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Jeanette Kuster am Sonntag den 15. Januar 2012

Aufklären zwischen Supermarktregalen

Seit die britische Drogerie-Kette Boots Sex-Spielzeuge vertreibt, laufen Eltern dagegen Sturm: Eine Boots-Angestellte räumt ein Regal ein. (Bild: Reuters)

Meine Tochter und ich sassen bei unserem vormittäglichen «Kafipause»-Ritual: Cappuccino für mich, Milchschaum für sie, je ein Zeitungsbund für jede von uns. Da Samstag war, schnappte sich die Kleine jedoch bald einmal das beiliegende «Magazin», das in dieser Ausgabe einen hübsch inszenierten Vibrator auf dem Cover zeigte. Die Frage, was das sei, liess nur Sekunden auf sich warten und meine Antwort «ein herziges Tierli» kam ebenso schnell und ohne, dass ich vorher überhaupt darüber nachdenken konnte, was ich ihr nun genau sagen sollte. Hirn und Zunge schalteten sozusagen kurzfristig auf Autopilot. Als ich mich wieder aktiv einklinkte, war ich mit meiner Antwort gar nicht so unzufrieden. Die Dinger gibts schliesslich auch in Delfin- und Entchenform und das Exemplar auf der Frontseite konnte mit etwas Fantasie durchaus als neugierig in die Welt guckende Schlange durchgehen. Ausserdem liess sich die Geschichte wunderschön weiterspinnen, als die Zweijährige, gerade im Wundernasen-Alter, dann natürlich noch genau wissen wollte, worauf das Tierli sitze («Auf seinem Bett natürlich.») und was das da rundherum sein soll («Sein Haus, da oben brennt ja sogar die Lampe, siehst du?»). Morgendliche Quizrunde erfolgreich gemeistert, Mama und Kind glücklich.

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Ein herziges Tierli: Vibrator-Installation. (Bild: «Das Magazin», Ausschnitt des Covers vom 7. Januar 2012).

Etwas irritierter war mein Mann, als ihm die Kleine später begeistert das Bild der neu entdeckten Tierart zeigte. Als ich ihn über die aus Altersgründen nicht geschehene Aufklärung aufklärte, fragte er mich, weshalb ich nicht einfach gesagt habe, das sei ein Massagegerät für die Mumu (jaja, schon wieder so ein Ausredewort – aber eins, das uns an eine äusserst unterhaltsame Lesung von Sarah Kuttner erinnert und deshalb in unserem Haushalt fast schon Kultstatus geniesst). Als wir uns gemeinsam die möglichen Folgefragen ausdachten, war er mit meiner Lösung plötzlich mehr als zufrieden.

Doch was ist schon ein einzelnes künstlerisches Foto im Gegensatz zu einem ganzen Heer an echten Vibratoren, flankiert von Gleit- und Massagecreme? Von einem solchen sehen sich nämlich zurzeit englische Familien bedroht: Die Drugstore-Kette «Boots» hat das «sexuelle Wohlbefinden» für sich entdeckt und präsentiert seit Neustem verschiedene Sextoys in ihren Filialen, wohlverstanden unverpackt und auf Kinderaugenhöhe. Wem der Name «Boots» nichts sagt: Der Drugstore zieht etwa die gleiche Kundschaft an wie die Migros – jung und alt, trendig und altmodisch, Singles und Familien. Letztere zeigen sich entsetzt und angeekelt angesichts des neuen Sortiments, schreibt die «Daily Mail». «Ich will doch meiner Nichte nicht erklären müssen, was ein Sexspielzeug ist», beklagt sich eine Grossmutter. Und ja, ich gebe ihr recht, natürlich soll sie das nicht tun müssen. Das ist schliesslich Aufgabe der Eltern. Aber warum regen die sich eigentlich so auf und jammern, dass das «definitiv nichts ist, was meine Kinder sehen sollen», anstatt sich über die Sortimentserweiterung zu freuen?

«Boots» bietet ihnen schliesslich eine einmalige Gelegenheit: Den problemlosen Einstieg ins Aufklärungsgespräch. Wie verkrampft läuft das sonst doch oft ab: Habe ich wirklich den richtigen Moment erwischt? Mit welcher Bemerkung beginne ich am besten? Sitzen wir uns am Tisch gegenüber oder kuscheln wir uns dafür aufs Sofa? Soll ich alles theoretisch abhandeln, oder persönliche Erfahrungen einbringen? Und brauche ich Illustrationsmaterial oder wirke ich nicht zu Oberlehrerhaft, wenn ich plötzlich das Aufklärungsmäppli zücke?

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Der Stein des Anstosses in Grossbritannien: Vibratoren und andere Sex-Utensilien. (Bild: Durex)

Im «Boots» hingegen passiert das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes im Vorbeigehen. Das neugierige Kind sieht das seltsame Plastikteil, schnappt es sich aus dem Regal, drückt auf den Knopf und wundert sich, weshalb die Oma nebenan plötzlich so schockiert aus der Wäsche schaut – und schon packt sich Mama oder Papa Kind und Vibrator und zerrt beide in eine ruhige Ecke, aus dem Blickfeld der neugierigen Mitshopper. Auge in Auge mit dem Kind, das Anschauungsmaterial in der Hand: Wenn das nicht der ideale Moment ist für das Gespräch der Gespräche? Und hat man die Fragen rund ums Sexspielzeug erst einmal abgehakt, erscheinen einem danach Themen wie Verhütung und Fortpflanzung plötzlich gar nicht mehr so anspruchsvoll.

Zudem hat die Aufklärung im Drugstore gleich noch zwei weitere Vorteile: Erstens dauert sie bestimmt nicht allzu lange, da es sich im Stehen nun mal nicht so bequem plaudert wie im Sitzen. Zweitens sind Bachblüten-Notfalltropfen und Beruhigungstee in Reichweite – falls die Fragen des Heranwachsenden doch anspruchsvoller ausfallen als erwartet.

Vielleicht sollten wir der Migros die Idee auch mal ans Herz legen?

228 Kommentare zu „Aufklären zwischen Supermarktregalen“

  1. Francesca sagt:

    Das sind Probleme der Erwachsenen, nicht der Kinder. Weshalb sagt man nicht einfach und klar, was es ist? Diese Verklemmtheit, unglaublich. “Bei einer Frau gibt es angenehme Gefühle, wenn man die Muschi massiert, und das Ding da heisst Vibrator und ist ein Massagestab, den man dafür benutzen kann. ” So what? Ich habe es immer so gehalten, unpeinlich und gerade heraus. Damit sind die Kinder dann auch zufrieden. Die merken doch, wenn die Mami rumdruckst und einen roten Kopf kriegt. Sind wir denn noch nicht weiter?

    • mira sagt:

      Finde ich vernünftig. Ich hoffe, ich werde auch mal so reagieren.

    • E.H.Roth sagt:

      wie was jetzt Franca? so hast Du das gesagt? Also ich hätte als Kind soviel Information nicht wissen wollen, nicht über meine eigenen Eltern… schon rein nur der Gedanke… würg… aber klar wenn du das kannst.

      • xyxyxy sagt:

        vielleicht krieg Mami ja gar keinen roten Kopf?
        Franca, warum die Leute, welche anders denken, immer gleich in die Verklemmten Ecke stellen? Vielleicht sind die gar nciht so verklemmt sondern halten es einfach für infantil wenn man sich gezwungen fühlt Kleinkindern die komplexe Erwachsenenwelt aufzudrücken, welche diese überhaupt nicht interessiert.

        Für Sex interessiert sich ein Mensch ab Pubertät. Für Sexspielzeug interessiert sich ein Mensch, wenn es beim Sex nicht so gut läuft.

      • Laura TI sagt:

        Interessant wäre ja auch zu wissen, wieviel eine Zweijährige vom Erklärten begreifen kann.
        Meine Kleine, die zwar etwas jünger als zwei ist, könnte komplexe Sätze auf keinen Fall verstehen geschweige denn richtig einordnen, was sie aber keinesfalls hindert “pe’che?” mit grossem Augenaufschlag, ernstem Gesichtchen und strahlendem Lachen zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit von sich zu geben.

      • Gabi sagt:

        :-)

        Die (momentane) Standard-Antwort meines Vierjährigen – der´s wohl auch nicht vollkommen sinngemäss erfassen könnte – auf die allermeisten Erklärungen oder Hinweise wäre auf Francescas Ausführung auch nicht schlecht:

        “Weissichschon!”

