss!

      • sandra sagt:

        @Andrea: ja, kinderlos und zwar unfreiwillig! Ich will mitnichten Kinder ganz aus dem öffentlichen Leben verbannen (habe ich auch in keinem meiner Kommentare gesagt – freie Interpretation?). Existenzberechtigung ja, nur für ein möglichst angenehmes Miteinander müssen ALLE mithelfen, auch Eltern mit kleinen Kindern. Eltern mit Kindern haben ein Recht ÖV und Restaurants zu besuchen, etwas Vernunft und Rücksicht wird aber auch von ihnen verlangt. Mutter mit 3 Kindern um 17.30 im Bus und alle reden über ihren schönen Nachmittag am See…kann man auch anders planen! Vielleicht nur schwarze Schafe..

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Kein Mami mit Kind zwängt sich freiwillig, zur puren Freude und Provokation zu Stosszeiten in einen überfüllten ÖV. Auch wir und unsere Kinder fühlen uns in einem halbleeren Tram wohler. Doch manchmal gehts nicht anders. Zudem gibt es Mütter, die Teilzeit auswärts arbeiten und morgens zuerst ihre Kinder zur Kita/Tamu bringen und abends dort abholen und eventuell noch einkaufen müssen. Dies als kleiner Denkanstos! Zudem richte ich mein Alltags-/Freizeitsprogramm mit den Kindern nicht nach dem Stossverkehr, denn sonst käme ich nämlich wortwörtlich nirgends hin. Bitte etwas mehr Toleranz, merci!

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      @Sandra: Dass sie unfreiwillig kinderlos sind, tut mir leid! Das mit dem „aus dem öffentlichen Leben verbannen“ ist nicht in 1. Linie an Sie gerichtet, sondern v.a an die vielen Nörgler hier. Wegen ÖV: sorry, auch wir haben das Recht das schöne Wetter DRAUSSEN zu geniessen und den ÖV zu benützen, auch um 17.30 – egal ob wir „nur“ am See oder bei der Arbeit waren! Ich schrieb ja schon, dass es gegenseitige Toleranz und Rücksichtnahme braucht. Es ist eben ein Geben und ein Nehmen, es sollte bloss ausgeglichen sein und das Geben nicht nur von den Müttern kommen… PS Kinder sind keine Gofen/Bälger!

  • Erika B. sagt:

    Ich finde, wenn nötig muss man sich zur Wehr setzen gegen Kinder oder ihre Eltern: wenn sie quäken im Sinfoniekonzert (kürzlich passiert, die Dirigentin unterbrach deswegen ihr Dirigat) oder wenn rasende Kinderwagen-Mütter zur gefährlichen Flucht auf die Strasse zwingen. Aber im Allgemeinen finde ich Kinder belebend, auch in Cafés oder Bars oder an Flussstränden und verstehe solche Verbote nicht.

  • Der Beobachter hat unlängst das Thema „Kinder als Störfaktor“ anlässlich eines Roundtables u.a. mit Silvia Blocher aufgenommen: http://www.dieangelones.ch/wp-content/uploads/25_2011_Da-habe-ich-lieber-wilde-Kinder-11.pdf

  • Kurt sagt:

    Was bringt denn der Vergleich zwischen einem pöbelnden 43-Jährigen und schreienden Kindern? Dass ein 43-Jähriger pöbelt ist hochgradig daneben, dass ein Kind hingegen auch mal laut ist, wohl ziemlich normal. Trotzdem ist, seien wir ehrlich, Kindergeschrei nichts Angenehmes. An gewissen Orten finde ich als Familienvater ein Kinderverbot durchaus angemessen.

  • Francesca sagt:

    Eltern mit Kindern können einen schon total auf den Geist gehen. Kürzlich musste ich, nach anstrengedem Arbeittag, im Zug nach Hause eine geschlagene Stunde lang Märli mit anhören, die eine Mutter mit penetranter Stimme im proppenvollen Zug ihren drei Goofen vortrug. Hätte der Gift geben können. Es sind nicht die Kinder, sondern die Eltern, die meinen, von allen für ihren Nachwuchs Beifall erheischen zu müssen – „isches nid härzig??“. Wie die Hundebesitzer…

    • Sportpapi sagt:

      Geschichten erzählen ist auch nicht ok? Ich denke, da gibt es Schlimmeres. Und für Ruhebedürftige die aussterbenden Ruheabteile oder einen Kopfhörer.

      • Dani S. sagt:

        Ich bin auch tolerant, wenn Sie im proppenvollen Zug mit penetranter Stimme ihren Freundinnen am Handy die intimsten Details ausbreiten… Darf ich jetzt handyfreie Zonen in der Öffentlichkeit fordern? Wie wär’s mit ein bisschen gesundem Menschenverstand und Toleranz? Jeder macht in seinem Leben ab und zu etwas was andere stört…

    • xyxyxy sagt:

      das hört sich ziemlich bünzlig an Francesca – gibt es nicht die Ruheabteile im Zug? das wär was für sie.
      Die Frau erzählt Märli, damit die Kinder ruhig sind, nicht herumrennen oder streiten – ist ihnen auch nicht recht.
      Jugendliche erzählen oft einen Nonsense eine Stunde lang, andere Telefonieren. Wenn mich das stört: Ruheabteil oder Kopfhörer auf, aber erwarten dass alle still sind, weil es mich stört…..

      • E.H.Roth sagt:

        xy, was Sie sind nicht begeistert über die geistreichen Unterhaltungen unserer Jungend ?

    • mira sagt:

      Wahrscheinlich war das die einzige Methode, die Kinder noch ruhig zu behalten. Hätte sie kein Märli erzählt, so hätten die Kinder gequengelt und geweint. Und ihre Nerven wären noch strapazierter gewesen. Also: dankbar sein! Abgesehen davon: Nur weil man von der Arbeit müde ist, gibt einem das nicht das Recht, eine ruhige Umgebung zu haben. Sonst müssen sie halt mit dem Auto gehen oder 1. Klasse im Ruheabteil fahren!

    • max sagt:

      @Francesca
      Ich fahre Auto. Also keine Probleme im Zug.

  • Florian Jauslin sagt:

    Ich habe nichts gegen Kinder, ehrlich nicht. Aber letztens wollte ich ins Museum um eine Ausstellung zu besichtigen. Da diese im Naturhistorischen Museum war, stellte ich mich auch darauf ein, dass es dort auch Kinder gibt, finde ich auch schön, dass die Eltern mit ihrem Nachwuchs ins Museum gehen, als ich dann aber in der Eingangshalle war und schon dort das Kindergekreische hörte, machte ich auf dem Absatz kehrt und ging. Kinder in Museen sind schön und gut, aber es wäre aus Rücksicht auf die anderen Museumsbesucher schön, wenn die Eltern für ein klein wenig mehr Ruhe sorgen könnten.

    • Dani S. sagt:

      Ich sorge ständig für mehr Ruhe bei meinen Kindern. Und Gott sei dank klappt das meistens auch gut. Wenn nicht, ziehe ich die Konsequenzen und verdufte. Was mich jedoch etwas irritiert, ist die Intoleranz gegenüber etwas, das man selber einmal war. Man kann Raucher ausgrenzen, wenn man selber nie einer war. Aber Kinder ausgrenzen, obwohl man selber als Kind vielleicht kein bisschen besser war als die heutigen Goofen? Ich verstehe Ruhebedürfnisse, drum meide ich ja auch mit meinen Kindern solche „ruhigen“ Orte. Jedoch habe ich Mühe damit, alles immer mit Verboten durchsetzen zu wollen.

    • Karola Kinkerlich sagt:

      schön herr jauslin, haben sie auf dem absatz gekehrt und sind wieder gegangen. ich bin eine regelmässige besucherin (mit 2-jährigem sohn) im naturhist. museum. gerade wenns draussen -15 grad ist, geht man nicht mit einem kleinkind 2 stunden auf den spili. das naturhistorische museum ist eine superalternative für ein indoorprogramm. klar kommt es ab und wann zu dass einem in den gängen dort ein kleiner mensch mit glänzigen augen und einem lachen im gesicht entgegenrennt! aber so what?? es sind bloss kinder, sie tun einem nichts und wenn man das bedürfnis nach ruhe hat, kann man auch ins

      • Karola Kinkerlich sagt:

        hamam gehen und sich entspannen oder aber ganz einfach zu hause bleiben und ein feines buch bei einem glas rotwein geniessen.

  • Roger Malaga sagt:

    Es ist die schuld der eltern, die kinder schreien nach noch mehr attention. in guten rest und flugzeug C+FC, sonstigen orten, wo eigentlich ein kind nichts zu suchen hat. man will kind aber eben nichts vom leben entbehren, also kiner ueberall mittschleppen, neu auch babys auf trakking touren.
    die eltern, sind selber schuld. sie haben das mass verloren und erziehen ihre kinder nicht mehr, sondern das kind diktiert eltern und terorisiert die gesellschaft.
    bin vor xmas von LA nach ZRH geflogen, busineess swiss. in business saugoofen 11 std ohne ende.ohrfeigen diesen eltern und den saugoofen

  • Florian Meier sagt:

    Ich bin absolut für kinderfreie Orte. Im Gegenzug sollte es aber auch Bereiche geben, die ausschliesslich nur für Familien mit Kindern sind. Kreuzfahrten sind da ein gutes Beispiel. 10 – 20 Kinder an Bord eines Schiffes stören mich nicht, aber wenn es hunderte sind, dann nervt es nur noch. Aus diesem Grund sollte es Schiffe ohne Kinder geben und Schiffe extra für Familien.

  • Dani S. sagt:

    Als Vater bemühe ich mich redlich, meinen Kindern Anstand und Benehmen beizubringen. Ich vermeide auch Orte, von denen ich weiss, dass sie für Kinder eher nicht geeignet sind. Wenn ich aber an Orten, die durchaus für Kinder geeignet wären, mit solchen Ausgrenzungs-Verboten konfrontiert würde, stellte sich bei mir vermutlich eine Trotzreaktion ein. Erstens waren wir alle einmal Kinder, zweitens sind die heutigen Kinder auch die Kunden von morgen. Meine Kinder werden aber in 10, 20 Jahren dort wo sie als Kinder nicht hin durften, sicher auch nie mehr hingehen. Und ich auch ohne Kinder nie mehr.

    • Max Schmitt sagt:

      @Dani S. Die Trotzreaktion wäre dann wohl vom Betrien durchaus gewollt. Klar machts keinen Sinn, wenn Streichelzoos anfangen, Kinder zu verbieten. Wenn ich meine Ruhe will, gehe ich sicher nicht an Orte an denen die Wahrscheinlichkeit von Kindergeschrei besonder hoch ist. Tu ich es trotzdem, halt ich es entweder aus oder gehe. NUR: ich hab schon erlebt, das Eltern mit spielenden und schreienden Goofen aus einem Ruhewagen der SBB (die gab es mal) von der Securitrans entfernt werden mussten, unter lautem „Ihr seid alle Nazis!“ Gebrüll der Eltern. WIR sollen also tolerant sein, Eltern nicht.

      • Dani S. sagt:

        Ich teile Ihre Meinung. Ich sagte ja, dass ich an Orten, wo Ruhe vorausgesetzt wird, mit meinen Kindern nicht hinginge. Ausserdem erinnere ich mich auch nach 10 Jahren noch gut an die Zeiten, als ich selber keine Kinder hatte und wie ich damals auf „schreiende Goofen“ reagierte (und auch heute noch Unverständnis dafür habe, je nach Situation). Wie immer im Leben plädiere ich für gesunden Menschenverstand. Dieser scheint leider immer mehr Mitmenschen abhanden gekommen zu sein. Aber ein solcher Betrieb sieht mich auch in 10 Jahren nie mehr. Obwohl ich dann wieder zur Zielgruppe gehören werde.

  • Erich sagt:

    Viele Posts vertreten nur egoistische Extrempositionen, eigentlich schade. Ergiebiger wären die Graubereiche dazwischen, weil es eigentlich ums Zusammenleben geht.

    Sind wir doch ehrlich: Schlecht erzogene Kinder sind ebenso nervig wie kinderhassende Erwachsene. Beide gibt es. Letzteren könnte man aber locker den Wind aus den Segel nehmen, wenn man seine eigene Brut sozial verträglich im Griff hat und zu etwas Rücksicht erzieht (das sage ich auch als Vater).

  • Dave sagt:

    Ohhh.. Ihr armen mamis.. Na ja wenigstens verhungern eure babys nicht so wie die in afrika! Geht doch ihn ein anderes rest oder cafe oder what ever! Solche idiotischen diskusionen gehen mir gewaltig auf den sack!
    Und zudem kann ja wohl jeder restaurant betreiber bedienen wen er will oder nicht! Für mich ist die familie etwas ganz grosses.. Aber wichtiger ist ja wohl das nicht jede beschissene dritte ehe geschieden wird..
    Mama s dieser schweiz ich respektiere und schätze euch sehr ihr seid die wichtigsten und ihr könnt überall hin! Nur weil in florida irgendwas gefordert wird muss mann sich nicht gleich ins höschen machen.. Ok? Alles kommt gut.. Just be relaxt, enjoy live and your childs..

