Keuschheit als Lebensplan

Wilsons

Keusch und glücklich: Der Purity-Ball-Gründer Randy Wilson mit seiner Frau, den gemeinsamen Kindern, Schwiegertöchtern, Schwiegersohn und Enkel. (generationsoflight.com)

Vor einigen Jahren lernte ich eine junge Amerikanerin kennen, die einen ganz speziellen Ring trug: einen «Purity Ring» oder Reinheitsring. Sie und ihr Verlobter hatten sich verpflichtet, bis zur Eheschliessung absolut keusch zu bleiben. Mit «absolut» meinte sie keine Zungenküsse, kein Petting, kein gar nichts. Und weil diese totale Enthaltsamkeit nicht immer einfach war, sollte der Ring sie in Augenblicken der Schwäche an ihr Gelübde erinnern und gleichzeitg als Symbol der Vorfreude für «den grossen Moment» dienen.

Die Purity-Bewegung, die Sex erst in der Ehe erlaubt, zieht in den USA mittlerweile weite Kreise: Eines von acht Mädchen zwischen 8 und 18 Jahren legt ein Keuschheitsgelübde ab und verpflichtet sich, «rein» in die Ehe zu gehen. Und es werden immer mehr. Inzwischen bilden die evangelikalen Christen, welche sich streng an der Bibel orientieren und für äusserst konservative Werte einstehen, die stärkste religöse Gruppierung der USA – was nicht zuletzt im akutellen Präsidentschaftswahlkampf zu spüren ist.

Die Schweizer Filmemacherin Mirjam von Arx hat sich während zwei Jahren intensiv mit dem Thema befasst. Sie begleitete die Vorzeige-Keuschheits-Familie Wilson durch ihren Alltag. Daraus ist der Dokumentarfilm «Virgin Tales» entstanden (Kinostart Anfang Mai). Vater Randy Wilson ist berühmt für die von ihm vor rund zwölf Jahren gegründeten «Purity Balls»: Vater-Tochter-Bälle, an denen beide ein schriftliches Versprechen abgeben, alles zu tun, um die Keuschheit des Mädchens bis zur Ehe zu bewahren. Für die Tochter bedeutet dies, ihre Jungfräulichkeit zu bewahren, für den Vater, als Ehemann und Vater weiterhin rein und integer zu bleiben, also ein Beispiel für ein tadelloses Leben zu geben.

Wer sich die Wilsons als einen komplett prüden und verklemmten Haufen vorstellt, irrt allerdings. Von Arx war erstaunt, wie «locker und ungezwungen» innerhalb der Familie über Sex oder Lust gesprochen wurde. «Die Wilsons verteufeln den Sex nicht, im Gegenteil, sie finden Sex wunderbar — und genau darum sollte er nur innerhalb der Ehe zelebriert werden. Weil er etwas ganz besonderes ist.»

Die Keuschheitsbewegung, die in den USA ihren Ursprung hat, hat längst Europa und auch die Schweiz erreicht. Jüngstes Beispiel ist der aktuelle Mister Schweiz Luca Ruch, der ebenfalls auf Sex verzichtet. Wie freiwillig er dies tut, ist aber fraglich, denn er hat im Prinzip keine Wahl: Seine Freundin Daniela Niederer ist Mitglied der evangelischen Freikirche Chrischona, Sexualität vor der Ehe ist nicht erlaubt.

SCHWEIZ CREDIT SUISSE SPORTS AWARDS 2011

Keinen Sex vor der Ehe: Mister Schweiz Luca Ruch mit seiner Freundin Daniela Niederer. (Keystone)

Und gerade weil das Thema Keuschheit vermehrt auch bei uns Anhänger findet, ist es der Regisseurin von «Virgin Tales» ein Anliegen, mit ihrem Dokfilm auch die Diskussion über Sexualpolitik anzuregen. «Ich war mitten in der Schnittphase, als im letzten Herbst die ‹Petition gegen die Sexualisierung der Volksschule› eingereicht wurde», sagt von Arx, «das ist bedenklich, denn Teenager sollten unbedingt aufgeklärt werden.» (Lesen Sie auch: Ab wann soll die Schule aufklären).

Dass gerade in der jetzigen Zeit, in der Sexualität und Pornographie schon fast allgegenwärtig zu sein scheinen, eine Gruppierungen wie die Purity-Bewegung auf Interesse stösst, scheint schon fast eine logische Konsequenz zu sein. Und dass eine Petition, die Eltern das Recht gibt, «ihre Kinder jederzeit und ohne nähere Begründung vom klar eingegrenzten Sexualkunde-Unterricht dispensieren zu lassen» innerhalb von knapp drei Monaten 91’816 Mal unterschrieben wird, verwundert auch nicht. «Die herrschende Übersexualisierung verunsichert viele junge Menschen», sagt Mirjam von Arx. «Da ist es schon möglich, dass junge Menschen mit einem Keuschheitsgelübde Halt suchen.»

Und für den Fall, dass ein hormongesteuerter Teenager sich für einmal doch nicht beherrschen könnte und von der verbotenen Frucht kostet, hat die Purity-Bewegung eine Lösung auf Lager. Zwar muss der oder die Abtrünnige ein kleines Downgrade in Kauf nehmen, doch verhindert sie den kompletten Ausschluss und damit verbundene Versagensgefühle: Man ist ab sofort nur noch «Secondary Virgin» — darf aber weiterhin den Weg der Keuschheit gehen und sich auf die Nacht der Nächte freuen.

458 Kommentare zu «Keuschheit als Lebensplan»

  • Stephan baumann sagt:

    @ mia, der Alttestamentarische Gott? Der Städte abbrennt? Der Neutestamentarische Gott, der seinen Sohn von Menschen umbringen lässt, damit er den Menschen verzeihen kann? Nein merci, da bleibe ich gerne Atheist, alles andere ist mir zu blutrünstig.

  • Stephan Baumann sagt:

    Was müssen diese armen Kinder wohl für einen riesen Stress vor dem ersten Sex haben, wenn man Jahre drauf wartet, solls dann doch wunderbar sein. Wird es wohl nicht, die beiden werden völlig verkrampft sein.

    • Reto Burgener sagt:

      Denke nicht, dass die Jugendlichen durch die Uebersexualisierung verunsichert sind, wohl eher die Erwachsenen, die in der Doppelrolle als Mann / Frau und Eltern ins Schwitzen kommen. Aufklärung ist selbstverständlich wichtig und begrüssenswert. Von alleine kämen junge Menschen sicher nicht auf die Idee, ein Keuschheitsgelübde abzulegen. Der Puritanismus nimmt einen neuen Anlauf.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Die Sache mit dem Purity-Ring oder auch der Jungfrau 2. Grades, finde ich schon auch ein wenig lächerlich. Aber der Gedanke dahinter, respektiere ich durchaus, auch wenn es für mich nichts wäre. Wenn jemand wirklich aus Glauben und Liebe, und nicht einfach aus Angst vor Repression, ein solches Opfer bringt, dann finde ich das schon beeindruckend.

        Ich finde es auf jeden Fall schade, dass die Keuschheit immer gleich lächerlich gemacht wird. Genauso wie es die meisten ja auch nicht in Ordnung finden, wenn man die Nicht-Enthaltsamkeit verteufelt.

      • Stephan Baumann sagt:

        @hummel, wenn jemand bewusst keinen Sex will, finde ich das sehr ok, mein Weg wärs nicht, aber mal auf etwas verzichten, schadet nichts, ich war früher Veganer .. Aber wenn sich 12 Jährige Mädchen mit ihrem Vater zusammen gegen Sex entscheiden, nein, das mag ich nicht. Was man auch sehen muss, in einigen christlichen Vereinen, z.B. in Teilen vom CVJM, herrscht ein riesiger Druck, bis zur Heirat keusch zu bleiben, je nach Kanton wird man, wenn man im Konkubinat lebt, vom Abteilungsleiter zum Hilfsleiter degradiert, in einem Verein, der für viele die Welt bedeutet

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Reto
        Das stimmt schon, das gefällt mir auch nicht. Sobald Druck dazukommt und es keine freie Entscheidung mehr ist, ist ja auch der ganze Sinn dahin.
        Man muss einfach irgendwie ein gesundes Mittelmass finden, wenn man diese Idee auch seinen Kindern weitergeben wird. Das muss sicher nicht mit 12 Jahren und in einer feierlichen Zeremonie passieren. Aber ich fände es z.B. absolut ok, wenn Eltern ihren Kindern verbieten, Sexpartner mit nach Hause zu nehmen. Natürlich zusammen mit einer Erklärung. Dann können die Kinder später selbst entscheiden.

      • Gabi sagt:

        Würde ich mir als Vater sehr überlegen, das mit dem Sexpartner heimbringen verbieten.

        Denn an der Frage der Örtlichkeit alleine wird´s kaum scheitern.

        Sprich: Sie würden sich ja nur einer Kontrollmöglichkeit berauben!

        – In diesem Zusammenhang weise ich gerne noch mal drauf hin, dass es ja gerade jene Länder sind, welche die höchsten Teenieschwangerschaften haben, wo der Sex den Kindern gegenüber am Meisten tabuisiert wir… Also – so nehme ich doch an – das Nachhausebringen für gem. Turnübungen bei den Eltern kaum wohlgelitten ist.

    • Mia sagt:

      Was denken Sie sich? Klar braucht es Aufklärung und ein gewisses Grundwissen…
      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nichts Schöneres gibt, als auf diesen Moment zu warten. Wenn Beide einverstanden sind und sich freuen, muss das Ganze überhaupt nicht verkrampft sein. Niemals hätte ich mit einem Typen schlafen wollen, der es schon mit X anderen getan hat. Gemeinsam dieses riesen Geschenk auszupacken ist etwas vom Schönsten! Leider wird das heute nicht erwähnt und alle meinen etwas zu verpassen, wenn sie es nicht ausprobieren.
      Gottes Gedanken sind die besten für uns!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Gottes Gedanken also. Und wie kann man dem in den Kopf schauen, seine Gedanken erraten? Ich hab schon Mühe, das bei meinen Kindern zu tun, was heisst Mühe, es gelingt mir selten. Und sie wollen die Gedanken eines Etwas, das noch niemand gesehen hat, erraten, nein kennen sogar. Absurd!

      • Mia sagt:

        Ich verstehe, Gottes Gedanken sind manchmal schwierig zu verstehen. Aber haben Sie sich schon mal die Mühe genommen sein Wort, die Bibel zu lesen? Hier zeigt uns Gott wie er sich das alles vorgestellt hat! Er hat uns nicht einfach nur geschaffen und überlässt uns dem Schicksal. Er spricht auch heute noch zu uns und will sich uns zeigen. Die Frage ist, ob wir überhaupt zuhören…

    • Monsieur de Hummel sagt:

      @ Gabi
      Ja, wenn man es so sieht, stimmt das sicher. Wenn die „Kinder“ unbedingt Sex haben wollen, werden sie ohnehin Wege finden. Aber zumindest könnte (wenn man das wollte) man den Kindern klarmachen, dass man selbst eigentlich dagegen ist und so etwas nicht fördern will.
      Wenn das Verhältnis zu den Eltern gut ist und diese auch eine gewisse Autorität inne haben, könnte ich mir zudem schon vorstellen, dass das auch eine abschreckende Wirkung für die Kinder hat. Der gute Draht zu den Kindern ist ja schlussendlich eh am wichtigsten, wenn man ihnen die eigenen Ideen vermitteln will.

      • Gabi sagt:

        Sehen Sie; ich würde mich schon davor gruseln, meinen Kindern Sex im Zusammenhang mit irgend einer Art „abschreckender Wirkung“ nahe bringen zu müssen.

        Finden Sie nicht auch, das klingt irgendwie – überzeichnet, dängg! – fast nach „Elektroschocks gegen Lustgefühle“!?

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Gerade eben kam auf der ARD der Film ‚Lipstick‘ mit der wunderbaren Margaux Hemingway. Ein schrecklicher Film mit einem starken Ende, sie erschoss ihren Vergewaltiger mit einem Jagdgewehr, nachdem er auch noch ihre kleine Schwester vergewaltigt hatte. Wenn Männer damit rechnen müssten, ihre Leben zu verlieren, wenn sie Frauen vergewaltigen, würde das wohl eine nicht zu unterschätzende präventive Wirkung haben.

    • Stephan Baumann sagt:

      Was hat das mit dem Thema zu tun?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Dass viel zu viele Männer meinen, sich jederzeit an Frauen schadlos halten zu können. Im Film war die Rede von 10’000 Vergewaltigungen, die jährlich in California angezeigt werden. Der Mann des Opfers war sprachlos ’so viele‘?‘ Die Staatsanwältin antwortete: „10’000 von 50’000“. Wenn ich die Äusserungen eines Sportlers oder andern hier sehe, verwundert mich die hohe Zahl an Vergewaltigungen nicht, für viele Männer sind Frauen Freiwild, und wenn sie nicht freiwillig wollen, wird ein bisschen nachgeholfen, nach der Devise: Frauen lieben, was Männer mit ihnen machen, was auch immer.

      • Stephan Baumann sagt:

        Öhm, irgendwie sehe ich den Zusammenhang immer noch nicht ganz, meines Erachtens gehts um Leute, die aus irgendwelchen Gründen einen Staatsakt draus machen, dass sie keinen Sex haben. Mit Vergewaltigung hat das nichts zu tun, eher mit Sex viel zu wichtig nehmen. Man kann Sex auch mal als was schönes aber nicht weltbewegendes betrachten. Was ich mich eher frage ist, wie das Umfeld keusche junge Männer erträgt, Selbstbefriedigung ist ja auch verboten. Hier wird der Trieb garantiert irgend wie kompensiert. Wie es für Frauen ist, weiss ich nicht.

      • Gabi sagt:

        Herr Baumann?

        Nur weil Sie finden, dass es nichts mit dem Thema zu tun hat (ich übrigens auch nicht),heisst doch noch lange nicht, dass dies nicht PIPPIS manisch repetiertes Thema ist!
        Und das kriegt Sie nun mal selbst ins Thema Keuschheut und Enthaltsamkeit rein… Sie Schwein, Sie! (Sie sind doch ein Mann; oder?!):

        Pippi, hier, weiter vorne, z.Th. einvernehmlicher Sex zw. zwei bindungslosen Erwachsenen:

        „Du hättest also gern freien Zugriff auf die Frauen, auch wenn du dich nur ein bisschen abreagieren willst, weil eine Beziehung nicht in Frage kommt? Auch eine Form des Missbrauchs, IMHO“

      • Sportpapi sagt:

        Pippi: Was unterstellst du mir da?
        Kannst du mir übrigens noch sagen, ob a) die 10 000 Anklagen wegen Vergewaltigung in Kalifornien (hm – ist das für uns wirklich relevant?) wirklich stimmen und b) was in Kalifornien unter Vergewaltigung verstanden wird und c) wie viele Verurteilungen daraus resultieren.

      • O. S. sagt:

        Jessesmaria! Und die Erkenntnis? Alle Männer sind potenzielle Vergewaltiger, Soldaten sind Mörder – so einfach ist die Welt wenn man einen eingeschränkten Verstand hat!

        Ich habe gestern Abend auch einen Film gesehen, da sagte eine Frau: „Women are responsible for the moral order of things“.

        Den Satz hat nicht Margaux Hemingway (lechz!) sondern Vanessa Redgrave gesagt. Na und?

        Übrigens, kleiner Gratistipp von Orlando: Kalifornien hat 37 Mio Ew, die CH hat 7 Mio. In der Schweiz werden ca. 8000 Vergewaltigungen angezeigt, sie Dummchen. Rechne.

        *auenverdreh*

      • Sportpapi sagt:

        8000? Wo haben Sie das her? Ich habe kurz recherchiert und bin auf 600-800 gestossen. Und gut 100 Verurteilungen jährlich.

      • O. S. sagt:

        http://www.weisser-ring.ch/Vergewaltigung_Merkblatt.pdf

        Frage: wie zuverlässig sind die Zahlen aus Kalifornien, die Pippi (gebannt mit Guetsli und Bettflasche vor dem Fernsehen) in dem Film aus dem Munde einer schönen Schauspielerin gehört hat?

      • Carolina sagt:

        Hier kann man jetzt ‚live‘ mal beobachten, wie die Trollisierung eines Mitbloggenden geschieht: ein falsches Zitat gestern (auf das Pippi hingewiesen worden ist, gleich anschliessend, natürlich kein Kommentar), ein für andere uneinsichtiger Groll auf Sportpapi, der schon länger schwelt, dann Vorwürfe, die wiederum auf Falschinterpretationen bzw schierer Böswilligkeit beruhen – und schliesslich wird immer öfter das Wort Troll fallen. Die, die Sportpapi verteidigen, werden, je nach Geschlecht, als Stiefellecker und Anbiederer und mangelnder Solidarität mit den Schwestern angeklagt bzw.

      • Carolina sagt:

        /2 als Mann, Troll bzw Depp herabgewürdigt. Das, was Pippi hier schreibt, ist m.E. nicht mehr nur einfach bösartig, sondern sollte der Redaktion gemeldet werden. Diese Anklagen, die rechtliche Relevanz haben dürften, müssen aufhören. Das geht nur, wenn der Betroffene sich bei der Redaktion meldet und wenn wir anderen hier ein ums andere Mal darauf hinweisen, dass dieses Verhalten ungehörig ist. Das tue ich hiermit. Der Troll bist Du, Pippi.

      • O. S. sagt:

        Vielleicht müsste Pippi mal einer Behandlung unterzogen werden, wie sie kürzlich ihrem Lakai August in der Lounge zuteil wurde. Ihm bekam seine eigene Tr0ll-Medizin bekanntlich auch nicht so gut. Und das Gift des blauen Eisenhutes reicht für zehn Pippis.

        Ich kenne einige, die von dieser hohlen feministischen Polemik langsam die Nase gestrichen voll haben. Ich verstehe es als einen Akt der Zivilcourage, dem entgegenzutreten.

        Ausgerechnet Sportpapi…tzzt. Da hat sie sich den falschen ausgesucht. Das fällt grad umgehend auf sie selber zurück

        Hm, mal sehen.

      • Sportpapi sagt:

        Was heisst, „ausgerechnet“ Sportpapi? Sooo harmlos möchte ich dann auch wieder nicht erscheinen…
        Zu meiner Statistik: 666 Anklagen 2011 (siehe Bericht s.13) http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/publikationen.html?publicationID=4307
        Und Verurteilungen: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/03/03/key/straftaten/haeufigste_delikte.html

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Vernetztes Denken, ist halt nicht jedermanns Sache!

        Und von einer Carolina/Astrid/wie auch immer als Troll beschimpft zu werden, ist nahezu eine Auszeichnung. Dann noch ein bisschen Nachhilfe in rechtlichen Fragen – vielen Dank Carolina/Astrid, wo hast du schon wieder Ius studiert? Ach nein, das hast du dir gleich gespart, so wie die Psychologie, die du auch nur auf Dilettanten-Stufe betreibst. Aber wer von Natur aus so genial ist, braucht das halt nicht, andern Ratschläge erteilen geht auch so. Und der Beifall derer mit dem Bsetztzeichen im Kopf ist dir so oder so sicher.

      • Gabi sagt:

        666 Vergewaltigungsanklagen?

        – 666!

        Also als Anhänger der hier so wohlgelittenen Verschwörungstheorien würde mir das aber zu denken geben!

        Es heisst ja wohl nicht umsonst DER Satan!

        … Und Pippi: Kleiner Tipp.

        Anstatt nur immer ins erneute haltlose Schimpfen auszuweichen, versuchen Sie´s doch mal mit Katharinas nettem, kleinen Trick (z.B. bei ihrem Vorschlag, alle Männer zu „eliminieren“):

        Nummä ä Witzli gsi.

        Denn das ist zumindest schwerer nachzuweisen, als das…

        (Sie ahnen, was in mabusischer Manier kommen muss)

        … WAS DA WIRKLICH STEHT!

    • Monsieur de Hummel sagt:

      Unpassender hat wohl noch selten jemand das Thema Vergewaltigung ins Spiel gebracht. Die Gedankensprünge werden etwa so von Statten gegangen sein: Thema: Kein Sex! -> Leser liest: Sex! -> Leser will unbedingt etwas zum Thema Vergewaltigung sagen: Naja, Vergewaltigung ist Sex. -> Vergewaltigung passt herrvorragend zum Ursprungsthema!

      Zum Glück gibt es in den USA die Todesstrafe für Vergewaltigung, Mord etc. Sonst hätten sie dort ja wohl mehr solche Verbrechen als wir bei uns…aber moment mal…

      • Monsieur de Hummel sagt:

        LeserIN wollte ich natürlich sagen. Ich entschuldige mich höflichst.

      • Gabi sagt:

        Aber, aber, Mr de Hummel…

        Wandern Sie da schon auf meinen Spuren?

        Diese Hinweise sind es eben, die mir bei Mila bereits die „Wortverdreherei“ und Dr.Mabuse-Phantasmen eingebracht haben.

        Hinweise wie der Ihrige soeben, haben bereits die Wertung einer „Kampagne“ erfahren. Vielleicht gelten Sie nun schon als Troll. – So schnell kann´s gehen.

        …Ev. verstehen Sie nun.

        😉

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Pippi

        Inhatlich gebe ich Ihnen weitgehend recht. Ganz klar gibt es Männer mit dieser Geisteshaltung, was ich natürlich genauso verwerflich wie Sie finde.

        Aber wenn man jetzt darüber diskutiert, was man mit diesen Männer machen sollte, geht das m.E. einfach am Thema vorbei.
        Hier sollte man doch eben gerade nicht über Leute sprechen, die sich eine Beziehung ohne Sex nicht vorstellen können. Auf
        Menschen, die eben nicht buchstäblich vereinsamen, wenn sie auf Sex verzichten müssen.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Gabi
        Das wäre nun eine sehr überraschende Wende für mich. Aber weiss, nichts ist unmöglich. Es hätte allerdings eine ziemlich komische Note, wenn man an meine Beteiligung in der von Ihnen angesprochenen Diskussion denkt. 😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Herr Hummel, über die würde ich auch lieber nicht sprechen, in der Hoffnung, dass es sich um eine klare Minderheit handelt. Allerdings bin ich mir dessen nicht so sicher, wenn ich sehe, mit welcher Selbstverständlichkeit hier das ‚Recht auf Sex‘ verteidigt wird. Wie ich schon sagte, ich erachte es als gegenseitiges Geschenk, Männer haben kein Recht auf den weiblichen Körper, aber wenn sie es schaffen, eine Frau für sich einzunehmen, ist auch das kein Problem, im Gegenteil. Umgekehrt natürlich auch. Frauen sind ja keine asexuellen Wesen, sie finden es nur nicht toll, benutzt zu werden.

      • Gabi sagt:

        Kleiner Tipp, um zu ahnen, was ich meine, gefällig, Mr. de Hummel?!

        Suchen Sie beispielsweise nur schon, woher Pippi darauf kommt, dass hier jemand das „Recht auf Sex“ so eingefordert hat.

        Finden Sie nur schon EINE derartige Äusserung, bitte.

        Und ich lass mich einliefern!

        😉

      • Gabi sagt:

        Und Obacht:

        Ich möchte hier nicht den Eindruck unterstellen, dass ich „Argumente“ meiner Gegner hier unterschlüge…

        Sie haben also nichts gefunden, dass darauf hindeutet, dass hier jemand (insbesondere ein Mann, = Schwein) derartiges gefordert hätte.

        Nicht wahr?

        Aber das heisst noch lange nicht, dass ich (Gabi) nicht ev. doch schuld bin!

      • Gabi sagt:

        Prüfen Sie sich, Mr. de Hummel. Horchen Sie in sich hinein.

        Haben Sie dies wirklich selber so gesehen oder meinen Sie das nur so erfasst zu haben?!

        Ev. glauben Sie nur, dass hier von Pippi nur Stuss stünde. Und zwar nicht, weil dem so ist, sondern, weil ich Sie mit meinen rethorischen Fähigkeiten derart bösartig manipuliert habe.

        Eine Ansicht zu der Mila nachhaltig neigt.

        Was meinen Sie?

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Gabi
        😉
        Das ist doch grad einer der Wege, die zu Forenstreitigkeiten führen, die ja eben nicht fördern möchte. Nein, ich sehe hier nach wie vor keinen Grund, das Vergewaltigungsthema zu bringen. Und auch sehe ich niemanden, der ein „Recht auf Sex“ fordert.
        Umgekehrt sage ich aber nicht, dass Pippi nur Stuss schreibt. Denn mit dem von ihr geschriebenen stimme ich ja vorwiegend überein

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Nur hat sie es m.E. in unpassendem Kontext gepostet. Aber offensichtlich hat sie mir meinen humoristichen Post bgzl. Gedankensprüngen auch nicht böse genommen.