        :-)

      • Sportpapi sagt:

        Bei meinem wäre ich eher gespannt, was von den Ausführungen er dann mit ernstem Gesicht fremden Leuten erklärt :-)

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Vielleicht sind sie aber auch einfach verklemmt. Soll auch mal vorkommen, auch wenn das natürlich niemand von sich selber behaupten würde…

      • Francesca sagt:

        @Roth: das hätte ich so gesagt, sagte ich nicht, weil ich nicht in der Situation war. Aber in ähnlichenSituationen: Meersäuli, die sich begatten, Kondome in Regalen, was weiss ich.
        @LauraTI: bei einer Zweijährigen würde wohl “Massagegerät” reichen, aber das ergibt sich dann ja aus dem Dialog, der folgt.
        @xyxyxy: von wegen Pubertät… Kinder entdecken ihre Sexualität sehr viel früher!
        @Sportpapi: stimmt, die Kindergärtnerin meiner Älteren war nicht erbaut, als diese den andern erklärte, die Meersäuli würden Buschi machen, als das Männchen auf das Weibchen stieg. Ich verstand sie nicht.

      • xyxyxy sagt:

        @sportpapi – ja vielleicht bin ich verklemmt – einige finden das, weil ich nicht zu Nutten gehe und Sex mit Minderjährigen abartig finde und meine Frau nicht betrüge. Ok, damit kann ich leben.
        Aber wissen Sie, ich begründe meine Argumente und habe das einzige Argument von Franca (wers nciht macht wie ich, ist verklemmt) begründet zurückgewiesen. Interessant für mich, dass nun die Fraktion mit dem Ich-bin-nicht-verklemmt-Heiligenschein nicht in der Lage ist, auf einer etwas differenzierteren Argumentationsbasis zu diskutieren.
        Nicht sehr überzeugend.

      • Gabi sagt:

        Jetzt übertreiben Sie, xyxyxy:

        Alleine für die Anmerkung, dass es dennoch auch im Bereich des Möglichen liegt, dass sie (und es war ein kleines “S”, das Sportpapi im Gegensatz zu mir glaub bewusster einzusetzen vermag) eben doch verklemmt seien, muss man keine Argumente bemühen.

        Es ist einfach ebenso gut möglich, wie Ihre Interpretationsmöglichkeit. (oh: beim bewussten “i” hat´s sogar geklappt)

      • Francesca sagt:

        @xyxyxy: ich habe einerseits moralische Skrupel mit der Lügerei, andererseits mag ich nicht auf die Schiene “das ist noch nichts für Dich” ausweichen, weil mich das selber früher traf, ich fühlte mich ausgeschlossen, klein gemacht. Deshalb bin ich direkt, aber natürlich immer altersgerecht. Von wegen Nutten und Untreue: die Verklemmten sind die schlimmsten ;) .

      • xyxyxy sagt:

        @Franca – jetzt haben sie ja doch ein Argument aufgegriffen – eines.
        Alles ist Sexualität. Wir sind sexuelle Wesen. ABer für SEx interessieren sich Menschen in der Regel erst ab der Pubertät.
        Natürlich interessieren sich auch Kinder dafür, dass Buben ein Schnäbi haben und Mädchen nicht. Mein 3 jähriger flirtet auch mit allen schönen Frauen. Aber es interessiert sie nicht dass ich meinen Sch…. in ihre Mami reinstecke. Ich würde es ihnen gerne erklären, aber sie wollen es gar nicht wissen. Sie verstehen, dass ich, wie sie, gerne mit Mami kuschle.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Sie haben aber schon gesehen, dass ich das sie kleingeschrieben habe, oder? Meine Aussage war eigentlich nur: Es gibt tatsächlich auch verklemmte Leute. Und eigentlich sehe ich da nicht zwei Fraktionen, sondern eher zwei Pole. Aber ich finde schon, dass die Gesellschaft generell immer verklemmter, immer prüder wird. Da tun wir den Kindern nicht immer einen Gefallen damit.

      • Laura TI sagt:

        @xyxyxy
        Ich reihe mich auch gerne unter die Verklemmten ein, denn ich würde meiner Kleinen auch nicht “Massagestab” beibringen wollen, dazu ist sie schlicht zu klein um auch nur einen Hauch einer Ahnung zu haben, was das bedeutet.
        Meine Grossen würden von mir auch nicht wissen wollen, ob und wann ich so ein Teil benutze, das gehört für mich schlicht nicht zum Tagesgespräch.Aufklärung ja, aber lasst doch den Jugendlichen auch noch Raum gewisse Dinge selber zu entdecken, wir haben das auch geschafft ohne darauf gestossen zu werden.

      • Sportpapi sagt:

        Und dass wir uns richtig verstehen. Von beibringen oder gerne erklären wollen ist bei mir auch keine Rede. Ich gebe nur altersgerecht eine korrekte Antwort. Und ich weiche den Themen nicht aus, wenn sie an mich herangetragen werden.

      • Auguste sagt:

        hmm…, keine sorge xyxyxy, auf einer sex-achse mit beate uhse am rechten und dem papst am lätzen ende fummelt die grosse mehrheit irgendwo um die mitte rum (gauss passt hier so gut wie plastikguss).

        sie hat sich festgelegt, wo sie steht…

        youtube: suzanne vega – left of center

      • Gabi sagt:

        Apropos SPORTpapi:

        Das mit dem immer-verklemmter-werden ist mir beim Umziehen in Schwimmgarderoben, bzw. Duschen, bewusst geworden.

        Ich habe das Gefühl, dass sich grad die Jungen in einer Art und weise gschämig abwenden und sich kaum mal trauen die Badehose runter zu streifen, wie ich das aus meinen Erinnerungen für dieses Alter nirgends abzurufen vermag.

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Dass Mädchen und vor allem junge Frauen im Sportverein oder im Schulturnen nicht duschen war schon früher verbreitet. Aber junge Männer, die in der Unterhose unter die Dusche steigen (selber erlebt!), das ist wohl eine neue Erscheinung.

      • Gabi sagt:

        …Aber gäll: Nicht, dass Sie dies nun als Aufforderung missverstehen, bei Ihren Schülern künftig persönlich sicher zu stellen zu müssen, dass die auch wirklich alle völlig nackt sind, beim Duschen!

        :-)

        (man kann ja hier im Blog nicht mehr vorsichtig genug sein mit den zahllosen Möglichkeiten zum Ableiten skuriler Intentionen!)

      • xyxyxy sagt:

        Franca2 …. dass mein Kuscheln, noch eine ganz andere Dimension hat. Können sie gar nicht verstehen. Warum sie also damit bemühen? Ich finde nicht, dass ich meinen Kindern erklären muss, dass in der Ritterburg auch Menschen zu Tode gequält wurden. Und was zu Tode quälen im Detail bedeutet. Ich finde nicht, dass wir sie mit der komplexen Erwachsenenrealität bemühen müssen.
        Dass sie hingegen schlechte Erfahrungen “das ist noch nichts für dich” nicht wiederholen wollen, ist für mich ein echtes Argument, das kann ich gut nachvollziehen. Also nichts für ungut.

      • Gabi sagt:

        Ernst jetzt:

        Ich bin ja beim Thema Islamophobie – oder was man dafür hält – nicht auf Ihrer Linie. Lustigerweise sogar – man höre und staune – auf jener der guten, alten Alice Schwarzer.

        Sie berichten (das Unterhosenbsp.) über genau das, was ich damit ansprechen wollte. Und ich hab mich echt schon gefragt, ob ich einfach bloss immer die Ausnahmen sehe. Scheint aber wirklich nicht so zu sein.

        Ich möchte als Hypothese schon mal in den Raum stellen können, dass diese Verklemmtheit mit dem Anschwellen des muslimischen Anteils der Gesamtschülerschaft einher geht.

        Absurd?

      • xyxyxy sagt:

        @Sportpapi – mir fällt das auch auf. Im Fitness ist es die Minderheit der Männer, welche überhaupt noch duscht. Die steigen verschwitzt in ihre Jeans um zu Hause zu duschen. Echt komisch. Gleichzeitig reden wir über Vibratoren-Aufklärung für 3 Jährige. Da passt doch etwas nicht zusammen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, nur um sicherzugehen, gabi: kriegt man, wenn man auf die frage einsteigen würde, die aussage jenes posts auf alle ewigkeit aufs brot geschmiert?

      • xyxyxy sagt:

        @Gabi – da würde ich ihnen widersprechen.
        Ich glaube eher, dass der totale Sexoverkill dazu beiträgt. Diese Tonnen an Porno machen Impotent und schmälern womöglich das Selbstwertgefühl. Dieses ständige Reden über Intimität und so tun als ob, es gar keine Intimität mehr gibt, führt letztlich zu einem ungesunden Rückzug, nicht in eine gesunde natürliche Intimität, sondern eben ungesunde Verklemmtheit.
        Meine These.