    • Inglish sagt:

      nee mann nicht…. und man muss auch nicht versuchen englisch zu schreiben nur weil in florida englisch gesprochen wird…

  • E.H.Roth sagt:

    ich behaupte einmal es gibt genügend Restaurants wo Kinder kein Problem sind.. all die Pizza Läden zum Beispiel oder der McDonnald. Mövenpick Restaurants sind auch ganz gut. Und sonst, haben mich Kinder noch nie gestört ansonsten einfach zu den Eltern gehen und den kurz klarmachen wie die Sache für den weiten verlauf des Abends abzulaufen hat.

    • alien sagt:

      Nein, E.H., wie die Sache ablaufen *könnte*. Befehlen kannst Du ja niemandem etwas.

    • Pat sagt:

      Max, im Restaurant gibt es eine Alternative zum Gehen oder Tarif erklären: Ich rufe den Kellner und bitte ihn, Ruhe zu schaffen. Funktioniert.

    • E.H.Roth sagt:

      hm, nein Befehle braucht es nicht, ist es in erster Linie wie man etwas Mitteilt.
      @max. mich beeindrucken emanzipierte Frauen 35 nicht.

    • alien sagt:

      Feigling, Pat. Das ist Dein Job.

    • E.H.Roth sagt:

      Muss jetzt mal klarstellen, dass ich mich noch nie von Kinder je in einem Restaurant gestört fühlte auch wenn die mal etwas gar lebendig waren.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das gefällt mir Roth, das ist diese gewisse Grosszügigkeit Kleinen gegenüber, die einen erwachsenen Mann auszeichnet. 😉

    • Nico Meier sagt:

      Wir hatten gelegentlich Probleme mit schreienden Kindern im Bus der Chauffeur hat gut reagiert und die Kinder sammt Eltern aus dem Bus geschmissen bei der nächsten Haltestelle.

  • alien sagt:

    Also ganz ehrlich, mir ist das absolut scheissegal, was ein kleiner Privater mit seinem Restaurant macht. Soll er doch Leute aussperren, wenn er will, Leute, die stören, wovon man bei kleinen Kindern nun einmal ausgehen kann. Wenn es dann bei Coop heisst: „Hello family, aber nur für die Grossen“ (Jamadu, du, du, du aber nicht, du bist zu klein), und wenn man im Mac erst ab 10 in den Kletterturm darf, dann haben die Firmen schon etwas falsch geschaltet. Ich finde es aber klar, dass man mit Säuglingen nicht in die Fressbeiz geht.

    • Linda-Sue sagt:

      Mc Donalds macht das schon richtig so, er hat eine tolle Spielanlage, mir ist neu, dass kleine Kinder da nicht reindürfen. Oder steht vielleicht nur unter Aufsicht eines Erwachsenen? Kann ja nicht sein, dass 5 Jährige dort alleine spielen und wenn dann was passiert auf Rutsche, Turm oder Ketternetz, kommt sofort der Vorwurf oder eine Klage gegen Mc Donalds.

      • alien sagt:

        Ich sagte ja „wenn“. Migros, McDonald’s, Coop etc. haben natürlich nix gegen Kids.

  • Pascal Sutter sagt:

    Ich wäre dafür dass man im Sommerdie abgestürzten Mutanten am Samstag morgen vom Letten in die After Hours Verrichtungsboxen nach Oerlikon verbannen würde

  • Online sagt:

    Vorneweg: Habe 2 Kinder 9 & 11. Wie einige hier schon erwähnt haben:
    1. Kinder werden heute von ihren Eltern überall hin mitgeschleppt, egal ob ein Kind nun dahin passt oder nicht.
    2. Leider stelle ich auch fest, dass ein ‚Grundanstand‘ den Kleinen gar nicht mehr beigebraucht wird. Die Kinder dürfen tun und lassen wass sie wollen. Es graut mir vor der nächsten Generation. Hei liebe Eltern: ihr hat jetzt vielleicht weniger Arbeit, aber die Zukunft kommt bestimmt…..

    • Pascal Sutter sagt:

      QWuatsch mit Sosse… wieder: wo lebt ihr Leute denn? RTL2 ist nicht das Leben, übrigens

      • Pascal Sutter sagt:

        …und übrigens kann ich mich auch nicht erinnern dass mich meine Eltern im Keller eingesperrt haben wenn sie ins Restaurant gegangen sind…

      • alien sagt:

        Stimmt, die haben Dich im Estrich eingesperrt.

      • Gabi sagt:

        Ah. Wahrscheinlich wieder so ein Doppelbödiger, dessen Tiefsinn sich dem normalen Blogleser, der einfach dieses Niveau nicht hat, hartnäckig verweigert.

    • Pascal Sutter sagt:

      Ach ja, wir waren nie im Restaurant weil Hippies nicht bedient werden

      • Online sagt:

        @Pascal: lesen Sie das, was Sie lesen wollen oder was ich wirklich da steht? Ich habe nie geschrieben, dass alle Kinder niergends mehr hin dürfen. Aber: dass sie an gewisse Orte nicht hingehören (nicht nur wegen den Erwachsenen, weil es die Kinder nicht lässig finden im Museeum, im 5 Stern Resti, in einer Apéro Bar….etc..)
        Und ich habe geschrieben: dass die Kinder eigentlich nur das Symptom darstellen, die Ursache liegt meiner Meinung nach bei den Eltern die nicht mehr erziehen, kein Grenzen mehr setzen. Habe meine Kinder noch nie in den Keller gesperrt. 🙂

      • Pascal Sutter sagt:

        Ne, ich habe schon genau gelesen. Es ist nur so dass ich das in diesem fatalistischen Ausmass noch nie selber erlebt habe – sei es nun als Kinderloser oder als Elternteil. Ebenfalls erzieht die Mehrheit der mir bekannten Eltern sowie derer denen ich begegne ihre Kinder. Ein solcher Wlldwuchs wie er hier geschildert wird kann ich nirgends feststellen.
        Was ich sehe sind Einzelfälle, und die stechen dann wirklich krass hinaus, das will ich nicht wegreden. Abwer als Betroffener muss man dann einfach den Gäz haben, die Eltern anzusprechen.

  • Michael Bader sagt:

    Auf die Gefahr hin, ebenfalls als „Kinderhasser“ hingestellt zu werden kann ich auch sagen, dass ich meinen Urlaub nur dort buche, wo NICHT mit kinderfreundlich, Kinderpool, Kinderbetreuung usw. geworben wird. Was manche Eltern ihren Mitmenschen zumuten und meinen toleriertwerden zu müssen ist schon an der Grenze des Erträglichen. Lärmende, schreiende Blagen im Restaurant, die Eltern kümmern sich einen Dreck um die anderen Gäste, die schliesslich auch bezahlt haben. Von Kino / Theater iwll ich erst gar nicht reden. Toeranz ist wie Tango, es braucht immer 2 zum Tanzen.

  • Linda-Sue sagt:

    Ach und war nicht in Basel letzten Sommer die Diskussion in Basel am City-Beach? Cocktail-Bar mit Pool und Strand am ende waren fast nur noch Müttter mit sandelnden Knirpsen dort, das hat den Betreibern auch nicht gepasst es gab Hausverbot für Kids. Nun es lässt sich nicht so gut flirten und chillen zwischen krabbelnden Babys, die um einen Bagger streiten 🙂

    • Dan sagt:

      Oder die Pärchen am Sonntag im Zoo, die sich wegen den kreischenden und johlenden Kinder nerven. Speziell in der Schweiz ist man extrem Kinder un-freundlich.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Flirten lässt sich überall, sogar im Supermarkt, im Tram, in der Sauna, in der Bergbahn, im Zug, auf dem Schiff, beim Wandern, im Vorlesungssaal, auf der Baustelle, in der Waschküche, auf dem Wochenmarkt. Ich wüsste nicht, warum Kinder dabei stören sollten. Andererseits müssen Kinder nicht überall dabei sein, das ist klar, aber nicht, weil sie flirthemmend sind, sondern weil sie eigene Bedürfnisse haben.

      • Linda-Sue sagt:

        @Pippi: sicher lässt es sich überall flirten, aber wenn ein Teen oder Twen oder auch älter ;-), die Wahl hat, Ausgang oder „After Work“ mit oder ohne Kleinkinder, dann denke ich ist klar, was mehrheitlich gewählt wird. Der Betreiber muss dann halt entscheiden welches Publikum er will, wird an Diskotheken ja auch so gemacht.

    • Hellmut Herr sagt:

      Wären das BeckshamsMadonnasAngelinas etc. Schnudernasen die sich um einen Bagger streiten, würde das überhaupt nicht stören. So sweet….! Verlogene Gesellschaft!

    • Francesca sagt:

      Die City Beach war völlig ungeeignet für Kinder, die Betreiber hatten Recht: der Sand war Dekoration, es sollte eine Feierabend-Lounch sein, zudem auf dem Dach eines Autosilos und nicht ungefährlich. Es hat in Basel genügend Kinderspielplätze mit Plantschbecken, in nächster Nähe zur City-Beach, im Übrigen. Ich habe auch Kinder, aber irgendwie muss man als Eltern auch gewisse Grenzen der Zumutbarkeit beachten. Sand und Wasser führt nun halt einmal zu Gekreische und Gespritze – lustig, für die stilvoll gekleideten Leute mit dem Feierabend-Cüpli.

  • Adi sagt:

    Solange sich diese Regelung auf First-Class Flüge und Edelrestaurants beschränkt sehe ich darin kein Problem. Im Gegenteil frage ich mich, was sich Eltern überlegen, die Ihre (Klein)kinder and solche Orte mitnehmen. Erstens stören sie dort andere Gäste welche viel Geld ausgeben um Ihre Ruhe zu haben und zweistens haben die Kinder selber absoulut gar nichts von dieser First-Class Atmosphäre. Was gibt es langweiligeres für ein Kind als ein Lokal, wo man ruhig sein muss. Eltern sollten eben auch überlegen, ab welchem Alter man mit den Kindern wohin gehen kann.

    • Mario Monaro sagt:

      Ganz Ihrer Meinung. Habe das mit meinen Kindern auch immer so gehalten.

    • Peter sagt:

      Ist es aber nicht irgendwie traurig Kinder als Störfaktor statt als heranwachsende Mitglieder der Gesellschaft zu sehen?

      • Gabi sagt:

        Ist es nicht irgendwie traurig, wenn sich Eltern derart vor ihrer Erziehungsverantwortung drücken, dass heranwachsende Mitglieder der Gesellschaft schon als Störfaktor angesehen werden müssen?

  • Linda-Sue sagt:

    Die Idee find ich grundsätzlich gut, aber wenn ich schön essen gehen abends oder ins Kino (kein Kinderfilm) da sind doch auch nur in Ausnahmefällen Kids anzutreffen. Aber ich versteh wenn sich Leute durch laute Kinder belästigt fühlen, ich habe einmal mit meinen kleinen Kindern ein „Kinderhotel“ gebucht, es war schrecklich von morgends bis Abends nur Geschrei und Gezwänge in der Lobby, am Pool, im Zimmer nebenan, im Restaurant ab 2000 Uhr obwohl, die Idee war, dass die kleinen Kinder zusammen um 1800 Uhr essen und die Eltern ihres dann später geniessen können, wenn die Kids im Club wären

  • max sagt:

    „Brat ban“ ist das Stichwort. „A brat“ ist nicht „ein Kind“, sondern was wir einen „Sougoofen“ nennen auf Berndeutsch.

    Eltern weigern sich, ihre Kinder zu erziehen. Max erntet Schimpfis, wenn er das böse E. Wort im mamablog nennt

    Doch dann kommt die Quittung: Erwachsene wollen als Erwachsene leben. Sie haben die Schnauze voll von rennenden, kreischenden, trotzenden, frechen, vorlauten, gruusig mit den Händen fressenden, rülpsenden Schnudergoofen.

    • Tom sagt:

      Hm, hat sich denn bei den Kids irgend etwas geändert seitdem Sie als „rennenden, kreischenden, trotzenden, frechen, vorlauten, gruusig mit den Händen fressenden, rülpsenden Schnudergoof“ unterwegs waren? Mir ist klar, dass Sie als perfekte Leuchtgestalt auf die Welt gekommen waren.

      • max sagt:

        @Tom

        An den Kindern hat sich vieles verändert: Ca. 30-40% der heutigen werden nicht mehr erzogen, können dafür Gefahren im Strassenverkehr nicht erkennen, müssen von den Müttern in den Kindergarten chauffiert werden, haben mit 6-jährig 5kg Übergewicht und können mit 7-jährig die Schuhe nicht binden. Kennen mit 12 die elementarsten Verkehrsregeln nicht, können mit 16 nicht ordentlich Lesen, Schreiben, Rechnen. Schaffen eine 4-järige Mechanikerlehre nicht, weil sie nicht pünktlich zur Arbeit kommen, den Anstand nicht kennen und nicht sorge zum Werkzeug tragen.