        Von daher möchte ich ihr nichts vorwerfen. Aber gerade dieses Beispiel zeigt, wie fragil das Pflänzchen der positiven Diskussionskultur im Internet ist. Hier ein unpassender Kommentar, da eine böse Antwort. Dann noch die Zugbe, dass der andere eh nur Mist schreibt. Schon ist eine Diskussion unmöglich, auch wenn man vielleicht sogar gleicher Meinung wäre.

      • Gabi sagt:

        Es freut mich, das zu lesen, Mr. de Hummel.

        – Ich bin mit genau dieser Einstellung einst hierher gekommen; kann sie also nur begrüssen. Allerdings stehe ich genau aus diesem Grund mittlerweile gegen das, was deren Umsetzung allzu oft verunmöglicht: Ja; hab mich ziemlich exponiert in dieser Hinsicht.

        Haltlose, bösartige Unterstellungen, kombiniert mit argen Pauschalisierungen, bis hin zu vollkommen unverhohlenem Sexismus, sind für mich wesentliche Elemente, um eine positive Diskussionskultur zu verunmöglichen. Das geschieht hier beinahe täglich.

      • Gabi sagt:

        Mit „unpassender Kommentar“ haben zur Gewissheit erhobene (und dabei vollkommen haltlose) Vermutungen an die Adresse unliebsamer Bloger, wie Pädophillie oder Nekrophilie, nichts, aber auch gar nichts mehr, zu tun. Unterstelle Vergewaltigungsphantasien, wie zu Lasten Sportpapis ebenfalls nicht.

        Ich bin sicher, Sie werden sich, schon nur, wenn Sie ab und an mitlesen, Ihre eignen Gedanken machen.

        Es würde mich freuen, wenn Sie meine – von mir nicht in Frage gestellte, aber keineswegs unbegründete, Penetranz – unter diesem Aspekt mit etwas Milde (und Geduld) betrachten.

        Merci

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Nein Herr Hummel, es ist eben ganz und gar nicht unpassend. Es ist eine Geisteshaltung, die den einen Männern ganz grundsätzlich erlaubt, eine Frau zu vergewaltigen, während es die andern NIE tun würden, nicht alle Männer sind potentielle Vergewaltiger, ganz und gar nicht. Und diese Geisteshaltung, dass Frauen grundsätzlich zur Verfügung zu stehen haben um dem ‚Gott‘ des männlichen Triebes zu dienen, die ist es, die den einen Männern erlaubt, was für andere nie in Frage käme. Auch die Idee, dass Sex eine Dienstleistung zu sein hat, auf die Mann im ‚Notfall‘ zurückgreifen kann, gehört dazu.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Gehört noch zum Beitrag oben:

        Wenn ich einen Text über das friedliche Zusammenleben von Juden und Arabern kommentiere, schreibe ich ja schliesslich auch nicht über die Verfehlungen von Sharon oder Ahmadinedschad. Natürlich gehört es im weitesten Sinne zum Thema, nämlich in dem es dessen Gegenteil darstellt. 😉
        Dennoch erscheint es mir sinnvoller, über ersteres zu sprechen.

      • macho sagt:

        Sorry aber du verstehst wohl gar nichts von Männern, verschone uns mit deinen sexistischen, pseudopsychologischen „Tipps“. Lächerlich und nervig.

      • Sportpapi sagt:

        Da kommen aber ganz viele böse Unterstellungen zusammen, die ich gar nicht mehr kommentieren mag. Nur so viel: Wenn mir Sex wichtig ist, habe ich das Recht – für mein Wohl – mich dafür einzusetzen, dass ich möglichst oft möglichst guten Sex erlebe. Mit etwas Glück und meistens viel Einsatz finde ich eine Partnerin dafür, und hoffentlich haben beide etwas davon. Ich kann Sex auch als Dienstleistung teuer kaufen – denn es gibt Verkäuferinnen für diese Dienstleistung, die so ihr Geld verdienen.

      • Amanda sagt:

        @Pippi
        „Für viele Männer ist Sexualität offenbar die einzige Art, mit Frauen zu kommunizieren, weil sie ansonsten sprachlos sind..“
        Wieso „offenbar“? Auf welche Quellen beziehen Sie sich?

      • Sportpapi sagt:

        @Amanda: Sie wollen das nun wirklich ernsthaft diskutieren?

    • Gi Raffe sagt:

      Der Tagesanzeiger sollte ernsthaft überlegen, die Online-Kommentare künftig zu prüfen. Denn eines steht fest: Beiträge wie dieser wären bspw. in einer NZZ nie veröffentlicht worden.

      • Gabi sagt:

        Yep.

        Hier wäre schon manche, sehr deutlich absehbare, Eskalation einfach zu verhindern gewesen.

      • Veruschka sagt:

        @Gabi

        Das sollten gerade sie sich nicht wünschen, ihre Beiträge wären mit Sicherheit in der senkrechten Ablage gelandet.

      • Gabi sagt:

        Sie missverstehen da etwas:

        Jene Beiträge von mir, die Ihnen missfallen, hätte es dann gar nie gegeben.

        – Klappe halten alleine ist für mich keine Option, wenn die Unterstellungen immer ungeheurer werden: Siehe this very thread.

      • Veruschka sagt:

        Damit wollen sie sagen, dass die Andern schuld sind? Das ist etwas billig, niemand zwingt sie, auf jeden Blödsinn einzugehen. Und abgesehen davon hatte ich bisher den Eindruck, dass sie sich mit einer gewissen Verbissenheit ins Getümmel stürzen. Ja ich gehe soweit zu vermuten, dass sie überhaupt nur wegen den von ihnen Gerügten hier sind. Sie suchen das!

      • Gabi sagt:

        Sehen Sie: Würde mir nie einfallen, Sie davon abzuhalten, finden zu können, was Sie wollen.

        – Im Gegensatz zu – ja, richtig – einigen Anderen hier.

        😉

  • Aaron sagt:

    Wer das für sich so wählen möchte – bitteschön. Mein Problem besteht darin, dass daraus eine fortschrittliche Lebensmaxime bestehen soll. Väter mit Töchtern auf Bällen. Vielleicht habe ich meine Unschuld in religiösen Kontexten zu früh verloren, um das nicht absolut abstrus nennen zu müssen.

    Und: Nein. Wer Mitglied einer freikirchlichen Gemeinschaft ist, unterwirft sich (freiwillig) auch den Regeln. Wer das nicht tut, sollte entweder nicht Mitglied werden oder sein. Anscheinend fehlt dann im Leben irgendein spiritueller Halt, der aber nicht den Lebensrealitäten gerecht wird: Scheinheiligkeit.

  • David Bopp sagt:

    „xx ist Mitglied der evangelischen Freikirche Chrischona, Sexualität vor der Ehe ist nicht erlaubt.“ Diesen Satz kann man in Abwandlung immer wieder von Journalisten geschrieben lesen. Doch was heisst „es ist nicht erlaubt“? Wer verbietet, wer gibt Erlaubnis? Es wäre schön würden sich Journalisten tiefer mit diesen Fragen auseinandersetzen. Denn von Verboten zu sprechen macht wenig Sinn, handelt es sich doch bei Freikirchen nicht um gesetzliche Instanzen und man kann durchaus Mitglied einer Freikirche sein und das mit dem Sex anders sehen.

  • Hans Ineichen sagt:

    Von einem absolut dummen Land wie den USA, kann auch nur dummer Seich daherkommen. Die sind einfach nur hohl in der Birne. Man merkt es halt auch noch heute, was für charakterlich minderwertiges Gesox vor ca. 300 Jahren angefangen hat die USA zu besiedeln. Diebe, Betrüger, Mörder usw. Das Ausrotten der dortigen Eingeborenen ist schon mal ein echter Massstab für die vorherrschende Blödheit. Von dem her kann man über die neue Blödheit, einfach nur sagen: Im Westen nichts Neues. Mann, wie gehen mir die geistigen Fäkalien dieses Landes mittlerweile auf den Keks! Niveau wahhabitisches Saudi-Arabien

    • Steve sagt:

      Holla, das sind aber verbale Tiefschläge, die Sie da rauslassen. Unqualifiiziert, wie wenn Sie alle Schweizer dasselbe unterstellen würden. Wahrscheinlich kennen Sie dieses Land und Bürger aus Micky Maus-Heftli und dummer TV-Serien, kaum aber, dass SIe dort jemals einen Fuss abgesetzt haben…

      • Dieter Sprenger sagt:

        Die Amerikanische Gesellschaft ist allgemein in dieser Beziehung recht Konservativ und neigt zu Extremitäten und Doppelmoral. Ob mit einer solchen Einstellung die Welt Besser wird, ist sehr zu bezweifeln! In keinem anderen Staat gibt es so viele Sekten wie in den USA. Folglich müsste Dort die Welt völlig in Ordnung sein, in Tat und Wahrheit ist aber vieles Oberflächlich und mehr Schein als Sein. Grundsätzlich gehört auch der Sex dazu um sich Kennenzulernen ob vor oder erst nach der Heirat tut nichts zur Sache, alles andere ist nur eine Philosophie ! Letzendlich ist jeder sein eigener Chef .

    • Thomas SChönborn sagt:

      Hehe. Ein bisschen deftig ausgedrückt aber alles in allem bringen Sie es auf den Punkt.

      • Auguste sagt:

        hmm…, thomas schönborn, ein bisschen einfältig ausgedrückt, aber alles in allem liegen sie voll daneben.

      • Brunhild Steiner sagt:


        möge das Pech noch sehr lange mit Ihnen sein, Bruder eingeschlossen

      • Reto sagt:

        @Brunhild Steiner

        Aber Bruni doch….das ist ja beinah Woodoo was sie da aussprechen !

        Liebe deine Feinde herrscht in unseren Kreisen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reto:
        ich denk dieser Pechwunsch schafft es grad noch knapp bevor die Ampel auf rot geht

    • Ms. Manager sagt:

      Hans, die USA sind das innovativste Land der Welt. Viele, viele Erfindungen, die wir heute brauchen, kommen aus den USA. Die USA haben nicht nur sehr gescheite Leute, sondern auch viele davon.

      Dass viele Amis zutiefst blöd sind, ist klar, das weiss ich auch. Viele Schweizer aber auch.

      (Noch was: Intelligenz vererbt sich nur sehr sehr wenig)

      • Reto sagt:

        @Ms. Manager

        Die CH ist übrigens auf der Liste mit meist innovativen Ländern … number one..

        Ansonsten haben sie Recht …es gibt Amis wie auch Schweizer, welche zutiefst blöd sind ❗ Die Frage ist immer wieder , welche es sind…

  • Ingrid sagt:

    Unsere Söhne haben andere Wege gewählt – und auch das ist in Ordnung. Wir als Eltern wünschen uns nichts mehr, als das unsere Kinder in glücklichen Beziehungen leben können (und deren Kinder in intakten Familien). Es soll jedem freigestellt sein, wie er in die Ehe gehen will. Keusch oder nicht, das ist der Entscheid eines jeden Einzelnen. Dies so stehen zu lassen fällt wohl vielen schwer. Der Entscheid unserer Tochter war gut. Derjenige der Söhne ebenfalls in Ordnung. Die glücklichste, liebevollste Ehe führt unsere Tochter… Vielleicht weil sie gewartet haben?

  • Ingrid sagt:

    Wenn ich all das so lese, dann muss ich doch auch noch einen Kommentar hinzufügen. Wir haben inzwischen erwachsene Kinder, die sich bezüglich Sexualität vor der Ehe ganz unterschiedliche Wege gegangen sind. So hat unsere Tochter von sich aus entschieden, erst nach der Heirat mit ihrem Mann zu schlafen. 5 Jahre waren die beiden zusammen ohne „das Letzte“ vorweg zu nehmen. Seit 7 Jahren glücklich verheiratet (und inzwischen Eltern einer süssen kleinen Tochter) würden sie es wieder so machen. Wir als Eltern, die keinerlei Druck ausgeübt haben, geben ehrlich zu, dass sie uns beeindruckt haben!

    • Oliver sagt:

      DAS ist ja auch eine prima Sache, wenn sich junge Leute dazu entscheiden. Und auch beeindruckend. Aber dieses wichtigtuerische Trara drumherum „ich bin was Besseres, weil ich meine Homone im Griff“ habe, ist krank.

  • Eni sagt:

    Wer freiwilllig ohne Sex leben will, soll das tun, aber dass man dies so intensiv zelebriert finde ich bedenklich. Welcher Gehirnwäsche werden da 8-Jährige Mädchen unterzogen, damit diese ein Keuschheitsgelübde ablegen?

    Jedenfalls würde ich darauf wetten, dass sich innerhalt dieser Keuschheitssekte mindestens einer eine goldene Nase verdient mit Hymenwiederherstellug.

    • Gabi sagt:

      Also mit acht kann man das kaum „Gehirnwäsche“ nennen.

      Da muss ich ja am Schluss – hihi – tatsächlich die Purity-Ball-Anhänger in Schutz nehmen:

      Bis 8 werden Sie doch (als Mädchen… Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege!) noch keine allfälligen Lustgefühle, die Sie im äusserten Fall mal beim Rumbalgen verspüren – wenn überhaupt! – als „sexuell“ identifizieren können.

      Insofern kann sich doch eine Achtjährige kaum ernsthaft fürs Thema interessieren… Insbesondere in einem stockkonservativen Elternhaus.

      Da scheint mir das der allerbeste Zeitpunkt, so ein Gelübde einzufordern.

      • Eni sagt:

        Eben, deshalb.

      • Gabi sagt:

        Nein, nein; Eni: Da missverstehen Sie, meiner Meinung nach, den Ausdruck „Gehirnwäsche“.

        Dieser umschreibt, dass bereits Entwickeltes und Durchdachtes mit psychischem Druck wieder „gelöscht“ und etwas komplett Neues, ev. sogar völlig Widersprechendes, im manipulierten Hirn verankert wird.

        Gibt´s noch nichts aus dem Hirn „raus zu waschen“, dann lässt sich also auch schlecht von „Gehirnwäsche“ sprechen.

      • Gabi sagt:

        Hä? Meine Erwiderung an Eni, genau hier, wartet immer noch auf Freischaltung???
        Was daran nicht i.O. sein könnte erschliesst sich mir nicht.

  • reiff heidi sagt:

    Sado Maso ist einfach nicht mein Ding, komisch dass, sich so viele Frauen noch einlassen von diesen Zuhältern , ich bin deshalb keine Rassistin wie mir oft unterstellt wird in div. Foren. Einfach nach wie vor blöde Rechthaberei, Säbelwetzen unter Männern, Zickenkrieg unter Frauen, ich schau mir ab und zu noch den Zyschtigsclub auf youtube an, lande ich jetzt deswegen auf dem Scheiterhaufen, hoffe das schreckliche Mittealter ist endlich vorbei diese Menschenfresser aus alten Kulturen, ich mag Weicheier, so ein 4 Minuten-Ei mit der Eieruhr, bis jetzt legen in der NATUR nach wie vor Hühner Eier.

  • Huhuhu sagt:

    oehm, ja, laut Statistik kommen aus diesen keuschheitsgelübden nicht wenige ungewollte Schwangerschaften, weil Jugendliche im Augenblick dann doch übermannt werden, aber keine Vorkehrungen getroffen haben, die man in so einem Falle braucht, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern…

  • Marcel Zufferey sagt:

    Als Gegenbewegung zur gegenwärtigen porn reality (?) finde ich diese Rings of Fire o.w.a.i. (oder wie auch immer) ganz gut- einfach auf einer abstrakten, rein geistigen Ebene. Leben, bzw. gelebt haben möchte / wollte ich dieses Gelübde nicht. Dieser zölibatäre Geist grenzt doch an Selbstverstümmelung!

  • Andi Liniger sagt:

    Der Sexuelle Trieb ist eine enorme Kraft und steht wohl auch deshalb so im Zentrum unseres Lebens. Diese Kraft zu unterdrücken ist A: kaum möglich und B: wenig sinnvoll. Unser Leben ist zu kurz auf dem langen Weg zu wirklich gutem Sex. Marschiert rechtzeitig los, denn die Erfahrung und das Finden des richtigen Partners kann leider (oder zum Glück) nicht theoretisch abgehandelt werden. Und jünger wird man auch nicht.

  • reiff heidi sagt:

    Beim Fussball geht es um Stutz, die Figur das Rumpelstilzchen aus der Märchenecke liess ja die Müllerstochter Fadenspinnen. erstaunlich, dass dieser Troll so viel Macht über die Müllerstochter hatte. Die Phantasie des homo sapiens ist unerschöpflich. Im Märchen Rotkäppchen liess die Rabenmutter verantwortungslos das kleine hilflose Kind in den Wald, wenn wir schon Kinder auf die Welt stellen haben wir auch Verantwortung sie zu schützen, hat ja nichts mit Keuschheit zu tun, Kinder sind kein Kanonenfutter, den Sextourismus finde ich Horror.

  • Katharina sagt:

    Poppsychologisch………. womit das (eigene) Berufsverständnis treffender nicht umschrieben werden kann.

  • Andreas Lamanda sagt:

    Sarah Palin: nationalistisch, fromm und natürlich vehement gegen die Sexualaufklärung in der Schule. Ergo bleibt ihre eigene Tochter gänzlich unaufgeklärt in Sachen Sex. Resultat: Die Tochter gebiert mit 17 ihr erstes Kind. (Von Verhütung hatte sie wohl noch nie etwas gehört). Noch Fragen?

  • Tomas sagt:

    secondary virgin, hohoho, you made my day 🙂

  • Tom Würgler sagt:

    Können die jungen Herrschaften ihre Energie nicht für ein paar Takte darauf verwenden, nachzudenken, warum es gerade in kirchlichen Kreisen in eklatanter Weise zu Kindesmissbrauch gekommen ist? Das Formulieren von frommen Gelübden bringt diesem Planeten rein gar nichts. Es gibt viel grössere Probleme als einvernehmlichen Sex.

    • Gabi sagt:

      Aber doch gewiss nicht für Menschen, für die Sex an sich schon das Problem ist!

    • O. S. sagt:

      „in kirchlichen Kreisen in eklatanter Weise zu Kindesmissbrauch gekommen“

      Hä? Worauf fusst diese Aussage? 98% der Fälle finden im nicht-klerikalen Umfeld statt, meines Wissens…

  • macho sagt:

    Ich versteh diese Leute aber echt nicht. Sie sagen die Sexulität sei ihnen sehr wichtig, sei wunderbar und reden offen darüber. Aber sie wollen es nicht tun. Das ist ja so als ob ich extrem gerne Fusball spielen würde, es jederzeit tun könnte, aber ich verbiete es mir bis der besondere Moment kommt und ich endlich auf den Platz stürmen kann, nur um dann zu merken, dass ein bisschen Training vorher nicht geschadet hätte und ich den Ball nicht mal treffe. Dann fragt man sich, das ist also Fussball?!

    Ich meine damit: Das erste mal ist nicht unbedingt was besonderes. haha 😀 😉

    • Genderbender sagt:

      Wenn ich die Leistungen unserer Nationlmannschaft so betrachte, scheinen wir ein ziemlich keusches Völkchen zu sein… 😉

    • Brunhild Steiner sagt:

      @macho:
      das ist denen auch sehr bewusst und im Gegensatz zum (Spitzen-)Fussball ja auch ein bisschen mit längerem Zeithorizont verbunden was die Aktivphase betrifft…

      • Sportpapi sagt:

        Im Sport gilt die Faustregel: 10 000 Stunden bis zur Meisterschaft. Rechnen Sie mal aus, wenn Sie im Schnitt 5min rechnen 🙂
        Ok, machen Sie eine habe Stunde draus…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        Sie meinen bis wir so quasi meisterschaftsniveau erreicht hätten?
        Naja, zwischen Spitzenfussball und erster Liga bis einfach aus Plausch auf dem Platz stehen
        ist da ja ein sehr weites Feld…

      • Sportpapi sagt:

        Naja, ein bisschen Ansprüche haben wir aber schon auch…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        dann trainieren Sie mal schön und behalten die Ausgeglichenheit im Auge, nicht dass Sie (Beide) plötzlich noch Opfer von spitzensporttypischen Verschleisserscheinungen werden würden… 😉 ich hab auf der ersten Seite noch eine Frage zu den Jugendgruppen und was Sie als Alternativen sehen würden, (werd antworten wenn ich wieder hier bin…:-) )

      • Katharina sagt:

        Eine Sportpapi Cross-Referenz:

        “Ja. Aber Talent und Passung stimmt halt nicht bei jedem/r.“

        „Natürlich wird auch ein Mann nicht jede Gelegenheit ergreifen, aber die, die sich lohnen. Und Frauen würden das vielleicht auch tun, wären sie endlich – da hast du Recht – von DIESEN Zwängen befreit.“

        „Für mich habe ich die Erfahrung gemacht, dass es nichts Schlimmeres gibt, als aus jeder sexuellen Affäre gleich ein grosses Tamtam zu machen. Sex mit der geliebten Partnerin ist nicht das Gleiche wie unverbindlich mit einer auf andere Art reizvollen Frau. Und – Hauptpunkt: Ich möchte nie mehr eine Beziehung eingehen, nur um wieder mal Sex zu haben. Das ist UNSINNIG und VERZICHT über längere Zeit also definitiv für mich keine Option.“

        „Ja, Enthaltsamkeit macht offensichtlich krank, wie das Beispiel Pippi zeigt (wundert mich immer noch, dass du zumindest zweimal einen Mann gefunden hast, der mit dir ins Bett wollte).“

        „wären wir wohl auch nicht so empfindlich für nackte Haut in der Werbung (wenn es die denn noch gäbe).”

        „Ich gehe noch einen Schritt weiter. Es ist auch einfach, Sex nur als “Geschenk” gutzuheissen, und keinesfalls als Dienstleistung gegen Geld oder anderes – wenn man gut aussieht und jederzeit sich so viel Sex schenken lassen kann, wie man will.“

        „Im Sport gilt die Faustregel: 10 000 Stunden bis zur Meisterschaft. Rechnen Sie mal aus, wenn Sie im Schnitt 5min rechnen
        Ok, machen Sie eine habe Stunde draus…“

        Somit: ihre Erlangung der ‚Meisterschaft‘ kostet sie 20‘000 Stunden bei Miss ‚Me luv you longtime‘ oder etwa 4‘000‘000 CHF. Recht viel für ein paar blows . Also Ihre Kreditlimite muss recht gut sein, denn ich denke nicht, dass sie schon 4 Millionen verspritzt haben. Peinlich. Vor allem wenn Amanda ja ein von Vietnamesinnen oft benutztes Alias ist. Bangkok Hilton oder Hanoi Hilton ist noch die Frage, steife Oberlippe.

        ‚Smiley‘

      • Gabi sagt:

        ?

        Ah?
        So?
        Eh…

        Und was hat nun am Schluss meine „Sockenpuppe“ Amanda gar noch damit zu tun?

        Etwas beklemmend in seiner Zusammenhangslosigkeit.

        Von der Mysteriosistät her passt dieser „Beitrag“ andererseits ganz gut…
        Wenn man sich vergegenwärtigt, dass er aufgrund der, von der Blogerin selber verkündeten, Umstände im Feb. 2010 sozusagen vollkommen jenseitig ist.

    • A. Ka sagt:

      Wenn man heiratet muss man ja auch nicht gleich ein Profi im Bett sein. Man hat das ganze Leben lang Zeit, zusammen die Sexualität zu erkunden. Zudem ist guter Sex nicht von einem bestimmten Training oder polygamen Erfahrungen abhängig, sondern davon, ob man Beziehungs- und Liebesfähig ist und sich ganz dem Partner hingibt und dessen Erfüllung sucht!

    • macho sagt:

      Wie halten die das mit der Selbstbefriedigung? Legen die das auch auf Eis? Und wenn die nie den richtigen Partner finden? Fragen über Fragen.

      Ich könnte das nicht, Respekt. 😉

    • Mia sagt:

      Was hat wohl Fussball mit Sex zu tun?
      Verstehen Sie denn nicht? Sex wurde von Gott geschaffen, er hat sich dabei etwas besonderes gedacht, das nur zwischen zwei Menschen in der engsten überhaupt möglichen Verbindung geschehen soll.