      • marie sagt:

        schliesse mich xy an! einmal mehr: word!

      • xyxyxy sagt:

        @sportpapi – jetzt begreif ich erst, die ganze Geschichte mit dem kleinen S.
        Neue deutsche Rechtschreibung: mit sie kann auch Sie gemeint sein – toll, das fördert das Verständnis.
        Im übrigen achte ich selbst wenig auf die Grammatik wenn ich hier in eile meine Sätze hinschreibe.

        Zurück zum Thema. Man sollte auch noch bedenken, dass jedes Wissen eine gewisse Reife verlangt. Meine Buben würden in ihrer Kindlichen unverklemmt heit, ohne jedes Problem die Kassiererin fragen oder die Frau im Lift, ob sie sich auch einen Vibrator in den Spalt steckt, wenn ich ihnen das Teil im Detail erklären würde

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Sie sind beim Thema “Islamophobie” nicht auf MEINER(?) Linie? Wie ist denn da meine Linie?
        Zum anderen sehe ich drei Gründe, aber keine hat mit dem Anteil muslimischer Schüler zu tun – wenn schon mit den Freikirchen. a) Sexualisierung der Gesellschaft und Rückzug ins Private, b) Übergriffshysterie und c, Hauptgrund: Verbreitung von Handys mit Foto-/Filmkamera…

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich versuche manchmal, den überbordenden Fleischkonsum meiner Kinder (2/4) zu bändigen, indem ich ihnen erkläre, woher das Fleisch stammt. Die Information kommt an, wird aber nicht wie erwartet verarbeitet. Ich glaube, die Kinder schützen sich da ganz gut selber. Heisst: Ich muss ihnen die Sachen weder zeigen noch erklären. Aber es schadet auch nichts, wenn sie es mal sehen.

      • Gabi sagt:

        @ Sportpapi… Ich hab Sie in einigen Statements (z.B. auch zur Minarett-Initiative oder SVP-Themen dahingehend) so in Erinnerung, dass ich annehmen muss, ich wäre da “islamophober” als Sie.

        … Auch wenn ich Ihre detaillierte Position nicht genau kenne. Das stimmt.

        @ Auguste: Das ist Blödsinn, und das wissen Sie: Diejenigen, die Ihre Antworten immer wieder aufs Brot geschmiert kriegen, sind jene, die mit ihren eigenen Antworten nicht umgehen können… Wenn sie plötzlich doch irgendwie nicht ins Konzept passen oder ständig Ausnahmeregelungen geltend gemacht werden.

        Zähl ich Sie nicht zu!

      • xyxyxy sagt:

        @sportpapi – einverstanden, Kinder sind ziemlich robust. Deshalb finde ich das auch nicht weiter schlimm, wenn ihnen Francesca den Massagestab erklärt.
        Ich finde es einfach nicht nötig und auch nicht verklemmt, wenn ich das nicht tue.
        Wenn Kinder unbedingt wissen wollen, genau wissen wollen, dann bin ich natürlich auch dafür, dass man ihnen die Wahrheit sagt und sie nicht anlügt.
        Wenn sie z.B. fragen, warum wird mein Pfiifeli so hart. Dann sag ich. “Das ist gut. Das bedeutet dass du gesund bist.”
        Nicht gelogen. Eine Antwort, die man nach Reife weiter ausbauen kann.

      • Gabi sagt:

        Übrigens ist das ein guter Hinweis, Sportpapi:

        Sie haben Recht: Den Freikirchenfimmel und das ganze Sektiererische gab´s damals auch noch nicht in diesem Masse.

        Und – klar – natürlich kann ich es nicht einfach “den” Muslimen in die Schuhe schieben. Kam für mich aber schon mit den vielen Emigranten auf aus Kulturkreisen (Balkan darf da ausdrücklich dazu zählen), die extrem bemüht sind, in jeder Sekunde als besonders “männlich” gelten zu können und eine Homophobie an den Tag legen, gegen die eingeschworene Teapartygänger schon als Schwuchteln gelten würden.

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Ich habe einfach etwas gegen Pauschalurteile (siehe ihr: “kennst du einen, kennst du alle”). Geäussert habe ich mich zur Minarettinitiative, die ich für völlig falsch halte. Übrigens musste ich mich in letzter Zeit ausserhalb des Blogs eher in die andere Richtung wehren… Es ist ein Minenfeld!

      • Gabi sagt:

        Ja, ist es natürlich.

        Dass man um ein gewisses Pauschalisieren nicht rum kommt – in der Politik schon gar nicht – ist mir klar. Wenn Sie für riesige Bevölkerungsgruppen Entscheide fällen, geht es schlecht ohne. DIE Rentner. DIE Arbeitnehmer. DIE Krankenversicherten.
        …Und eben auch DIE Muslime.

        Für mich war die Initiative willkommener Anlass, dass endlich mal mehr darüber gesprochen werden MUSSTE. Deshalb ist die für mich völlig okay. Zudem möchte ich nicht einmal, dass alleine der Hinweis “Das ist nun mal mein Glaube!” alleine genügt, das wir eine Glaubensmodell als gleichwertig ansehen

      • Gabi sagt:

        Ich wäre also froh, gäbe es eine sehr breit geführte Diskussion darüber, was Religion ist, bzw. ab wann oder nach welchen Kriterien wir eine Religion als etwas annehmen, dass unserem Gemeinwesen nutzen bringt…

        Die schiere Anzahl der Anhänger kann´s für mich ebenso wenig sein, wie der Hinweis drauf, dass es äusserst leidenschaftliche Anhänger gibt oder gar, dass dies im Gegensatz zu Anderen nun aber die einzig wahre Religion sei.

        …Denn dann müsste auch meine Lieblingssekte (bzw. mein Lieblingsguru: Uriella rules!) Fiat Lux vollkommen anerkannt werden können.

      • E.H.Roth sagt:

        also Gabi, solange Religion das ist was es eigentlich sein sollte, nämlich ein persönliches eigenes Instrument des Seelischen und Geistigen Wohlbefindens jeder für sich und nicht ein Macht- und Steuerungsinstrument um Massen aufzuhetzen, aufheizen, manipulieren und klein zu halten und zu guter letzt das Geld den Gläubigen aus den Taschen zu ziehen.

      • E.H.Roth sagt:

        … soll jeder das Glauben und tun was für ihn am besten passt. Religion ist für sich gesprochen nicht gefährlich jedoch die Interpretationen der Religionsführer sind es.

      • Gabi sagt:

        Das ist mir schon etwas zu einfach, E.H.Roth.

        Bzw…. Es ist vollkommen richtig, wenn die entsprechende Religion genau das bewirkt, was Sie sich erhoffen. Gut so.

        Was machen wir mit “Religionen”, welche jenen Möglichkeiten, die Sie offenbar auch nicht schätzen, Tür und Tor öffnen?

        Genau deshalb hätte ich mir nach der Initiative noch mehr Diskussionen gewünscht.

        Es macht einen Unterschied, ob Sie – zum Thema Interpretation – Wort, Werk und Leben des Stifters verbiegen müssen oder ob Sie im Gegenteil einfachaus diesem heraus all das ableiten können, was Ihnen offenbar auch zuwieder ist

      • Gabi sagt:

        Es ist doch kein Zufall, dass ausgerechnet jene Zweige des Islam – z.B. Aleviten, Imaeliten, etc. – welche einen äusserst toleranten Islam leben (und interessanterweise dann automatisch auch über das höher entwickelte Gemeinwesen verfügen) von den Hauptströmen als Ketzer betrachtet werden.

        Gucken Sie doch einfach, wie´s nun nach der Arabischen “Revolution” (der von beiden Seiten offenbar unter demselben sinnfreien Wahlspruch geführt wurde: “Allah-u-Akhbar!”) WEITER geht.

        Al-Baradei ist vor Enttäuschung schon mal zurück getreten.

        Aber das – muss ich zugeben – ist ein ganz anderes Thema.

      • marie sagt:

        ich kenne persönlich alevite und das hat ehrlich gesagt nicht wirklich viel mit islam zu tun, eher am rande. aber auch unter den aleviten gibt es durchaus solche, die ihre traditionen “hardcore” leben…
        an religionen ist eigentlich nichts einzuwenden, aber vllt sollte man die traditionen, die ua.a damit einher gehen endlich in frage stellen.

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Ganz simpel: Die Menschen sollen an ihren Taten und von mir aus Worten gemessen werden. Aber nicht an ihrer Religionszugehörigkeit, auch wenn da natürlich ein grosser Zusammenhang bestehen kann. Sonst müssten wir uns ja wohl auch noch einiges anhören, auch wenn wir weder papstgläubig (als reformiert fein raus) noch Kirchengänger sind…

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Welche Traditionen sollt “man” denn in Frage stellen? Z.B. dass der Sonntag kein Arbeits-, sondern ein Ruhetag ist? Was noch so?