      • max sagt:

        @Tom

        Es geht nicht darum, was alle Kinder täten, wenn man sie sich selber überlassen täte. Es geht darum, was Kinder heutzutags tun, weil man sie sich selber überlässt.

      • alien sagt:

        max, die Kinder von vor zwanzig Jahren waren schon so, die von vor vierzig und sechzig Jahren auch, auch die vor sechshundert Jahren.

        WIR WERDEN ALLE STERBEN!!!!

      • mira sagt:

        @max
        Was kennen Sie bloss für Kinder… Scheint mir ein bedenkliches Milieu zu sein, in dem Sie sich bewegen…

      • max sagt:

        @mira

        Der ganz normale Wahnsinn in der Stadt Bern. Maximal 20% der Kinder in dieser Stadt taugen für eine 4-jährige technische Lehre. Und die machen nicht die Lehre sondern gehen in den Gymer.

        Man nennt dieses von Ihnen genannte „bedenkliche Milieu“ rot-grüne Mehrheit, Diktatur des Proletariates, geführte Kindheit, Überwindung des Kapitalismus, sozialistische Internationale oder auch einfach Kita.

        @alien
        Wie gesagt, Kinder, die man sich selber überlässt, anstatt sie zu erziehen…

      • alien sagt:

        MARIRÄÄÄMA TOTTTIII!!!!

    • Pascal Sutter sagt:

      ich frage mich schon wo manche Menschen leben…

    • Dan sagt:

      Auch ich nerve mich, aber über die Eltern, die sich nicht um ihren Nachwuchs kümmern. Die Kinder können nichts dafür, es ist ihre Natur.
      Wer sich nicth um den Nachwuchs kümmert, der bekommt irgendwann die Quittung

      • Brax sagt:

        Einige Eltern delegieren die Erziehung an die Gesellschaft. Was früher so ging, weil es genug Arbeit für Tageslöhner, null-Qualifizierte usw. gegeben hat. So blieben diese Menschen unten und schufteten ihr jämmerliches Dasein. Heute ist alles komplexer geworden, auch im Werkhof braucht man PC-Kentnisse (grundlegende) als Gemeindearbeiter, die dreckigen und Fliessband Arbeiten werden zunehmend von Maschinen erledigt, darum ist es eventuell folgenschwerer ohne Ausbildung, Anstand un Fleiss zu bestehen als damals. Neuer sozialer Sprengstoff…

  • Patrick sagt:

    Klar gibt es Orte, die man sich und dem Kind nicht gemeinsam antut. Die Oper z.B. ist so ein Fall, in die man mit Bestimmtheit nicht das Kleinkind mitnimmt.

    Aber öffentliche Plätze…

    Und Restaurants… üblicherweise geht man ja nicht in den Gourmet-Tempel mit den 3-jährigen.

    In normalen Restaurants hingegen muss man mit etwas Kindergeschrei umgehen können. Alles im relativen Mass natürlich, wer damit nicht umgehen kann, sollte sich doch vl. überlegen, ob er in Zukunft dann eine AHV beziehen sollte.

    • Adi sagt:

      Das denke ich auch, in Restaurants gibt es zudem die Möglichkeit etwas später essen zu gehen – so gegen 21 Uhr. Dann hat es kaum noch Kinder und allgemein ist der Lärmpegel tiefer. Ich mache das meistens so weil ich nicht gern während der Restaurant-„Rushhour“ zwischen 19:00 und 20:00 esse.

  • Tom Würgler sagt:

    Darf man darauf hinweisen, dass Helvetien mit einer Geburtenrate von 1.5 davor ist, zu einer ziemlich grossen, kindfreien Zone zu werden. Die kindspezifischen Probleme sind dort, wo es fast keine Kinder gibt, etwas schwierig zu erkennen. Ich bin im übrigen für einen wüstenfreien Zürichsee.

  • Pascal Sutter sagt:

    Als ich damals™ weder Kind noch Frau hatte, wäre es mir nicht im Traum in den Sinn gekommen, eine Familie mit Kind aus meiner Gegenwart zu vertreiben… Die meisten Kinder benehmen sich und wenn es mal zu und her geht wie im hölzernen Himmel habe ich damals halt die Eltern gebeten, ob sie nicht mal rasch etc. etc. … und es hat eigentlich immer geklappt ohne dass es für beide komisch war.

    Alles andere ist so komisches Single- und DINK gehabe. Lasst euch gesagt sein – Kinder wegschicken macht euch nicht Sexy und füllt eure Leben auch nicht aus.

  • Alain de la France sagt:

    Eine Begebenheit (si non e vero – e bentrovato):
    Vor der Kasse im Supermarkt: Ein Frau mit Kleinkind muss auch warten.
    Das Kleinkind quengelt und schreit, reisst alles aus den Regalen. Die Mutter macht – nichts.
    Die Verkaeuferin bittet die Mutter – etwas zu tun. Vergeblich, Mutter meint nur: „Unser Kind ist antiautoritaer erzogen“.
    Ein junger „Hippie“ nimmt ein Glas Honig, oeffnet es, und laesst den Honig der Mutter auf den Kopf fliessen.
    Entschuldigend meint er: „Ich bin auch antiautoritaer erzogen“…

  • Cassandra Dürr sagt:

    Am Besten wäre, die ganze Menschheit zu verbieten. Die Schneeglöggli, Mücken, Tannen und Elefanten würden uns sicher nicht nachtrauern.
    Wir Menschen sind wirklich forig!

    • Gabi sagt:

      Auf was wollen Sie raus?

      Egal, was schlechte Eltern ihren Kindern alles zum Unmut (oder zum konkreten Schaden) Anderer durchgehen lassen… ist schon okay???

  • Gabi sagt:

    Ich war vor Jahren im Kino. Lief ein italienischer Film. Nicht grad superschwere Kost, aber doch Filmkunst. – KEIN Kinderfilm.

    Eine Mutter schien auch grad nach Kino gewesen zu sein. Mit ihrem Kleinen, an der Grenze von Buschi zum Kleinkind.

    Es war unerträglich, leise Dialoge hören zu sollen, während hinter einem das Kind ständig quängelte.

    Als die Frau endlich – auch auf mein Betreiben! – an die Luft gesetzt wurde, keifte sie noch was von „Kinderfeindlichkeit“ in den Saal.

    Heute, mit eignen Kindern, hab ich sogar noch weniger Verständnis für sowas.

    Kein Wunder, kommt´s da zu Verboten.

    • marie sagt:

      oh ja. kino. das passiert idr oft bei kunstfilmen – ich sitze dann meist ganz weit vorne, in der hoffnung dass die popcornmampfende horden und die mamis mit kleinkind ganz hinten sitzen…
      dafür habe ich auch kein verständnis.
      war der film wenigstens gut?

      • Gabi sagt:

        Weiss ich nicht mehr. Es dürfte wirklich 20 Jahre her sein.

        Aber sagen Sie: Und dann? Sagen Sie nichts? Lassen Sie sich das Filmvergnügen, für das sie bezahlt haben, von solchen bekloppten Mamis (deren Kinder ja ganz offenkundig auch keinen Spass dran haben) verderben?

      • marie sagt:

        ne. ich habe keine lust im plenum als kinderhasserin (was ich nun weiss gott nicht bin, alles andere!) bezeichnet zu werden. aber ich frage mich, was was bei solchen frauen UND männern (erlebe ich übrigens genauso) abgeht. das kind hat doch keinen spass? und wenn man das gefühl hat, das kind musisch zu erziehen, dann fängt man sicherlich nicht mit kunstfilm an, oder? schon gar nicht im kino.
        aber bei popconrmampfern habe ich keine hemmungen – da bin ich SEEEEHR brüsk. dieses geknabbere bei einem film wie tree of life und che ist nicht auszuhalten! 👿

      • E.H.Roth sagt:

        hm, dieses Popcornmampferei verstehe ich auch nicht. Ueberhaupt warum müssen die Leute im Kino essen? Im Film The Ides of March, ist ein Popanz eine Reihe schräg hinter mir gesessen mit einem XXL Popcornbecher. Seine lauten Essgeräusche machte mich so wütend, dass ich ihm umdrehte und ihm ins Gesicht sagte, mit weniger fressen würdest Du nicht so ein Fettsack sein. Klar schauten mich alle an aber das ist mir gleich, denn dafür war dann ruhe.

      • Gabi sagt:

        Cool, E.H.!

        Find ich schwerst okay.

        Da halt ich mich auch ungerne zurück.

        Andererseits muss ich – während ich hier über Kinosituationen sinniere – zugeben, dass auch ich Leute schon (& impertinent & eingebildet obendrein!) während eines Films massiv gestört habe.

        Dürfte ebenfalls vor ca. 20 Jahren gew. sein:Wir (zwei oder drei Freunde?) haben uns im Kino Rocky IV gegeben. (äh… war glaub der mit dem riesigen, blonden, russischen Bösling) und haben den halben Film lang Tränen gelacht.

        Zum Finale (Rocky wird „philosophisch“) kriegten wir uns fast nicht mehr ein und Drohungen aus dem Saal

      • marie sagt:

        ich halte mich bei der popcornmampferei bei gewissen filmen auch nicht zurück – vor zwei wochen wurde ich laut in einer vorführung, die popcorn sind dann ganz diskret in den jeweiligen taschen gelandet und es war ruhe im stöckli. es war def kein popcornfilm.
        also, es gibt auch erwachsene, die nicht wissen wie man sich benimmt. deshalb ist es kein kinderproblem, sondern ein erw problem.

    • Sportpapi sagt:

      Dafür gibt es doch das Nuggikino. http://www.pathe.ch/cinema/basel/nuggikino.php
      Ist noch lustig, war einmal da. Leider ging es dann nicht mehr, weil ältere Geschwister (Kinder ab jährig) dann wieder nicht mehr erwünscht sind…

  • Amon Scherrer sagt:

    Das Problem sind die Eltern, die ihre Kinder nicht im Griff haben, sondern das Gelärme und Getobe sogar noch herzig und fördernswert finden. Da be-fördert man halt die ganze Sippe nach draussen.

  • Manuela sagt:

    ALLES MEINS!

  • Luca Engel sagt:

    Wie bereits im Artikel beschrieben, sind beide „Forderungen“ absolut legitim. Jeder möchte gerne einmal einen ruhigen Abend ohne Kindergeschrei haben (auch Eltern). Und Eltern möchten ihre Kinder gerne immer und überallhin mitnehmen. Dass hier ein Kompromiss gefunden werden muss, liegt auf der Hand.
    Ich möchte das Beispiel unserer Badi nehmen. Da verhält es sich ja ähnlich. Bei uns galt die Regel, ab 18:00 Uhr keine Kinder mehr. Dann konnten die Erwachsenen nach Lust und Laune ihre Bahnen ziehen. Und keiner hat sich je daran gestört.

  • Ralph Sommerer sagt:

    Erziehung ist Arbeit, und man muss bereit sein, diese Arbeit auf sich zu nehmen. Man kann jedem Hund beibringen, still zu sitzen, aber offenbar nicht jedem Kind. Wenn die Eltern es nicht können, dann hatten sie „früher“ wenigstens den Anstand, ihren verzogenen Goof nicht auch noch ins Restaurant mitzuschleppen. Man kann offenbar nicht verlangen, dass Eltern für ihre Kinder auf irgendetwas verzichten (meine Mutter würde hier widersprechen), aber Rücksichtnahme kann man wohl noch verlangen, oder nicht? Wenn die Eltern schon keine Rücksicht nehmen wollen, woher sollen es dann die Kinder lernen?

  • Wanja Rothenberger sagt:

    Als wir Kinde waren, mussten wir im Restaurant stillsitzen und und anständig benehmen. Das Problem liegt wohl daran, dass viele Eltern heute eine gute Erziehung so verstehen, dass sie ihren Kindern jeden erdenklichen Freiraum lassen. Alle anderen sollen dafür gefälligst Verständnis haben. So kann ich es auch nachvollziehen, dass es gewisse Leute gibt, die davor verschont werden wollen. Manchmal sind Kinder einfach fehl am Platz. Ich nehme meinen Hund ja auch nicht überall hin mit.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Kinder gehören in unseren Alltag, in unser Leben und unsere Gesellschaft. Sie lassen sich nicht einfach so „wegzappen“, bloss weil sie einigen nicht passen. Sie sind und bleiben unsere Zukunft, die Gäste und Kunden von morgen. Denn Kinder können statt Stör- und Lärmfaktor eine Bereicherung für uns alle sein. Mit etwas mehr Mit- und Füreinander statt Gegeneinander, etwas mehr Toleranz, Rücksicht, Verständnis, Respekt, Anstand, gesunder Menschenverstand und Lockerheit auf Seiten der Kinderlosen und der Eltern steht einem harmonischen, friedlichen und schönen Zusammenleben nichts mehr im Wege 🙂

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Der Post des Tages, damit ist alles gesagt, 3 Daumen hoch!
      🙂

    • Brunhild Steiner sagt:


      und was wenn die aufgezählten Qualitäten auf Elternseite fehlen?
      Guterzogene Kinder sind wohl kaum Anstoss für solche Entwicklungen gewesen, oder?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das kommt halt immer darauf an, wer auf wen trifft. Was heisst gut erzogen? Was heisst tolerant? Das ist alles Auslegungssache! Auffallend ist für mich, dass in Sachen Kinder in Italien grosszügiger ausgelegt wird, das ist eine Sache des Wollens, weil man dort offenbar davon überzeugt ist, dass dies der richtige Weg ist. Andererseits wird den Kleinen auch klar der Tarif durchgegeben, wenn sie überborden, da heisst es nicht ‚würdest du bitte bla bla‘, sondern ‚basta‘. Ich war in Italien immer entspannt, wenn ich dort mit den Kindern Ferien machte, und sie waren nicht nur brav.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippi Langstrumpf:
        aber gerade Italien ist doch nun Beispiel was eher rigoroses Benehmen in Restaurants betrifft-
        wenn man die bisherigen Voten aus/über Italien betrachtet ist dort immer die Rede von „und die Kinder spielen draussen mit anderen Kinder“ da ist quasi gar kein Raum für „Toleranz“ weil sie nämlich entweder essen oder draussen sind.