      Weil Gott auch Ihr Schöpfer ist würde es sich vielleicht mal lohnen, die Bedienungsanleitung (Bibel) zu lesen.

      • Gabi sagt:

        Der Mensch wurde von Gott geschaffen.

        Mit all seinen Talenten, Wünschen, Schwächen, Neigungen… Und Trieben.

        Weit gefasst kann man auch schon die Lust zu spielen dazu zählen. Und sei´s dass man einen Ball kickt.

        SELBSTVERSTÄNDLICH hat Gott dann auch Fussball geschaffen!

        Also entweder er ist nun allmächtig… Oder er ist ein höchst kleinkrämerischer Eigenbrödler, der sich nicht wirklich für die vielfältigen Möglichkeiten seiner Schöpfung interessiert.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Ich glaube sogar, dass Fussball schon vor dem Sex geschaffen wurde. 😉

  • macho sagt:

    Ich finde das Thema lässt sich simpel abhandeln. Jeder soll das mit der Sexualität im Privaten so halten wie er will, ich sehe nichts verwerfliches an diesem „Keuschheitswahn“. Wenn aber reaktionäre Kreise, Erzkonservative oder andere Fundis in unsere Schulsystem eingreifen wollen und den Aufklärungsunterricht torpedieren, geht das zu weit. Aufklärung bringt niemandem um, man verliert auch nicht die acho so wertvolle Jungfräulichkeit, vielleicht ist es dem einem oder anderem peinlich oder unangenehm, aber damit kann man leben, denn so schlimm ist das nicht. Aufklärung ist wichtig!

    • Genderbender sagt:

      Grundsätzlich einverstanden; das Problem ist nur, diese Leute stimmen auch ab und wählen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Erzkonsis und Fundireligiösen auch hierzulande merken, dass sie politische Macht ausüben könnten. Und dass Sie die Schule anführen, ist völlig richtig: nicht umsonst haben sich die Evangelikalen in den USA besonders bemüht, in die Schulkommissionen gewählt zu werden. Wo sie’s geschafft haben, wurde -schwupps- Harry Potter zum dämonischen Hexer und ‚Intelligent Design‘ zu einer Wissenschaft.

      • macho sagt:

        Kann ich so unterschreiben. 🙂

      • marie sagt:

        könnte in der tat so hinkommen. sex ist macht, dh sie reagieren ihre angestaute, unausgelebte sexualität „aggressiv“ an der urne aus… 😉

      • macho sagt:

        Haha marie, ich stell mir „die Sexualität aggressiv an der Urne ausleben“ nicht sehr vorteilhaft für die dortigen WahlhelferInnen vor. 😛

      • marie sagt:

        who knows macho, who knows… billiger als die ganzen professionel aufgezogenen baggerplattformen ist das alleweil…

      • Katharina sagt:

        the american president is SELECTED, not elected. womit auch bewiesen ist, dass die Amerikaner wahrscheinlich die Weltmeister darin sind, mittels Werbung und Spin jede gewünschte Meinung und Abstimmunsngverhalten zu erzeugen.

        Dieses Jahr mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine Wiederwahl. Dies ganz einfach, weil der einzige republikanische Kandidat mit echten Chancen von der eigenen Parteibasis ganz einfach nicht gemocht wird, weil er zu elitär und zu nahe am politischen Zentrum ist.

        wie der erste Satz sagt. das ganze ist nur Show und unwichtig.

      • Gabi sagt:

        Apropos nur Show und unwichtig:

        Sie existieren seit Feb 2011 gar nicht mehr?

        Steuerliche Vorteile, oder wie?!

        🙂

    • macho sagt:

      „Ihr Kommentar wartet (grundlos) auf Freischaltung.“

      Ihr habt das echt nicht im Griff. Oder gibt es da Schlüsselwörter welche eine genauere Untersuchung nach sich ziehen?

      • marie sagt:

        vllt sollten sie ihren nick auf hl antonius wechseln. bei machos, weiss mann nie was manN postet 😉

      • macho sagt:

        Bin ich so wenig vertrauenserweckend? Dabei bin ich immer so politisch Korrekt und unterdrücke meine böse Seite.

      • marie sagt:

        aber sie unterdrücken ganz gut. 😉 sie sollten NICHT wählen gehen.

  • reiff heidi sagt:

    Ich habe echt Mühe mit diesen Typen, die meinen sie müssen es allen Frauen besorgen. Ich schätze nach wie vor die kleine CH und der Schamane S.Freud mit seiner Devise Penisneid, der Oedipuskomplex aus griechischer Mythologie ist längst widerrufen, auch C.G. Jung mit seinem Typologienbüchern geht mir auf den Keks, ich habe viel Psychologiebücher gelesen, der Rudolf Steiner aus der Antroposophieecke auch vermutl. ein Schamane, der Dr. Vogel mit dem Meersalz, jede verzapft öppis anders, do wirdsch jo no stiefelsinnig mit der Zyt. Ich bin nach wie vor für Gleichberechtigung für Frauen und Männer,

  • Pascal Meister sagt:

    Mir ist es egal, ob jemand Sex vor der Ehe hat oder nicht. Aber ganz schlecht ist, wenn Familien oder Religionsgemeinschaften Druck ausüben! In der Richtung muss die USA recht heuchlerisch sein, schliesslich gibt’s nirgendwo so viele ungewollte Teenie-Schwangerschaften wie in den USA. Wenn Verhütung und Abtreibung verteufelt werden, weil nur Enthaltsamkeit der Königinnenweg sein soll, mag das für Einzelne passen – aber die anderen werden um eine vernünftige Aufklärung und Verhütung gebracht.

    • Ms. N. Achrony sagt:

      Alle reden vom Sex vor der Ehe. Niemand redet vom Sex nach der Ehe.

      • marie sagt:

        ja, der ist nur reiner reproduktionsfaktor. ergo ist ja dann die qualität als solches nicht ausschlaggebend – hauptsache da kommt was raus nach ca. 9 mte.

  • dan meier sagt:

    Was interessiert mich Sex, den andere nicht haben? Das Gelübde ist ein persönlicher Entscheid, der genau so dynamisch abläuft, wie wenn er das Gegenteil verträte. Die könnten also alle auch so glücklich in die Kamera grinsen und dazu sagen: wir haben Sex vor der Ehe, damit wir wissen, was uns da erwartet und weil wir wissen, wie zu verhüten.
    Ein archaischer Familienclan, wo der Vater mit der Tochter deren Keuschheit „beschützt“ – find ich reaktionär und aus psychoanalytischer Perspektive nicht unproblematisch. Doch wenn sie ihr Glück darin finden, wieso auch nicht.

  • fufi sagt:

    Also wnn ich den Text richtig gelesen habe, liegt „das Problem“ ja bloss darin, dass es Menschen gibt, die auf vor-, bzw. Nicht-eheliche sexuelle Aktivitäten verzichten wollen.
    Sorry, hab auch nach langem Nachdenken NICHTS verwerfliches an dieser Haltung finden können.

    Aber wenn das schlecht sein sollte, wär etwa das Gegenteil besser:
    Vögelt rum wie wild, paart und vermehrt euch. Treibt ab, falls ihr das gut findet. Und heiratet und scheidet euch nach Gusto!

    Ob DAS denn „besser“ sein möge?

    • fufi sagt:

      Mir schwant aber, dass Frau NM damit was ganz anderes sagen will.
      (So von Konservativismus und Evangelikalismus und WasweissichfürwasIsmus.
      Und v.a. der bösen bösen Religion!)

      Bloss, und bitte sehr:
      Weshalb sagen Sie denn nicht, was sie eigentlich sagen wollen?

      👿

      PS: Aber ja doch, verstehe bestens:
      Zumindest seit dem Kalten Krieg werden Kriege ja als so called „Stellvertreterkriege“ geführt!

    • Hotel Papa sagt:

      (1)
      Wenn die Menschen aus ganz eigenem Antrieb zu diesem Entschluss kommen, ist dagegen ja auch nichts einzuwenden. Bloss dürfte das höchst selten der Fall sein. Sonst müsste man mit der Einstellung ja auch nicht hausieren gehen, sondern könnte es als die ganz private Entscheidung behandeln, dies ja ist.

      Wenn das ganze aber aus einem frömmelden (oder wie auch sonst immer moralisierenden) Umfeld heraus geschieht, dann kann man sich leicht ausmalen, in welche Gewissenskonflikte diese Entscheidung junge Menschen stürzt, die dann merken, dass es vielleicht doch nicht so einfach ist, ->

    • Auguste sagt:

      hmm…, fufi, eine rechte anzahl leute auf dem bild, und alle halten völlig freiwillig das gleiche ideal gleich hoch? wobei, in den usa nicht ganz ungewöhnlich und dann auch wieder nicht…

      youtube: hank williams jun. – family tradition

    • Hotel Papa sagt:

      (2)
      dem -warum auch immer- als hehr empfundenen Ideal nachzueifern.

      Auch wenn ‚das Eine‘ Nur eine Facette von vielen ist, so ist es doch für viele eine wichtige. Dehalb scheint mir „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ irgendwie der vernünftigere Ansatz zu sein.

      • fufi sagt:

        Das mein ich ja mit meinem 2ten Kommentar!!!

        Aber weshalb denn über die Symptome sprechen, anstatt über die Krankheit?

        🙁

    • Genderbender sagt:

      @fufi: Gibt’s auf Ihrem Planeten keinen Mittelweg zwischen ‚Kein Sex vor der Ehe‘ und ‚Alles bumsen was nicht bei 3 auf den Bäumen ist‘?

      • fufi sagt:

        Gendergerber

        Du bist doch auch schon einige Zeit hier, ja?

        WILLST du fufi denn wirklich nicht besser kennen?

        🙁

      • Genderbender sagt:

        Und Sie sind noch viel länger hier und können noch nicht mal meinen Namen tippen… 🙁

      • fufi sagt:

        OK, GB
        Da lass ich mich doch mal auf was ein:

        Ich habe bloss gesagt, was der Blog thematisiert!
        Und hab festgestellt, dass „Kein Sex vor der Ehe“ offenbar was ganz, ganz schlimmes sein soll.
        Und hab dann gefragt, ob’s Gegenteil den besser wäre.

        Wenn ICH nicht tippen kann,
        kannst DU nicht lesen, glaub?

        Und DANN habe ich gefragt, weshalb ihr denn euren „Abscheu“ NICHT beim Namen nennt!
        Religiös sind si nämli, und stockkonservativ, und so, und fundis dazu!

        JA! DA geb ich euch recht
        Aber dann nennt’s doch beim Namen, ja?
        Schlagt nicht den Esel, wenn ihr den Müller meint!!

      • fufi sagt:

        Ja,und dann frage ich mich auch, weshalb auf den religions-sexualistischen Fundis denn immer wieder genüsslich rumgehackt wird, HIER!
        Aber das von mir skizzierte andere Extrem in den letzten 1.5 Jahren glaub NIE zum Thema gemacht wurde.

        Ob’s vielleicht mit gegenseitigem Schulterklopfen zu tun haben mag?

        👿

        Und jetzt doch noch dies:
        Ich will nicht sagen, ich würd’s kennen, aber ich könnte mir doch echt nicht nur einen 3ten, sondern sogar noch einen4ten, 5ten und sovielten Weg vorstellen!

        😛

      • O. S. sagt:

        @Fufi: voll deiner Meinung, preach.

        (ohne Emoticon)

  • Rumpelstilz sagt:

    Keusch? Daniela Niederer ist nicht keusch angezogen – zeigt unkeusch ihre Früchtchen…
    So sieht man die ganze Heuchelei – nicht nur bei ihr.

  • TLO sagt:

    wo ist der heutige beitrag „schuften bis die wehen kommen“ hin?? liebe grüsse

  • Rea Eggli sagt:

    Das Projekt Virgin Tales kann man auf wemakeit.ch unterstützen, um die Kommunikationskampagne zum Start des Film zu realisieren. http://wemakeit.ch/projects/virgin-tales

  • Widerspenstige sagt:

    Genderbender, das darf ruhig so interpretiert werden. Tritt nicht der stets grinsende Hansi Hinterseher so nett gekleidet jeweils auf? Das scheint tatsächlich eine Art ‚Uniform-der-Nettig(bieder)keit‘ geworden zu sein: frisch – sauber – nett – ein Etikett (das reimt sich sogar…ähm heute bin ich auf den Reim gekommen…) 😀

  • Leo sagt:

    Ich hätte mal ne Frage: Sagen wir, Mr Schweiz und seine Freunding heiraten in ein paar Jahren, beide noch Jungfrau. Dann haben sie zum 1. Mal Sex: Dem einen gefällt Sex unheimlich und er braucht ihn wie die Luft zum atmen, dem andern gefällt Sex überhaupt nicht und kann gut auf ihn verzichten….beide kannten ja Sex vorher nicht. Sind das gute Vorraussetzungen für eine Ehe? Ist ja gleich wie die arrangierten Ehen, die wir in unserer Kultur ja verteufeln…

    • marie sagt:

      leo, das gibt es nicht. 😉

      • Leo sagt:

        WAS gibt es nicht?

      • marie sagt:

        bei dieser gesinnung gibt es „offiziell“ kein schlechter sex.

      • Leo sagt:

        ok. hast recht. die ticken anders und womöglich auch in dieser Beziehung. Ich denke nur, wenn einer der beiden auf den Geschmack kommt, sagen wir Mr. CH, der ja nur der Liebe wegen verzichtet und nicht aus Frömmigketi….tja, wird wohl einen Grund geben, dass 50 % der Ehen geschieden werden…nicht immer sind offene Klodeckel dran schuld…

    • Reto sagt:

      @Leo
      Vielleicht mag sie es aber auch nicht ,..dass er sie „Freunding“ nennt…?!

      Oder er hat einen Sprachfehler ( Oberlippe)… oder er beschaut sie als „Ding“ …was ja auch nicht unbedingt eine gute Voraussetzung für eine Ehe ist .

      • Leo sagt:

        ja, sorry, kann nur mit einer Hand schreiben, die andere ist unter dem Tisch…bin eben noch nicht verheiratet, jetzt platzen mir bald die Eier…

      • Reto sagt:

        Sechs… glaube ich sind in einer Schachtel…das gibt dann was zum aufräumen ! 😉

      • marie sagt:

        😀 dieser dialog würde ich als nicht-jugendfrei-kafkaesk einstufen. LOL

      • Wildkatze sagt:

        Ein gezielter Nadelstich verhinder das Platzen…

      • Reto sagt:

        Akupunktur nennt sich dies und hilft übrigens auch gegen Haarausfall…habe ich gehört ..

      • Gabi sagt:

        …ist aber ungemein schwierig, beim Reinstechen das zu implantiertende Büschel zw. Nadelspitze und Kopfhaut zu behalten.

        🙂

        (aber WK nimmt bestimmt dicke Stricknadeln: In Memoria Barbara G. Walker)

      • Reto sagt:

        Bei Berlusconi ist zwar das Implantieren gelungen…..doch die „dicken“ Eier hat er behalten .

  • Thomas Wasmer sagt:

    Immer wieder auferlegen sich die Menschen Verhaltensweisen in der Meinung, sie könnten mit deren Befolgung (Essensvorschriften/Kleiderregeln/kein Sex vor der Ehe) religiöse Cumulus/Superpunkte sammeln, damit sie am „jüngsten Tag“ gut dastehen. Ich wundere mich immer wieder wieviele Leute zugunsten des Glaubens ihr Denken abstellen!
    Was nützt die Purity-Bewegung wenn aus Geilheit gleich mit 18/19 Jahren geheiratet wird nur um sich mit 22 bereits wieder scheiden zu lassen (und dann das gleiche Spiel von vorne)? „Secondary Virgin“ kann ja wohl nicht ernst genommen werden.

    • Daniel sagt:

      Volle Zustimmung. Es ist doch Heuchelei, wenn man durch das „Kein Sex vor der Ehe“ Gelübde sehr früh in eine Ehe getrieben wird um der Glaubensgemeinschaft genüge zu tun, nur um dann ein paar Jahre später sich (legal) scheiden zu lassen, damit dann aber das Ehe-Gelübde ad absurdum zu führen. Wie hoch ist die Glaubwürdigkeit einer solchen Doppelmoral?

      • Gabi sagt:

        Das stimmt so nicht ganz: Denn als guter Christ – Katholik zumindest – lassen Sie sich eben NICHT scheiden!

        Das ist gegen die Regeln.

        In so fern finde ich das zwar auch mächtig doof… Aber ins ich glaubwürdig.

    • Carolina sagt:

      Religiöse Cumulus-Punkte? Sehr schön.

  • Genderbender sagt:

    Ist eigentlich blue jeans und weisses Hemd/Bluse so etwas wie eine Keuschheits-Uniform? Nach dem Motto ‚Oben herum rein und unbefleckt, aber unten wird’s schon blau‘?

    • marie sagt:

      na ja farblich ist das so: blau ist die treue und weiss stellt die reinheit dar. und wenn jetzt kunsthistorisch nocht irgendwo etwas güldenes blitzt, weist es auf das divine hin… und siehe da, papa trägt eine „weissgolduhr“. also scheint er der treue,reine, göttliche zu sein… das als ein kleiner junsthistorischer exkurs. ergänzend wäre noch grün als hoffnung zu erwähnen, die auf schwangerschaft hinweist. ich hoffe, ich habe die farbsymbolik nicht verwechselt, sonst wären die jungs ja auch schwanger 😀

  • tommaso sagt:

    Jungfräulich in die Ehe – und dann in Gesundheitsforem fragen, ob man nach Analsex immer noch Jungfrau sei (sie schon, er nicht, hahaha…). Sex vor der Ehe ist schon ok, das grössere Problem ist, auch noch in der Ehe Sex zu haben…

  • Tanja sagt:

    Das einzige, was ich an der ganzen Idee des Purity-Balls unglaublich pervers finde, ist dass die Tochter da mit dem Vater hingeht. So wird die kindliche Sexualität für immer via den Ring an den Vater gekettet (siehe Freud)……..

    • Georg sagt:

      Ja, finde auch es hat einen perversen Anstrich. Daddy ködert Töchterchen mit einem schönen Ball (inkl. das ganze Drumherum) und lässt sich dann schwören, dass sie Jungfrau bleibt. Damit er nicht so aktiv sein muss, darf er passiv auch noch sein Schwürchen leisten.

      Für mich gehts da um Besitz.

      • tststs sagt:

        Tja und irgendwann kommt der Ödipus-Moment (ja den gibt es auch bei Frauen, vllt sollte man da von Ödipussy-Moment sprechen *fg*) und das Ganze war sowieso für die Füchse…
        🙂

      • Gabi sagt:

        Elektra heisst das ominöse Wort.

  • Auguste sagt:

    hmm…, der grosse haken…

    am glauben ist, dass ausgerechnet menschen ihn umsetzen sollten
    an keuschheit ist, dass die natur diese für lebewesen nicht vorgesehen hat
    an väter-töchter schwüren ist, dass 99.9% davon vaters geist entspringen
    an der treue zum sponge ist, dass das „bürsteli“ oft gleich daneben liegt
    an freikirchen ist der erste teil des begriffs
    an purheit ist, dass reinheit fast immer das resultat einer „säuberung“ ist
    am sex ist, dass die zwei-personen-variante die „single-action“ bei weitem übertrifft

  • Widerspenstige sagt:

    Sie sassen und tranken am Teetisch
    und sprachen von Liebe viel.
    Die Herren, die waren ästhetisch,
    die Damen von zartem Gefühl.

    „Die Liebe muss sein platonisch“,
    der dürre Hofrat sprach.
    Die Hofrätin lächelt ironisch
    Und dennoch seufzt sie: „Ach!“

    Der Domherr öffnet den Mund weit:
    „Die Liebe sei nicht zu roh,
    sie schadet sonst der Gesundheit.“
    Das Fräulein lispelt: „Wieso?“

    Die Gräfin spricht wehmütig:
    „Die Liebe ist eine Passion!“
    Und präsentiert gütig
    die Tasse dem Herrn Baron.

    • Widerspenstige sagt:

      Am Tisch war noch ein Plätzchen;
      mein Liebchen, da hast du gefehlt.
      Du hättest so hübsch, mein Schätzchen,
      von deiner Liebe erzählt.

      Heinrich Heine

  • Marcel Zufferey sagt:

    „Purity Ring“: Ist das eine Verlängerung des Zölibats? Das funktioniert doch auch so gut!

    • Muttis Liebling sagt:

      Es ist die Vorwegnahme des Zölibats, männlicherseits auch Mentalphimose genannt. Das so etwas auf dem platten Ami- Land entsteht und in der Schweiz gern angenommen wird, wundert mich nicht. Mein Freund Udo Jürgens hat mal gesagt, es ist leicht treu (in dem Fall keusch) zu sein, wenn man wie Quasimodo aussieht.Wir Schönen und Reichen machen so etwas selbstverständlich nicht, ich meine treu, keusch usw. sein.

      • Carolina sagt:

        Wieder so ein unvergleichlich erhellender Kommentar, ML. Eine kleine Verunglimpfung der doofen Schweizer (sind wir uns ja schon gewöhnt) in toto, ein Hinweis auf Ihren Freund Udo Jürgens (uns doofe Schweizer beeindruckt so etwas ja nicht besonders) und dann noch ein (nicht so) zarter Stubbs in die Richtung, dass ML reich, schön und mit VIPs befreundet ist…..
        Ich hoffe, ich habe die Ironie nicht verstanden:-)

      • Muttis Liebling sagt:

        @Carolina: Mein Beitrag bewegt sich in Inhalt und Form auf dem Niveau der Ausgangsfragestellung. Da die amerikanischen Evangelikalen ja nicht wie ich im Laufe einer 2 Millionen Jahr währenden Humanevolution, sondern erst unlängst durch Urzeugung entstanden sind, darf man ihnen bestimmte Konstruktionsmängel nicht nachtragen.Dazu gehören neben der arttypischen Soziopathie der mit diesem Befund korrelierende Gesichtsausdruck.
        Meine beiden Lieblingspreussen Kant und Friedrich II. sind auch jungfräulich begraben.Phimosebedingte Verklebungen, wie wir wissen.Virginität hat Gründe, einfache meist.

      • Gabi sagt:

        Dennoch, Carolina: Der Spruch von Udo J. ist gut und trifft meiner Meinung in vielen Situationen zu:

        Jene, die nix abkriegen, werfen jenen, die´s tun ihr Treiben vor und brüsten sich damit, wie „treu“ sie selber seien… Kommen aber gar nie in dieselben verführerischen Situationen rein (wie z.B. grad ein Udo J. sein ganzes Männerleben lang) oder werden gar von eigenen Komplexen abgehalten.

        Da können die dann mit Leichtigkeit ostentativ moralisierend finden „Schau doch mich mal an!“… Und niemand wird je austesten, wie ernst es ihnen im anderen Falle mit der postulierten Moral wäre.

      • Widerspenstige sagt:

        Ja genau, es ist einfach, über die im Rampenlicht stehenden zu urteilen, wenn man selber nicht in derselben Situation sich befindet. Der Witz von Udo J. (wobei ich kein Fan von ihm bin, aber er hat in seinem Männerleben echt Beeindruckendes geleistet, Respekt!) hat das Körnchen Wahrheit drin.

      • Sportpapi sagt:

        Ich gehe noch einen Schritt weiter. Es ist auch einfach, Sex nur als „Geschenk“ gutzuheissen, und keinesfalls als Dienstleistung gegen Geld oder anderes – wenn man gut aussieht und jederzeit sich so viel Sex schenken lassen kann, wie man will.

      • Carolina sagt:

        Aeh, Widerspenstige, wer hat denn jetzt hier über die im Rampenlicht Stehenden geurteilt? Udo Jürgens? Ist mir egal. Sein Spruch: hat sicher ein Körnchen Wahrheit, wie fast alle Sprüche. Ich habe versucht, ML an den Karren zu fahren – er kennt das schon von mir. Die sachlichen/fachlichen (?) Informationen in seinen Posts muss ich mir immer schwer erarbeiten und verliere ab und zu mal die Geduld dabei. Aber den allerletzten Satz im zweiten Post, ML, den habe ich verstanden – und ich gehe mit Ihnen einig¨:-) (ich bin sicher, Sie hassen diese Dinger…..)

  • Mike sagt:

    Man mag dieses Phänomen als Reaktion auf die angebliche „Übersexualisierung“ interpretieren – ich seh hier in erster Linie ein Indiz von vielen dafür, dass die westliche Gesellschaft kurz vor einem Rückfall ins Mittelalter steht. Wenn Jugendliche Moralvorstellungen rausposaunen, über die sogar meine Grosseltern die Stirn runzeln würden, dann schaudert’s mich nur noch.