      • marie sagt:

        beschneidung, verhüllung, zwangsheirat… usw ich meinte natürlich gewisse traditionen, die die lebenswualität beeinträchtigen…
        also sportpaps, geht es ihnen heute ums angreifen? falls nein, alles io.
        aber ursprünglich ging es in diesem thread ja um “verklemmtes” verhältnis zur sexualität. und ich erachte die religion in unseren breitengraden diesbezüglich nicht wirklich ausschlaggebend in dieser sache – sicherlich ist es thema, aber xy hat es ganz klar auf den punkt gebracht, worum es eigenltich geht.

      • Gabi sagt:

        Aber entschuldigung mal, Marie:

        Man sollte gewisse Traditionen in Frage stellen.

        Sollte man.

        Wer?

        Ja wohl die, die diese pflegen. Und wenn nun deren “Religion” dies verbietet, dann können wir hier lange schwadronieren, was doch noch nett wäre, wenn´s geschehen würde.

        Der Koran ist das niedergeschriebene Wort Gottes (deshalb übrigens auch die Aufregung um Schändungen, die Christen so kaum nachvollziehen können) und sakrosankt. Nix zu deuteln!Chefentscheid quasi

        Da wird z.B. nicht “hinein interpretiert” sondern steht klar drin, dass Abtrünnige getötet gehören. Was mach ich mit so was?!

      • marie sagt:

        …die die es betrifft und vllt sollte man auch einsehen, dass der koran schriftlich 632 n. chr. (ca.) “niedergeschrieben” wurde. ist seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lange her. aber die iren kämpfen ja auch schon seit ein paar hundert jahren gegen die anglikaner :-) weshalb sind sie darüber so entrüstet? ich habe übrigens weder berührungsängste noch angst vor dem islam – ich kenne mehrheitlich nur sehr liberale muslime und das ist in europa die mehrheit.
        es ist und bleibt eine gratwanderung.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Es gibt Traditionen, die haben sich längst verselbstständigt, haben heute für viele mit Religion nichts mehr zu tun – Denken Sie an unsere Feiertage. Recht haben Sie da, wo “Traditionen” gegen unsere Gesetze verstossen. Aber da braucht man ja eigentlich nicht mehr, als diese anzuwenden, oder?

      • Gabi sagt:

        “Im Prinzip JA”, wie Radio Eriwan hier antworten würde.

      • marie sagt:

        @sportpapi
        wir meinen beide das gleiche aber wir reden mal wieder aneinander vorbei… :-D

      • Frank Baum sagt:

        @Gabi: Ich möchte keine Religions-Debatte vom Zaun brechen. Trotzdem: Es ist keine Frage, was im Koran drin steht, sondern wie ich den Koran auslege. Genauso verhält es sich mit der Bibel. Im Alten Testament finden sich Stellen, die die Juden zum Völkermord aufrufen. Das Verhältnis zur Sklaverei in Neuem und Alten Testament ist bestenfalls ambivalent, Frauen gehören zum Inventar (in der Rangliste oft genug hinter Haus und Vieh aufgeführt). Was uns von der islamischen Welt unterscheidet, ist die Aufklärung und nicht die Heilige Schrift auf die man sich beruft.

      • Frank Baum sagt:

        @Sportpapi: Werden wir wirklich immer prüder? Die Geschichte mit dem Duschen mag zutreffen. Ist mir ganz offen nie aufgefallen, aber das mag sein. Nur, hat das wirklich etwas mit unserer Einstellung zur Sexualität zu tun wenn man im Gegenzug die Sextoys heute im Drugstore findet? Ich denke, das Verhalten in öffentlichen Duschen hat mit der Verbreitung von Handycameras zu tun und was man nicht alles im Internet findet.

      • Sportpapi sagt:

        Danke, Frank Baum, wir sind uns ja mehrfach einig. Ich habe das mit den Handycams oben geschrieben. Zudem glaube ich nicht, dass wir immer prüder werden. Nur schlägt das Pendel wieder einmal mehr in diese Richtung aus.

      • Katharina sagt:

        “Für Sexspielzeug interessiert sich ein Mensch, wenn es beim Sex nicht so gut läuft.” – das ist eine sehr kühne Behauptung, xy, und erst noch falsch.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Mann, da muss ich Kathy aber zur Abwechslung einmal recht geben, xy: Sex ohne Toys hat gar nichts zu tun mit Flaute im Bett, ganz im Gegenteil!

      • Sportpapi sagt:

        @Zufferey: Lesen Sie noch einmal!

      • Gabi sagt:

        @Frank Baum:

        ” Es ist keine Frage, was im Koran drin steht, sondern wie ich den Koran auslege. ” – wiederum: Im Prinzip ja.

        Aber eben: Wenn das Auslegen an sich schon als Sünde deklariert wird, ist das (im wahrsten Sinne des Wortes) verdammt schwierig. Wir sprechen ja schliesslich nicht über irgend ein Detail aus der Vergangenheit zum Thema Mühlstein reinigen, oder so. Dem würden wir einfach mit dem Hinweis begegnen: Wer verwendet heute noch persönlich Mühlsteine?

        Es geht um Dinge, die gerade in einer multikulturellen (= nicht monoreligiösen!) Welt wichtig sind. Umgang mit Konvertiten z.B.

      • Frank Baum sagt:

        @Sportpappi: Das habe ich nicht verstanden: “Zudem glaube ich nicht, dass wir immer prüder werden. Nur schlägt das Pendel wieder einmal mehr in diese Richtung aus.” Also sind wir jetzt eher prüder als früher oder nicht? Zu Ihrem Bsp. oben: Wenn ein Typ in Unterhose unter die Dusche geht, ist das in meinen Augen eher ein Motiv für die Handycam als wenn er ohne auftaucht.

      • Gabi sagt:

        Das Argument mit der Handycam genügte mir übrigens auch nicht: Wer läuft schon in der Dusche mit ner Handycam rum, die draufhält? Was würde wohl – grad von den Unterhosenduschern ausgehend – dann passieren?

        >Nein, nein… Da hat sich wirklich irgendwo was verschoben.

      • Katharina sagt:

        Sportpapi sagt am 16. Januar 2012 um 21:28: “@Zufferey: Lesen Sie noch einmal!”

        Wie ist DAS denn zu verstehen, Sportler?

      • Sportpapi sagt:

        @Frank: Da es früher schon mal prüder war, und jetzt wieder wird, ist das nicht einfach eine Entwicklung. Für mich wechselt das über die Jahrzehnte immer wieder mal.
        @Katharina: Ich glaube, Zufferey hat sie 100& falsch verstanden. Gerade anders herum.

      • Katharina sagt:

        Sportler: “gerade anders herum.” – also da denke ich Sie lesen zuviele narzisstisch eklektische Monologe. Meine Aussage war klar und er gibt mir recht. was soll daran nun verkehrt sein. explain……

      • xyxyxy sagt:

        @Katharina – ja, das war eine gewagte These von mir, von wegen “wenns beim Sex nicht so läuft” – aber ich sprech für die Mehrheit der hundsnormalen Heteros.
        Sextoys wurden erfunden um Orgasmusprobleme oder Orgasmusflauten zu beheben. Wenn beim Heteropaar alles blendend läuft und ständig Meisterficks und gemeinsame Höhepunkte zelebriert werden, wer lechzt dann schon nach einem Vibrator?
        Ja sicher irgendjemand bestimmt, aber glauben sie mir, die Allerwenigsten.
        Die unendliche Auswahl an Sextoys beweist doch nur, dass die Allermeisten eben nicht die Sexhelden sind, die sie alle vorgeben zu sein

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Auch du: lies noch einmal. Oder hast du es nun gesehen, dass Zufferey keineswegs deiner Meinung war?

      • Katharina sagt:

        Sportler: oh really? Dann verstehen Sie wirklich nur eindimensionale Worte.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Das war die Aussage Zuffereys: “Sex ohne Toys hat gar nichts zu tun mit Flaute im Bett, ganz im Gegenteil!”. Ich übersetze gerne für dich: “Guter Sex braucht keine Hilfsmittel. Wenn Toys dazu kommen (müssen), ist dies ein Hinweis auf Flaute im Bett”. Wenn das auch deine Aussage ist, dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil…

      • gabi sagt:

        :-)

        Mal sehen, ob´s durchdringt, Sportpapi…

        Sie “sturer Esel”! ;-)

  2. Pippi Langstrumpf sagt:

    Wer braucht das hässliche Zeug? Ich kann’s ja verstehen, bei alten Leuten, die Arthrose in den Fingern haben, aber sonst? Einfach nur widerlich!