      • marie sagt:

        genau so ist es brunhild. man sieht beim essen die kinder der einheimischen familien selten im lokal rumtoben. das sind eher ausnahmen, die das zulassen. die einheimischen wollen sich wegen dem schlechten benehmen der nicht schämen, da es nicht auf die kinder geht sondern eben auf die „unfähigkeit“ der eltern. deshalb wird klar getrennt, am tisch wird gegessen, gespielt wird woanders. aber der vorteil dort ist: dass alle irgendwie ein auge auf die kinder haben, wenn sie spielen, damit nichts passiert. dh alle passen ein bisschen auf diese auf, auch fremde.

    • max sagt:

      @Andrea Mordasini

      Schöne Welt, wo die Kinder die Erwachsenen erziehen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, fc basel trainer heiko vogel beschrieb das im interview am wochenende ganz ähnlich: „natürlich gibt es grenzen, aber das gehege ist relativ weit gesteckt.“

      champions league durch und durch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Auguste:
        wollen Sie mal an einem Mannschaftsessen austesten gehen
        wie weit diese Gehegesteckung geht?
        Vielleicht nicht die schönsten Sachen dazu anziehen 😉

  • Pascal Meier sagt:

    Liebe Frau Kuster
    Wenn ich ein Restaurant führe, dann gehört das Restaurant mir und nicht ihnen. Das heisst, ich kann auch bestimmen, wer in meinem Restaurant isst. Sie besitzen vielleicht ein Auto. Bestimmen sie oder jemand anderes, wer in ihrem Aut sitzen darf?
    Es ist schon interessant, dass sie die Leute, die ein Kinderverbotsschild aufhängen, gerade als „Kinderhasser“ verurteilen. Nein, es ist ganz einfach: sie wollen keine Kinder im Laden haben, warum auch immer. Man muss das gar nicht rechtfertigen. Seien sie doch etwas toleranter mit dem Eigentum anderer, bitte bitte.

    • alien sagt:

      Naja, so einfach ist es dann doch nicht. Wenn ich eine Beiz habe, kann ich nicht Sachen verfügen wie „keine Ausländer“ oder „keine Frauen“. Das geht gesetzlich nicht, zu Recht. Ich soll doch jederzeit in einen türkischen Quartiertreff einen Kaffee trinken gehen dürfen, ohne, dass man mich hinauswirft (vorausgesetzt, ich benehme mich anständig natürlich).

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Traurig und beschämend, diese kinderfeindliche Entwicklung mit:(! Natürlich schleppe ich meine Kinder nicht an jeden Anlass, da gehört etwas gesunder Menschenverstand dazu. Auch ich verzichte ab und zu oder organisiere einen Babysitter. Doch das entscheide noch immer ich als Mutter und lasse mir nicht vorschreiben, was ich wann und wie mit meinen Kindern zu tun bzw zu lassen habe. Und verbieten lasse ich mir schon gar nichts! Einige Nörgler und Kinderlose haben wohl leider vergessen, dass auch sie mal Kinder waren und nicht bereits als stille, brave und wohl erzogene Erwachsene zur Welt kamen.

    • ng sagt:

      Sie lassen sich nichts verbieten? Wie ist es denn, wenn fremde Kinder* (*alternativ Hunde, pöbelnde Teenager, Quads… einsetzen) ihren Garten verwüsten oder ihre Nachtruhe stören? Wie weit geht ihre Toleranz, wenn Sie selber die Leidtragende sind? Ich finde es ist eine Frage des gesunden Menschenverstandes. Niemand hat etwas gegen wohlerzogene Kinder im Restaurant und spielende Kinder auf dem Spielplatz. Aber für diejenigen, welchen der Hausverstand fehlt braucht es halt hie und da Vorschriften. Ausserdem darf jeder Restaurantbetreiber selber bestimmen, wen er als Gast aufnimmt. Wie Sie auch.

  • Genderbender sagt:

    Aha, wenn man das Bedürfnis hat, mal ohne herumtollende und schreiende Goofen zu entspannen, ist man ‚Kinderhasser‘. Alles klar.

    • Gabi sagt:

      Hey… Fällt Ihnen was auf?

      Funktioniert genau gleich wie „Frauenhasser!“

      Gott, ist die Welt für beschränkte Gemüter einfach.

  • blickwinkel sagt:

    ich war vor einiger zeit im restaurant mit allen kindern. winter ist ja immer etwas schwieriger als im sommer. Im sommer gibt es ja die möglichkeit ein gartenrestaurant aufzusuchen, welches einen kinderspielplatz oder tiere in der nähe sind. (ausser in der stadt). aber im Winter war/ist die option nicht vorhanden. Also sass ich mit der Mannschaft am Tisch und alle hatten riesen Spass. Ich errinnere, dass wir hier uns entsprechend verhalten. alles klappt – glück gehabt??? auf worst-case-szenarien muss ich immer vorbereitet sein. aber bei vielen ist Ipod/Ipad vor der kindernase die lösung!!!

  • Sportpapi sagt:

    Für mich stellt sich eigentlich nicht die Frage, ob ich das nun gut und richtig finden soll oder nicht. Sondern es geht um das Recht des Besitzers, für seinen Laden, sein Restaurant ein Konzept zu erstellen, wie er es für richtig befindet. Er kann Kinderdiscos anbieten, aber auch Ü40-Parties veranstalten, kann ein Frauenkaffee führen oder einen Männerstammtisch, Anzug- und Kravattenzwang beschliessen oder eine textilfreie Zone. Oder einen Türsteher vor sein Etablissement stellen, der nach Lust und Laune und Tagesform entscheidet, wer heute rein darf.

    • Sportpapi sagt:

      Und als Kunde habe ich dann die Möglichkeit zu entscheiden, gewisse Lokale nicht mehr zu besuchen. Ich muss ja nicht unbedingt genau dahin, wo ich mit dem Geschäftskonzept überhaupt nicht einverstanden bin.

    • marie sagt:

      genau sportpapi. 🙂

  • Fritz Miehl sagt:

    Hinter diesen „Verboten“, egal mit welcher logischen Begründung sie sich tarnen, steckt doch nur die allumfassende Borniertheit der Menschen! Zum Schutz der Kinder sollte man in dieser Gesellschaft absolut Verhüten oder die Kinder gleich nach ihrer Geburt „entsorgen“! Dann wäre es wenigstens in ein- zwei Generationen mit dieser degenerierten „Menschheit“ vorbei!

    • Gabi sagt:

      Jaja… Überall diese Borniertheit.

      Kürzlich habe ich doch tatsächlich verboten, beim Doktorspielen eine Stricknadel in den Bauchnabel des „Patienten“ zu drücken.

      Mann, war ich borniert.

      Verbote sind einfach immer blöd und daneben.

      Seinen Kindern das Erlernen von Manieren vorzuenthalten, ist wirklich nichts worauf man stolz sein muss: Etwas NICHT zu können, kann man mit den abenteuerlichsten Erklärungen nicht schönreden. Ein Defizit ist ein Defizit.

      Und zum Benimm und Anstand denk ich immer wieder nur an mein Lieblingszitat:

      Wer sich benehmen kann, kann sich benehmen wie er will.

      • Auguste sagt:

        hmm…, wäre da nicht ihr tagelanges „LESEN NUR, WAS DA STEHT¨!!!“ gewesen, man könnte fast auf sie reinfallen, schleimer-troll. so aber, klingt auch das nur hohl und aufgesetzt.

      • Gabi sagt:

        Sie müssten schon noch irgend was Erklärendes dazu stellen, dass es nicht ganz so wirkt, wie Sie´s nicht beabsichtigen, Guschti.

        Sonst kommen Sie Aussenstehenden tatsächlich nur als wirrer Idiot rüber, stellen Sie sich vor…

        😀

      • Miller Martin sagt:

        @Gabi: +1

      • alien sagt:

        Ach, wirrer Idiot, damit ist er wenigstens nicht in Ihrer Gesellschaft, Sie kann man ja nicht gut „wirr“ nennen. „Idiot“ dafür eher.

        (alien. Proudly caling himself a confounded idiot since 1994.)

      • Gabi sagt:

        Verstehe ich gut.

        „wirrer Idiot“ hätte mir aus Ihrem Mund (bzw. Schreibfinger) auch irgendwie zu schubladisierend geklungen…

        Soo dagegen…

        🙂
        🙂
        🙂

      • alien sagt:

        Stimmt. Ein wohlgesetztes, gut überlegtes, sorgfältig abgewogenes „Idiot“ ist dagegen direkt filigran.

  • Max Schmitt sagt:

    Ich bin absolut dafür, dass es kindefreie Zonen gibt. Kinder sind Kinder, das ist klar und auch gut so. Nur leider haben heute zu iele Leute Kinder und wollen aber trotzdem auf nichts verzichten. So zerren sie die armen Kleinen überall hin, egal wie unpassend, eng oder voll. Die Kinder haben dann z.B, Angst oder fühlen sich unwohl und schreien dann natürlich. Früher at man sich als Eltern halt etwas eingeschränkt und hat die Kinder nur an Orte mitgenommen, wo’s gepasst hat. Sagt man heute mal was weil’s wirklich zuviel ist, ist man gleich ein Kinderhasser, intolerant oder schlimmeres.

  • dres sagt:

    Gehen Sie doch einfach nach Italien in die Ferien statt in die USA, da sind Kinder überall willkommen. Und dies trifft zum Glück auf weite Teile Europas bzw. der Welt zu. Und daneben brauchts ein bisschen Sensibiltät der Eltern. In jedes Lokal muss man mit kleinen Kindern nun wirklich nicht rein…

    • Pat sagt:

      Kinder überall willkommen? Ja? Und wohl auch jederzeit, gell? Wo sind Sie denn jeweils? Sagen Sie s mir, auf dass ich mich nie dorthin verirre… – Da war ich doch in San Remo in einem Hotel und habe kein einziges Quäk-Kind entdeckt. Warum? Weil während des Essens alle, alle, alle Kinder bei der Nanny waren und dort ihren Spass hatten. Und wir unseren Frieden beim Essen. Pragmatische, rücksichtsvolle, gute Lösung. Passt aber wohl vielen Übermamis und -papis nicht, die ihre Bälger auch zu deren Missfallen überallhin mitschleppen wollen…

      • dres sagt:

        Ich gehe nicht davon aus dass wir uns in den Ferien über den Weg laufen – Spiesserferien sind nicht so mein Ding… 😉

    • Sgt Klinger sagt:

      Sag ich doch auch immer, in Italien habe ich eine riesen Anzahl sehr guter Erlebnisse. Natürlich braucht es Rücksicht seitens Eltern und Toleranz seitens anderen Gästen. Der grosse Unterschied in Italien ist jedoch die generelle Grundeinstellung, welche aus meiner Erfahrung zB in F und USA (und CH) für mich auch bei sich ganz anständig benehmenden Kindern schon ganz anders ist . In Italien besteht eine Basis Kinderfreundlichkeit und Kinderliebe. Und auf vielen Reisen erlebt, bei jederfrau/man, d.h. bei „lässigen Jugendlichen“ so um die 16 bis zum alten Ururgrose um die 90.

      • marie sagt:

        in italien hat niemand etwas dagegen, dass familien MIT kinder essen gehen. aber wie in vielen ländern wird grundsätzlich unterschieden. gespielt wird gemeinsam mit anderen kindern dort, wo nicht gestört wird. am tisch wird gegessen und nicht gespielt. das ist eben eine grundlegende auffassung von erziehung, essen und spielen zu trennen, also durchaus machbar und va wünschenswert.

      • plop sagt:

        Ja, marie, und da ist dann manchmal der Wurm drin mit unseren CH-Kids (besonders meins, weil das isst wie ein spatz), dass wir diese Essenskultur nicht ganz so deutlich anerziehen.