    • Gabi sagt:

      Haben Sie solche Jugendliche selber vernommen?

      • Mike sagt:

        Absolut. Ich habe beruflich mit Teenagern zu tun.

      • Gabi sagt:

        Glupp.

        Andererseits…

        Ich erinnere mich grad, dass eine nahe Verwandte von mir auch so dachte: Kein Sex vor der Ehe.

        Hielt aber nur grad, bis sie es das erste Mal doch tat.

        Ev. ist das also bloss eine Art Schutzbehauptung, für die Zeit, in der man sich offenbar noch nicht reif dazu fühlt (oder schlicht und einfach noch keine angemessene Lust darauf verspürt). – was ja völlig okay, und in diesem Fall zu hoffen, wäre.
        H

  • ka sagt:

    ich selbst bin eher unfreiwillig keusch in meine bis jezt einzige Beziehung gegangen. habe das immer eher peinlich gefunden und glaube auch, dass ich in meiner Jugend etwas verpasst habe. Könnte das ev. mit 70 noch nachholen, wird aber sicher nicht mehr dasselbe sein:( meinen Mädels wünsche ich das jedenfalls nicht, sie sollen ihre Sexualität nach ihrem Gutdünken, aber verantwortungsvoll ausleben können.

    • Gabi sagt:

      Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, stolpere aber über das „unfreiwillig keusch“.

      Wie darf ich mir das vorstellen?

      • Daniel sagt:

        @ Gabi: Meine Interpretion: eine „unfreiwillig keusch“ lebende Person ist (unfreiwillig und sehr lange) Single und findet keine/n Partner/in. Ausserdem gehören Bordellbesuche nicht zum Lebensstil dieser Person. Dennoch hätte sie gerne eine erfüllte Sexualität, die nicht an eine Ehe gebunden ist (darf aber schon sein, wenn’s stimmt).
        Diese Personen gibt es übrigens in sehr grosser Anzahl, nur schon in meinem Bekanntenkreis reicht eine Hand nicht, um alle zu zählen…

      • Gabi sagt:

        Mit Verlaub, Daniel.

        Das ist mir dängg auch klar.

        Klingt für mich aber irgendwie nicht nach dieser Variante.

        Da ich mich aber täuschen kann (Hallo WS; hier eine Analogie zu unserer Geschichte) frage ich nach.

      • Widerspenstige sagt:

        Reicht ein Normrahmen oder soll Ihre Analogie ‚übers Eck vergoldet‘ in einem Goldrahmen gerahmt aufgehängt werden, Gabi? Hab’s gerade erst gelesen… 🙄

      • Katharina sagt:

        Womit auch klar ist, inwiefern sie verdrehen….Widerspenstige. der Hintereingang riecht halt ‚ahmaechelig‘ ditto ihre Verdrehung zu Brunhild am Anfang dieses threads.

      • Gabi sagt:

        @Widerspenstige:
        Sorry; hab hier nicht ganz verstanden, ob Sie damit (kann diesen Smiley gar nicht – wie macht man den?) zeigen, böse zu sein oder bloss die Augen verdrehen.
        Oder ob sich das an den Anfang des Threads mit Katharinas Ableben und Brunhild bezieht (dort vermag ich – aufgrund der Interpunktion? – auch nicht sicher zu benennen, wie´s gemeint ist).
        War echt nicht böse gemeint, sondern mir ist einfach die Analogie zu jener Frau aufgefallen, bei der sie damals nicht nachfragten, sondern sie gleich als „Feministin“ der ersten Stunde in Beschlag nahmen… & ich daraufhin „mühsam“ wurde.

      • Gabi sagt:

        @Katharina:

        Welcher Hintereingang, Katharina?

        Welcher Hintereingang, denn?

        Wo etwas verwest (immerhin seit Feb. 2010) und es nicht ordentlich weggeräumt (sprich: abgearbeitet) wird, da riecht es halt längere Zeit etwas streng.

        Wer weiss… Vielleicht hat das ja am Schluss Auguste zu seinen verwegenen Phantasien inspiriert, die Sie, wie Mila, auch so treffend fanden?

        – Ev. stehen (bzw. liegen) Sie ihm ja näher, als es Ihnen lieb ist…

        🙂
        🙂
        🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Gabi, mein ‚Einrahmungs-Ritual‘ soll nur deutlich machen, dass ich Ihre Analogie hier schon verstanden habe. Sie überraschen mich zusätzlich, dass Sie sogar Ihr ‚Daumen-auf-die-Wunde-Drücken‘ wegen der ‚Feministin‘ selber als ‚mühsam‘ bezeichnen…wow!

        Aber sehen Sie: wenn mir etwas wirklich einleuchtet u ich sehe, wieso Jemand so heftig auf kontaminierte Begriffe reagiert – wie ich mich ja selber bei solchen Begriffen Anderer ständig ertappe 😉 – dann ist der Fünfer runter gefalllen, ok?

        Das ‚Augenverdrehen-Smiley‘ (= : roll : ohne Leerschr.) sollte ironisch rüber kommen, nix böse.

      • Widerspenstige sagt:

        Und nein, das bezog sich nicht auf meinen post wegen Katharinas ‚Ableben‘. Was war Ihnen dort nicht so klar wegen meiner Interpunktion, Gabi??

        Ich weiss auch nicht, was mit dieser Hintertüre gemeint ist – interessiert mich aber nicht mehr, seitdem Kath hier derart Unverschämtheiten plaziert hat – ohne sich überhaupt dessen bewusst zu sein, geschweige denn sich dafür zu entschuldigen oder die ‚Verwesungsüberbleibsel‘ mal selber zu entsorgen sprich richtig zu stellen, damit nicht ständig Gerüchte und Mutmassungen damit genährt werden.

      • Gabi sagt:

        Meci.

        Wir verstehen uns wieder besser, als auch schon. Freut mich.

        (hihi… Hab versehentlich zuerst geschrieben: „Fraut mich.“)

        😉

  • Pascal Sutter sagt:

    Ach, das ganze ist doch schon verbraten seit Onans Zeiten: „Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, ließ er’s auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gäbe. Da gefiel dem Herrn übel, was er tat, und er tötete ihn auch.“ Irgendwie schon ein Groschenroman die Bibel, manchmal…

  • Widerspenstige sagt:

    Ach Gott, wie romantisch…und nur die Töchter sind davon ‚beglückt’…jetzt darf endlich wieder wie zu Grossmutters Zeiten mit reinstem Gewissen das WEISSE Hochzeitskleid angezogen werden…hurrahh!

    Endlich – es ist vollbracht.

    Die romantische Liebe hält wieder Einzug und das Riechsalz dürfte auch nicht mehr im schmucken Täschchen fehlen…und natürlich das Spitzennastüchlein, das je nach Schwächeanfall zu Boden gleiten dürfte exakt vor dem angehimmelten Liebsten in der Hoffung, dass er es sehen und….aufheben möge und der Holden tief in die niedergeschlagenen Augen blicken dürfte 😳

    • Carolina sagt:

      Widerspenstige, das klingt nach sehr viel Erfahrung! 🙂

    • E.H.Roth sagt:

      ha, Widerspenstige…. verstehe, solange sich solch beschriebenen Szenen nur in Romane und Kostümfilmen aus dem vorletzten Jahrhundert abspielen, muss ich gestehen, gefallen mir diese Gedanken als Entspannung und kurzweilig in eine andere Zeit abzutauchen. In der Realität würde ich sagen eher ein no go.

  • Georg sagt:

    Was tut man wenn nach der Heirat festgestellt wird, dass man sexuell nicht kompatibel ist?

  • Delusion sagt:

    Ich gehöre auch zu den so genanten Fundis, bin auch tief gläubig und unterstütze die Haltung, kein Sex vor der Ehe. Bis zu meinem 30 Lebensjahr, habe ich gewartet und gebetet für den richtigen Partner, nur ist dieser nicht gekommen. Heute mit 45 bin ich immer noch alleine, habe aber regelmässig Sex. Ich unterstütze grundsätzlich die Haltung, kein Sex vor der Ehe, nur muss sich jeder selber die frage stellen, ob er oder sie ein Leben lang ohne Sex sein kann, wenn sich die Ehe nicht einstellen will! Verzichten und warten auf den Sankt Nimerleins Tag?…Naja, da kann ich nur sagen, good luck

  • HansHuber sagt:

    Der Mensch findet doch immer wieder Gründe sich selbst zu bestrafen… Ich finde das eine gelungene humoristische Einlage für diesen Tag. Danke.

  • Jan Demuth sagt:

    Immer diese Extreme. Und ich frage mich immer, woher diese Einstellung auf beiden Seiten kommt. Eltern: wollen wohl ihre Kinder beschützen, merken aber nicht, dass jedes Verbot eine Sache um etliches reizvoller macht. Überzeugte Schwurabgeber: Ausweg aus dem gesellschaftlichen Druck, Sex haben zu „müssen“, Minderwertigkeitskomplexe etc? Jeder soll doch für sich selbst entscheiden, wann wie und mit wem er Sex haben will. So ein Gelübde ist doch unnötig und bringt eh nur Enttäuschung oder ein schlechtes Gewissen, wenn es gebrochen wird. Nicht zu reden von der evtl. Enttäuschung nach der Heirat..

  • Genderbender sagt:

    Wieder mal ein Beispiel, wo es die Relgion bei einigen Menschen schafft, die für Vernunft zuständigen Synapsen im Hirn lahmzulegen.

    Ich muss allerdings sagen, dass ich für diejenigen, die eine ‚Übersexualisierung‘ des öffentlichen Lebens beklagen, gewisses Verständnis aufbringe; nicht aus religiösen oder moralischen Überlegungen, sondern weil die ständige Sexualisierung von banalsten Dingen wie Joghurt- und Eisstengelwerbungen nur noch peinlich ist und nervt.

    • Carolina sagt:

      Das sehe ich genauso, Genderbender. Es geht ein bisschen das Wissen darüber verloren, dass ‚allzeit bereit‘ nicht besonders erotisch ist. Das Mysteriöse, das knisternde Sich-Wundern über das, was da kommt, die Vorfreude, die Erotik können sich nicht wirklich entwickeln und vor allem Bestand haben, wenn Sex zur Allerweltsware verkommt. Und da gelungene Sexualität mit dem Verstand nicht besonders viel zu tun hat, sondern mit Sich-Einlassen, ist dieser amerikanische Trend vielleicht einfach nur ein Versuch, sich von der Allzeit-Bereit-Mentalität abzuheben. Zwang: nein, freiwillig: warum nicht?

    • marie sagt:

      miiner wort! …und ich beobachte seit geraumer zeit, dass sich immer wie weniger über die übersexualisierung entrüsten, aber eine extremere entrüstung beim anderen extrem statt findet, oder ergeht das nur mir so? komisch.

    • tststs sagt:

      Ich würde es so ausdrücken: Eine „eigentliche“ Übersexualisis…erung kann es gar nicht geben, da Sexualität zum Menschen gehört (und ergo der Mensch den ganzen Tag nichts machen muss als sich um Nahrung, Sexualpartner und einen Schlafplatz zu kümmern und dann zu geniessen). ABER Sexualität wird als etwas „Besonderes“ dargestellt, also nicht mehr als Selbstverständlichkeit. Alles sexuellen Handlungen (das Schnäbispielen eines 3jährigen, das Anprobieren des mütterlichen BHs einer 9jährigen, die Doktorspiele von 11jährigen, alle Ausprägungsformen der Erwachsenen) müssen irgendwie analysiert, psychologisiert, problematisiert und überhaupt einfach irgendwie „isiert“-werden, anstatt sie einfach und selbstverständlich als Natur des Menschen (und somit von mir aus auch als gottgegeben) akzeptiert werden

      • marie sagt:

        dass die kinder die erwachsenen welt mittels bh und schnäbispielen entdecken ist definitiv NORMAL. ja. aber frau im bikini die sich auf einer motorhaube räkelt muss ich ehrlich gestehen ist für mich übersexualisiert. oder ist das auch „normal“? frage unwissend.

      • Carolina sagt:

        Ja, tststs. Ich wundere mich immer wieder darüber, wievielen Menschen man erklären muss, dass es gewisse Dinge immer schon gegeben hat – dass sie sich aber, wenn wir sie in fünfzehn unterschiedlichen Medien immer wieder unter die Nase gerieben bekommen, irgendwann in unseren Gehirnen als ‚Trend‘, ‚Ist so‘, ‚Muss so sein‘ festsetzen. Wenn man einen Bericht über einen Mord im Fernsehen sieht, macht das mit dem Gehirn etwas völlig anderes, als wenn man dasselbe xfach aufbereitet wieder hört. Die Pathologisierung von allem und jedem tut ihr übriges, der gesunde Menschenverstand

      • Carolina sagt:

        /2 wird abgewertet, nicht mehr trainiert und verkümmert. Dagegen gibt es aber ein Gegenmittel: Relativierung und die Einsicht, dass Erwachsene das Recht haben, ihre Sexualität so auszuleben, wie sie das für richtig halten, vorausgesetzt, es wird kein Aussenseiter in seinen Rechten verletzt. Und wenn sich jemand einen Keuschheitsgürtel umschnallen will, so be it. Missioniere er bloss nicht!

      • Carolina sagt:

        Marie, mich nervt das genauso wie Sie (am meisten nerven mich diese simulierten Blow-Jobs mit Käse/Schoggi und ähnlichem). Bloss: zu den Anfangszeiten des Fernsehens waren die Ausschläge sehr viel wilder. Und: wir haben heute ganz andere Möglichkeiten, uns gegen saublöde Sports und Models auf Autos zu wehren (hatten wir ja schon mal): in dieser Hinsicht halte ich Facebook und ’social media‘ durchaus für nützlich.

      • Gabi sagt:

        Wenn Sie attraktive Menschen ins Szene setzen, so wird da nunmal eher hin geschaut, wie wenn sie keine attraktiven Menschen sehen.

        Wenn Sie hässliche, ungustiöse oder lächerlich bis ungepflegt gekleidete Menschen zu Ihrem Produkt oder zu Ihrer Dienstleistung in Szene setzen, müssen Sie einen verdammt guten Spruch dazu bringen, um nicht bloss mit einem schlechten Image da zu stehen (Geht übrig.durchaus! Kostet aber gute Kreative! – also Geld).

        Logisch, dass da der Griff zum Mittel, das nach wie vor Blicke anzieht (Frauenblicke ebenso!) nahe liegt.

        Was wollen Sie tun, marie?

        – Verbieten?

      • tststs sagt:

        Naja, Marie, die tiefenpsychologische Frage: Was ist übersexualisierter: Kleidung oder FKK?

      • marie sagt:

        ich bin ganz bei ihnen carolina! und sehe das durchaus ähnlich. aber was mich dann wiederum enorm erschreckt, dass es mich nicht mehr „erschreckt“… mir gibt das eigentlich zu denken, dass es soweit ist, dass man anfängt gewisse ding zu akzeptiern. nun, das ist MEIN problem und ich empinfe es unbehaglich.
        aber definitiv! tv in den 50/60ern… die hübschen zarten ansagerinnen und die intellektuellen kompetenten kerle 😉 da sitze ich meist sehr steif vor diesen dokus…
        geht es ihnen gut?

      • tststs sagt:

        @Carolina: Da stellt sich aber die Frage: Sexualisieren Sie es oder die Werbung? Denn es ist nun mal so, dass ich ein Schoggistengeli nicht anderes essen kann, als dass ich das Schoggistengeli in meinen Mund einführe (und hinter jedem Ding einen Phallus zu sehen, dachte ich, sei eher Männersache *gg*) Und ja, ich mach das manchmal auch ziemlich langsam und genussvoll (ich gehöre auch zur Glace-Schleckern und nicht zu den -beissern)… hat aber eher damit zu tun, dass auch essen ein SINNLICHES Erlebnis ist, zumindest sein sollte…
        🙂

      • marie sagt:

        @ts
        könnte es damit zu tun haben, dass man sexualität auslagert wie eine ware ein objekt? da für mich fkk natürlich ist, ergo nicht übersexualisiert. aber unnatürlich, ergo „übersexualisiert“ wenn jemand and den fkk strand geht um sich aufzugeilen (im wahrsten sinne des wortes).

      • tststs sagt:

        Ja aber Marie, was sollte Sie denn „erschrecken“… eine nackte Frau? Ich plädiere eben genau für das Gegenteil. Ich sehe ein bluttes Füdli, einen Busen, einen Schamhaaransatz?! So what?…das gibt es ungefähr 7 Miliarden Mal auf diesem Planeten…

      • Carolina sagt:

        Gabi, was mich nervt (habe ich schon öfter gesagt), ist die Doofheit der Werbenden. Ich kann das nicht statistisch belegen, aber ich persönlich kaufe nichts, was mir schon in der Werbung sauer aufstösst und ich bin sicher nicht die einzige. Bestimmte Automarken (auf Messen ziehe ich da durch wie eine Hexe und äussere mich), Waschmittel, die auf Verdummung setzen, Ferrero, die mMn die einfältigste Werbung überhaupt haben….. Jede Bevölkerungsgruppe hat Marktmacht – und ausser Acht zu lassen, dass Frauen kein Auto kaufen würden, das auf die Weise beworben wird, ist einfach dumm.

      • tststs sagt:

        hüstelhüstel über Geschmack lässt sich ja eigentlich nicht streiten, aber WER geht schon an den FKKstrand um sich aufzugeilen?!?
        🙂

      • tststs sagt:

        @Carolina: eigentlich würde ich Ihnen sofort zustimmen… Jedoch gibt es einige Untersuchungen, die belegen, dass Werbung/sexuelle Bilder unterbewusst sehr wohl ansprechen… Auch Frauen werden von Pornos durchwegs angeheizt (Messungen mit CT und MRI), auch wenn sie im Bewusstsein das Gefühl haben, sie seien voll angewidert… die vor jahrmillionen im Hirn angelegten „Lustzentren“ springen trotzdem an….

      • Carolina sagt:

        Tststs, es gehört dazu, dass ich selbstverständlich akzeptiere, dass Sie sich über andere Dinge aufregen als ich. Was ich einzig und allein sagen will, ist, dass man nichts hinnehmen muss, wir haben sehr wohl Einfluss. Ob und wie das gehört wird, ist dann die nächste Frage. Aber wenn Sie eine Forderung nach mehr Schamhaaren haben, ist es Ihr gutes Recht, dafür einzustehen. Für mich ist Sexualität etwas, das anders als Essen und Trinken mit Vorsicht und Zurückhaltung bearbeitet werden müssen – sonst geht die Erotik eben flöten.

      • marie sagt:

        @ts
        ich erschrecke über mich selbst: da es mir z.t. nicht mehr auffällt, dass übertrieben gesagt jedes yoghurt mittlerweile nackt verkauft wird…
        ne, ich glaube ich habe mich einfach falsch ausgedrückt. werbung verkauft ja dinge, die wir brauchen oder nicht. muss es aber immer gleich mit stereotypen gemacht werden? frau putzt bad vor versammelter gäste im etui-kleid, göttergatte kommt mit schampusflasche ins bad um die gäste zu verwöhnen – alle staunen über das saubere bad. ok, hier keine nackte haut, aber sterotyp – mich stört das DUMM verkaufen und dabei möglichst nackt.

      • marie sagt:

        und im zusammenhang mit der jungfäulichkeit ist es ähnlich.. da wird die jungfäulichkeit stereotyp zelebriert.

      • Carolina sagt:

        Tststs, ich glaube, wir argumentieren aneinander vorbei. Was soll ich gegen Nacktheit haben? Und Pornos? Und gerade weil das Gehirn ununterbrochen Verbindungen herstellt zwischen eigenen und fremden Bildern meine ich, dass man mit dem zarten Pflänzchen Erotik eigentlich viel achtsamer umgehen sollte. Wenn fremde Bilder schon in jungen Jahren die eigenen Fantasien und Vorstellungen überlagern oder gar ersetzen, wird eine, wie schon gesagt, ‚allzeit-bereit-Mentalität‘ vorgegaukelt, die für junge Menschen schwer einzuordnen ist.

      • Georg sagt:

        @Carolina
        Unvergessen auch die Herbal Essences-Werbung…lautstarker Orgasmus beim Haarewaschen! What a product…

        @ts
        Das ist so nicht korrekt. Sie werden nicht heiss im Sinne von Verlangen sondern heiss im Sinne von „körperlicher Vorbereitung“. Was wohl ein Schutzmechanismus aus vergangenen Zeiten ist – wie man vermutet.

      • marie sagt:

        im artikel ist es doch ganz manifest. der papa hat dafür zu sorgen, dass sein mädchen jungfrau bleibt. und dafür organisiert er p-bälle. hm…. nun jedem das seine. wer das will, der/die soll. aber es dann glaich als allerweltsmittel missionieren wollen… ne!

      • Carolina sagt:

        Apropos FKK-Strand, tststs: Uns hat vor ein paar Jahren ein Badmeister (oder wie nennt man die?) auf Sylt ein paar Geschichten über ’seinen‘ FKK-Strand erzählt, da ist uns die Kinnlade runtergefallen….. ‚Sich aufgeilen‘ ist da die harmloseste Variante:-)

      • Gabi sagt:

        Da haben Sie Recht, Caroline.

        – Doch: Wer sind „die Werbenden“?

        Ein Grossteil jener Sujets, die in Cannes die begehrten Löwen gewinnen, werden nur durch langes BittiBätti der Agenturen beim allmächtigen Kunden ein einziges Mal in irgend einem kleinen Käseheftli geschaltet oder einem QuartiertTV gesendet.

        – Weil das die Voraussetzung für Einreichen nach Cannes ist. Manchmal zahlt die Agentur gar selber fürs Schalten. Bloss, damit das, was die Kreativen selber als super begreifen, den Weg nach Südfrankreich findet.

        Es sind also meist die Werbekunden, die das Gute zu verhindern wissen!

      • Carolina sagt:

        Georg, sehen Sie mal, das ist mir komplett entgangen – vorauseilende Marktmachtausübung sozusagen:-)

      • marie sagt:

        @ts und fkk aufgeilen
        …gehen sie mal an die aare! da gibt es immer welche hinter büschen, die sich einen runterholen (und nicht zwingend vor fkk, oben ohne reicht, sogar badeanzug). eine bekannte von mir nahm immer die grosse gartenschere mit, das wirkte! 😀

      • marie sagt:

        @gabi
        man kann auch ohne haut zu zeigen mit sex ein produkt verkaufen, und dabei gewinnt man auch noch cannes!!!!
        viel vergnügen, einer meiner lieblingswerbungen überhaupt! 😉
        http://www.youtube.com/watch?v=lA11R4a8h9s

      • Carolina sagt:

        Klar, Gabi, das ist wie im richtigen Leben, ein Zielkonflikt am anderen. Wes Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing – schon klar.
        Und natürlich habe ich allein keine ‚Marktmacht‘. Aber der von Horkheimer/Adorno beschworene völlig manipulierte, unselbstständige Konsument hat heutzutage mehr Mittel als früher. Und da natürlich Georg einen Shampoo-induzierten Orgasmus unter der Dusche gut findet, ich eher weniger, ein dritter nochmal eine andere Meinung hat, kommt am Ende was dabei heraus? Vielfalt? Geschmacksache?Recht auf Meinungsäusserung? Jedenfalls irgendetwas zwischen kein Sex und ständig Sex..

      • Frank Baum sagt:

        Sex Sells. Das erkennen ja nicht nur Automakren oder Schokoladehersteller sondern auch alle möglichen Aktivistengruppen, die irgendeine Nakedei-Aktion zum Besten geben. Sobald sich alle ausziehen, ist die Aufmerksamkeit gewiss. Sich darüber aber aufzuregen halte ich für genauso heuchlerisch wie die Keuschheitsgelübde, von denen oben die Rede ist. Eine Bikini-Frau auf einer Motorhaube hat doch mit „Allzeit bereit!“ nichts zu tun.

      • Gabi sagt:

        Gutes Beispielt, Marie.

        Seien Sie da mal nicht zu sicher, dass das allzu oft irgendwo abgespielt wurde (ausser nach Cannes, natürlich).

        ..

        Konsumentenbewusstsein alleine genügt nicht. Nicht einmal gute Werbung gut finden alleine genügt, liebe Caroline:

        Erinnern Sie sich an die Camel-Werbung vor bald 20 Jahren? Als plötzlich mal der legendäre Camel-Mann (damals noch mit schick behaarter Brust) weg vom Fenster war und nur die Packung mit Dromedar (teilweise abwesend!) Witz und Esprit versprühte?