    • Francesca sagt:

      Hm… schon ausprobiert? Verhindert einen Tennisarm… ;)

      • Gabi sagt:

        Die Maori sollen ja prächtige Schnitzhandwerker sein…

        Da kann das Plastikzeug natürlich nicht mithalten.

        :-)

      • Reto sagt:

        Es ist zwar Tratsch, aber mein Nachbar ( Homo) ist mit so einem selbst geschnitzten Ding tot in seinem Bett gefunden worden;… Herzinfarkt . Also ganz ungefährlich sind diese Holzdinger nicht Gabi ! :oops:

      • marie sagt:

        herzinfarkt wegen holz?????? war er dagegen allergisch? oder war das ding “so lang”? hm…

      • Reto sagt:

        Also,… ich war ja nicht dabei…aber es war sicher “eine Kombination von… ” möglich auch nicht die “guten” Schnitzmesser gebraucht ?

      • Auguste sagt:

        hmm…, das schwule männer auch oft so übertreiben müssen. den meisten leuten reicht es schon, wenn sie beim orgasmus “…gottes füsse berühren” (redewendung auf die ich nicht näher eintreten will), aber die müssen sich natürlich gleich durch die himmelspforte katapultieren, um uns heteros zu zeigen, was ne harke ist.

      • Gabi sagt:

        Also wenn wir uns das weiterdenken, so liesse sich ev. eine weitere Theorie ableiten, wieso die Osterinseln bei Ihrer Entdeckung nicht mehr bewohnt waren.

        :-)

        … Die Maori… Die haben so was!

        Hey, Reto: Wie geht denn bitte das mit dem errötenden Smiley, Sie Siebensieäch?!

      • Gabi sagt:

        Verklemmi!!! “ihrer” natürlich…. Nicht “Ihrer”!

      • Gabi sagt:

        Pfff-ch-chhhh…

        Könnte dann (schlechte Schnitzmesser) ev. einem relativ unverfänglichen Aufrissversuch zu Gute kommen:

        “Du… ich han da nöimäd ä Schpriessä. Chasch Du mir moll hälfe, diä usä z zieä?”

      • marie sagt:

        @auguste
        ich glaube retos nachbar ist ganz einfach glücklich gestorben. er hätte den herzinfarkt im büro oder im einwohneramt haben können. ich wusste schon immer, dass schwule einfach lustvoller leben als wir heteros…

      • Reto sagt:

        Na Gabi, dies ist natürlich ein Geheim des Koch`s…aber trotzdem, schieb dir irgend etwas rein was dir gefällt, Haarbürste oder so…danach smilen… und der rote Kopf kriegst du von selber. ( 20 min backen )

      • Francesca sagt:

        Hm, lieber Plastik, stelle es mir schwierig vor, dort Spryssen zu entfernen …

      • Francesca sagt:

        … aber jedem das seine… http://www.forest-eden.com/

      • marie sagt:

        beitrag zur nachhaltigkeit: öko? :-D

      • Francesca sagt:

        … und beim Pariser “Jutte statt Plastik”…

    • Katharina sagt:

      “Ich kann’s ja verstehen, bei alten Leuten, die Arthrose in den Fingern haben, aber sonst? Einfach nur widerlich!” – sorry, aber, what aore you smoking? Die Aussage ist erstens ein Affront gegen Leute, die wirklich Arthrose haben, zweitens ein Affront gegen alte Leute im allgemainen – die sind ja nicht asexuell, und drittens gegen Leute, die mit den Spielzeugen viel Spass haben. da ist nichts widerliches dabei….

      • Gabi sagt:

        … Sie werden sagen: Haben wir ja gar nicht!

        … Ich werde sagen: Noch nicht. Sie waren kurz davor.

        In diesem Sinne sollten Sie mir dankbar sein. Als kleinster (aus Ihrer Perspektive: niedrigster) gemeinsamer Nenner wird das unerwartete Auftauchen des Feindbildes für eine ganz schnelle Beruhigung zwischen Ihnen Beiden sorgen.

        Sie sollten mir für die Harmonie, die ich Ihnen so oft beschere, eigentlich dankbar sein!

        :-)
        :-)
        :-)

      • Gabi sagt:

        Ah ja?!

        Was ich WIRKLICH, WIRKLICH sagen will, gäll!? Widerspentigen-Niveau, Katharina!

        – Lennon und McCartney waren gewiss auch hinter Ihnen persönlich her, als Sie “Hey Jude” komponierten!

        … Und darüber, wer bei den Beatles Linkshänder war, muss ich Sie – die schliesslich weiss, was WIRKLICH, WIRKLICH hinter den Kulissen des Patriarchats gespielt wird – gewiss nicht mehr aufklären; oder?!

        Meschugge!

        D

      • gabi sagt:

        Schwarz-weiss… Blau-weiss…. whatever!

        Hauptsache einfach. Klare Gegner, klare Bilder, klar Fronten und so…

      • gabi sagt:

        Wo ist bitte Katharinas Beitrag von zw. 0846 und 0832 geblieben, wo Sie meint, ich könnte (fits to your austrian location) doch auch gleich “verfickter Jude” schreiben?

        Wenn Sie den rausnehmen, sollten Sie auch die Nachfolgenden nicht mehr drin lassen.

        Macht ja wenig Sinn; oder?!

      • gabi sagt:

        Ich korrigiere: zw. 0846 und 0932 Neun!

      • Amanda de Pompadour sagt:

        Mich erstaunt eigentlich eher, dass sie hier ungestraft weiter tun dürfen. Herr G.

      • Gabi sagt:

        Ich glaube, Sie würde in der echten Welt dort draussen gar Manches erstaunen.

        ;-)

        Ihr hebräischer Beitrag ist nun auch plötzlich – noch später – verschwunden.

        ist das dem Red.-Filter zu verdanken (wäre komisch… nachträglich?!) oder ist das Ihren alten Blockwartreflexen (im Namen des Guten, versteht sich!) geschuldet, Katharina.

        (und hey… Wollen Sie die Nickspielchen nicht endlich sein lassen? Sie sehen doch selbst, zu wieviel Verwirrung das in den Köpfen derjenigen, die´s spielen zu müssen glauben, führt)

  3. alien sagt:

    Wie heisst es eigentlich, wenn Boots einmal einen Relaunch machen muss? Reboot?

    • Auguste sagt:

      hmm…, diese offenbar etwas kontroverse sortimentserweiterung würden nerds wohl unter “plug & play gadgets” abspeichern.

  4. Auguste sagt:

    hmm…, mögliche antwort 2: liebes, du suchst dir hier eine neue zahnbürste aus, damit dich die zahnfee ganz fest lieb hat, und mami kauft noch einen “blauen drachen”, bis ein richtiger märchenprinz mit einem grossen schwert kommt.

    • marie sagt:

      sie besitzen eine beneidenswerte (gebe ich zu!!!) phantasie… mehr davon. :-D

      • Auguste sagt:

        hmm…, oder was nach phantasie aussieht, ist ganz einfach ausdruck meiner begrenzten fähigkeiten, wenn es darum geht, aus plastilin etwas auf anhieb erkennbares zu formen. wobei die weibliche phantasie die männliche ja um längen übertrifft.

        ich und 89 meiner geschlechtsgenossen hätten versucht, unsere jacken und mützen an dieses blaue ding zu hängen. zehn von uns hätten probiert, damit eine bierflasche zu öffnen. frauen hätten es wohl auf anhieb erkannt, wobei 50% es wahrscheinlich mit dem “lätzen” ende zuerst versucht hätten.

      • marie sagt:

        (^.^)

  5. Auguste sagt:

    hmm…, mögliche antwort 3: doooch liebes, das sieht fast so aus wie nessi, und ich könnte mir vorstellen, dass man damit in der badewanne ganz toll spielen könnte.

    • marie sagt:

      ob da die batterie mithält? auf alle fälle model kabel ist nicht zu empfehlen! auch wenn alles was ein kabel hat, zum muttertag geschenkt wird – auch pralienen.

      • Francesca sagt:

        … Vibrator mit Wasserantrieb statt Batterie? Wer ist hier Erfinder? Ökologisch, lärmarm…

      • marie sagt:

        ähm… wasserrad? betrieben von der dusche oder über pedale; wer tritt dann während des betriebs in die pedale… fragen über fragen.

      • alien sagt:

        Hab ich mich auch gefragt…. oder produziert Francesca so viel Wasser, dass es zum Vibratorbetrieb reicht? :-)

      • Francesca sagt:

        Drum fragte ich ja nach einem Erfinder… Daniel Düsentrieb, wo bist Du?