      • marie sagt:

        plop, ich erlebe übrigens sehr selten, dass sich kinder in restis NICHT benehemen können. dass kinder, eben kinder sind, ist für mich kein problem und völlig klar. aber wenn 4/5 jährige immer noch mit spaghettis am tisch spielen, dann ist in sachen esskultur/-verhalten gründlich was daneben gegangen.
        und das problem sind in der regel ja nicht die kinder 😉

      • Sportpapi sagt:

        Wobei: Diese Hinterwälder in Italien nehmen ja nicht einmal den Löffel für die Spaghetti… 🙂

      • alien sagt:

        Stimmt, Papi, Zeit, dass wir kultivierten Schweizer diesen Rohlingen einmal etwas Comme-il-faut beibringen.

      • marie sagt:

        @sportpapi
        danke für den hinterwäldler… spaghetti isst man traditionell OHNE löffel. der ist nur den unfähigen vorbehalten… 😀 im ernst: spaghetti isst man in der tat ohne löffel. der löffel wurde eingeführt, damit touris die chance erhielten, spaghettis enigermassen zivilisiert zu essen. wobei das sakrileg schlechthin: MESSER. das geht nun echt nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Touris essen zivilisierter als die Einheimischen… Wobei: mein Zweijähriger verzichtet auch – auf die Gabel, nachdem unter Protest die Spaghetti geschnitten wurden.

      • Gabi sagt:

        Ich staune, wie sehr Sie Sportpapi unterschätzen, Marie.

        Hätte er deutlicher geschrieben, wie er es meint, so wäre es auf dem Niveau der Witzerzähler, die vorsichtshalber die Pointe ganz genau mit erklären.

      • Gabi sagt:

        Oh… Mist

        Überschnitten. Wenn das grad hinter Deiner eigenen Erklärung steht, ist natürlich doof.

      • E.H.Roth sagt:

        oha marie, ich esse die Spaghetti auch mit dem Löffel .. ich löffel auch schon in Italien. Die sollen ruhig sehen wer der Turi ist.

      • alien sagt:

        Äh, marie, ich las den Text von Sportpapi als ironisch… Ich war verblüfft, als ich mit sieben zum ersten Mal Leute Spaghetti mit Löffel essen sah und fand es irgendwie gestelzt und kultiviert. Spaghetti aufwickeln, ohne zu spritzen und ohne zu viel auf die Gabel zu laden, das gehört zu den Kulturtechniken wie lesen, schreiben, rechnen und programmieren.

      • marie sagt:

        hä? gut gibt’s touris die den süditalienern sagen wie man spaghettis isst. 😆 noch einmal spaghettis isst man traditionell ohne löffel. und das kriegt man hin, ohne probleme, auch bei kindern – man hat es mir mit geduld beigebracht, wie in anderen süditalienischen familien.
        verstehen sie es mal wieder als angriff, gell? war aber nicht als solches gemeint. dar löffel wurde in der tat für die touris in den 50ern eingeführt, ist nun mal so. und schlechte tischmanieren gibt es letztendlich überall.

      • marie sagt:

        und ich werde hier in nobelrestis scheel angeguckt, weil ich die spaghettis ohne löffel esse – so what? hautsache sie schmecken und werden nicht geschnitten, das ist dann echt ein sakrileg. 😯

      • Sportpapi sagt:

        Ach Leute, ist doch lustig gemeint. Habe immer das Bild im Kopf, wie die Italiener ihre Spaghett reinschlürfen und mit der Scheere abschneidern 🙂

      • marcus sagt:

        in italien ist es eben so, dass die erwachsenen dermassen laut reden reden, sodass man die kinder weniger hört… 🙂

      • marie sagt:

        …mit anderen worten: das pandemonium fällt gar nicht mehr auf, da es normal ist. 😀
        ps: ich wag nicht zu fragen, tue es doch, was ist sprint?

      • marie sagt:

        prost marcus! ich hatte rosenblütensirup von:
        http://www.sirupier.ch/cms/

      • marcus sagt:

        sirup, … naja. aber wir können uns auf einen campari (youtube – campari soda, den clip mit der swissair) einigen…

  • Heiri Müller sagt:

    es geht ja nicht um alle Kinder. Aber ich finde es schon sehr mühsam, wenn Eltern zusehen, wie ihre Kinder dermassen durch das Restaurant toben, dass Tische umfallen oder sich die anderen Gäste nicht mehr richtig unterhalten können. Wenn Eltern dann nicht eingreifen, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie unbeliebt werden. Und der Kommentar „es sind ja nur Kinder“ finde ich dann volldaneben.

    • Gabi sagt:

      Entspricht rücksichtslosen Hundebesitzern, die – anstatt ihre Hunde zurückzuweisen – mit launigen Sprüchen à la „er will ja nur spielen“ von der Welt erwarten, dass die sich gefälligst ihnen, und nur ihnen, gegenüber tolerant zu zeigen hat.

      • ng sagt:

        Danke Gabi, sie schreiben mir aus der Seele (vorallem auch das mit den Hunden, sehr treffender Vergleich).

      • Auguste sagt:

        hmm…, toleranz ist der ort, wo unterschiedlichste auffassungen relativ einträchtig nebeneinander existieren können – sie, gabi-troll, scheinen mir kaum geeignet für eine auch nur annähernd sinnvolle einlassung zu diesem begriff.

      • Gabi sagt:

        Mir ist´s eigentlich vor allem deshalb peinlich, immer wieder von Ihnen erwähnt zu werden, weil´s schlecht aussieht, zum überragenden, wichtigsten und treibenden Thema eines derart eingeschränkten Geistes zu werden.

        Da kann man dann noch so lange behaupten, dass jenes (er)niedrigende Niveau – so à la „Rechtschreibeherleitung“ und „Musteranalysen“) nichts mit einem selbst zu tun haben: Irgendwas bleibt immer hängen. Ist ungefähr wie mit Wagner und Dölf…

      • Gabi sagt:

        Ah… Sehen Sie? – Und jetzt gleich noch der Gedankenstrich/Klammer-Fehler.

        Mann-oh-Mann-oh-Mann. Und das beweist nun gleich wieder, äh… ja.. hä? Was schon wieder?

        🙄

  • Pixel sagt:

    Ich finde, hier wird stark schwarz-weiss gemalt! Man holt sich die Argumente von der jeweils extremen Seite: Eltern, die schlicht unfähig sind, Kinder zu erziehen und als Gegenstück dazu: Menschen, die eine ausgesprochen grosse Intoleranz gegenüber solchen mit Kindern haben. Ich erlebe: die allermeisten Eltern sind tatsächlich in der Lage, ihre Kinder anständig zu erziehen und meistens ist es auch nicht ganz so schlimm mit dem kopfschütteln auf der anderen Seite. Im Gegenteil – ganz oft habe ich grosses Verständnis in so manchen Situationen mit meinem (noch sehr kleinen) Sohn erlebt. Allerdings meistens auch von Leuten, die selbst Kinder haben und wissen, dass man ein wenige Monate altes Baby nicht konditionieren kann. Vielleicht aber wäre insgesamt etwas mehr Verständnis von beiden Seiten angebracht – es würde so manches leichter machen. Sich einfach mal in die Situation des anderen hineinversetzen. Wahrscheinlich fällt das allerdings jenen ohne Kinder doch etwas schwieriger: Immerhin ich weiss wie es ist kein Kind zu haben. Ich weiß auch wie es ist Kinder zu haben.

    • xyxyxy sagt:

      Ich finde: das sagen doch die meisten von uns auch, Pixel.
      Und ich finde: sie erleben ja genau ziemlich viel Verständnis und haben selbst auch Verständnis. Also sieht es doch ziemlich gut aus. Wir müssen nicht künstlich ein Problem hochpushen.
      Die Regel ist einfach, und doch wahr: wie man in den Wald ruft, so tönts zurück.

  • Ramona Stebler sagt:

    1/1 Anscheinend können sich einige Blog-Leser mit der Idee der Kinderfreien Zone anfreunden und argumentieren damit, dass die Eltern ihre Kinder heutzutage einfach nicht mehr richtig erziehen würden. Aus meiner Erfahrung ist es so: Man kann sein Kind zu einem absolut sozialen und anständigen Wesen erziehen. Trotztdem wird auch dieses Kind mal seine schwachen fünf Minuten haben, quengeln oder beim Spaghetti essen rumsauen. Diese fünf Minuten reichen um verurteilt zu werden nach dem Motto: „die hat ihr Kind nicht im Griff…“

    • Ramona Stebler sagt:

      2/2 Ich wurde schon mal aus einem Restaurant geworfen weil meine Tochter, damals ca. 6 Monate alt, geschrien hat. Ja es war nervig, mich hat es auch genervt und ich habe ja versucht sie zu beruhigen. Hat halt aber nicht geklappt. Ich bin doch auch tolerant gegenüber anderen Menschen. Würde mir darum wünschen, dass Eltern nicht vom sozialen Leben ausgeschlossen werden, bloss weil man Kinder nicht jederzeit zu 100% kontrollieren kann.

      • blickwinkel sagt:

        ich würde mich freiwillig auf den weg machen aus respekt der anderen gegenüber. ich erwartet nicht, dass man mich mit kind duldet!

      • mapa sagt:

        blickwinkel
        Ja in der Theorie würdest Du das machen……und dann in der Praxis?

      • Ramona Stebler sagt:

        Worin wir uns klar unterscheiden. Ich lasse mich nicht diskriminieren, nur weil ich ein Kind habe. (Heute nicht mehr. Habe jetzt mehr Selbstvertrauen und würde mich nicht mehr rausschmeissen lassen) Ich gehöre genauso zu dieser Gesellschaft. Man kann den Spiess nämlich auch umdrehen: Verlassen Sie doch die Lokalität, wenn ein Kind erscheint welches sie stört!

      • Sportpapi sagt:

        In der Praxis würde mich mit dem Kind aufstehen, es in einem Neben- oder Vorraum zu beruhigen versuchen, mit dem Kinderwagen laufen gehen oder es in den Ergo Carrier nehmen, in der Hoffnung, dass es dann die nächsten beiden Gänge verschläft und anschliessend wieder ruhig in Papis Armen oder sogar im Kindersitz verbringt. Ansonsten hilft es nichts – halt ohne Dessert und Kaffee weg. (gegessen wird im schlimmsten Fall sowieso in Serie, mal Mutter, mal Vater…). Und das Ganze sowieso nur im Ausnahmefall, z.B. Familienanlass. Sonst reicht die Pizzeria, die Stammbeiz oder das Migros Restaurant.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        @Ramon Stebler: was Ihnen und Ihrem Baby widerfahren ist, ist beschämend und daneben! Weder Sie noch Ihr Kind haben etwas falsch gemacht, im Gegenteil. Sie müssen sich weder rechtfertigen noch entschuldigen, sondern wehren. Lassen Sie sich solches Unrecht nicht mehr gefallen! Denn auch Sie und Ihr Kind haben eine Existenzberechtigung und das Recht in einem Resti zu sein. Nörgler, die weinende Babies als störend empfinden und Rausschmisse befürworten, haben wohl ein Problem mit sich selbst. Auch die Motzer sind nicht als stille, brave und wohl erzogene Erwachsene auf die Welt gekommen.

    • xyxyxy sagt:

      ich denke, darum geht es eben nicht Frau Stebler. Sondern weil ich weiss, dass mein Kind austicken kann, gehe ich mit ihm nicht an bestimmte Orte, wo das wirklich störend ist. (Oper, Lounge Bar, feines Restaurant, etc.). Im Coop-Restaurant oder McDonalds wurden sie sicher nicht rausgeworfen.
      Ich glaube es braucht sehr viel, bis man rausgeworfen wird. Meine Erfahrung ist eher umgekehrt, dass das Personal/andere Gäste sagen „es störe nicht“, wenn ich meine Kinder zurechtweise.

      • Ramona Stebler sagt:

        Es war nachmittag und kein gehobenes Restaurant. Und was heisst hier austicken? Mein Kind ist nicht ausgetickt, hat geschrien wie es Babys nunmal manchmal tun. Gerade das hat mich ja schockiert: es braucht nicht viel um rausgeworfen zu werden.

      • Wanja Rothenberger sagt:

        @Ramona Stebel. Hier geht es nicht um Diskriminierung sondern um Respekt. Wenn Sie 20 Gäste in einem Restaurant belästigen, welche alle viel Geld für einen schönen Abend im Restaurant aufgeben und Sie daraufhin zurechtgewiesen werden, ist dies keine Diskriminierung. Sie sollten eigentlich so viel Anstand und Respekt haben, sich zu entschuldigen und für einnächstes mal eine Lehre daraus zu ziehen.

      • xyxyxy sagt:

        Ramona: sie sagen es braucht nicht viel –
        ich sage: es braucht viel (mir noch nie passiert und meine Kinder sind weiss Gott keine Engel), meine Erfahrung gegenteilig „es stört nicht“

        wie können sie sich das erklären?