        Ich kenne niemanden, der´s nicht gut fand.

        Aber für die Verkaufszahlen war´s der Todesstoss!

      • marie sagt:

        @gabi
        lief seeehr lange im franz fernseher (und die hier ist nur die kurzversion, die orig. geht länger)! und werbung ist auch immer zeitgeist, ausser man kriegt echt so ein klassiker wie diese putzschwammwerbung hin.
        wenn ich den heutigen zeitgeist in bilder heute sehe (und da auch noch die propagierten p-bälle)… das gibt mir einfach zu denken. ein wenig mehr kritik ist m.m.n. angebracht, oder nicht?

      • Carolina sagt:

        Hihi, Gabi, in diese Falle laufe ich nicht rein: war also der Camel-Typ mit der behaarten Brust, der die Verkaufszahlen generiert hat? Ist doch aber klar: erst das Mümpfeli vor ‚der Nase herumwedeln‘, dann durch ein Dromedar ersetzen? Ich bitte Sie! Ich habe übrigens überhaupt nichts gegen intelligent und witzig eingesetzten Sex in der Werbung: eine meiner Lieblingswerbungen ist die mit dem ‚Bier in Deine Bauchnabel‘ (denken Sie sich den frz Akzent) – nur: für welches Bier das geworben hat? Kein Ahnung. Das meine ich mit Ziekonflikt (einem von vielen): intelligente Werbung, über die man

      • Carolina sagt:

        /2 lacht, aber sich nicht mehr an das Produkt erinnert? Thema verfehlt, oder? Wenn ich diese unterwürfige Frau sehe, die bei irgendeinem Ferrero-Produkt für den Stammtisch ihres Herrn und Meisters die ‚Küsschen‘ (oh Gott, das allein schon) bereitgestellt hat, löscht es mir ab und ich kaufe es ganz sicher nicht wegen negativer Konnotationen. Thema eigentlich auch verfehlt, oder? Schwierig, das.

      • Gabi sagt:

        Gegen dumme Werbung: Immer!

        Gegen „Übersexualisierung“ aus Prinzp (also im Sinne: Sie hinter jedem Fetzen nackter Haut zu wittern) auf keinen Fall. Und zudem vollkommen zwecklos.

        Ich empfinde es heute als sehr viel entspannter als noch vor einigen Jahren.

        Hab z.B. schon lange keinen derartigen Schwachsinn wie „Tutti-Frutti“ (in was ich angesichts der nackten Haut natürlich dennoch ab und an gezappt habe) gesehen.

        Dafür seh ich Mike Shivas Blabla oder Tel-Nr.-Anrufsendungen, die für die Lösung von Idiotenfragen mit Geld wedeln… aber nie erreicht werden können.

        DAS ist skandalöser!

      • Gabi sagt:

        Ist und bleibt die grösste Krux:

        Werbung gut, Produkt vergessen. Auch bei Cannes-Siegern so, Caroline.

        Aber sprechen Sie mal mit der Oma, die ihrem Kind Süssigkeiten kauft, oder so, was – und warum – sie denn für gute Werbung hält.

        Da ist dann schnell fertig mit der Idee von anspruchsvoller Werbung und wir kommen immer wieder zum selben Schluss:

        Dummes wird auch noch von Schlauen verstanden. Umgekehrt nicht. Ziel kann also nur sein, einen doppelten Boden einzubauen, unter dem es noch mehr zu begreifen gilt.

      • Gabi sagt:

        Oh… Ne Antwort für marie hängt in der Schlaufe.

        Aber das kommt ja dann irgendwann noch (steht glaub nichts Verwerfliches drin).

        Zur Übersexualisierung aber noch (die ich heute – zumindest in der Werbung! – lange nicht mehr so schlimm finde wie einst):

        Mir scheint – subjektiv – dass damit vor allem die Mühe haben, die sich selbst nicht wohl in ihrer Haut (sprich: Körper) fühlen und die es daher sehr viel mehr belästigt, als jenen, die gar nicht auf die Idee kommen, sich mit den Werbefiguren vergleichen, oder gar messen, zu müssen.

        (sorry; ist echt und abgesehen vom MB meine Beobachtung)

      • Carolina sagt:

        Ist eine endlose Geschichte – und ich bin nicht besonders bewandert, hoffnungslos subjektiv. Aber ich liebe es, wenn Werbung paradox ist, also z.B. so schlecht, dass sie Kult wird: als Beispiel fällt mir nur gerade die Bettwarenfabrik Fischer ein – http://www.youtube.com/watch?v=hAUnaC5cYl8. So und jetzt: en Guete.

      • marie sagt:

        @gabi
        stereotyp ist für mich das stichwort, oder sie können es auch ganz zärtlich clichée nennen. ich habe so wie carolina nichts gegen intelligente werbung, die ja auch mit clichées (inkl. sex) spielt. aber ehrlich: 99.9% ist dumme werbung, da sie die clichées phantasielos darstellen. that’s it. ich habe mit mir übrigens keine probleme, alles andere. das dumpfe erzeugt bei mir unbehagen, da es offenbar die mehrheit verführt… so auch purity-bälle (die es hier offenbar noch nicht gibt).
        na ja, liegt wohl an meiner ausdrucksweise. tant pis .-)

      • Georg sagt:

        @Carolina

        „Und da natürlich Georg einen Shampoo-induzierten Orgasmus unter der Dusche gut findet…“

        Ich finde zwar prinzipiell jeden Orgasmus gut, in der besagten Werbung fand ich es allerdings eher lächerlich. Es gab auch noch eine Fortsetzung bei welcher ein paar Typen einer Frau die Haare waschen (ob sie dabei stöhnt weiss ich nicht mehr) – war auch sehr deutlich sexuell besetzt (womit muss ich jetzt wohl nicht sagen).
        Aber aufregen darüber? Nääää…

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde ja ehrlich gesagt diese viel gerühmte Dove Werbung das, was der Name schon sagt – ziemlich doof. Aber he, ich bin ja auch nicht die Zielgruppe. Und würde ich Auto fahren, wäre mir ein Bild mit einem schlafenden Kind im Auto viel verlockender, als eine leicht bekleidete Dame auf der Haube. Aber wieder: andere Zielgruppe halt. Sicher gibt es doofe und intelligente Werbung – es ist aber die Wirkung die zählt, ausschliesslich.

      • Carolina sagt:

        Mal gucken, ob er jetzt durchkommt. Ich liebe paradoxe Werbung, die eigentlich so grottenschlecht ist, dass sie fast wieder Kult wird, wie die hier z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=hAUnaC5cYl8.

      • tststs sagt:

        @Carolina et al. Gelled Sie, es geht mir hier nur darum gewisse Widersprüche aufzuzeigen, und nicht Ihre oder die Meinung anderer zu diskriminieren. So wird zB gesagt, man hat keine Mühe mit Nacktheit, AUSSER in Werbung… und man nennt es dann übersexualisiert… Wieso? Weshalb kann man nicht einfach mit einem Lächlen darüber hinweg sehen? Warum sollte es erschrecken/entsetzen/abtörnen?
        @Georg: Meinen Sie das Feuchwerden der Vagina etc. Und das soll ein Schutzmechanismus sein? Ähhhmmm, das sehe ich also ganz anders, Frauen sind auch sexuell aktiv und nicht nur „Opfer“ 🙂

      • tststs sagt:

        @Carolina: Jaaa, der Fischer ist Kult! Und ich finde das sogar richtig gute Werbung und mittlerweilen bin ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob diese biedere Daherkommensweise nicht ein ganz genial Schachzug der Werbefirma war!
        🙂

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ja, ich finde auch, wir sollten das Ganze viel gelassener angehen. Würden wir etwas natürlicher mit unserer Nacktheit umgehen, wären wir wohl auch nicht so empfindlich für nackte Haut in der Werbung (wenn es die denn noch gäbe). Also: mehr Sauna und FKK 🙂

      • Carolina sagt:

        ts, ich fühle mich nicht diskriminiert, keine Sorge (wovon auch? Von Ihrer Meinung?). Ich sehe eben eine gewisse Uebersexualisierung dahingehend, dass der freie Zugang von noch sehr jungen Menschen zu harter Pornografie (z.B.), die dann meistens nicht in einen Gesamtkontext gestellt wird, zu einer Anspruchs-, Erwartungs- und Forderungshaltung führen kann (kann!), die die Beziehungsfähigkeit erschwert. Wenn man das Gefühl hat, Sexualität ist überall, in jedem möglichen und unmöglichen Zusammenhang, kann das einen Jugendlichen wohl schon einen Perfektionsansanspruch geben und

      • Georg sagt:

        @ts

        Du interpretierst zuviel. Du sagst: Pornos machen Frauen heiss. Ich sage; nicht zwingend auch wenn diese körperliche Reaktionen hervorrufen.

        Hier, den schenk ich Dir: „http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-14/artikel-2009-14-landkarte-der-lu.html“

      • Carolina sagt:

        / während ich das jetzt noch schreibe, überkommt mich das grosse Gähnen über mich selbst. Man kann wirklich alles problematisieren. Sorry, tststs, hat nichts mit Ihnen zu tun, aber ich lasse jetzt mal den Besorgnisträger sein.

      • tststs sagt:

        @Carolina: ich bin nur manchmal etwas unsicher, wenn ich dann öfters angesprochen werde, ob ich nicht jemandem ausversehen auf die Zehen getreten bin…
        Was Ihren Punkt der Pornographie betrifft, kann ich Ihnen nur zustimmen, würde aber das Ganze auch auf Erwachsene (Männer hautpsächlich) ausdehnen…

      • Frank Baum sagt:

        @Carolina: Auch wenn Sie Ferrero-Küsschen aus dem Weg gehen, verkaufen die sich ganz ordentlich. Die Werbung hat selbst bei Ihnen einen Erfolg verbucht: Sie haben sich die Marke gemerkt – und offensichtlich nicht nur Sie. Sie haben aber weiter oben die Bikini-Frauen auf den Motorhauben wegen eines „Allzeit bereit Effekts“ kritisiert. Das passt nicht. Es geht um ein Bild der Frau, das Sie nicht dulden. Sie können gerne Ferrero boykottieren. Denkvorschriften an die Werbebranche zu verteilen ist aber nicht OK.

      • marie sagt:

        @ts
        ich fühle mich auch nicht diskriminiert, von ihnen schon gar nicht 🙂 ich mag ihre haltung, nota bene! mich erfüllen die clichées (stereotypen) mit unbehagen und möchte diese einfach falls nötig hinterfragen. das ist alles.

      • plop sagt:

        Herr Baum – Denkweisen vorschreiben, nein. Aber ob die Werber manchmal vergessen, wieviel Aufmerksamkeit ihre Produkte geniessen? Werbeprodukte kann man nicht boykottieren wie das beworbene Produkt – sie ist allgegenwärtig.

      • Frank Baum sagt:

        @plop: Entweder für die Freiheit einstehen oder nicht für die Freiheit einstehen. Was die Feministinnen in Zusammenhang mit Nacktheit in Werbung einfordern ist eine Zensur. Es ist ein Denkverbit unter falschem Vorwand.

        Wenn man einerseits die von religiöser Seite geforderte Keuschheits-Geschichte verurteilt, weil man die Freiheit verletzt sieht, dann aber die Zensur von Werbekampagnen einfordert ist das eben eine Heuchelei.

      • plop sagt:

        Baum, es geht mir ja nicht um ZENSUR, sondern um ein bisschen Hirn seitens der Werbung….

      • Widerspenstige sagt:

        @Frank Baum
        Nein, nein…es geht mE auch hier um die vielgepriesene Verhältnismässigkeit und nicht um Zensur. Weniger nackte weibliche Haut und mehr nackte männliche Haut – das würde ich jetzt als wohltuender Ausgleich in der Werbung sehen wollen.

        Ich erinnere mich da mit einem schelmischen Lächeln an die Hakle-Werbung, wo die Holde die nackte Pobacke ihres Liebsten nach der Dusche küsst…fand ich einfach köstlich! Endlich mal ein gelungener männlicher Knackarsch in der Werbung, oh! 🙄

      • Gabi sagt:

        muss es hier zum Schluss nochmal los werden, weil es noch einige Male so ähnlich kam.

        Das ist ein Irrtum:

        In den allermeisten Fällen sind es nicht die bösen, bösen Werber (also die Kreativen), sondern es sind die Werbekunden; die Auftraggeber, welche für die dämlichen Werbungen verantwortlich sind.

        Sobald DIE die ihnen vorgeschlagene Werbung als schlecht empfinden, könnten sie locker die Tür und eine andere Agentur nehmen, die eben mehr drauf hat.

        Oft genug ist das Gegenteil der Fall: Lieber weg von jenen, die Vorschläge bringen, die tatsächlich auffallen würden

        Die wechseln auch gern

      • plop sagt:

        Ja, Gabi, ist auch richtig, aber eigentlich und schlussendlich sind wir Konsumenten selber Schuld an schlechter Werbequalität – irgendwoher muss der Auftraggeber ja auch das Gefühl haben, sowas zu wollen….

      • Frank Baum sagt:

        @plop: Mehr Hirn von den Werbenden? Die setzen ihr Hirn schon ein. Sie versuchen Aufmerksamkeit zu erregen und eine Message hinüber zu bringen. Am besten geht das über irgendwelche Gefühle. Wenn der Beworbene sein Gehirn einschalten muss, dann geht’s daneben.

        @Wiederspenstige: Der Verhältnismässigkeit finde ich in der Werbung genüge getan, aber darüber kann man streiten. Es fehlen Ihnen nackte Männer? OK, vielleicht. Liegt wohl daran, dass Männer auf nackte Frauen anders reagieren als Frauen auf nackte Männer. Man sieht aber mehr nackte Männer als früher.

      • Widerspenstige sagt:

        Das wird tatsächlich zu gern vergessen, Gabi, richtig! Dann war der zuständige Marketingkopf bei Hakle eine ziemlich aufgeschlossene Person (vielleicht gar eine Frau?!) und gab der Werbeagentur grünes Licht für diese doch ziemlich provokative Kuss-Werbung für durchschnittliche Schweizerstuben.
        Aber es werden doch interne Marktanalysen sprich Verfragungen an Normalos durchgeführt, um den Tonus des Zielkunden zu eruieren? Sollte man in diesem Fall den schwarzen Peter den Auftraggebern zuspielen u nicht länger den Kreativen wie einem Frank Bodin? Dieser hatte übrigens zu sehr provoziert bei HIV.

      • plop sagt:

        (kann es sein dass die Herren Frank Baum und Gabi irgendwas in der Branche zu tun haben?) Sagen Sie mir mal, was da überlegt wurde, bei der Maria Walliser Werbung, bitte…. Besonders schlaue Werber waren das jedenfalls nicht…

      • marie sagt:

        @plop
        hm… vllt ein versuch der pornobranche frauen beim scheissen zu vermarkten? 😀 es scheint offenbar eine nachfrage zu bestehen.
        @gabi
        nein ich weiss dass sie damit nichts zu tun haben! 🙂 (schreibe es nur prophylaktisch)

      • Frank Baum sagt:

        @plop: Ich habe keine Ahnung, wer sich was bei der Maria Walliser Werbung gedacht hat. Deswegen zu behaupten, dass sich keiner etwas überlegt, wäre aber dämlich. Es gelingt aber nicht allen gleich gut, was eher daruaf hindeutet, dass Werbung machen doch nicht so einfach ist. Es gibt aber Werbung, die eindeutig wirkt: wir kennen die Marken, wir kennen Slogans und wir assoziieren irgendwelche Dinge mit Marken (Brillen …). Um Aufmerksamkeit zu erreichen und Assoziationen herzustellen bedient man sich auch nackter Haut. Das ist völlig legitim und soll auch so bleiben.

      • Frank Baum sagt:

        Technische Frage: Hat die Redaktion die Formattierung zerschossen, oder geht das nur mir so? Ich sehe alle Texte zentriert und das ist schwer zu lesen.

      • Carolina sagt:

        Was ist jetzt hier mit dem Design los? All over the place…..

        Marie: es ist schon kurios: bei der Car-Glass-Werbung ertappe ich mich manchmal dabei, dass ich denke, ich lasse den klitzekleinen Sprung in der Scheibe jetzt reparieren – bloss, damit Ruhe ist. Ich hasse Carglass. Aber da muss man wohl sagen: Ziel erreicht durch Hirnwäsche oder so ähnlich….

      • marie sagt:

        carolina, ziel klar erfüllt. aber wieso sehe ich immer nur die zähne vom kunden im abspann? 😀 hm… und vllt bin ich ja die, die ihre frontscheibe anknabbern sollte, damit sie wirklich gehen (bin ich jetzt deswegen psychotisch?)… nimmersatt wie ich bin
        😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, plop, ohne den wahren gedanken hinter dem maria walliser casting zu kennen, denke ich, dass man bei diesem testimonial-spot die bekanntheit der ex-skirennfahrerin nebst einer (vorhandenen oder auch nicht) affinität zu gesundheitsfördernden massnahmen (sie hat ja bekanntermassen eine kranke tochter) in die waagschale werfen wollte. daraus zu schliessen, dass ich martina hingis allenfalls für ein waschweib halte, wäre allerdings sehr gewagt.

      • plop sagt:

        Ja ja Augustin… Und vielleicht wärs einfach mal Zeit für ein neues probiotic-jogi Werbekonzept? Migros hat damals mit der Damenhygienezeugswerbung einen schönen Schnitt ins Tampax-Wohlfühlgedusel gemacht…. Schöne hinech.

    • plop sagt:

      Die Caprice-des Dieux Werbung find ich sehr absurd. Wer will schon ein Käsemund küssen? Und wenn wir da bei der Werbeanalyse sind: was haltet Ihr von dem ganzen CH-Zeugs? Die langsame Bernerstimme welche über Zucker, als Hund, Huhn oder über Hörgeräte spricht als seis Grossvater selig?

      • marie sagt:

        die gelbenseiten.ch werbung mit clinton und jelzin z.bsp. waren nicht schlecht. mit wenig aufwand, aber mit humor… mir gefielen sie.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich auch, Käse und Küssen geht gar nicht. Und die Zuckerwerbung, die will extra bodenständig daherkommen, mit behäbigem Berndeutsch, weil Zucker aus einheimischer Produktion ein echtes Imageproblem hat, da fliessen soviele Subventionen an die ‚armen Bauern‘ die dann jeden Herbst mit ihren stinkenden Traktoren, die nicht zwingend abgasfreundlich sein müssen, riesige Autoschlangen verursachen, wenn sie die Rüben durchs ganze Seeland karren.

      • E.H.Roth sagt:

        hm, plop, schrecklich diese Werbung. Schlimm auch die Werbung mit der M. Walliser – eine Katastrophe von A-Z und was soll das mit dieser Kamera? Uhnnn ich habe Ranzenweh … schnell ein Film drehen…. nächster Tag… uhh, dünnpfiff … wo ist die Kamera …. ahh … gegenüber gestern sehe ich schon besser aus … sieh nur Schatz findest Du nicht…

      • Carolina sagt:

        Ui ja, diese Maria Walliser, die ist so locker-flockig wie ein Brett. Dafür aber die Canon-Werbung, voll auf Sentimentalität und mit super Musik ausgestattet, mit der Schildkröte und dem Büsi – und ich weiss sogar, für welches Produkt sie wirbt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ach ja, diese Walliser-Werbung, zum Fremdschämen. Aber diese Joghurts kaufe ich sowieso nicht, ist ein Riesenbschiss und ausserdem hatten die früher den – aus Mangel an Beweisen freigesprochenen, aber auch ohne dies widerlich-schlüpfrigen – Kachelmann unter Vertrag, was allein ein Grund ist, das Produkt zu meiden.

      • plop sagt:

        Herr Roth, musste hier im Blog noch nie so lachen wie wegen ihrer Umschreibung dieses so doofen Spots… Wenns immerhin die Kamera gratis dazugäb….

      • Georg sagt:

        Auch ganz schlimm ist diejenige vom Auto Center Emil Frey (lief im Kino tws):

        Er betritt Raum
        Sie (sitzend in der 08/15 CH-Wohnung „voll trendy“): Wo besch jetzt du gsi?
        Er: E be bim Auto Center Emil Frey gsi ond ha mer grad es nöis Auto kaufft. Di händ so super Konditione…blabla…
        Sie (strahlend): Super Schatz (oder so ähnlich).

        Oh gott! Möchte mal sehen wie die gemeine Ehefrau reagiert, wenn ER sie mit so einem Entscheid überrumpelt.

        Oder auch unvergessen; sämtliche Lippo Werbungen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich bin sicher, gerade weil die Werbung (bewusst) doof ist, bleibt sie hängen.

      • tststs sagt:

        Also wenn wir von doooooofer Werbung sprechen, dann muss auch noch dieses Gynokanestendingstbumsta erwähnt werden. Die ganze Werbung beginnt mit „SCHON WIEDER ein Scheidenpilz…“
        Als wären (alle) Frauen irgendwelche Fungi-Zuchtbetriebe…

      • Carolina sagt:

        Hihi, das allerschlimmste ist seit neuestem die Frau, die sagt: ‚Immer, wenn ich ein Date habe, bekomme ich dieses Kopfjucken, ein ganz bekanntes Problem‘ (oder so ähnlich). Hallo? Meine Töchter schmeissen sich jedesmal weg.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Bald ist wieder die Pneu-Egger Werbung fällig, immer wieder doof und immer wieder gern gesehen…..

      • plop sagt:

        Sportpapi, ich weiss wirklich nicht ob solche Werbung wie die von der Walliser extra doof produziert wurde – die Werbung für Winterreifen, glaub, oder ei Auto, mit der meteo-dame die ausrutscht, das ist extra doof gemacht. Und gut. Aber die Anderen? Die Kundenwünsche sind manchmal schon speziell und Werber ja sowieso. Man müsste mal nachgucken, wer diese Werbungen macht…. Hier findet man fast alle Verursacher: http://www.persoenlich.com

      • marie sagt:

        die carglas werbung… mir fallen am schluss immer die zähne des kunden auf. keine ahnung warum, so schön sind die nun auch nicht.

      • Auguste sagt:

        hmm…, kachelmann und yoghurt-werbetexte?

        „joghurt löffeln – total out!“
        „neuerdings liebe ich stichfestes joghurt.“

        oder kalbfleisch…

        „so zart, dass der löffel genügt!“

  • Dario vo Züri sagt:

    Ok, jedem seine Philosophie und Versuche, diese zu leben (solange niemand zu Schaden kommt)! Nur: dass mit dem grossen Aufkommen der Philosophie „Geschlechtsleben ausschliesslich in der Ehe“ z.Z. des amerik. Präsidenten George Bush Vater in den USA auch der Verkauf von Keuschheitsgürteln massiv zunahm, will mir einfach nicht in den Kopf: was soll diese verlogene Lebenseinstellung, die auf mittelalterliche Instrumente zurückgreifen muss, damit sie heutzutage überhaupt „gelebt“ werden kann/soll/muss?

    • Auguste sagt:

      hmm…, vielleicht sollten sie jenen verkaufszahlen die verkaufszahlen von geeigneten werkzeugen diese zu öffnen, entgegenstellen – und plötzlich wird vielleicht ein spiel draus.

  • Cassandra Dürr sagt:

    In meiner Jugend wurde Aehnliches gepredigt. Alles Quatsch! Das ist eine ganz persönliche Sache. Da hat NIEMAND, keine Kirche, keine Politiker, keine Freunde dreinzureden!! Alle Beschimpfungen – vor allem an die Adresse der Frauen – sind heuchlerisch, denn es braucht viele Männer die huren bis es eine Hure gibt. Und es sind IMMER zwei, die… Keuschheit hat mit Anständigkeit nichts zu tun!
    Sex ist Lebensbestandteil, gegeben – von wem auch immer – und somit KANN es nichts Schmutziges sein. Sex wird „schmutzig“ gemacht. Die dreckigste Fantasie haben die besonders Frommen.

    • Gabi sagt:

      Applaus von meiner Seite.