      • Francesca sagt:

        P.S. @alien: wir hatten’s von der BADEWANNE. Da hat’s einen HAHNEN, aus dem kommt WASSER. Da muss nicht ich welches produzieren, Lappi.

  6. Katharina sagt:

    Bedenklich finde ich eigentlich nur, dass die Toys unverpackt im Regal liegen sollen. unverpackt!

    von wegen Prüderie: selbst Walmart – eine eher familienfreundliche Kette, verkauft die Dinger, seit Jahren. Der Konzern hat seinen Hauptsitz im Biblebelt in Arkansas.

    Aber für viele schlüpfrige Kommentare ist es eh gut.

    Die besten sind nicht pluggable,sondern rechargeable, pro Ladung 4 Std….

  7. macho sagt:

    Ich finde der Aufschrei schiesst klar übers Ziel hinaus. Wieso können Erwachsene es nicht mal locker nehmen. Soll das Kind doch fragen, was das ist, daran wird es nicht sterben und wenn einem das die Schamesröte ins Gesicht treibt, tja pech. Mir wäre das nicht peinlich, so weit ich das jetzt beurteilen kann. Und “DIE ANTWORT” darauf gibt es nicht, ich finde die Autorin hat es gut gelöst. Wäre das Kind älter, würde ich den Ansatz des Vaters aber bevorzugen, einfach ehrlich sein.
    Ich wurde übrigens nie aufgeklärt von den Eltern, das hat die Gesellschaft + meine Neugier gut alleine hingekriegt.

  8. fufi sagt:

    Tja: SEX SELLS!

    Allways and everywhere!

    Bloss: Wie soll Mamma das der 2jährigen beibringen?

    BTW und an die alten Knacker hier:
    Mögt ihr euch noch erinnern an die “Ackermann”-Katalöge?
    Wo unter “Hygieneartikel” so fleischfarbene Stäbe angeboten wurden?
    Und der mit der Krümmung eignete sich besonders gut für die
    G-Punkt-Massage!

    :roll:

    • marie sagt:

      und der vedia katalog nicht vergessen! da gab es auch noch unter dem stichwort hygiene hinter der sammelecke (kleine eulen, schweinchen etc pp) auch noch das gleitmittel dazu… ;-)

    • Francesca sagt:

      Mich fragten sie mal, wozu Unterhosen mit einem Loch drin gut sein sollen. Erst dachte ich, sie meinen Männerunterhosen, und antwortete entsprechend. Nein, für Frauen. Da schaute ich dann genauer hin, und sie studierten einträchtig den Bader-Katalog…

  9. marie sagt:

    würde sagen ja… ein sammelsurium sondergleichen. das unaussprechbare an gegenständen.
    aschenbecherfrösche, gardinen mit 70ies style (DAS in den 80ern), wc-bürstli halter in form einer katze, türspion deko in form einer sexy posierenden frau (wenn man das schüppli hob, konnte man durch den spion gucken), telefonhörer dekoration aus polyestergoldbrokat… alles was so kitschig ist, dass einem die worte fehlen… vergleichbares ist mir seit dem nie wieder unter die augen gekommen (gott sei dank – und ich bin KEINE ästhetin).

  10. Pippi Langstrumpf sagt:

    Warum soll es verklemmt sein, wenn man das Intimleben als intim betrachtet? Warum ist es ein Zeichen von Aufgeschlossenheit, wenn man alles an ein Maschinchen delegiert? Warum sind die Leute für alles zu faul? Warum wird Vulgarität zunehmend mit Erotik verwechselt?

    Im Übrigen kenne ich keine Kinder, die mit dem Sexleben ihrer Eltern konfrontiert werden möchten.

    • Katharina sagt:

      Und wieso nimmst Du an, dass der Kauf eines Toys die Delegation der Erotik an ein Maschienchen bedeutet?

      • Gabi sagt:

        Ev. weil für A. Schwarzer schon nur das völlige Rasiertsein als Merkmal einer Professionellen zu gelten hat?

        - Mit Dogmenhörigkeit alleine ist nun mal nicht besonders viel “Aufgeschlossenheit” zu erwarten… Es sei denn die Inhaberin der Dogmengewalt schriebe es vor.

        Aber können Sie denn andererseits Ihren Sybian denn mit der Energiewende vereinbaren?

        PS: Kleiner Trost an Pippi: Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, dass die gute, alte Alice in Bezug auf Burma Recht behalten zu haben scheint. Das habe ich vollkommen anders eingeschätzt. ((Geniessen Sie´s; es kommt von Herzen)) ;-)
        :-)

      • Katharina sagt:

        emm was hat Sybian mit Energiewende zu tun?

      • Gabi sagt:

        Energie, Mr. Scotty!

        - Aber natürlich war der zugegebenermassen nur zum Hänseln.

        Im Ernst fiele es mir gewiss nicht ein, Ihnen Ihre Reiterstündchen vergällen zu wollen. Find ich eh gut. Tun Sie nix Dümmeres.

        ;-)

  11. Marcel Zufferey sagt:

    Ja, wir wolln’ ma nicht so verkrampft sein: Wenn sich unsere Tochter dann- als logische Konsequenz unserer demonstrativ zur Schau gestellten Freizügigkeit- so einen Vibrator zum sächste oder siebete Geburri wünscht, würden wir alle selbstverständlich ganz frenetisch Ja! rufen, ja natürlich darfst du das, Schatz, welcher gefällt dir denn am besten?- oder, je nach Haushaltsbudschėe eben: Nei, nonig: Muesch zerscht dä vom Mami näh…

    Schamgefühle? Wie uncool..!

  12. Katharina sagt:

    So so hässlich sollen die Dinger sein. naja. ich denke nicht, dass diese Kollektion bei Boots rumliegen wird. Schwedisches Design. von Frauen für Frauen. tia.

    http://en.lelo.com/index.php?collectionName=insignia-luxe

  13. xyxyxy sagt:

    @Frank Baum – ihre Religionsanalyse ist sehr oberflächlich.
    Bibel und Koran kann man nicht 1:1 vergleichen, weil nur schon das orthodoxe Interpretationsverständnis unterschiedlich ist.
    Während sich die Bibel als eine fortschreitende Offenbarung gibt, in welcher Menschen z.B. in ihrem eigenen Namen schreiben, gibt sich der Koran als letztgültige Offenbarung eines ewig im Himmel niedergeschriebenen Wortes, das sich durch das Medium Mohammed manifestiert hat. “Er ist aufgeschrieben, nicht geschrieben”, sagt der kundige Muslim. Deshalb ist dort keinerlei Relativierung statthaft.

    • Gabi sagt:

      Ach das hat sie bestimmt wieder mal gar nicht so gemeint.

      Oder wollte einfach nur lustig sein; wie bei “eliminieren!” damals.

      ((Jetzt, wo ich das grad niederschreibe fällt mir erst auf: Ich kann mich an keinen einzigen Anflug von Humor, oder auch nur einer Andeutung von Witzigkeit, aus den Schreibfingern von K. erinnern. Kaum Zufall. – Böse, böse Welt!))

  14. xyxyxy sagt:

    @Frank Baum – es wäre natürlich schön, wenn es so wäre wie sie sagen. Ich würde ihnen gerne zustimmen. Leider ist es nicht aber nicht so einfach. Es hat schon einen Grund, weshalb eine Religion welche 500 Jahre jünger ist (und somit fortschrittlicher und moderner sein müsste) immer noch Gesellschaften als Erbe hat, die von Standards geprägt sind, die wir zwischen Mittelalter und Aufklrärung ansiedeln müssen. Es hat auch Gründe warum es im Machtgebiet dieser Religion zu keiner Aufklärung kam oder einer liberalen Theologie.

    • macho sagt:

      So einfach wie Sie das sehen, Herr XY, ist es nicht. Es gibt eine Strömung innerhalb des Islam, die den Koran nicht in alle Ewigkeit buchstabengetreu leben will. Diese erkennen, dass in der heutigen modernen Zeit, die nichts mehr gemein hat mit der Gesellschaft des alten Arabiens um das Jahr 600, gewisse Anpassungen gemacht werden müssen in der Auslebung und Deutung des Koran. Frauenrechte z.B. waren damals fortschrittlich im Koran, heute sind sie hoffnunglos veraltet und diskriminierend. (Das Wort einer Frau wiegt die Hälfte dessen eines Mannes vor Gericht)

    • macho sagt:

      Der Ijtihad will eine Erneuerung und Anpassung des Islam an die Gegenwart, ohne die Scharia aufzugeben (Steinigung und Handabhacken gehören nicht dazu, sie sind auch nicht mehr zeitgemäss), und steht im Kampf mit den Kräften, die den Koran buchstabengetreu ausgelebt haben wollen. (Wahhabi, Salafisten usw.) Leider werden intelligente Köpfe und Leader dieser Führung als “Terroristen” verunglimpft vom Westen.

      http://en.wikipedia.org/wiki/Ijtihad

    • macho sagt:

      Um Missverständnissen vorzubeugen, die Stellung der Frau wurde durch den Koran tatsächlich verbessert damals, hat damit zu tun das die kriegerischen Nomaden und Hirten vorher ihren Frauen gar keine Rechte zugestanden haben. Mit dem Islam hatte ihr Wort wenigstens Gewicht, wenn auch wie angesprochen nur begrenzt.