      • Ramona Stebler sagt:

        @ Wanja: es war nicht Abend, es war Nachmittag. Es war Winter und ich musste danach über eine halbe Stunde in der Kälte warten bis mein Zug fuhr. Ich habe nichts falsch gemacht und es gabe keinen Grund sich für irgendetwas zu entschuldigen.
        @ xyxyxy: Nun gut, es ist mir nur einmal passiert. Aber das hat mich damals sehr schockiert. Eben gerade weil ich keine Erklärung dafür gefunden habe. Ich habe mich nicht irgendwie „abnormal“ oder unsensibel verhalten. Ich hatte schlichtweg ein Baby dabei, das geschrien hat, das war alles.

      • Urs sagt:

        Ramon Stebler sagt, sie „lasse sich nicht mehr rausschmeissen“, wenn ihr Kind lärme. Soso. Diese Aussage zeigt, wes Geistes Kind Frau Stebler ist. Ihre Aussage zeigt, dass es ihr egal ist, wie andere empfinden. Wenn der Gastwirt sie rausschmeissen will, schmeisst er sie raus, und sie muss gehen, da hilft ihr ihr „Selbstvertrauen“ nicht. Und wenn das ein Gastwirt mal wirklich tut, hat die Frau Stebler gelernt, dass es neben ihr noch andere Menschen mit Bedürfnissen und Anliegen und Rechten gibt…

      • xyxyxy sagt:

        @Ramona – da es ihnen nur einmal passiert ist, ist es doch gut möglich, dass dieses Personal eben abnormal „entgegen der Regel“ reagiert hat. Vielleicht war die zuständige Person schlecht drauf. Vielleicht hatten sie vor kurzem ein Baby-Desaster erlebt, so dass sie hypersensibel reagiert haben…. wer weiss das schon. Jedenfalls war es eine Ausnahme.
        Also gibt es keinen Kinderunfreundlichen Trend. Eine unangenehme Ausnahme mit der wir leben können, oder nicht? Wenn es ihnen ständig passiert, muss es an ihnen liegen. Wenn nur einmal… halb so wild. Es gibt A…… auf dieser Welt.

      • Ramona Stebler sagt:

        @ xyxy:1/2 Das sollte ja auch nur ein exemplarisches Beispiel dafür sein, was uns blüht, wenn wir immer jenen Recht geben die sich gestört fühlen und die „Störer“ sich dann zurückziehen müssen. Es bedeutet, dass sich nur noch die erwachsenen, gesunden, einer unterschwellig definierten Norm entsprechenden Menschen frei an öffentlichen Plätzen und Lokalitäten aufhalten dürfen. – Natürlich jetzt überspitzt dargestellt –
        Ich habe mich auch schon gestört: Über Hunde im ÖV, alte ungelenke und langsame Kunden an der Migros Kasse – ja ich habe sogar schon neben einem Schwersbehinderten …

      • Ramona Stebler sagt:

        2/2 …. gegessen, der mir (natürlich unabsichtlich) ins Essen gespuckt hat. Das hat nun aber nicht zur Folge, dass ich fordere, diese Menschen müssen nun nach Hause gehen, weil sie mich mal 5 Minuten in meinem Leben gestört haben. Ich fordere Akzeptanz für alle die nicht willentlich und absichtlich andere Stören.

      • xyxyxy sagt:

        @RAmona – die Frage ist einfach, ob es bei uns wirklich so militant zu und her geht. Ich mache die Erfahrung, dass Personal und Gäste sehr kinderfreundlich ist, bis in der Schweiz mal jmd sagt „es stört“ braucht es viel.
        Natürlich gibt es griesgrämige Einzelfälle (haben solche Nachbarn). Denen kann man im Notfalla auch paroli bieten, weil sie eben Einzelfälle sind und es wirklich nicht danach aussieht, dass sie bald das Ruder übernehmen.

      • Ramona Stebler sagt:

        @ xy: Anlass der Diskussion ist ja weniger der status quo als viel eher die Tendenz, bzw. die Möglicheit, dass wie im Text beschrieben, die „no-kids-allowed-Bewegung“ an Einfluss gewinnt. Beispiele aus der Realität zeigen lediglich auf, dass ein solches Ausschlussverfahren diskriminierend ist.

      • Nico Meier sagt:

        Wenn man gediegen essen gehen will sollte man sich einen Babysitter leisten, der passt auf das Kind auf und so können alle Gäste das Essen geniessen.
        Wenn das ganze Restaurant unter dem Egoismus eines Elternpaares leiden muss finde ich das recht asozial!

      • xyxyxy sagt:

        @Ramona – die Frage ist eben, ob der Text relevant ist, oder ein „Thema auf Teufel komm raus“
        dies ist doch fast immer dann der Fall wenn man auf US-Beispiele zurückgreifen muss.
        Falls es tatsächlich in der Schweiz immer mehr kinderverbote geben sollte, ist die Frage wo? und warum?

        Grundsätzlich ist man heute sehr kinderfreundlich im Gegensatz zu früher, als wir noch klein waren oder noch früher.
        Ich denke, das sollte man festhalten.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ohne gute Erziehung gehts nicht. Mit meinen Kindern kann ich (fast) überall hin. Sie können sich benehmen, sonst werden sie ermahnt. Leider werfen viele Leute Eltern und Kinder in denselben Topf und vorverurteilen sie. Manchen sind Kinder schon nur ein Dorn im Auge, auch wenn sie ruhig und anständig sind, traurig! Alle, die sich über Kinder nerven, haben wohl eher ein Problem mit sich selber. Warum setzen sich Nörgler im Restaurant ausgerechnet in die Nähe einer Spielecke? Ich setzte mich früher als Nichtraucherin auch nicht extra ins Raucherabteil im Zug, um über Raucher und Gestank motzen…

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Trotzanfälle sind übrigens normal und gehören zur gesunden Entwicklung dazu, dies hat gar nichts mit mangelnder/falscher Erziehung zu tun! Respekt und Anstand sind mir als Mutter sehr wichtig und diese gebe ich durch Vorleben meinen Kindern weiter. Leider gelten diese Werte für einige Erwachsene nicht. Sie verlangen dies zwar von Kindern, behandeln diese aber respektlos (anschreien, als Bälger/Gofen bezeichnen,…). Da stimmt doch etwas nicht! Kinder haben, auch wenn sie noch klein und unerfahren sind, genauso Anstand und Respekt verdient wie Erwachsene auch – dies nur als kleiner Denkanstoss!

  • xyxyxy sagt:

    ich nehme an, dass diese Verbote daher kommen, weil einige Eltern kein Gespür mehr haben, wo es jetzt passt mit Kindern aufzutauchen und wo nicht.
    Ich gehe mit meinen Kleinkindern auch nicht in eine Oper.

    Prinzipiell ist unsere Gesellschaft ja weit Kinderfreundlicher als vor einigen Jahrzehnten. Ich mache mir da also wenig Sorgen um eine neue Kinderfeindlichkeit.

  • Josef Kurath sagt:

    Bisher dachte ich die Schweiz sei der Olymp der Kinderunfreundlichkeit.

  • Paride (glücklicher DINK) sagt:

    Ich persönlich habe auch meine Probleme mit lauten Kindern. Aber es liegt wohl nicht an den Kindern sondern an den Eltern. Warum müssen Kinder während der Mittagsruhe (12:00 … 13:30) im Treppenhaus spielen gelassen werden. Warum muss ich für mein Velo ein Ticket lösen und darf während der Stosszeit das Velo nicht in den ÖV mitnehmen? Warum darf dann aber der riesige Kinderwagen zur Stosszeit in den ÖV und die Mutter nimmt dann den Säugling mit dem Maxicosi aus dem Wagen und belegt somit Platz für den Kinderwagen, einen Sitzplatz für das Sabberding und einen Sitzplatz für sich selber.

    • Eni sagt:

      Fahren Sie doch ganz einfach mit dem Velo nach hause, anstatt dieses während der Stosszeit mit in die ÖV zunehmen. Problem gelöst.

      Übrigens: das Sabberding wird Ihnen dereist die Suppe einflössen und den Hintern abwischen, wenn Sie selber zu einem alten Sabberding geworden sind.

  • Dr.K.W.Wegmüller sagt:

    Warum ricten Restaurants nicht einen Raum ein für Familien mit Kinder?
    Kinder aus der Gersellschaft ausschliessen, ist eine Schande. Im Flugzeug kommt es noch soweit, dass die Kinder wie Hunde im Frachtrauch verstaut werden müssen!!!! Kindersind doch unsere Zukunft. Habe selber auch keine Kinder, und sie nerven mich auch öfters, aber ohne Kinder keine Zukunft für den ,, Homo Idioticus ,, Wenn Ihr nicht seit wie die Kinder, werdet Ih das Himmelreich nie sehen. ( Jesus von Nazaret ) !!!!!!!!

    • ng sagt:

      o.o.T: Ihren Doktor haben sie wohl nicht in Germanistik gemacht?

      Zu Ihrer Meinung: Es geht nicht darum, Kinder aus der Gesellschaft auszuschliessen, sondern diese in gesundem Masse zu integrieren. D.h. Kinder sollen an kinderfreundliche Orte mitgenommen werden, eine Bar, ein Kunstmuseum oder ein gehobenes Restaurant gehören da sicher nicht dazu. An den andern Orten sollen sie dabei sein können, aber auch hier gehört angemessenes Benehmen dazu. Auf dem Spielplatz ist herummrennen und schreien oke, nicht aber im Restaurant. Hier kommen die Eltern ins Spiel, denn diese haben das in der Hand.

  • Andreas Daxer sagt:

    ich bin dafuer. mir gehen diese schreienden kinder, die kinderwagen in tram, diese kinderwagen auf dem trottoir, kinder da und kinder dort, und kinder duerfen alles und kinder sind unsere zukunft einfach auf die nerven. punkt !
    kinder gehoeren gut erzogen auf den spielplatz, in kinovorstellungen am nachmittag und an den kindergeburtstag in mc donald. niemand verlangt, dass eltern kindern haben muessen. also muessen sie sich anpassen. ich musste das als kind auch. ich wurde streng erzogen. ich bin auch dafuer, dass es kinderfreie hotels gibt. denn – ich will mich in den ferien erholen.

  • Reto Derungs sagt:

    Es geht nicht gegen die Kinder; es geht gegen tumbe Eltern, welchen eine Grundregel sozialen Verhaltens nicht in die Birne will: Dass man die eigene Freiheit nur so weit auslebt, als man damit jene der andern nicht beeinträchtigt. Daher stellen wir auch nach 2200 Uhr den Fernseher leiser. Und wissen, dass man Bébés nicht auf dem Esstisch der Gartenwirtschaft wickelt, Kinder nicht im Gourmetlokal herumtollen lässt und Jugendliche nach Mitternacht von der Strasse nimmt. Es steht jedermann frei, wieweit er Toleranz üben will. Sie einzufordern, ist arrogant.

    • Adrian Meier sagt:

      Voll einverstanden. Merci. Diese Kindesverehrung, die in unseren Tagen und vor allem von werdenden Müttern stattfindet, nervt viele Leute.

  • Christian sagt:

    Ich lebe nun seit 17 Jahren in den USA von der Ost- zur West-küste, vom Mittleren Westen bis Pazifik-Nordwesten. Wir haben zwei Kinder aber ich habe bisher EIN einziges Lokal angetroffen wo Kinder nicht erwünscht waren (ein gehobenes Steakhouse das nur am Abend geöffnet ist). Ich glaube kaum dass man hier von einer Bewegung sprechen kann nur weil es einige Orte gibt die Kinder verbannen.

  • Louis Fink sagt:

    Man könnte ja auch den Spiess umdrehen und an einigen Orten „kinderhassende DINKS“ verbieten.

    • *sigh* sagt:

      Wäre bestimmt kein Unsinn! Früher hiess das einfach „Familienrestaurant“….

  • Anne sagt:

    Da ich in Kalifornien lebe und regelmaessig mit meinen Kindern ind die Schweiz komme, muss ich also sagen die meisten Amerikaner sind etwa 100 mal Kinder-Toleranter als die Schweizer. Gewisse Familien hier kommen in ein Restaurant und lassen die Kinder herumrennen und schreien, dann hinterlassen einen Saustall sondergleichen, aber niemand sagt was. Wuerde in der Schweiz nie gehen. Da versteht man dann auch, dass das beim „Fine Dining“ nicht beliebt ist. Ich glaube aber nicht dass die Kinderdiskriminierung wirklich durchziehbar ist, da hat das Restaurant schon bald eine Klage am Hals.

    • Lukas Engler sagt:

      Wenn ich in ein Restaurant fein essen gehe, brauche ich sicher kein Kindergeschrei! Finde die Entwicklung in den USA gut und hoffe, dass dies auch hier bald eingeführt wird.