    • Stadelman Reto sagt:

      Dem kann man nur zustimmen Frau Dürr. Überhaupt sind diese Keuschheitsringe wohl nur Heuchelei.
      Was mich persönlich stört ist aber das heutige Verhältnis zur Sexualität. Sex ist etwas wunderbares, warum also hat man es mit jedem X beliebigen Idioten? Zitat: «Die Wilsons verteufeln den Sex nicht, im Gegenteil, sie finden Sex wunderbar — und genau darum sollte er nur innerhalb der Ehe zelebriert werden. Weil er etwas ganz besonderes ist.» Ich finde nicht man sollte Sex nur in der Ehe haben. Aber in dem Bereich ein kleines Bisschen mehr so wie die Wilsons zu denken würde doch einigen gut tun…

    • tststs sagt:

      Wobei man schon sagen muss, dass das Prädikat „schmutzig“ nicht für alle sexuell Aktiven ein Schimpfwort ist…
      🙂 Hat nicht ein gewisser W.A., berühmter Stadtneurotiker, mal was dazu gesagt… *fg*

    • E.H.Roth sagt:

      kudos… Cassandra

    • Alex sagt:

      Hammerbeitrag!

    • macho sagt:

      Was meinst du mit schmutzig? Und ist schmutzig schlecht? Ich bin alles andere als verklemmt oder fromm, aber ich kann genau so wenig mit Blümchensex anfangen.

  • Sigi sagt:

    Sex contains all, bodies, delicacaies, results, promulgations,
    Meanings, proofs, purities, the maternal mystery, the seminal milk,
    All hopes, benefactions, bestowals, all the passions, loves,
    beauties, delights of the earth,
    All the governments, judges, gods, follow`d persons of the earth,
    These are containd`d in sex as parts of itself and justifications of itself.

    Walt Whitman

    • Auguste sagt:

      hmm…, sigi, nach den jungs der „dead poets society“ helfen walt whitman’s gedanken vielleicht auch hier etwas weiter.

      my sigi, my sigi!

  • Martin Berlinger sagt:

    Wenn man Sexualität religiösen Dogmen unterordnet, entstehen oft skurrile Strukturen. Ich denke, es ist sehr sinnvoll, dem Ding „Sex als Konsumware“ entgegenzuwirken, aber sicher nicht mit mittelalterrlichen Thesen. Darum ist Aufklärung auf allen Ebenen (körperlich und geistig) sicher angesagt, Alters- und stufengerecht.
    Gibt es irgendeinen Grund, warum junge Menschen nicht herumexperimentieren sollen. Je mehr wir dazu stehen und sie sinnvoll unterstützen, desto sicherer werden sie zu gestandenen, selbstbestimmten und sorgfältigen Erwachsenen.
    … und warum nur die Mädchen???

    • tststs sagt:

      Schön, sprechen Sie von „skurrilen Strukturen“, denn nicht alle Religionen „verteufeln“ Sexualität, zB Kamasutra… aber auch da darf man mMn von „skurrilen“ Zügen sprechen 🙂
      „… und warum nur die Mädchen???“ Naja, stellen Sie sich den Texas-Cowboy-Dad vor, der mit seinem Sohn zum Ball geht (wer trägt das Kleid?)… der Eindruck, der da entsteht, läuft dem konservativen Homoleugner wohl noch viel mehr zuwider, als wenn der Sohnemann ein Mädchen küsst… 🙂

  • Pascal Sutter sagt:

    Früher™ hat man gar nichts über solche Bewegungen erfahren. Und das war auch gut so, denn schliesslich soll ja jeder mit seiner Lust umgehen wie er will. Welche Normalität wollen wir eigentlich wenn jede kleine Abweichung sofort als abnormal gebrandmarkt wird? Oder sollen uns solche Geschichten dazu bringen, nachzudenken? Leider bleibt das denken aber meistens auf der Strecke da sich sofort zwei Gegenpole bilden die sich aufs Blut bekämpfen. Also ich perönlich kann auf eine Gesellschaft verzichten die nur Weiss/Schwarz toleriert.

    • plop sagt:

      Früher™ – ha!
      Ja Pasci, und plötzlich macht man sich sogar Gedanken darüber, wieso zum gugger Luca Ruch mit einer Freikirchlerin anbändelt, und dafür ist eigentlich jeder Gedankengang zu schade…

      • Georg sagt:

        Naja, ist ja schon ein heisser Feger. Aber was nützt mir ein Ferrari, den ich nicht fahren kann? 😉

      • Gabi sagt:

        Ev. ein Sammler?

        🙂

      • Auguste sagt:

        hmm…, aber plop, haben wir uns nicht auch schon gewundert, dass einer mr. schweiz wird, der mit lesen und schreiben noch zu kämpfen hatte, dass einer von denen mit seiner freundin per sms auf der blick-frontseite tagelang schluss machte, dass jörg kreissig schminken immer noch so toll findet, dass sich nie einer darüber wunderte, dass er monatelang mukis trainieren musste, nur um nachher in einem wirklich schlecht sitzenden anzug im fernsehen zur wahl antreten zu dürfen. dass sf und si diesem schrott auch noch zeit und geld hinterher werfen, kann einen aber schon etwas ins grübeln bringen.

    • Pascal Sutter sagt:

      Gerade gestern habe ich erfahren dass sich IGGP POP M A K R O B I O T I S C H ernährt! Diese Coverage zerstört auch noch die letzten Helden.

    • plop sagt:

      Ach Auguste, weisste, ich seh bei den Mr Schweiz Wahlen dann immer nur noch die Körper, welche zwischen den Latzhosen durchblitzen… Ich liebe diese show mit diesen gar nicht schönen Halbmänner. Sowie auch die Misswahl. Schade schade gibt’s SF lieber einmal mehr Geld für den Claude Longchamp und Nik Hartmann aus, statt für die scheusslichen Abendkleider der Missen…

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich habe der miss schweiz wahl meine liebe gekündigt, als sie damals dieser süssen, kurz- und rothaarigen mit den sommersprossen keine chance gaben und die nächste langhaarige blondine aus einer endlosen reihe langhaariger blondinen das krönchen aufsetzten. dabei finde ich langhaarige blondinen durchaus ein hingucker. was dieses gefährdete showformat zum quotenrenner machen würde, wären eingeblendete, ehrliche gedankenblasen der kandidaten/innen oder sven epinays bei der mr. schweiz wahl oder von mir aus auch bei der kochsendung und nicht immer bloss „hmm…“

  • Claudia sagt:

    Ich persönlich glaube nicht, dass es hilft keusch und rein in eine Beziehung zu gehen. Vor allem weil ich den grössten Spass beim Sex, nicht mit einem festen Partner empfunden hatte. Er war eher ein Friend with Benefits und genau das machte den Sex so ungezwungen und frei.
    Und mein Vater hatte seine eigene Art mir einen Purity Ring aufsetzen. Als mein Freund (mit dem ich vorher schon Sex hatte) das erste Mal bei uns zu Hause war, hat mein introvertierter Vater ihn einfach zu Boden gestarrt. Der arme Freund war so verunsichert dadurch, dass in der Nacht tote Hose war.

    • Carolina sagt:

      Haha, Claudia, diese Form von purity ring kenne ich auch gut. Mein Vater hat so manchen in die Flucht getrieben und der Vater meiner Kinder macht es heute ebenso – schrecklich peinlich, aber wirksam. Die ‚with balls‘ halten durch!

    • Auguste sagt:

      hmm…, und warum zum teufel nahmen wir das alles auf uns…?

      youtube: dierks bentley – what was i thinkin‘

  • marie sagt:

    ähm… irgendwie wird hier einmal mehr verantwortung an ein transzendentes wesen abgegeben, weil es offenbar ein weg des geringsten widerstandes ist. auch hier einmal mehr: umgang mit verantwortungsviller sexualität ist das stichwort…
    auguste, sie haben es auf den punkt gebracht.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @marie:
      das finde ich die grosse Verwechslung welche mich persönlich enorm stört,
      wenn mensch an ein transzendentes Wesen glaubt, und „Empfehlungen“
      welche mensch von diesem Wesen eben so und nicht anders versteht und diese umsetzen möchte,
      dann hat das nun wirklich nichts mit „Verantwortung abgeben“ zu tun,
      sondern mit einem Entscheid sich auf diese Sichtweise einzulassen.
      Menschen, welche die Verantwortung abschieben finden Sie überall, im „nicht-transzendeten-Fall“ ist es dann halt nicht das „Wesen“, sondern die Eltern, die Lehrer, der falsche Chef, ein Sündenbock lässt sich immer finden.

      • Sportpapi sagt:

        Kann man sich entscheiden, gläubig zu sein? Wenn nein, dann erübrigt sich die Diskussion. Wenn ja, dann kann man – muss aber nicht – das auch als Verantwortung abschieben sehen.

    • marie sagt:

      @brunhild
      ich will damit nicht sagen, dass alle, die an einen gott glauben einfach die verantwortung abgeben. ich komme selber aus einem religiösen hintergrund und ich habe dieses abgeben NICHT erlebt. aber ich kenne auch welche, die das irgendwie missverstanden haben und sich damit (übertrieben gesagt) aus der realität „schleichen“. ich glaube wir beide sind uns sicherlich einig, wenn ich behaupte, dass sexualität zum leben gehört und ein verantwortungsvoller umgang, dh sich gedanken machen was es bedeuten kann, unabdingbar ist. aber die jungfäulichkeit als heiligtum, zu zelebrieren eher ne.

  • Ich halte das Gebot „kein Sex vor der Ehe“ für einen totalen Quatsch aus der Mottenkiste der Moralisten. Man kauft doch die Katze nicht im Sack. Im übrigen wird der Stellenwert von einer Ehe total überschätzt, den auch Ehen kann man wieder scheiden und zwar bevor, dass der Tod einem scheidet. Sexualität ist etwas Schönes. Man muss Sexualität ausleben und nicht mit moralistischen Tugenden behindern. Ich habe übrigens das Gefühl, dass es immer mehr frustrierte Menschen gibt, die gefrustet sind, weil sie sexuell nicht auf ihre Kosten kommen.

  • Auguste sagt:

    hmm…, gute gründe keusch zu sein…

    – man passt ins „idioten-schema“ eines mister schweiz
    – man hat ein ausrede, für das fehlende „know how“
    – jesus liebt einen viel mehr, sagt der freikirchen-chef
    – man hat permanent dieses erwartungsvolle leuchten in den augen
    – man kommt ins fernsehen ohne sich beim casting blamieren zu müssen
    – die lügenerfahrung kann einer allfälligen bankkarriere extrem nützlich sein
    – null geschlechtskrankheiten wiegen den dachschaden etwas auf
    – drumrummachen ist das neue rummachen – wie trendy
    – es ist gottgefällig, sagt der freikirchen-chef

    • Brunhild Steiner sagt:


      – und man sorgt dafür, dass, das wäre dann Punkt zehn in der Abhandlung,
      lieben Mitbürgern immer wieder mal Gründe geliefert werden um sich über die anderen lieben Mitbürger zu amüsieren,
      dann warte ich mal auf die nächste, inspirierendere Liste, Auguste…
      dennoch guten Tag und verschütten Sie keinen Kaffee vor lauter innerlichem Schmunzeln über die …
      (passende Bezeichnung selber einsetzen)

      • Auguste sagt:

        hmm…, brunhild steiner, lassen sie mich mit einem kleinen gleichnis antworten: der glacier-express verlässt st.moritz und der kondukteur ordnet an, sämtliche jalousien runter zu ziehen und erst am ziel in zermatt wieder zu öffnen.

        wer unter den passagieren nicht blind ist, würde wahrscheinlich auf die barikaden oder, in diesem speziellenfall, auf die gepäckablagen gehen. wer aus tiefster eigener überzeugung keusch leben möchte, kann das herzlich gerne tun. auf äussere zwänge gibt es allerdings nur eine antwort: nein, danke.

        sich nicht über die mister schweiz lustig zu machen wäre ja..

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Auguste: es wird Sie nicht überraschen dass ich das Glacier-Gleichnis nicht ganz geglückt finde, aber wie auch immer, erstaunt mich einfach dass bei Bewegungen welche sich gegen den Mainstream stellen so schnell von Zwang geschrieben wird, aber der Mainstream an sich zwanglos sein soll?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es gibt auch jenseits jeglicher Religiösität Gründe, mit Sexualität sorgsam umzugehen. Sexualität ist ein Geschenk, ich gebe eines und erhalte eines. Warum sollte ich mit Leuten, die mir egal sind, Geschenke austauschen, irgenwie unnötig, oder nicht? Wir sollten unseren Körper sorgsam behandeln, mit Liebe und Aufmerksamkeit, sich benutzen zu lassen oder selber zu benutzen, einfach so, weil man grad nichts Besseres zu tun hat, macht nicht glücklich, vielleicht für einen Moment zufrieden, aber reicht das? Mir nicht! Wegen der Liebe und ihren Begleiterscheinungen wurden Kriege geführt, sagt alles

      • Gabi sagt:

        „Warum sollte ich mit Leuten, die mir egal sind, Geschenke austauschen?“

        Ja, wirklich. Wer kommt denn auf so was?

        Man sollte Geschenke mit Leuten austauschen, mit denen man Lust hat, Geschenke auszutauschen. Und die einem deshalb – logischerweise – nicht egal sind.

        Eine vorgeschriebene Anzahl muss es bestimmt nicht sein. Aber dass, wenn´s nur grad mal, sagen wir, zwei waren, der Grad an empfangener oder verschenkter Freude keine Vielfältige sein wird und auch nicht epische Masse sprengen kann, hätte sich auch Einsteins Zahnbürstli ausrechnen können.

    • Georg sagt:

      -man kann sich überlegen fühlen
      -man spart Geld für Verhütungsmittel und kann dieses der Freikirche spenden
      -man trainiert die Unterarm-Muskulatur fleissiger

      • marie sagt:

        @georg
        manN riskiert damit einen p- oh pardon tennisarm…

      • Claudia sagt:

        -man trainiert die Unterarm-Muskulatur fleissiger

        Ich glaube nicht, dass jemand der glaubt, Gott schaue ihm immer über die Schulter wirklich viel masturbiert. 🙂

      • Georg sagt:

        @Claudia

        🙂

      • Gabi sagt:

        Was ja eigentlich seltsam ist…

        Wenn ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat, dann gehört da mein Trieb ebenso rein, wie die Wonne eines Orgasmus.

        Glaube ich nun aber gleichzeitig, dass ich keinesfalls Sex vor der Ehe haben sollte, dann muss Gott die Möglichkeit des Masturbierens auch voraus gesehen (und geplant) haben.

        In sofern müsste darin also eher ein gottgefälliges Werk zu sehen sein; man könnte ev. beim Kommen gar den Namen des Herrn lobpreisen (was ne andere grosse Religion ja ihren gläubigen Anhängern durchaus empfielt!).

        😉

    • Auguste sagt:

      hmm…, brunhild steiner, natürlich war es wasser auf meine mühle. ich unterstelle leuten, die ihren christlichen glauben so konsequent wie möglich in ihr leben einbeziehen wollen, nicht tel quel, dass sie unter einem besonderen zwang stehen. aber sobald man sich aus dem privaten in den rahmen einer sogar gleichgesinnten gemeinschaft begibt, spielen die bestens bekannten gruppenzwänge wie überall auch – that’s the nature of the beast. bei aussenstehenden kommt dann oft der eindruck auf, dass dies und das zwanghafte züge annimmt. das mag täuschen, aber „einheitlichkeit“ ist eine starke doktrin.

      • Brunhild Steiner sagt:

        einverstanden, geht mir ja ähnlich wenn ich mir gewisse Fussballstadienszenarien Revue passieren lasse…,
        wir können uns gut drauf einigen dass diese Tendenzen eben überall vorhanden sind,
        beim Sport, in der Bastelgruppe, Wanderenthusiasten und in den Kirchen…

      • Auguste sagt:

        hmm…, bs, solche tendenzen sind immer mehr oder weniger stark vorhanden, wo menschen mit gleicher interessenslage sich organisieren und zusammenschliessen. und dass wir das gemeinschaftserlebnis irgendwie brauchen, zeigt ja auch das hier, obwohl man manchmal den eindruck haben könnte, dass das divergierende das eigentlich zusammenführende ist.

        ich habe mir wegen ihnen zweimal überlegt, ob ich die liste so abschicken sollte. aber dann habe ich mir gedacht: sie wirds aushalten und sonst wird sie es mir sagen. verglichen mit „südkurven-ultras“ sind viele freikirchen „kindergeburtstage“.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Auguste:
        „ich habe mir wegen ihnen zweimal überlegt, ob ich die liste so abschicken sollte.
        aber dann habe ich mir gedacht: sie wirds aushalten und sonst wird sie es mir sagen.“

        also das ist nun wirklich ausgesprochen nett,
        passend zur Sonne die grad durch die Wolkendecke bricht 🙂 nun, Anlass zur Sorge würd also erst bestehen wenn ich nix mehr sage (weil so komplett-total-vollständig an die Wand gespielt) 😉

  • Max Beber sagt:

    Es ist erwiesen, dass es in den „keuschen“ USA extrem mehr Teenager-Schwangerschaften gibt als z.B. in der Schweiz oder Deutschland.

    • Gabi sagt:

      Weiss man auch von den Briten. Die haben, glaub, eine der höchsten Teenieschwangerschaftsraten in Europa.

      Aber ist noch keine fünf Jahre her, dass ich in ner Ferien-Britensiedlung am Mittelmehr Vorhaltungen kriegte, weil ich mit meiner Partnerin im Pool schmuste (Zungenkuss war aber schon das Anzüglichste; wohlverstanden!). „in front of the kids! how dare you!“

      Scheint tatsächlich irgend ein seltsamer Zusammenhang zu bestehen.

      Kurzum: Es lohnt sich offenbar in jeder Beziehung, Sex nicht als etwas derart Bedrohliches zu behandeln.

      • Georg sagt:

        Und dann noch der arme Marco…man erinnere sich an die Hetzkampagne der ultrareligiösen britischen Eltern des Mädchens…

    • Frank Baum sagt:

      Natürlich ist das erwiesen: Die Rekorde für Teenager-Schwangerschaften werden regelmässig in Texas aufgestellt.

      • Gabi sagt:

        Sei ja übrigens auch so, dass grad bei den prüden Sektierern jeweils die erste Generation, die den „Glauben“ sozusagen für sich entdeckt hat und sich tatsächlich freiwillig zu ihm bekennt, die fanatischere ist.

        Die zweite Generation lässt dann gerne auch mal den lieben Gott einen guten Mann sein. Weiss eigenen Kindern später aber dennoch keine schlauere Weltsicht vor zu setzen.

        Im Falle von Teeniesex halt mit Folgen.

  • Sportpapi sagt:

    Was kommt eigentlich nach „Secondary Virgin“? Ich glaube, ich bin irgendwie – im Herzen – auch noch Jungfrau. Halt einfach höherer Stufe…

    • Gabi sagt:

      Zum ersten Mal mit jemandem schlafen ist immer spannend.

      Dass es einem Himmel voller Geigen gleichkommt, dagegen äusserst selten. Interessant ist´s allemal.

      Jep: Sex IST AUCH eine Form der Kommunikation; ist auch ein Kennelernen; ist auch ein Vergleichen unterschiedlicher Stile; ist eine Suche nach dem Passendsten.

      – Aus genau diesem Grund sollte man´s nicht nur ein Mal tun.

      Denn mit jemandem Neuen schlafen, ist immer auch wieder: Zum ersten Mal miteinander schlafen!

  • Sportpapi sagt:

    Wenn ein Mädchen „freiwillig“ ein Kopftuch trägt, dann leuten bei uns alle Alarmglocken. Aber wenn es einen „Purity Ring“ trägt, dann ist das natürlich etwas gaaaanz anderes.

    • adlerauge sagt:

      das sind halt die anderen, die bösen… die dürfen das natürlich nicht.

      • Gabi sagt:

        Ehrlich gesagt:

        Ja.

        Da gibt es für mich tatsächlich noch einen Riesenunterschied.

        Gut; beim Kopftuch alleine bestimmt noch nicht (das bei uns ja auch noch lange gang und gäbe war)

        Aber wenn´s dann weiter geht mit Händeschütteln verweigern oder sich die ganze Silhouette zu verschleiern, Mädchen schon nicht mal mehr ins Schwimbi lassen, am Schluss gar jeden Blick auf Mimik zu verweigern…

        Dann kann ich mit dem Purity Ring wesentlich besser umgehen.

      • Georg sagt:

        @Gabi

        Ironischerweise sind die Purity-Anhänger in der Schweiz auch oftmals diejenigen, die Ihren Mädchen den Schwimmunterricht verbieten. Freikirchen…

        Ich kann mit beidem nicht umgehen.

      • Gabi sagt:

        Im Ernst? Auch schon so weit?

        – Nein: mit sowas kann ich natürlich auch nicht.

        Alleine – mal ganz losgelöst vom „Moral“-Appel: Das Verweigern des Erlernenkönnens einer Fertigkeit, gratis zumal und ohne ev. kostbare „Freizeit“ in Anspruch zu nehmen, ist einfach bloss mies dem eigenen Kind gegenüber.

        Und wenn´s Nacktsein an sich schon die pure Sünde sein soll, dann wäre Gott ja wohl der grösste Heuchler.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Georg:
        interessant, würd mich nun schon noch interessieren von welchen Freikirchen Sie gehört haben,
        dass der Teilnahme am Schwimmuntericht abgeraten wird?
        (??????????????????????????????????)

      • Sportpapi sagt:

        @Brunhild Steiner. Ich habe in meiner Schulkarriere noch nie ein Schwimm-Dispensgesuch einer muslimischen Familie erhalten, aber gleich mehrere von Kindern aus Freikirchen. Gleiches hat mir vor Kurzem auch der Schulsportchef einer grossen Schweizer Stadt versichert. Das Problem ist nicht das Schwimmen, sondern das Schwimmen mit Kindern des anderen Geschlechts. Aus meiner Vereinserfahrung: Jugendliche aus Freikirchen sind in der Regel ungeduscht nach hause. Und im Trainingslager sicher nie mit in den Wellnessbereich/Sauna. Schlimm? Nein. Aber war halt so.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        es gibt hunderte von „Freikirchen“, daher würden mich in diesem Fall Namen schon interessieren,
        denn mir persönlich ist keine einzige bekannt die solches unterstützt.
        Dass Sie überall auf jedem Gebiet Extremprägungen finden ist mir klar,
        aber deswegen alle in einen Topf schmeissen find ich nicht okay.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Da haben Sie recht, zumal es sich um ein marginales Problem handelt. Hier noch eine Ergänzung: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/10122480

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        hab den Artikel gelesen,
        die Zeugen Jehovas werden nicht zu den Freikirchen gezählt,
        und speziell fundamentalistischere Gruppierungen in Topf mit allen zu werfen…-
        aber da sind Sie ja offenbar einverstanden dass dies nicht der eleganteste Weg ist?

  • ueli keller sagt:

    perwoll wäscht noch weisser…..

  • marie sagt:

    immer diese extreme… gehts auch mal, irgendwie moderat?

    • xyxyxy sagt:

      mit Extremen lässt sich wunderbar Stimmung machen Marie – und die findet man halt vorzügsweise im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

      Und so ganz nach dem Motto: wir finden die Amis doof und schrecklich primitiv, aber wir tun nichts anderes als Tag für Tag über den grossen Teich schauen, um auch ja keinen Mega- oder Minitrend dieses Landes zu verpassen.

      Da frag ich mich dann: wer ist den hier der Doofe?

    • J_Randi sagt:

      Ja, geht es schon, nämlich für die Mehrheit der Menschen.
      Es lohnt sich aber nicht für Journalisten, darüber zu schreiben, denn es gibt weniger Clicks und Kommentare, jedenfalls wenn so ein Artikel mittelmässig geschrieben ist. Es gibt leider zu wenig sehr gut geschriebene Artikel über nicht-extreme Themen.

    • Carolina sagt:

      Wir können ja darüber diskutieren, im Wissen darüber, dass natürlich auch Clicks generiert werden sollen und dass nicht alles gleich Allgemeingültigkeit hat. Da wir alle erwachsen sind, sollte man das nicht jedes Mal wieder betonen müssen, oder? Und seien wir mal ehrlich: würden wir uns Tag für Tag hier einfinden, wenn es jeden Tag einen ausgewogen, moderaten, auf alle Ausschläge abgeklopftes Thema gäbe? Ich nicht.

    • marie sagt:

      ähm zu meiner entlastung: ich habe eigentlich nicht den beitrag gemeint, sondern die für mich die extreme lebensform der familie als bsp um eben der „übersexualisierung“ paroli zu bieten.