      • gabi sagt:

        Dass der Koran damals eine Verbesserung der Stellung der Frau bewirkte, ist unbestritten. Bloss… Was nützt das heute?

        Die wohl wichtigste Frau im Leben des “Propheten” war eine längst entjungferte Witwe… Dennoch bezieht sich die Mehrzahl muslimischer Männer lieber aufs Vorbild der Minderjährigen, die ihm “anvertraut” wurde und macht aus der Bewahrung der Jungfraulichkeit das höchste aller Ziele einer jungen Frau.

        Es nützt mir alles nix, was es an guten Beispielen AUCH zu berichten gäbe,,, Wenn sich eine grosse Anzahl Idioten dennoch immer aufs tiefste Mittleralter beziehen können.

      • gabi sagt:

        Denken Sie bloss an die Kreuzzüge… Über welche die muslimische Welt noch heute schnieft, als ob´s ihre Oma betroffen hätte. Was mussten den Christen die Botschaft des neuen Testaments verbogen und missdeutet werden, um die Menschen von dem Quatsch zu überzeugen. Gut, dass Kirchenlatein eh kaum wer verstand, geschweige denn, dass je jemand die Bibel hätte lesen können!
        Der Islam dagegen kann sich direkt auf den Koran (der übrigens von extrem vielen anleitenden Suren zum Verhalten im Kriege durchsetzt ist!) beziehen. Schlimmer noch: Direkt auf den mordenden und plündernden Stifter.

      • marie sagt:

        die mehrheit hier in europa ist sehr liberal gabi – wegen ein paar bekloppten muss dann die mehrheit den kopf hinhalten. das ist unfair. und macho scheint, sollte er muslim sein, eben ein sehr liberaler offener junger mann – DENEN gehört die zukunft und diese sollten wir bestärken und nicht noch zur rechenschaft ziehen für das fehlverhalten dieser verknorzten idioten. oder nicht, was meinen sie?

      • gabi sagt:

        Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass der “Prophet” innerhalb des Kontextes seiner Zeit und seines barbarischen Umfeldes gewiss gute Gründe gehabt haben mag, so zu zu handeln.

        Als Blaupause für unsere Zivilisation dennoch ein nackter Schrecken. Ich kann noch so oft betonen wollen, dass Islam Frieden bedeute. Wenn ich dabei weglasse, dass sich das EBEN AUSSCHLIESSLICH auf das “Haus des Islam”, die Glaubensgemeinschaft, bezieht und alle anderen ins “Haus des Krieges” verwiesen werden, dann ist das nicht einfach unlauter, sondern gefährlich!

      • macho sagt:

        Vielleicht sollte man einfach aufhören den Extremisten von Riad so viel Geld in den Arsch zu schieben. Wir sind/waren Teil des Problems, wir sind feige (ok wir haben auch genug eigene Probleme), machen keine gute Figur wenn es um Diktatoren geht, wir haben auch ein Problem mit Islamophoben Politikern hier, und wir haben durch unseren Kolonialismus Arabien in ein Staatenkorsett gezwängt, welches uns heute viel Probleme bereitet. Ich sage bewusst wir, weil wir die anderen, die Muslime, auch immer in einen Topf werfen. Und was bringt es, sich an den Ewiggestrigen zu orientieren, ->

      • macho sagt:

        und den Gemässigten die Hand nicht zu reichen?! Ich staune immer wieder, wie sonst differenziert denkende Menschen beim Islam in ganz andere Muster verfallen und dann noch die Frechheit haben, mich als Freund von Extremisten und einer menschenfeindlichen Religion darstellen.

        Imame welche für einen neuen, starken Ijtihad einstehen, werden vom Westen als Extremisten eingestuft(siehe Sudan). Den Wahhabi zahlen wir Milliarden Petrodollar, damit sie ihre Minderheiten und Frauen weiterhin unterdrücken können.

      • gabi sagt:

        Mich tröstet es keineswegs, dass mir bewusst ist, wie viele gute, anständige, rechtschaffende und sogar (soll´s geben) tolerante Muslime es gibt.

        Mir wäre wohler, wäre denen unwohler einer Religion anzugehören, bei der jeder Dahergelaufene kommen kann und einfach nur auf eine Sure deuten muss, die klipp und klar ein ganz anderes Verhalten von ihm einfordert.

        Wenn Religion im Islam auf die gleiche Art und Weise Privatsache WÄRE… Dann müsste man – wie bei Buddhisten, Hindus, Juden und der überwiegenden Mehrheit der Christen – ja nicht ständig in Diskussionen dazu gezwungen werden.

      • macho sagt:

        Ich bin kein Muslim. :)
        Ich habe viele liberale Muslimische Freunde.

      • gabi sagt:

        Wenn DENEN die Zukunft gehört… Dann gucken Sie jetzt mal ein paar Monate, was aus der arabischen Revolution Schönes wird.

        Sie scheitert genau daran, dass diejenigen, welche glauben toleranter sein zu können, es dennoch nicht schaffen, sich zum Aufbau eines Staatswesens zu bekennen, welches Staat und Religion TRENNT. Es muss immer auf “islamischen Werten” basieren… Was genau jene Entwicklung, die Sie sich erhoffen, wieder ausschliesst.

        Traurig und schockierend genug.

        (mehrere Posts warten im Anschluss an oben auf Freigabe)

      • gabi sagt:

        Lieber Macho… ich weiss um viele liberale Muslime.

        Ich bestreite keineswegs, dass es die gibt. Bloss scheinen die ja ganz offenbar nicht auszureichen, um ein aufgeklärtes Staatsmodell hin zu kriegen.

        Gucken Sie sich´s an. Die Einzigen, welche sich nahe an aufgeklärten Standards in staatlichen Strukturen zu organisieren wissen, werden vom Rest als Ketzer verschrien. Da klappt etwas ganz gewaltig nicht.

        Und ich behaupte, es hat mit dem – hier im Blog nicht unbekannten – Ausschliessen anderer Möglichkeiten zu tun.

        “Es GIBT nur einen Gott… ” ist eine klare Ansage.

      • marie sagt:

        @gabi
        sie haben zum einen recht, zum anderen stelle ich mir seit graumer zeit diese fragen: ist unsere auffassung von demokratie die einzig wahre richtige? ist es nicht eine chance für diese länder ihre “eigene” zu entwickeln? sind wir diesbezüglich massgebend und funktioniert denn unsere säkulare denn wirklich soooooo gut? kann man demokrati einfach exportieren?
        @macho
        word! absolut ihrer meinung mit ihren ausführungen zu “riad kohle in den arsch schieben”! WIR sind da so richtig beteiligt unter dem deckmantel demokratie, hüstel, hüstel kapitalismus – verlogen von uns, meine ich.

      • macho sagt:

        Staat und Religion sind für viele Muslime nicht trennbar, sogar für solche die den Weg des Ijtihad weitergehen und entwickeln wollen. Sie wollen die Scharia aber zeitgemäss anwenden und der Moderne Einlass gewähren. Was für uns widersprüchlich erscheint, kann funktionieren, wenn man von der strengen, buchstabengetreuen Deutung des Koran abkommt.

        Man kann das jetzt so akzeptieren, den Gemässigten die Hand reichen, den Fundamentalisten im eigenen Land die Grenzen aufzeigen, denen in Arabien kein Geld mehr in den Arsch schieben, ->

      • macho sagt:

        -> und nach vorne schauen, oder man kann weiter den Hass schüren und die Fundis stärken mit einer verfehlten Arabienpolitik und islamophoben Politikern.

      • gabi sagt:

        “Staat und Religion sind für viele Muslime nicht trennbar,” Eben. Da gibt es dann auch keine Hand zu reichen.

        Dann hiesse das ja nur Toleranz gegenüber der Intoleranz. Das läuft nicht.

        Marie: Das ist wirklich (jetzt komm ich auch mit dem Ausdruck) Gutmensch-Blabla: “ist unsere auffassung von demokratie die einzig wahre richtige?”