      • Ramona Stebler sagt:

        Für sich selber Freiheiten fordern, diese anderen aber nicht eingestehen. Egoistisch!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Anne:
      „die meisten Amerikaner sind etwa 100 mal Kinder-Toleranter als die Schweizer.“
      möglicherweise ist dieses hundertmal ein paar Leuten ein bisschen zuviel des Guten geworden…,

      ehrlich gesagt ist es mir unbegreiflich wie ich in der Öffentlichkeit in aller Selbstverständlichkeit einen Saustall hinterlassen kann, da haben glaub vorallem die Erwachsenen, und zwar die mit dieser „nach unsrer Fam die Sintflut“-Haltung das entscheidende Problem, ist ja echt jenseits.

      • Sportpapi sagt:

        Ich denke auch, hier wird Toleranz und Resignation verwechselt.

      • Gabi sagt:

        Sehr richtig, BS: Ich denke vor allem auch an Erlebnisse in Öffentlichen Einrichtungen, die nicht dazu angetan sind, sich auf Besuche von Kindern zu freuen.

        Wenn dann hier im Artikel vorwurfsvoll vermerkt wird, wie Kinder aus Museen heraus bugsiert würden, erinnere ich mich nur allzu gut, wie sich diese in Museen aufführen dürfen. Unglaublich! Und wenn da auch unwiederbringliche Exponate stehen: Vollkommen Wurscht!

        Die „Kinderfeindlichkeit“, die ich dort ausmache, ist vor allem eine „Elternfeindlichkeit“: Und zwar gegenüber Erzeugern, die sich den grundlegenden Erziehungsaufgaben verweigern

    • Thomas Wälter sagt:

      Ich finde es gibt an dieser Entwicklung zwei Seiten. Das eine ist, dass gewisse Eltern ihren Kindern zu wenig manieren beigebracht haben und dass diese Kinder leider stören. Daher kann ich es verstehen, dass es Kinder-freie Zonen gibt. Auf der anderen Seite ist es jedoch immer eine Diskriminierung bestimmter Gesellschaftsmitglieder…. und das ist schade. Ein wenig mehr Erziehung der Eltern würde m.E. dieser Entwicklung Gegensteuer geben.

  • Heinz C TOCK sagt:

    Andere Länder, andere Sitten.
    Ich kann hier in Kanada mit meinem 18 jährigen Enkel nicht in einen PUB gehen,
    selbt wenn er nur eine Coke trinken würde.
    In einigen PUB’s auf dem Lande wird der Bereich in „PUB“ und „Restaurant“
    mit einer Barriere oder einem Seil unterteilt.
    Im PUB sind keine „Kinder“ unter 19 zugelassen.
    Der Mann aus dem Regenwald

  • *sigh* sagt:

    Wie würden Eltern denn ein „nur-wohlerzogene-Kinder-Schild“ auffassen?
    Wäre das OK? Zumindest wären sie dann vorgewarnt wenn sie der Kinder wegen rausgeworfen werden. Ohne einen solchen Hinweis wäre diese „Massnahme“ unmöglich auch nur anzudrohen ohne gleich 20 Mamablogs zu generieren…

    • Gabi sagt:

      Wow – sehr gute Idee.

      Hab ich mir noch gar nie gedacht. Wäre die simple und passende Lösung.

    • plop sagt:

      Ja, und da bräuchte es ja dann ein staatlich harmonisierter Katalog, welcher definiert, was denn „wohlerzogen“ ist, und wir Eltern bräuchten uns dann weniger Gedanken zu machen wie wir unsere Goofen erziehen wollen. Eine durch und durch gute Idee…

      • Gabi sagt:

        Nö… Der Besitzer oder Betreiber des Lokals kanns definieren.

        Ich find die Idee dennoch gut, Plop. Weil dann explizit darauf hingewiesen wird, dass nicht die Kinder, sondern die Eltern das Problem sind.

        Mit pauschalisierendem „Kinderfeindlich“-Geplärre als Ausflucht der missratenen Eltern wird´s dann schwieriger und bei einem ev. daraus entstehenden Streit zwischen Resti und Aufsichtsperson kommt´s klarer zum eigentlichen Punkt des Versäumnisses.

  • Richard Hennig sagt:

    Das Problem ist doch auch, dass viele Erwachsene vergessen, dass auch sie mal Kinder waren, dass auch sie mal Lärm und Blödsinn gemacht haben. Das Kinder gross zu ziehen schwierig ist, stellt niemand in Frage, aber ein bisschen mehr Verständnis seitens der ehemaligen Kinder (die Erwachsenen) wäre in unsere Zeit denke ich angebracht. Mich persönlich stört der ein telefonierender Geek dem jeder zuhören kann, weit mehr als ein schreiendes Kind. Und ja Kinder müssen lerne sich zu benehmen, viele Erwachsene sollten aber auch lernen toleranter zu sein.

    • Peter Sieber sagt:

      Hr. Henning, ich bin noch nicht sehr alt, als ich Kind war, wurde noch darauf geachtet, dass wir niemanden stören. Es gab Zurechtweisungen wenn nötig und feste Bettzeiten. Heute darf gebrüllt werden bis zum Abwinken und Kinder benehmen sich wie es ihnen gerade einfällt. Wagt man es, etwas zu sagen, lassen die Eltern einem immer sehr pointiert wissen, dass man gefälligst die Entwicklung des Kindes nicht zu behindern habe. Und sind die Rotznasen erst mal erwachsen, führen sie sich wie Kinder auf indem sie permanent und penetrant laut telefonieren oder Musik hören. Soviel zur Toleranz.

    • blickwinkel sagt:

      neenenenen…. problem scheint, dass alle glauben sie seien gleich gewesen als kinder! nein, andere sind gleicher..haha..
      kleienr witz.
      eltern sollen doch in restaurants mit ihren kindern platznehmen – da ist nichts auszusetzten. aber sie sollten sich aber auch aus der schusslinie ziehen, wenn die kleinen sich nicht denn gepflogenheiten anpassen oder andere stören.

  • diva sagt:

    würden die eltern ihre kinder ERZIEHEN, wie das generationen zuvor der fall war und ihr familiensein auch nicht noch mit diesen übergrossen buggys (es geht nämlich auch ne nummer kleiner) überall den platz versperren, käme wohl kaum einer auf die idee, die hier besprochen wird. tatsache ist, dass das gros der mütter ihre kinder schlicht und einfach nicht im griff hat und der auffassung ist, dass die kleinen ruhig die ganze umgebung terrorisieren sollen. wir lernten früher noch uns an bestimmten orten einfach ruhig zu verhalten und sind trotzdem normal.

  • Theo Wandermann sagt:

    Müsste man sich nicht auch die Frage stellen, wieso es zu diesem Ausschlussbedürfnis kommt? Ich kann mich erinnern, dass wir vier Kinder jeweils wie Hühner auf dem Stängeli sassen und grossäugig unsere Pommes mapften. Ich hatte letzte Woche Tomatensauce auf meinem Anzugshemd, weil zwei 3 bis 4 Jährige (nicht etwa 9 Monatige…) am Nebentisch nicht wussten wie dumm sie mit dem Essen spielen wollten. Die Mutter fand es ganz ok und hat sich nicht mal bei mir entschuldigt. Für jeden Sch… brauchts eine Prüfung und ein Diplom, aber jeder Idiot darf Kinder kriegen. (Resigniertes Kopfschütteln…)

  • Frank Brägger sagt:

    Richtig so! Eintirtt in die Disco ab 18, Hunde im Zoo verboten, rauchen im öffentlichen Raum untersagt etc. Wo ist dann bitteschön der Unterschied zu einem Kinderverbot? Kinder sind z.T. laut und nerven. Ein romantisches Tète-à-Tète in einem teuren Restaurant möchte ich mir sicher nicht durch schreiende Balge verderben lassen. Amerika in vielen Aspekten nicht auf meiner Linie, jedoch diese Entwicklung unterstütze ich.

  • Urs sagt:

    So, jetzt reicht’s mit diesem Gejammer!

    1. Kinder sollen in ihrem eigenen Interesse nicht überall dabei sein. Wenn das die Alten nicht begreifen, muss man es ihnen sagen und es durchsetzen.

    2. Wenn es zu viele Eltern gibt, die ihre Goofen nicht sozialverträglich erziehen oder eben zuhause lassen können, muss man leider allgemeinverbiindliche Gebote aufstellen.

  • Yul sagt:

    Frau Kuster!

    Mischen Sie nicht Kraut und Rüben! Das Kinderwagen-bleiben-draussen richtet sich nicht gegen Kinder, sondern gegen die Kinderwagendinger, die in besagtem Café ganz einfach keinen Platz haben. Wenn die Mamas und Papas zu doof sind, das zu erkennen, muss man den Gefährten eben die Tür weisen.

  • Beat sagt:

    Dinks werden früher oder später aussterben, soviel ist sicher. Bis dahin leben sie auf Kosten der Familien.

  • Claudia sagt:

    Letzten Freitag, 21 Uhr Bistro-Cafe in Zürich. Nach einer hektischen Woche hatte ich keine Lust auf Bar-Lärm oder sonstigen Ausgeh-Stress, aber wir wollten doch noch in Ruhe was trinken gehen. Kaum kam unsere Bestellung setzen sich zwei Frauen mit Babies an den Nebentisch. Auch sie wollten wohl nur in Ruhe was trinken und gaben daher dem noch wachen Baby eine Quitsch-Ente in die Hand. Vermutlich sind es genau die Eltern, die sich dann über genervte Blicke beschweren.

    • Urs sagt:

      Und warum, Claudia, haben Sie sich nicht beschwert? „Genervte Blicke“ alleine bewirken kaum je das Gewünschte, ein klares Wort hingegen schon.

    • Ramona Stebler sagt:

      @ Claudia: Sie gehen ja wohl offensichtlich aus um unter Menschen zu sein, sonst könnten Sie auch zu Hause „in Ruhe etwas trinken.“ Stellen Sie sich vor, auch Mütter und Kinder gehören zu dieser Gesellschaft. Selbstverständlich nervt man sich über genervte Blicke die von Menschen kommen, die für sich eine Freiheit beanspruchen die sie anderen Menschen nicht zugestehen wollen,

      • Max Schmitt sagt:

        @Ramona Die zeit gelesen? 21 Uhr! Gehören heute Babies um die Zeit noch in öffentliche Lokale? Ich denke eher nicht. Wenn man auf absolut gar nichts verzichten will, soll man sich eben überlegen, ob man Kinder in die Welt setzt. Hier wird den „Brat Banners“ schnel Arroganz und Intoleranz unterstellt. Und was ist mit der Arroganz, Selbstgerechtigkeit und Intoleranz von Eltern, die meinen Ihre Goofen dürften alles, überall, zu jeder Zeit? Toleranz ist heute halt oft nur noch das, was man von anderen fordert, selber aber nicht aufbringt.

  • marie sagt:

    scheint eine retourkutsche zu sein: in unserer verbohrten asigesellschaft, die sozioökonomische abspaltung generiert und fördert, ist das doch nur logische konsequenz.

  • Bekim sagt:

    Wenn ich mit meiner Frau hier in Afrika essen gehe, staune ich immer darüber wie Familien mit Kindern, das Restaurant betreten, ihr Mahl einnehmen, wieder gehen und absolut kein Lärm oder Herumgerenne verursachen. Ganz anders die verwöhnten Kinder der Europäer oder der Inder. Die betrachten ein Restaurant als Spielplatz auf dem man sich frei austoben kann, beobachtet von den stolzen Eltern. Am Ende eine Frage der Erziehung. Das Lehren von Respekt und das Aussenden von Autorität gegenüber den Kindern geht unseren verweichlichten europäischen Eltern leider völlig ab.

  • Pascal Sutter sagt:

    Nun ja. Was erwartet man von einer Gesellschaft die unter anderem gerne die Alten in Heime versteckt, die Süchtigen vertreibt, die Behinderten aus den Augen verbannt? Scheinbar wird ein Teil der Menschheit immer wie unfähiger sich sozial („mehschlich“) zu verhalten. Vor mir aus sollen solche Zombies doch in ihren gated Communities verrotten und unter der Last des Alterns und ihrer Neurosen zusammenbrechen. Glücklicherweise sind nicht alle so verbohrt.

  • Peter sagt:

    Nächste Verbot: kein Eintritt für Menschen über 120 Kilo….oh, denn sind ja alle Bars, Restaurants, Macs und Wallmart leer….amis..

  • Nicole sagt:

    Gott sei Dank sind diese „ideenreichen“ Menschen schon als Erwachsene geboren ;o)!

  • Lilly sagt:

    Kids gehören nicht in eine Bar und sind ab 20Uhr eh im Bett. Somit werden sämtliche Zonen wieder kinderfrei.Und das solle mE reichen…

  • Armando sagt:

    Aus den USA kam noch nie Gutes! Das hier ist mal wieder ein Beweis dafür.
    Das andere Problem ist, dass manche Mütter – seltener auch Väter – meinen, IHRE Kinder dürften alles machen, was eigentlich nicht zulässig ist. Es offenbart sich die Unfähigkeit zur Erziehung der eigenen Kinder. Sie erweisen ihren Kindern damit einen sehr schlechten Dienst. Diese Kinder kennen auch später die Grenzen nicht.