  • xyxyxy sagt:

    das kam doch kürzlich schon im Fernsehen, die sache mit diesen Purity-Bällen, wo Väter mit ihren Töchtern tanzen
    ich fands irgendwie apathisch… sowas würd ich mir nie im Kino anschauen.
    Aber jedem das seine. Der Staat und die Gesellschaft sollen gegen Unterdrückung wie z.B. Zwangsheirat oder Minderjährigenprostitution Gesetze und Stimmung machen.
    Aber Menschen welche sich eine Identität geben möchten, indem sie gegen den Mainstream asexuell leben, sind zu respektieren.
    Wer am Ende glücklicher ist, wessen Ehen am Ende besser funktionieren…. da muss jeder von uns selbst einen Weg finden

    • Sportpapi sagt:

      In Anlehnung an vergangene Diskussionen hier: Wenn ich also als unmündige Tochter mit meinem Vater, von dem ich in mehrfacher Hinsicht abhängig bin, einen Vertrag aufsetze. Dann habe ich das – natürlich – völlig freiwillig getan. Mit Unterdrückung und Nötigung hat so etwas natürlich nichts zu tun…

      • Gabi sagt:

        Apropos Unterdrückung und Nötigung…

        Mir werden da jeweils tatsächlich auch die Grenzen etwas verwischt, wenn ich mit ansehe, mit welcher Aggressivität Väter teilweise die Freunde ihrer Töchter bei ersten Dates „belehren“; spricht: vorsorgend abkanzeln und unverhohlen drohen (äusserst subjektiver Eindruck aufgrund von Einzelfällen natürlich: zugegeben)… In ebenjenem Land, dass diese „Bälle“ hervor bringt.

        Elektra-Komplex von der falschen Seite her, sozusagen.

      • xyxyxy sagt:

        ich sagte ja, dass ich es apathisch finde
        Ich glaulbe kaum, dass in CH sich je so ein Brauch etablieren kann.
        Aber das ist ja gerade die Stimmungsmache: mit einem Extrembeispiel wird ein andere Lebensentwurf ettiketiert.

      • Sportpapi sagt:

        Dieser Brauch ist in der Schweiz längst etabliert und verbreitet sich immer mehr.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpai:
        „Dieser Brauch ist in der Schweiz längst etabliert und verbreitet sich immer mehr.“
        können Sie das genauer ausführen?
        Welcher „Brauch“ „verbreitet sich immer mehr“?
        Und über welche Medien?
        Wenn ich mir die diversen Papiererzeugnisse, ob nun für Jugendliche oder Erwachsene konzipiert,
        Bücher, Filme, TV-Serien, und alles was dem Bereich Musik zuordnungbar, so ansehe,
        dann sehe ich da nirgendwo eine beängstigende Zunahme von „bleibt keusch“-Rufereien?

      • Carolina sagt:

        Brunhilde, ich denke, es geht darum, dass Phänomene wie das heute beschriebene zu einer Massenbewegung hochstilisiert werden, das monieren xy und Sportpapi, oder?
        Und es ist ja schon so: Erinnern Sie sich alle an die ‚Botellons‘, wegen derer Zürich meinte, der Ausnahmezustand sei eingetreten – zum Schluss schienen mehr Pressevertreter als Besoffene da zu sein.
        Ich meine, solange sich jemand freiwillig für diese Lebenshaltung entscheidet, ist das ok. Aber (minderjährigen) Töchtern dieses zu diktieren, ist natürlich genauso problematisch wie die Zwangsmitgliedschaft in einer Sekte.

      • Sportpapi sagt:

        Beängstigend? Nein, weshalb sollte das beängstigend sein – geht mich ja nichts an. Aber ja, in meinem persönlichen Erleben finde ich diese Zunahme, stelle ich das bei Jugendlichen, mit denen ich zu tun habe, fest.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        was genau meinen Sie konkret?
        Dass Ihnen die Jugendlichen, mit denen Sie Kontakt haben, zunehmend mitteilen
        sie hätten sich einer Keuschheitskampagne verpflichtet?

      • Carolina sagt:

        Ja, Sportpapi, das interessiert mich auch. Wie erfahren Sie davon? Da wir hier, ähem, freikirchenerfahren sind, weiss ich von Familien, deren Kinder mit meinen in die Schule gingen/gehen, dass Sex vor der Ehe ein absolutes Tabu war. Uebrigens war auch gemeinsames Schwimmen nicht ‚erlaubt‘ und wurde auch nicht durchgesetzt.

      • xyxyxy sagt:

        @sportpapi – sie liefern eben gerade den Beweis wie Stimmungsmache funktioniert. Kann sein, dass die Lebenshaltung kein Sex vor Ehe im zunehmen ist. Ich bin nicht sicher. Freikirchler sind heute vielleicht einfach lauter als früher, mehr sind es jedenfalls nciht geworden. Und wenn es nicht die sind, dann sind es einfach Jugendliche die sich von ihren Eltern abgrenzen wollen oder von der übersexualisierung die Schnauze voll haben.
        ABer Virgin-Ball wo Vater und Tochter gegenseitige Gelübde ablegen ist ein ganz anderes Kaliber, das gibt es in CH nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Sind Sie sicher, dass es heute nicht mehr Freikirchler gibt?

      • Sportpapi sagt:

        Wie erfahre ich davon? Naja, ich bin seit ich selber Jugendlicher war, also über 20 Jahre, in der gleichen Gemeinde in verschiedenen Organisationen in der freiwilligen Jugendarbeit tätig. Da lernt man die Jugendlichen auch etwas kennen, vor allem wenn man sie auch an den Wochenenden an zahlreiche Wettkämpfe begleitet. Einige der ersten Jahrgänge sind heute längst verheiratet und haben Kinder – ich habe Sie also quasi ihr halbes Leben begleitet und zugesehen, wie sie erwachsen wurden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        jetzt haben Sie aber noch immer nicht verraten ob Sie diese Tendenz bei den heutigen Jugendlichen,
        denjenigen die sie, sagen wir mal, seit 2005 begleiten, feststellen,
        sogar noch in zunehmendem Mass.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: In meiner Kindheit und vor allem Jugend ist mir kein Gleichaltriger in Erinnerung, der Mitglied einer Freikirche gewesen wäre und/oder bewusst auf Sex verzichtet hätte bis zur Hochzeit. Möglich, dass man das damals noch nicht an die grosse Glocke hängte. Das Gleiche auch später, als ich Leiter wurde von Jugendlichen. Seit Ende der 90er Jahre hat das in meiner Gemeinde stark geändert. Wir haben nun die FEG, die wöchentliche und gut besuchte Gottesdienste abhält, Jugendliche die da und an anderen Orten dabei sind, eine eigene Jugendgruppe, „Pfadi“ mit vielen Kindern.

      • Sportpapi sagt:

        Und im Sportverein plötzlich Kinder, die am Sonntag nicht an Wettkämpfe dürfen. Und eben mehrere Jugendliche im Verein, die für sich entschieden haben (und das auch kommunizieren), keinen Sex vor der Ehe haben zu wollen aus (religiöser) Überzeugung. Insgesamt sind das aber nach wie vor eher Einzelfälle, aber nach meinem subjektiven Eindruck zunehmende.
        Aber: das geht mich ja eigentlich gar nichts an.

      • xyxyxy sagt:

        @sportpapi – danke für ihre Eindrücke.
        Schweizweit haben die nicht gross zugenommen. Aber sie sind sicher offensiver, machen Jugendevents mit lauter Musik, während vor 20-30 Jahren Rockmusik noch verteufelt wurde. Früher legten sie mehr Wert auf Abkehr von Weltlichkeit, deshalb fielen die Stillen im Lande weniger auf.
        Deshalb scheinen mir die Schwimmdispense sehr sonderbar, das passt gar nicht zum Trend, der FEGs und wie sie heissen, die mehr und mehr mit der Moderne mithalten wollen.
        Zu ihrer Beruhigung: die meisten Jugendlichen gehen trotz ihrer Beteuerungen nicht keusch in die Ehe.

      • Sportpapi sagt:

        Wie gesagt – das beruhigt mich nicht, weil es mich nicht so interessiert. Was ich eher kritisch beobachte ist die Gründung von religiös geprägten Jugendgruppen, dieses Separieren. Ich dachte eigentlich, dies sei längst vorbei.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        was genau befürchten Sie dass in diesen Gruppen geschehen könnte?
        Respektive was für Alternativen würden Sie „religiös interessierten Jugendlichen“ anbieten oder vorschlagen?
        Wo hätten denn diese Raum, auch Schutzraum im Sinne von dass sie nicht einfach belächelt werden,
        sich mit Themen/Interessen/Hintergrundwissen auseinanderzusetzen, darüber auszutauschen etc, und dies eben in Kombination und im „ganz normalen Leben“?

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Das erinnert mich an Bekannte früher, die in der Ungaren-Pfadi tätig waren. Die haben betont, sie wären offen für jedermann – nur ungarisch verstehen müssen sie halt. Also, zu Ihrer Frage: Ich war ja auch mal in der Sonntagsschule, und gegen solche Gruppen habe ich nichts. Hingegen bin ich kritisch bei Cevi etc, katholischer Pfadi, jüdischen Turnvereinen (oder Arbeiterturnvereinen…) etc. Weil man sich in einem Bereich abgrenzt, in dem eigentlich gemeinsam integrativ gelebt werden sollte. Ausserdem befürchte ich auch, dass mit diesen Programmen Kinder angelockt werden sollen.

      • Katharina sagt:

        „in dem eigentlich gemeinsam integrativ gelebt werden sollte.“ – warum eigentlich? Was soll dieser Anspruch des integrativ gelebt sein sollens? woher nimmst du dir das recht, so etwas zu fordern?

      • Gabi sagt:

        „integrativ sucks“

        Wer könnte diese Haltung hier besser verkörpern, als unsere gute, alte, im Übrigen längst verschiedene, Katharina???

        🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Ich wünsche mir, oder fordere sogar, was ich für richtig finde. Google mal Integration und Sport, dann geht dir vielleicht ein Licht auf.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Sportpapi:
      ich glaub ich hab Sie falsch verstanden?
      Es geht Ihnen vorallem und besonders um quasi christliche Gruppen
      welche sich zu einem Mannschaftssport treffen, diesen trainieren und auch an Wettkämpfen teilnehmen-
      anstatt dass sich die einzelnen Mannschaftssportler auf andere Vereine aufteilen würden?
      Hätte jetzt eher gedacht Ihnen seien Jugendgruppen vom eher „strenger-ausgelegten“ Flügel nicht so ganz geheuer,
      dass Sie den Cevi eher kritisch beäugen verstehe ich nicht,
      aber eventuell haben Sie damit schlechte Erfahrungen gemacht?

  • Gabi sagt:

    Bei „Wer wird Millionär“ wüsste ich bei der Beantwortung der Frage „Was versteht man unter «Purity Balls»“wohl nicht, welche Antwort ich vor diesem Thread hier gegeben hätte.

    Könnte peinlich enden, sowas.

    Mich hätte man jedenfalls dran gekriegt mit der Antwort: „rasierte Hoden“.

    …Aber dass wäre dann wohl kreuzfalsch gewesen…

    😉

  • Francesca sagt:

    Väter hatten schon immer Mühe, wenn das kleine, geliebte Mädchen, das sie so lange angehimmelt hat, eines Tages einen andern anhimmelt, und der Schnösel an geheiligten Orten, die der Papi nie berührt hat – haben sollte – tätig sein darf.

    Die Sexualität wird überbewertet. Durch diese unnatürliche Hochundheilighaltung und damit Unterdrückung eines Triebes schafft man den Boden für Pornographie und Missbrauch. Man stelle sich diese Erwartungshaltung vor – und endlich ist er da, der Tag X, und dann stimmt im Bett die Chemie nicht. Die Enttäuschung muss ja grenzenlos sein.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Francesca:
      „Man stelle sich diese Erwartungshaltung vor – und endlich ist er da, der Tag X,
      und dann stimmt im Bett die Chemie nicht. Die Enttäuschung muss ja grenzenlos sein.“

      Wie kommen Sie darauf die entsprechenden „Ringträger“ gingen dermassen naiv in ihren Tag X?
      Zumal auch bei den Andershandhabenden dieser Tag oder Nacht X
      wohl nicht von Beginn weg das ultimative Feuerwerk sein wird?
      Learning by doing ist auch mit nur einem Lernpartner/in möglich.

      • Sportpapi sagt:

        „Learning by doing ist auch mit nur einem Lernpartner/in möglich.“ Ja. Aber Talent und Passung stimmt halt nicht bei jedem/r.

      • xyxyxy sagt:

        es ist doch so Francesca und Brunhild – beide Lebensentwürfe können in die Hose gehen oder funktionieren.

        Und irgendwie ist es auch verständlich, dass wenn die Einen ihren Lebensentwurf für den allein richtigen propagiert, dass dann die andere Gruppe sich dadurch angegriffen fühlt und an dem altenativen Lebensentwurf kein gutes Haar lassen will.

    • Sportpapi sagt:

      „Die Sexualität wird überbewertet. Durch diese unnatürliche Hochundheilighaltung und damit Unterdrückung eines Triebes schafft man den Boden für Pornographie und Missbrauch.“ Genau meine Meinung!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich finde nicht, dass die Sexualität überbewertet wird, ganz im Gegenteil, diese völlige Beliebigkeit ist es, die dazu führt, dass Menschen sich überlegen, wie sie diesem Besonderen – das sie war und immer bleiben wird – Geltung verschaffen können. Ich finde ein krampfhaltes Festhalten an der Keuschheit zwar nicht den richtigen Weg, aber besser als das wahllose Herumsexnen, das Frauen nicht wirklich glücklich macht, n.m. eigenen Recherchen. Wie weit es Männer glücklich macht, weiss ich nicht, weil soviel falsche Zwänge herrschen und viele Männer meinen, jede Gelegenheit ergreifen z. müssen.

      • Sportpapi sagt:

        Erklär doch mal, weshalb bei einer solch vernüglichen Turnübung (habe ich hier gelernt) Verzicht glücklicher machen soll als tun? Natürlich wird auch ein Mann nicht jede Gelegenheit ergreifen, aber die, die sich lohnen. Und Frauen würden das vielleicht auch tun, wären sie endlich – da hast du Recht – von diesen Zwängen befreit.

      • Gabi sagt:

        Übrigens möchte ich gerne an die Südsee-Romantik von Pippi erinnern:

        Grad die Pazifik-Insulaner (auch die Maori, die haben so was!) scheinen darob nie ein grosses Tam-Tam gemacht zu haben.

        – Dabei hätten die nun wirklich die geeignetsten Trommeln dafür!

        😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Für mich selbst habe ich die Erfahrung gemacht, dass Sex nur glücklich macht, wenn die Gefühle im Vordergrund stehen, sonst verzichte ich lieber. Ich habe immer wieder längere Phasen der Enthaltsamkeit, was mich nicht stört, weil sie selbstgewählt sind. Lieber den Einen als keinen, aber lieber keinen als den Falschen, nach dieser Devise lebe ich und fühle mich gut dabei. Die Pornografisierung des Alltags macht die Sexualität von vielen Menschen kaputt, weil sie nicht mehr die Freiheit haben, sich ganz ungestört überlegen zu können, was denn für sie persönlich stimmt.

      • Sportpapi sagt:

        Für mich habe ich die Erfahrung gemacht, dass es nichts Schlimmeres gibt, als aus jeder sexuellen Affäre gleich ein grosses Tamtam zu machen. Sex mit der geliebten Partnerin ist nicht das Gleiche wie unverbindlich mit einer auf andere Art reizvollen Frau. Und – Hauptpunkt: Ich möchte nie mehr eine Beziehung eingehen, nur um wieder mal Sex zu haben. Das ist unsinnig (und Verzicht über längere Zeit also definitiv für mich keine Option).

      • xyxyxy sagt:

        Sportpapi – natürlich hat Francesca mit ihrem Statement in gewisser Weise recht, aber eben nur in gewisser Weise.
        Wer sagt Sex sei nur eine Turnübung betrügt sich selbst. Weit über 90% unserer Zeitgenossen, finden es nämlich gar nicht lustig, wenn ihr Partner plötzlich mit jemand anderem Sex hat – kein Vergleich zu Turnübungen. Und das ist nur ein Beispiel, das beweist, das Sex eben eine sehr intime Sache ist, die sich irgendwie eben noch von essen, trinken und kacken unterscheidet – obwohl es rein biologisch irgendwie in diese Kategorie gehört.

      • Gabi sagt:

        Scheint aber – ich komme da gerne auf Maori und ähnliche Südsee-Völker zurück – nicht für alle Kulturen zu gelten.

        Ev. weil wir auf allen Kontinenten mit Geschlechtskrankheiten konfrontiert waren, die und dazu nötigten diese Moral zu entwickeln?

        Hat es ev. mit der Isolatioon und Abgeschiedenheit der Inselwelten zu tun, dass dort offenbar nichts (ausser vielleicht dem Wunsch nach Sicherheit über die Vaterschaft) dagegen sprach, sich in aller Unschuld an Turnübungen (die gerne auch mit viel Gefühl und Leidenschaft betrieben werden sollten) zu ergötzen?

        Das sind Fragen-die haben für mich was.

      • Francesca sagt:

        @Pipi: Zur Überbewertung gehört gerade auch das „wahllose Herumsexen“, weil Frauen (oder Männer) meinen, sie müssen, sonst sind sie „out“. Jeder und jede soll dann Sex haben, wenn die Lust da ist, und mit dem oder der Person, mit der es eben stimmt. Manche sind aktiver, andere brauchen es weniger oder gar nicht. Es muss einfach für beide stimmen. Heute herrscht Lug und Betrug, Heimlichkeiten aller Art, Pornografie und Prostitution haben Hochkonjunktur. Das ist das Resultat der Unterdrückung, nicht das Resultat eines natürlichen Umgangs mit einem menschlichen Bedürfnis.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was ereiferst du dich, Sportler, du bist ja verheiratet und hier gar nicht gemeint, weil du dir diese Gedanken nicht mehr machen musst, oder täusche ich mich da?
        Du hättest also gern freien Zugriff auf die Frauen, auch wenn du dich nur ein bisschen abreagieren willst, weil eine Beziehung nicht in Frage kommt? Auch eine Form des Missbrauchs, IMHO. Und Enthaltsamkeit ist keine Option, warum nicht, denkst du, dass du krank wirst davon? Oder ist es vielleicht so, dass du mit Frauen nur körperlich kommunizieren kannst, weil alles andere dich überfordert und kein Sex hiesse, gar keinen Austausch?

      • Gabi sagt:

        Mann, Pippi…

        Versuchen Sie doch mal ein etwas vielschichtigere Bild von Ihnen zu zeichen, als immer nur über dieses ermüdende Abkanzeln, das – natürlich! – sogar noch darin gipfeln muss, Sex ohne Beziehung allen Ernstes als Missbrauch (!) hin zu stellen.

        Oder schreiben Sie doch einfach immer nur (ev. gar mit copy-paste): „Männer sind Schweine!“

        Da können Sie – selbst wenn Sie in Klammern noch „ausser den Maori“ dahinter setzen wollen – uns viel Text und Ihnen selber viel Energie sparen.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Ich könnte nun auf drei Arten antworten (die vierte, die Rechtfertigung für etwas, was ich nicht getan habe, liegt mir niocht so). Ich könnte dir also auf die aggressiv-persönliche Ebene folgen und sagen: Ja, Enthaltsamkeit macht offensichtlich krank, wie das Beispiel Pippi zeigt (wundert mich immer noch, dass du zumindest zweimal einen Mann gefunden hat, der mit dir ins Bett wollte). Wir könnten wieder mal Geschlechterkampf betreiben: Was, ungebundener Sex ist Missbrauch – was ist mit der Selbstbestimmung der Frau? Oder ich könnte dich einfach ignorieren, weil es keinen SInn macht…

      • Sportpapi sagt:

        @Francesca: Sie treffen meine Gedanken weiterhin.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du willst wieder mal missverstehen, Sportler! Ich sagte nirgends, dass Sex ohne Bindung Missbrauch sein muss, aber es kann, wenn es nur darum geht, sich abzureagieren. Es gibt viele Formen der Zuneigung, es muss nicht immer die feste Bindung sein. Zuneigung, Sympathie, Freundschaft sind durchaus zu respektierende Gründe, mit jemandem das Bett zu teilen. Du sprichst aber der Beliebigkeit das Wort, betonst, wie Enthaltsamkeit für dich keine Option ist. Daraus schliesse ich, dass du deshalb auch grosse Kompromisse eingehen würdest, nur um nicht auf dem Trockenen zu sitzen. Deshalb Missbrauch.

      • Gabi sagt:

        Komisch Pippi.

        Seltsam.

        So stand´s aber grad eben noch da oben:

        „Du hättest also gern freien Zugriff auf die Frauen, auch wenn du dich nur ein bisschen abreagieren willst, weil eine Beziehung nicht in Frage kommt? Auch eine Form des Missbrauchs“

        Da steht nur „Auch“. Nichts von „kann, muss aber nicht“.

        Ev. wieder jemand mit ihrem Nick unterwegs um hinterlistig Blödsinn zu deponieren, damit Sie dumm da stehen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        So betrachtet stimmt das natürlich, Francesca. Einerseits wird die Sexualität überbetont, alle haben all Zeit bereit zu sein – andererseits herrscht nach wie vor eine grosse Verklemmtheit, gerade die Verklemmten sind die grössten Fans der Pornografie, gleichzeitig die lausigsten Liebhaber, weil sie das Wesen der Sexualität nicht wirklich begriffen haben. Es ist diese Beliebigkeit, die allem den Zauber nimmt und die Leute schlussendlich unbefriedigt zurücklässt, weil sie an ihren Bedürfnissen vorbeisexnen. Ich spreche hier von Frauen, ich habe schon viele solcher Berichte gehört.

      • Tomas sagt:

        „freier Zugriff auf Frauen, Sex ohne Beziehung ist Missbrauch…“
        Einfach krank.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Satzfragmente zu zitieren, völlig aus dem Zusammenhang herausgerissen, ist zwar nicht krank, aber grob verfälschend, Tomas. Dass du dich schwertust mit Frauen, die nicht zur Verfügung stehen, wissen wir inzwischen, ob die aggressive Reaktion darauf bereits pathologisch ist, kann ich zuwenig beurteilen. Zumindest ist der Hass auf Frauen allgegenwärtig, sonst würden die Frauenhäuser nicht aus allen Nähten platzen. Viele Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen wollen, werden von Ex-Partnern bedroht und verfolgt, einige bis zum Tod. Ja, echt krank!

      • Gabi sagt:

        Hä? Wollten Sie Thomas nicht grad widersprechen, Pippi?

        Gelingt das, indem Sie ihn stante pede, in allem was Sie dafür zu sagen haben, bestätigen?

      • Gabi sagt:

        Das seh ich nicht ganz gleich, wie Sie, Carolina:

        Wenn man fest dran glauben will, dass ich der Quell allen Bösen bin, dann bin ich es selbstverständlich auch hier.

        Klar – das Zitat ist eindeutig. Für Aussenstehende.

        …Aber was tun, wenn Pippi einfach – entgegen dem, was da wirklich steht – sagt, dass das halt eben NICHT so gemeint war, wie es da steht.

        Und ne Person wie Mila dann – durch die explitzite Weigerung Fakten nachzulesen gestärkt – einfach wieder behaupten kann, es sei MEINE manipulative Fähigkeit Worte zu „verdrehen“-Die dann dämlicherw. von Anderen wörtlich genommen würden!

      • Gabi sagt:

        Grad wenn ich mir noch, wie Mila, was drauf einbilde, nicht einmal nachlesen zu WOLLEN, was die Faktenlage so dazu hergäbe, so ist es doch ein Einfaches, hier bloss hin zu schreiben:

        „Aus Kontext und Zusammenhang gerissen“

        … Also genau so, wie Pippi das auch tun muss.

      • Gabi sagt:

        Aber 666 Anklagen passen wirklich viel besser zum Quell des Bösen!

        😉

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Francesca:
      „schafft man den Boden für Pornographie und Missbrauch“
      für die Pornographie (und Missbrauch der auf jenem Gebiet damit verbunden ist) mag das stimmen

      Aber ich finde es komplett an den Ursachen vorbeigefahren,
      Missbrauch auf „fehlende sexuelle Verwirklichung“ oder“ gesellschaftliche Unterdrückung“ zurückzuführen,
      bei Missbrauch geht es vorallem auch um Machtausüben.
      Und hier die Ursachen zu eruieren ist um einiges komplexer als so eine Milchbüchleinrechnung.

      • Gabi sagt:

        Da stimme ich nicht ganz mit Ihnen überein, B.