    • Era Dam sagt:

      ja, richtig Armando, wegen Mondlandung, iPod, iPhone, Mac, Computer im allgemeinen und Kinderlähmungsimpfung ist unsere Kultur aufs tiefste bedroht *facepalm*

  • nuggitante sagt:

    ich kann es absolut verstehen, dass man an manchen orten kindern keinen zutritt gewährt. dazu ist es wohl gekommen, weil es wirklich kinder gibt, deren eltern sich absolut nicht kümmern und sie alles machen lassen. die eltern sind kein vorbild und lernen ihrem nachwuchs nicht, sich mindestens ausser haus anständig zu benehmen.
    kinder sollten halt auch nicht überall mitgenommen werden. manchmal ist es denen wohler wenn sie zuhause bleiben können und sich ein guter babysitter oder oma um sie kümmert. am ende sind alle zufrieden/er. das aber entbindet eltern nicht davon, ihre kinder zu erziehen.

  • Eni sagt:

    USA, das Synonym der Freiheit…………..

  • Franz Oettli sagt:

    Ja, das ist schon etwas deftig, grad so ein Verbot. Man kann aber schon konstatieren, dass die Kinder heute überall hingeschleift werden und zudem oft schlecht erzogen sind. Gerade heute hatten wir so einen Fall im Café, wo die Goofen am Nebentisch alles durften: quengeln, schreien, das Dessert herumschmieren und am Schluss standen sie sogar auf den Polstersitzen. Das geht doch nicht! Die werden ihren Eltern noch ziemlich Sorge bereiten! So schwindet halt auch mein guter Wille, obwohl ich Kinder eigentlich mag.

    • Eni sagt:

      In diesem Fall frage ich mich einfach, warum diese Leute nicht aus dem Cafe gewiesen wurden.

      • Franz Oettli sagt:

        Ja da haben Sie recht, wenn man im Vornherein schon wüsste, wie sich das entwickelt. Wir dachten, die würden diese Sauerei schon merken. Nachher sind sie dann zum Glück gegangen. Leid tat mir nur das Servierfräulein, die das alles zusammenreinigen musste. eigentlich hätte das die Eltern machen sollen, dann lernen sie es! Aber wahrscheinlich haben sie auch zuhause so ein Durcheinander, oder eine Putzhilfe, das haben ja auch schon viele heute, die selber keine Ordnung haben.

  • Einzelkind sagt:

    Obwohl selbst kinderlos aus Überzeugung und manchmal von Kleinkindern genervt finde ich solche Regelungen ziemlich bescheuert. Viele „Probleme“ sind ohnehin herbeigeredet, wie bspw. Flugreisen. Ich fliege regelmässig mit der Business Class und traf dort noch nie auf Kinder.
    Der Rest sollte mit gesundem Menschenverstand uns etwas Toleranz doch zu meistern sein. Liebe DINKS: mal ein Auge zudrücken und locker bleiben! Liebe Eltern: den Nachwuchs nicht an jede „Hundsverlochete“, welche die Kleinen eh bloss langweilt, im Kinderwagen-SUV mitschleppen!
    Na also, geht doch 😉

  • Damian Nussbaumer sagt:

    Solange die Eltern Ihre Kinder nicht im Griff haben, ist so etwas absehbar. Habe lange in den USA (mit unseren Kindern) gelebt. Was wir dort erlebt haben spottet zum Teil jeder Vernunft. Auch ich bin heute soweit und geniesse ein Essen ohne schreiende und tobende Kinder. Eltern haben eine Verantwortung. Leider sind viele Eltern sich dessen nicht mehr bewusst, oder sind einfach überfordert weil man verlernt hat „nein“ zu sagen.

  • Roman Schlegel sagt:

    ich lebe seit 17 Jahren in den USA und kann erklaeren warum diese Bewegung entstanden ist, leider ist es so weil egal wo die Kinder sind, Restaurant, Kino, Shoping Center etc. sich wie die “ Schweine “ auffuehren, ich gebe nicht den Kindern die Schuld sondern den Eltern die leider absolut keine Ahnung haben wie man die Kids erziehen sollte, ich meine dabei nicht das man sie pruegeln muss, im Gegenteil, erziehen, manieren beibringen, soziales Verhalten im Kreise anderer Mitmenschen lehren, aber eben wenn die Erwachsenen selber keine Ahnung haben wie sollen es die KInder lernen !

    • Era Dam sagt:

      meine Worte – glücklicherweise sind die USA uns immer ein paar Jahre voraus. Bei uns wären Erziehungsmassnahmen bei allen Altersklassen vonnöten, selbst viele Rentner wissen nicht mehr, wie man sich benimmt – wie kann man das dann von Kindern erwarten? Etwa: „Nimm bitte deine dreckigen Schuhe von der Sitzbank runter!“ „Warum, die Oma hat doch ihre Wanderschuhe auch oben?“ …

  • Simone sagt:

    Wie gut, dass Ende märz ein Kindercafe beim Seilbahn rigiblick in Zürich aufmacht. Es wird bambam heißen und ist genau für die laut diesem Artikel unerwünschte Zielgruppe gedacht…

  • Katharina sagt:

    Dieser Artikel basiert zum grössten Teil auf einem Artikel von Yahoo vom 26. 7. 2011. Sogar die Headline ist direkt übernommen:

    http://shine.yahoo.com/parenting/the-no-kids-allowed-movement-is-spreading-2516110.html

    • Katharina sagt:

      Zum rechtlichen, bzw der Frage ob es sich um Diksriminierung handelt: Der federal Civil Rights Act sagt: „The federal Civil Rights Act prohibits public establishments from discriminating on the basis of race, religion and other specified categories, none of which include children or acting like a kid.“

      Es fehlt also in dem Gesetz die durch das Antidiskriminierungsgesetz geschützte Kategorie (protected class) Kind. Das ist das formaljuristische Problem.

      Von der case history her ist das Thema noch nicht gegessen. Es geht um den Konflikt zwischen dem Recht darauf, eine Dienstleistung zu verweigern und der pflicht, den unter dem Civil Rights Act aufgefuehrten Kategorien eine Dienstleistung nicht zu verweigern.
      Es besteht eine fliessende Grenze, wie die Gerichtspraxis zeigt:
      http://www.legalzoom.com/us-law/equal-rights/right-refuse-service

      Da die Tendenz neu ist, muss sich eine Gerichts Praxis dazu noch entwickeln, bzw. eben dann der Civil Rights Act sinngemäss auch Kinder aufnehmen. Wo es sicher im Sinne der Kinder entschieden werden wird, ist der Fall i Florida, in einer Condominium Siedlung (nicht öffentlicher Raum wie der Artikel suggeriert den das gesamte Siedlungsgebiet ist Privat Grund).

      Meine Meinung: Kann ein Etablissement keine kindergerechte Einrichtung, Umgebung und Sicherheit gewährleisten, oder ist die Art des Etablissements für Kinder einfach nicht geeignet, sollte dieses das Recht haben, kindern den Zutritt nicht zu erlauben. Umgekehrt bedeutet dies ja dann auch, dass ein Etablissement auch in die Pflicht genommen wird, dass Einrichtung und Umgebung kindgerecht ist, zumindest was die Sicherheit betrifft.

      • Franz Oettli sagt:

        Ja und die Eltern haben keine Verpflichtung, ihre Kinder umweltgerecht zu erziehen? Es kann doch nicht das Lokal in die Pflicht genommen werden, dass alles sogenannt kindergerecht wäre, wo sind wir denn da?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Damit wird höchstens die Haftungsfrage berührt, aber nicht grundsätzlich der Frage der Diskriminierung, IMHO. Ich denke, es wird Urteile geben in dieser Sache, darauf bin ich gespannt.

      • Katharina sagt:

        Pippi, hättest du den Link auf legalzoom durchgelesen, dann wüsstest du, dass es sehr wohl genau um die Frage geht ob es Diskriminierung ist oder nicht. Das ist in dieser Gesellschaft ein Dauerthema, das sehr ernst genommen wird. Die dort genannten Gerichtsfälle entschieden das recht unterschiedlich, was heisst, dass es nicht allgemein formuliert werden kann, sondern jedes Mal eine Rechtsgüter-Abwägung geschehen muss. Der Konsens scheint aus der Gerichts Praxis zu sein, dass: „Does the guaranteed right to public access mean the business owner’s private right to exclude is violated? For the most part, courts have decided that the constitutional interest in providing equal access to public accommodations outweighs the individual liberties involved.” – was bedeutet, dass in vielen Fällen entschieden werden wird, dass es eben Diskriminierung ist, aber eben nicht in allen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        „none of which include children or acting like a kid.”
        ich verstehe das „acting like a kid“ nicht, spontan fallen mir da Behinderte ein denen man ein „unerwachsenes Verhalten“ oder „benimmt sich wie ein Kind“ unterstellen könnte. Und sie deshalb dann ausschliessen könnte?
        Wer genau ist da gemeint?

      • Katharina sagt:

        Brunhild, stell Dir einfach diesen Ort hier als Restaurant vor, und wie einige Erwachsene dermassen ausrasten, dass ein Catfight entsteht, wo dann Teller und Esswaren rumfliegen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        ich hab nun glaub verstanden…
        und hoffe ja nicht Zeugin eines solchen Real-Szenarios zu werden,
        virtuell reicht es mir vollauf…

      • marie sagt:

        😆

  • stebele sagt:

    Die Idee ist doch im Grundsatz in Ordnung – wieso sollten Kinder überall und immer dabei sein? Ist es wirklich nötig Kleinkinder an eine Vernissage mitzunehmen? Was haben Kinder von einem Gourmet-Menü ? – Spaghetti oder Spätzli schmecken ihnen eh viel besser! Ich gehöre als Mutter von drei Töchtern, die jüngste ist 14, zu der Gruppe, die bewusst (Ferien) Angebote sucht, bei denen keine Kleinkinder zu erwarten sind – und wenn ich ganz ehrlich bin, haben mich schreiende Kleinkinder schon gestört, als meine selbst noch klein waren …. „wie mer’s gwöhnt, so hätt mers“ hat schon mein Grosi gesagt!

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Und das wird in den USA einfach so akzeptiert? Wo doch sonst immer der Schrei nach Diskriminierung irgendeiner Randgruppe erfolgt, wenn irgend jemand irgendetwas irgendwo nicht mehr machen darf? Das erstaunt mich sehr! Aber Kinder haben keine Lobby, ausser ihren Müttern, und die sind zu beschäftigt, um sich noch politisch zu engagieren. Traurige Entwicklung, wenn die Jüngsten, die Schwächsten einfach so ausgegrenzt werden dürfen!

    • Sportpapi sagt:

      Könnte ja sein, dass es auch im Interesse der Jüngsten ist, wenn sie nicht überall dabei sein können.

  • marie sagt:

    man kann ja wählen – es hat genug platz für alle und es wird sicherlich keine weltbewegung werden. ganz bestimmt nicht.
    ausser wenn im tram 2 kinderwagen (typ offroader) nebeneinader stehen, dann hat der rollstuhl keinen platz mehr. könnte man da nicht ein wenig kleiner werden? die frage ist nett gemeint.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @marie:
      „und es wird sicherlich keine weltbewegung werden.“
      Ja, in gewissen Weltgegenden entstünde da tatsächlich ein herausforderndes Raumproblem-
      wo all die vielen lieben Kinder stapeln um Platz für die erholungsbedürftigen Brat Banners zu schaffen?

      • marie sagt:

        würde gerne wissen, wie indische brat banners aussehen, oder chinesische… 😉 scheint ein wohlstandsproblem zu sein. nun, wir haben es ja in der hand, und so drastische massnahmen wie in florida (alentheim der staaten) könnte es höchstens im tessin geben, da es ja das altenheim der schweiz ist und dort gaaaaaanz viele deutschschweizer leben… ich sehe da schon den polentagraben klaffen und wie die deutschweizer rentner mit röschti die polentawerfenden tessiner bombardieren. da ist es vernünftig die kinder prophylaktisch aus dem tessin zu evakuieren. 🙂

      • Guido Singenberger sagt:

        @Marie.., seit 30 Jahren wohne ich im Tessin. Was Sie hier vom kinderfreundlichsten Kanton schreiben ist eine Frechheit. Wir kennen in allen Tessiner Schulen praktisch keine Drogen, keinen Alkohol und keine Gewalt. Gewalt beginnt erst, wenn in den Sommerferien die betrunkenen Nordschweizer die Nachtruhe in Lugano, Locarno und Ascona stören. So ist es.!

      • marie sagt:

        @guido
        …sag ich doch. und der post war ironisch gemeint. ich finde das tessin einer der angenehmsten kantone, in jeder hinsicht.

      • Guido Singenberger sagt:

        @Marie.., dann bin ich auch nett zu Ihnen. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Ah, ich möchte auch gerne wieder mal die Nachtruhe eines lauen Sommerabends in Ascona stören…!

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