        Ich finde es zwar auch falsch Missbrauch NUR auf fehlende sexuelle Verwirklichung oder gesellschaftliche Unterdrückung zurückzuführen.

        Dennoch meine ich, dass es einen Zusammenhang zw. fehlender sexueller Entwicklung und Missbrauch gibt. Dito zw. Überhöhung von Sex und der Überforderung durch denselben… Was umso mehr zu Dominanzsex – bis hin zum Missbr.- führen muss.

        Nehmen Sie Pädophile: Sind die Täter nicht oft genug in ihrer eignen sexuellen Entwicklung zurück geblieben? Was passiert, wenn die Gesellschaft das (Zurückbleiben) noch fördert?

      • Francesca sagt:

        Um was geht es denn bei diesen oben geschilderten Vätern, die mit ihren Töchtern „gebunden“ sind, bis sie sie dem Ehemann „überreichen“? Oder all die fundamentalistischen Ausrichtungen, wo Väter ihre Töchter unter Tücher stecken, Perücken, Schleier, was auch immer? Das ist dann wohl keine Machtausübung? Diese Keuschheit entspricht ja nicht dem Wunsch des Mädchens, sondern wurde ihm vom Vater eingeredet.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabi:
        sie verwechseln Perönlichkeitsentwicklung mit
        Entwicklung des sexuellen-Aktivseins.

      • Gabi sagt:

        Glaub ich nicht. Ich halte die Entwicklung der Sexualität für einen gewichtigen Punkt der Persönlichkeitsentwicklung.

        Wenn Sie nun in einer Gesellschaft aufwachsen, die auf eine ganz strange Art übersexualisiert ist; nämlich, in dem sie sich ständig von Unzucht umringt sieht (siehe Amireaktionen in klassischen Kunstmuseen, wo sie schon nur über das Mass an Nacktheit erschrecken… In welcher Sie Angst haben müssen, ihr Sohn könne für Doktorspiele in den Knast wandern, wo sich andererseits Menschen teilweise nicht einmal in denselben Aufzug mit einer einzelnen Frau wagen, dann scheinen mir

      • Gabi sagt:

        die Voraussetzungen zur unbeschwerten Entwicklung der Persönlichkeit nicht eben optimal.

        Was tut in einer derartigen Gesellschaft der junge Mann, der mit der Dauererektion seiner Adoleszenz konfrontiert wird? Die Lustgefühle hochkommen lässt, bei allem, was doch bedrohlich und gefährlich scheint!

        Ich weiss nicht, wie locker man sich da „fallen lassen“ können soll. Ist ja hier schon schwierig genug gewesen.

        Jedenfalls scheint mir der Drall hin zu einer Sexualität, die auf extreme Kontrollsucht ausgelegt ist, nicht abwegig… Was zumindest ne gute Voraussetzung für Missbrauchsphantasien ist

      • Carolina sagt:

        Ist noch ein interessantes Thema. Gibt es Hinweise darauf, dass es mehr Missbrauch gab in Zeiten, in denen sogar das Masturbieren des Teufels war, als ja junge Männer auch Dauererektionen hatten? Wie prägen die unterschiedlichen Restriktionen eines Zeitalters diese Generation? Poppsychologisch gesagt: die Jungs, die in den 50iger Jahren aufgewachsen sind, waren/sind nicht alle gestört, oder? Die Aelteren hier: berichten Sie doch mal, ob Sie sich den Umgang mit Sexualität zu Ihrer Zeit anders gewünscht hätten?

      • Gabi sagt:

        Ja. Schon.

        Ich – und mir scheint, auch ein nicht unbeträchtlicher Teil meiner Freunde – sind mit irgend etwas Seltsamem im Hinterkopf gross geworden: Eigentlich würden nur Jungs immer wollen. Die Armen Mädchen würden das eigentlich eher mühsam finden; würden es eher „erdulden“.
        „Ein Geschenk“ machen, ist eine Formulierung, die für mich nicht zufällig von einer Person wie Pippi kommt. Ja: Durchaus auch dieses Gefühl, es müsse auf eine Art etwas „Schlechtes“ sein. Ich spring daher auch schnell hoch wenn von ihr ungezwungene Sexualität mit „eine Form des Missbrauchs“ gleichgestellt wird.

      • Gabi sagt:

        Ich fand, das hat zu Anfang einige Krämpfe angelegt.. Die dann später durch die praktischen Erfahrungen abgebaut werden konnten.

        Aber ungut fand ich das Tamtam drum rum eben schon.

        Denn der – meiner Meinung nach gesündere – Weg, heisst ja keineswegs (und das scheint Pips Umkehrschluss zu sein) Faseleien von der „ständigen Verfügbarkeit der Frau“, sondern einfach ein Bewusstsein, dass es etwas ist, dass beide geniessen können. Für das man sich auf Augenhöhe, mit beidseitiger Lust, begegnen kann und nicht beim Umarmen Schiss haben sollte, sie könnte zufälligerweise meinen Ständer spüren.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabi:
        folgende Ihrer, vom ganzen Statement abgeleiteten, Schlussfolgerung ist falsch:
        männliches Wesen das sexuell nicht/wenig aktiv ist,
        neigt eher zu Missbrauch als andere.
        So einfach ist es eben nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Männliches Wesen, das sexuell aktiv sein will, aber immer wieder gesagt bekommt, dass es nicht darf, dass dies falsch, verwerlich ist. Sind Sie sicher, dass daraus nicht ein erhöhtes Potential für Übergriffe – quasi als Ventil – entsteht?
        @Gabi: Heute lässt man Sie mal richtig gewähren, und schon kommt viel Gutes, Spannendes dabei heraus…

      • Carolina sagt:

        Brunhild, ganz sicher nicht einfach, glaube ich auch nicht. Aber prägend sind vorherrschende Allgemeinhaltungen zu, in diesem Falle, Sexualität eben doch – und es würde mich interessieren, inwieweit das in den unterschiedlichen Altersklassen zu unterschiedlichen Verhaltensweisen, vielleicht Bedauern, vielleicht auch Ablehnung und wirklichen Problemen geführt hat oder eben nicht. Man könnte ja auch sagen, dass es zum Erwachsenwerden gehört, dass nicht alles ‚ring‘ läuft, dass man sich sein eigenes Gefüge und Bewertungssystem aufbauen muss – oder ist das zu einfach? Interessiert mich wirklich.

      • Gabi sagt:

        @ Brunhild: Die aus meinen Statements abgeleitete Schlussfolgerung hätte ich so nicht hin geschrieben. So wie Sportpapi es hinschreibt, stimmt es für mich dagegen.
        Und „Fickt alle, auf Teufel komm raus, so viel Ihr könnt!“ als Patentrezept gegen Übergriffe, kommt von mir gewiss auch nicht (haben Sie mir – der Korrektheit halber – natürlich auch nicht unterstellt!).

        @ Danke Sportpapi. Tue ich ja eigentlich auch gerne. Aber jene, die sogar noch voller Stolz rauströten, dass sie fürs Verurteilen keinesfalls je was dazu von mir lesen wollen, werden das kaum je so wie Sie wahrnehmen (können)

      • Gabi sagt:

        Sorry, Sportpapi… ich weiss, das ist jetzt Off-Topic.

        Aber es brennt mir im Kleinhirn:

        Erst gestern habe ich diesen MB-Link drüben gesehen, der – zurück ins Jahr 2010 – zum vorgetäuschten Selbstmord von K. geführt hat. Von dem hatte ich vorher nur Andeutungen vernommen, aber das irgendwie nicht ganz ernst genommen.

        War dann doch ziemlich platt, bzw. wieder mal schockiert, was hier im MB alles durch geht.

        Meine Frage:

        Warst Du damals eigentlich schon dabei? Hast Du das damals mit gekriegt?

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Nein, damals war ich nicht dabei, und gestern habe ich es auch nicht nachgelesen. Interessiert mich nicht, alte Geschichten aufzuwärmen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina:
        hier in Westeuropa leben wir was das Ausleben und/oder Propagieren des Auslebensdürfens/wollen/sollen betrifft wirklich nicht mehr in Zeiten wo nur flüsternd drüber getuschelt wird.
        Also müsste, bei zu Ende denken, ja auch gerade hier in Westeuropa
        Kindsmissbrauch, Übergriffe auf Jugendliche, auf Frauen und Männer etc usw an fast einer Hand abzählbar sein-
        ist es aber nicht,
        bei Weitem nicht.

      • Gabi sagt:

        Es wird zwar nicht flüsternd drüber getuschelt.

        Aber sooo frei, wie wir uns gerne gäben, sind wir doch bei Weitem nicht.

        Ich muss der Diskussion um die Übersexualisiertheit insofern zustimmen, dass es tatsächlich kein Tabu mehr zu geben scheint, welches nicht in einer Talkshow platt gewalzt werden könnte. (in der Werbung seh ich´s wie gesagt längst nicht mehr so drasitsch wie einst).

        Ob das gut ist oder schlecht, dass wir nun also nichts mehr „tuscheln“ weiss ich dennoch nicht.

        Wir sind, als Gesellschaft „oversexed and underfucked“; so scheint´s mir. Jungs wie Mädels.

      • Gabi sagt:

        Ich war mal etwas länger auf einer – nicht Ausländer-touristischen – griechischen Insel und hatte, Sport sei dank!, direkten Anschluss an Griechen (und Griechinnen 😉 ) meines Alters.

        Dabei bin ich – damals – extrem überrascht gewesen, wie sehr viel anders man die ganze Sache handhaben kann und deshalb dennoch nicht besonders verkrampft sein muss.

        Ich komme wegen dem Tuscheln drauf, weil ich echtes Köpfe zusammenstecken und tuscheln vor/während/nach dem Training bei Männern hier so nie erlebt hatte. Wenn ich nachfragte was los sei, gab´s Gelächter und die Antwort „Women!“.

      • Gabi sagt:

        Da wurde sehr diskreter über die laufenden Affären gesprochen, weil dort der Kodex ein vollkommen Anderer war:

        Die haben zwar alle gegenseitig rum gemacht und mir scheint, sowohl Männlein wie Weiblein haben ihr Dasein in dieser Form genossen.

        Klar war einfach nur, dass am Morgen alle wieder zu Hause zu sein haben. Ausser den wenigen „fixen“ Päärchen… Was einfach einer Verlobung gleich kam. Die heirateten dann später auch in den allermeisten Fällen.

        Logo: Es hat sich auch jene Gesellschaft ein paar Regeln unterworfen, die das Individuum befolgt… Aber es geht also auch anders!

      • Franz Oettli sagt:

        Ja also was Carolina schreibt, hat schon etwas. Nämlich das Umfeld und das, was als normal angesehen wird. Bei uns war es einfach tabu, unter der Gürtellinie herumzufummeln wie heute. Es gab auch keine solche Bilder überall. Ausnahmen gab es und wurden auch angeprangert, z.B. wenn es ein aussereheliches Kind gab. Aber sonst war einfach die Barriere höher: Man trank, man ging zum Tanz oder ins Kino. Geschlechtsverkehr gab es frühestens in einer sehr ernsthaften Beziehung oder in der Ehe. Und da gehört er auch hin: Als etwas Intimes in einer ansonsten aus- und erfüllten Beziehung, finde ich.

  • Daniel Küttel sagt:

    Ist natürlich auch für die Eltern bequem wenn das Kind fragt, woher die Kinder kommen etc. Im Grunde genommen muss das jeder für sich selbst wissen, für mich wär es nichts gewesen. Zuviel Spass macht es. Aber ich glaube so etwas wird erst später den Leuten bewusst, dass sie eigentlich einen wichtigen Teil des Lebens für eine lächerliche Gelübte, und evtl für einen noch lächerlicheren Ehepartner verschenkt haben. :o)

  • Alfred Käser sagt:

    Kaufe doch keine Katze im Sack!

  • Susann sagt:

    Purity – von wegen.
    Meine Cousine ist in Texas ist Krankenschwester und sie sagt, dass ob Purity-Ring oder nicht, die Teenies dort früh sehr promiskuitiv sind. Gerade letztens hat sie mir erzählt, dass eine ganze Truppe Väter ihre halt (entgegen der Ringe) nicht so reinen Töchter ins Spital bringen mussten, da sich alle bei einer Rainbow Party (musste das erst googeln, so ab der Welt bin ich) eine hässliche Krankheit geholt hatten.

    • Gabi sagt:

      „Rainbow Party“?

      Hab grad auch mitgegooglet.

      Man lernt nie aus!

      Na immerhin.

      Zu meinem grössten Erstaunen (also meine Schulzeit verlief da so ziemlich gegenteilig!) hat mir ein jüngerer Kollege ähnliches von Skilagertagen erzählt. Dort scheint sich seine ganze – Schweizer – Klasse dabei amüsiert zu haben, dass sich in der dünnen Holzwand zw. den zwei Schlafräumen, die Jungen und Mädchen eigentlich trennen sollten, ein etwas grösseres Astloch auf Hüfthöhe fand.

      … Aber verstehe ich das richtig? – Die Texas-Patientinnen haben sich die hässliche Krankheit alleine durchs Blasen geholt???

    • Valeria sagt:

      Sie wissen aber schon, dass es sich bei den berühmt-berüchtigten „Rainbow-Partys“ um eine urban legend handelt? Nicht, dass es nicht Jugendliche gibt, die das schon ausprobiert hätten, aber ein Massenphänomen wird es nicht sein.. 🙂

      • Gabi sagt:

        Ich wundere mich ja auch…

        Zumindest in vororganisierter Form.

        Aber dass man auch mal in Gruppen über die Strenge schlagen kann, in der Adoleszenz zumindest, ist Ihnen – hoffentlich 😉 – auch nicht unbekannt.

    • Georg sagt:

      Wiki:
      „However, sex researchers and adolescent health care professionals have found no evidence for the existence of rainbow parties, and as such attribute the spread of the stories to a moral panic.“

      „The story was originally related by pediatrician Meg Meeker in her 2002 book Epidemic: How Teen Sex Is Killing Our Kids.“

    • ab und ant sagt:

      Also bei uns in der Freikirche machen wir immer mal wieder sowas, ist ja kein Sex.

  • Katharina sagt:

    Falls Newt Gingrich oder Santori gewählt werden, gibt es ja dann eine Mondkolonie für die bible thumpers. das Gebimmel der Kirchenglocken wird die Aliens, die auf der far side des Monds uns beobachten, dermassen nerven, dass sie hierher kommen und Area 51 besetzen. Diese wird zur geheimsten Regierungssache. ein eleganter deal, denn die idiokraten wandern wie damals die Puritaner aus und wir kriegen ein paar hochintelligente Aliens (Ausländer). mission accomplished.

    Etwas ernsthafter: „Die Purity-Bewegung, …, zieht in den USA mittlerweile weite Kreise: Eines von acht Mädchen zwischen 8 und 18 Jahren legt ein Keuschheitsgelübde ab“ wirklich? Wo haben Sie das her? Und warum dann ist die Zahl der Teenager Schwangerschaft gerade in den keuschen bible belt Staaten so hoch?

    Ich denke es ist klar wie die Diskussion verlaufen wird.. siehe der Doppel Kommentar von O.S. alles schon gehört. X-mal.
    Nächster Stopp Hexenjagd. Ohne mich. Sorry.

    Mich erstaunt der Erfolg der Initiative allerdings nicht. denn es geht da auch darum, wieweit der Staat in die elterliche Vermittlung von Werten an die Nachkommen eingreifen und diese diktieren darf. Und leider ist es so, dass einige Sexualkunde Projekte im der Grundschule doch exotisch sind und grenzen überschreiten.

    • Gabi sagt:

      Ohne Sie.

      Im wahrsten Sinne des Wortes, Katharina:

      Wie ich zu meinem allergrössten Erstaunen erfahren durfte, existierten Sie ja eigentlich seit Feb 2010 gar nicht mehr.

      Da bin ich doch immerhin wieder mal platt. Sie vermögen mich immer noch zu erstaunen (ist das nicht schön?).

      Und die „in dubio pro reo“-Gesichte von Mila gewinnt noch einmal eine neue, noch erhellendere Facette:

      So verschieden also Menschen, denen Mila – ausdrücklich betonend, dass sie auch nicht weiss, auf was der Verdacht fusst – einen Pädo-Verdacht unbesehen nachbetet.

      Glupp.

    • O. S. sagt:

      Hexenjagd? Ja, warum nicht. Man hätte gescheiter dies als Brauchtum behalten als die dämliche Fasnacht.

      „Bible thumpers, Idiokratie, Puritaner“ – dass sie sich wünschen, dass diese Leute auswandern besagt schon alles. Darf es eine eine Art Apartheid sein? Pluralistisches demokratisches Denken sieht anders aus. Zudem sind sie gegen die Puritaner geradezu ein Parasit.

      Ja, und der gefakte Suizid ist eben symptomatisch. Man muss immer gelegentlich mal wieder dran erinnern.
      Eine Form von Gabrielle’scher „Zivilcourage“ vielleicht?

      • Gabriela sagt:

        O.S.
        „Hexenjagd? Ja, warum nicht. Man hätte gescheiter dies als Brauchtum behalten als die dämliche Fasnacht.“

        Was ist jetzt daran gescheiter, ein paar Menschen zu verbrennen/ertränken/zu Tode zu foltern, als ein paar Tage im Jahr fröhliche Musik zu hören und zu feiern (wohlgemerkt, ich bin, was das angeht, waschechte Zürcherin, also alles andere als ein Fasnächtlerin). Habe ich jetzt etwas falsch verstanden oder GEHTS DENN NOCH?

      • Reto sagt:

        …..O.S. meinte vielleicht Hexenjagt während der Ehe…würde möglich die Scheidungs – Zeremonie auf einen regenfreien Abend verkürzen ! 🙄

      • Katharina sagt:

        „Man muss immer gelegentlich mal wieder dran erinnern.“ – danke für ihr Geständnis, o.s. das war mir von Anfang an klar. Happens every year, you fake.

      • Gabi sagt:

        Huch… So was würde mich ziemlich erschrecken, wenn ich O.S. wäre!

        Bedrohliche Stimmen aus dem Jenseits, sozusagen….

        🙂

        Katharina: Sie sind doch schon seit Feb. 2010 passé, remember?

        Sie haben hier grad mal noch den Verkehrswert einer Briefmarke für mich.

        Und Aussagen von wegen „Fakes“ und Sockenpuppenverfolgungsfantasien, sind aus Ihrem Munde höchstens noch Anlass zur Erheiterung.

        s

      • Gabi sagt:

        Andererseits muss ich auch gestehen: Irgendwo bin ich auch froh, dass Sie nur ein Produkt Ihrer eigenen Fantasie sind.

        Ihre Schwangerschaft hatte ich bisher ja auch ernst genommen… Ich Depp!

        Und der Gedanke, dass jemand wie Sie, klischeeverloren, verfolgungsangstgeplagt und männerhasserfüllt, konkret ein Kind erziehen dürfen sollte, während wir hier im MB grossartig virtuell besprechen, was wohl richtig oder falsch sei für ein enfant, hat mich schon ziemlich beelendet.

        Gottseidank darf ich annehmen, dass extra für Personen wie Sie in Amerida auch Psychotests durchgeführt werden, bevor
        I

      • Gabi sagt:

        man jemandem wie Ihnen zu Kindern verhilft, die Ihren Anwandlungen dann hilflos ausgesetzt wären.

        Gut, sind Sie bloss ein Fake.

        Uff.

        Am Schluss sind Sie noch nicht mal lesbisch.

      • Widerspenstige sagt:

        Du meine Güte, das habe ich ja ganz vergessen, dass mich das so aufgewühlt hatte….kaum im MB ein paar Zeilen hinterlassend im Frühling 2010 glaube ich, wurde ich mit dieser Fakenummer konfrontiert und habe Kath noch fleissig gegen massive Angriffe von Pippi und Co. verteidigt. Ich Deppin Gabi war so naiv und Brunhild Steiner hatte mich dann nach und nach aufgeklärt.

        Danke nochmals Brunild für Ihre unantastbare Charakterfestigkeit hier, auch wenn wir das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne verarbeiten, gell. Ohne Sie wüssten Einige nicht mehr, wie es einmal hier war im MB…uff!!

  • O. S. sagt:

    Wenn das die eine Maximalposition ist, welches ist die andere? Würde Frau von Arx einen Dokfilm machen über Eltern, die ihren Kindern vorleben, dass Sex so etwas wie ein Stuhlgang ist und Sexualpädagogen, die predigen, dass schon KIndergärtler sollen. Lust als Konfektionsware, konsumierbar, ohne jede Würde.

    Ääck, glitschig, schleimig, Kaugummi im Mund, ficki ficki, billiger Fusel.

    Es gibt leider keinerlei Kompromisse. In der Sexualität wie beim Tod: man kann nicht ein bisschen tot sein. Oder keusch.
    Was haben wir gewonnen mit unserer (seriell monogamen, manchmal) Promiskuität? Gar nichts.

    • Gabi sagt:

      „Ääck, glitschig, schleimig, Kaugummi im Mund, ficki ficki, billiger Fusel.“

      Klingt jetzt nicht unbedingt nach dem Label „erfüllte Sexualität“.

      Bestimmt ist es da etwas tröstlicher, von den Vorzügen der Monogamie fantasieren.

      Aber apropos Würde: Glitschig und schleimig bleibt´s auch beim Onanieren noch. – Oder liegt dann selbst das nicht drin?

      Übrigens ist die Definition von Luxus, dass es sich um etwas handelt, das einem Grossteil der Menschen erstrebenswert scheint, aber eigentlich das nicht überlebensnotwendig ist… Also „gar nichts bringt“!

      Wie vorehelicher, folgenloser Sex z.B.

    • Caroline E. sagt:

      „dass Sex so etwas wie ein Stuhlgang ist und Sexualpädagogen, die predigen, dass schon KIndergärtler sollen. Lust als Konfektionsware, konsumierbar, ohne jede Würde.
      Ääck, glitschig, scheimig…“
      @O.S. wo bitte sind solche Eltern und Sexualpädagogen am Werk? Ich kenne keine. Wahrscheinlich existieren sie nur in Ihrer Phantasie.
      Typisch jedoch der Ekel vor dem Glitschigen, Schleimigen usw., das verrät mehr über Sie als ihnen lieb ist.
      Ich sehe das Problem der Keuschheitsgelübler eher in im Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bewunderung, das die umtreibt . Ein Form von Exhibitionismus?

      • Gabi sagt:

        Hallo Caroline E.:

        Wo ich nachträglich sogar nochmal drüber gestolpert bin (fast hätte ich, drauf ausgerutscht, geschrieben) ist, als mir bei „Ääck, glitschig, scheimig“ der Gedanke kam, wie das Problem des Schleimigenn und Glitschigen wohl später in Fällen gelöst werden könnte, wo Sex dann „richtig“ ist. Also etwa in der ersten Hochzeitsnacht oder so.

        Viel Puder? Föhn gar?

        Der arme Elvis soll ja (womit ich wieder beim Thema „Fördert Prüderie ev. gar seltsame Perversionen?“ wäre) auf eine Spielart von Pornos gestanden haben, bei dem die Darstellerinnen immer (!) Bikini an behielten.

  • O. S. sagt:

    Wenn das die eine Maximalposition ist, welches ist die andere? Würde Frau von Arx einen Dokfilm machen über Eltern, die ihren Kindern vorleben, dass Sex so etwas wie ein Stuhlgang ist und Sexualpädagogen, die predigen, dass schon KIndergärtler sollen. Lust als Konfektionsware, konsumierbar, ohne jede Würde.

    Ääck, glitschig, scheimig, Kaugummi im Mund, ficki ficki, billiger Fusel.

    Es gibt leider keinerlei Kompromisse. In der Sexualität wie beim Tod: man kann nicht ein bisschen tot sein. Oder keusch.
    Was haben wir gewonnen mit unserer (seriell monogamen, manchmal) Promiskuität? Gar nichts.

    • Eremit sagt:

      Tiefere Krankenkassenkosten.

    • Georg sagt:

      Du vergleichst jetzt aber zwei Extrempositionen und leitest daraus ab, dass die eine davon besser sei. Es gibt ja auch einen Mittelweg.

      Was haben wir verloren „unserer (seriell monogamen, manchmal) Promiskuität“???

      • macho sagt:

        Aber die Welt ist so viel einfacher, wenn man extrem ist. O. S. will vielleicht einfach nicht mehr differenzieren, er ist wohl gebrandmarkt durch die bösen, progressiven Sexualpädagogen die nackt durch die Strassen rennen um uns ihre primären Geschlechtsmerkmale zu zeigen.

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