        Das alle dieselben Rechte und Pflichten haben, aber in ihrem Glauben völlige Gewissensfreiheit geniessen (so lange sie ihrer Umwelt nicht damit auf den Sack gehen!) IST DIE GRUNDVORAUSSETZUNG überhaupt jeder Demokratie. Sonst: NICHT Demokratie.

        Bi

      • gabi sagt:

        Ein Bisschen schwanger geht nun einmal nicht.

        Demokratie, in einem Staat, der mit einer Religion verknüpft zu sein hat, deren Glaubenssatz lautet: “Es gibt nur EINEN Gott” (also nicht: “Du SOLLST keine Götter neben mir haben), ist ein Widerspruch in sich, der bis jetzt noch keinem einzigen Staat wirklich bekommen ist.
        Übrigens: Versuchen Sie mir doch mal EINEN Staat zu nennen, der sich, innerhalb der letzten 100 Jahre, über die Religion begründet hat und heute nicht ein “gescheiterter Staat” ist, oder knapp davor. Eben.

        Marie; mit Verlaub: Die Themen sind nix für ein Bisschen Bauchgefühl.

      • marie sagt:

        das hat mit bauchgefühl sicherlich nichts zu tun gabi. aber ihnen ist ja auch schon aufgefallen, dass es so wie es heute so zu und her geht wir uns immer wie mehr in eine richtung entwickeln, die eingentlich nirgendwohin führt. gabi, noch einmal ich kenne die antworten nicht. nur eines weiss ich: wir müssen sehr darauf achten, nicht neoimperialismus zu betreiben. ich beobachte die entwicklungen in den arab. staaten mit grösstem interesse, aber auch ich mit einem gewissen unbehagen. aber ich backe die liberalen muslime und… hoffe. wollen sie sonst einmarschieren? ne, bewährt sich nicht.

      • macho sagt:

        Der kleine Rest meines letzen Beitrages ging wohl verloren. Egal. Was ich dir, Gabi, mitteilen will, ist, dass deine weltoffene, die dir als allumfassende, liberale raison de monde vorkommende Einsicht wiederrum nur sehr begrenzt erfassen kann, was in diesen Länder vorgeht. Ich will es nicht als Arroganz bezeichnen, doch stelle ich eine gewisse westliche Ignoranz in deinen Allerweltsheilmitteln fest. Lasst die Araber und Muslime erst mal selber walten. Vorallem bringt eine westliche Zwangsjacke nichts in diesen Ländern.

      • macho sagt:

        Ich empfände die Förderung der liberalen, aber echt muslimischen Strömungen in diesen Ländern als eine gute Alternative zu den islamophoben und auch naiven, neokoloniastischen Demokratiebombern, die grosse Teile dieser Weltgegend in den Krieg gestürtz haben.

      • macho sagt:

        Wieso wird mein erster Beitrag gleich freigegeben und mein zweiter nicht?! Wo ist mein Beitrag von vor 12 Stunden?! Was ist das für ein System?!

      • macho sagt:

        Ich empfände die Förderung der liberalen, aber echt muslimischen Strömungen in diesen Ländern als eine gute Alternative zu den islamophoben und auch naiven, neokoloniastischen Demokratiebombern, die grosse Teile dieser Weltgegend in den Krieg gestürtz haben

      • Gabi sagt:

        Moment mal… Die Allerweltsheilmittel kenne ich gewiss nicht und masse mir auch nicht an, dies zu behaupten.

        Aber – scheint meine festgelegte Rolle hier im Blog zu sein – auf ganz offenkundige Unstimmigkeiten darf ich hinweisen.

        Übrigens… Sie unterstellen mir, was ich dort unten alles tun und lassen wolle; bei Marie klingt sogar die Frage nach Einmarsch an. Sie täuschen sich: Für mich ist eine der Ursünden (neben der missglückten Staatswerdung Israels) gar nicht so weit vor 9/11 zu suchen: Die Annullierung der freien Wahlen Anfang 90er in Algerien war ein Verrat an allen vom Westen

      • Brunhild Steiner sagt:

        @macho:
        “Was ist das für ein System?!”

        Willkommen im internen Sieb, und nicht vergessen: unerschütterlich festhalten am Werbeslogan
        “wir bleiben dran”- egal wie benutzerunfreundlich manchmal die Gegebenheiten…

      • Gabi sagt:

        lauthals postulierten Werten. Dabei hatte DER ja genau diese Wahlen verlangt. Wurde aber mucksmäuschestill als – absehbar – die FIS gewann und das ganze “Demokratieexperiment” abgebrochen wurde. Eine verpasste Chance nicht nur, sondern ein Riesenfehler.

        Denn, was durch die nicht unerhebliche Sprach-(, Konfesions-) und Kulturbarriere zum Iran offenbar noch nicht bis in maghrebinische Hirne durchgedrungen war, sind die gravierenden Folgen im Alltag der Menschen, wenn fromme Muslime ans Ruder kommen. Da wäre Einiges im Zeitraffertempo gelernt worden.

        Genauso wie in Südostasien wäre es wohl

      • Gabi sagt:

        zum Gegenteil des befürchteten Dominoeffektes gekommen: Also nicht, dass die anderen Staaten auch gleich kippen würden, sondern, dass die Nachbarn sich sehr schnell bewusst würden, was es heisst, wenn Religion und Staat eben nicht zu trennen sind; sprich: Die Religion dem Staat vorsteht; bzw. nur schon allzu deutliche Privilegien geniesst (ausgerechnet in Israel ebenfalls veranschaulicht). Oder aber die FIS hätte sich (die Jakobiner an der Macht) eben tatsächlich bewährt. Auch gut.
        Ist ja alles schön und gut für mich. Und interveniert sollte wirklich nicht werden müssen… Aber war das dann

      • Gabi sagt:

        im Falle Lybiens okay oder eben nicht?! – Nur mal zur Erinnerung: Hier wurde in keiner Weise FÜR etwas gekämpft, sondern bloss gegen einen Diktator. Aber der Kampfschrei war auf beiden Seite der genau gleiche, vollkommen sinnfreie Theo-Nihilismus: Allah-u-Akhbar. Unter dieser lapidaren Feststellung “Gott ist gross” als Slogan könnten Sie sowohl Bibeln als auch Sodomiepornos vertreiben… Es ist einerlei. Es bringt bloss immer einen Fatalismus und ein Ausgeliefertsein (sprich: Absage an die Selbstverantwortung) zum Ausdruck: Inshalla! – So Gott will.
        Wie gesagt: Die sollen, die müssen das aus

      • Gabi sagt:

        probieren. Aber wir hier müssen gewiss nicht noch einmal nachsitzen gehen. Wir sind – gottseidank! ;-) – schon weiter. Deshalb müssen wir nicht so tun, als ob es ein Ausdruck von Toleranz wäre, wenn wir freundlich nicken, wenn von “Staat und Religion sind im Islam nicht zu trennen” gesprochen wird.

        Hier nicht. Und aus gutem Grund nicht. Denn aus diesen finstereren Gefilden sind wir ja gerade deshalb raus gekommen!

        Das ist der Widerspruch, den wir offen benennen müssen:

      • Gabi sagt:

        Ist EINE Religion mit Absolutheitsanspruch vom Staat nicht zu trennen, so KÖNNEN nicht alle Bürger vor dem Gesetzt gleich sein.

        Womit eine absolute Grundvoraussetzung für Demokratie schlicht und einfach nicht gegeben ist. Geht nicht! (& das Rad wird in Ländern wie der Türkei mit gutem Grund von den Islamisten gerade zurück gedreht)

        Es ist “technisch” nicht möglich. Wir helfen also gar niemandem, wenn wir sogar mitfaseln bei Fantasien von “eigenen Weg zur Demokratie finden”, wenn wir zugleich den Hinweis darauf unterlassen, dass dies ohne klare Abgrenzung zur Religion nicht klappen kann.

      • Gabi sagt:

        Apropos System: Sie ahnen es – hier fehlen einige Teile, was die Botschaft wohl ziemich schräg wirken lässt.

        (aber natürlich kann ich nicht ausschliessen, dass es auch nach Freigabe noch für viele schräg bleibt… Ich hoffe dennoch darauf)

    • macho sagt:

      Hier noch ein guter Link zum Ijtihad:

      http://www.usip.org/files/resources/sr125.pdf

  15. gabi sagt:

    Also bei Ihnen passt´s, wenn ich an die Feststellung denke, dass ich mich an keinen Hauch Witzigkeit oder Humor von Ihrer Seite entsinnen kann (lasse mich gerne eines Besseren belehren – aber erinnere mich im MB an Nada)

    Sie nehmen sich ungeheuer ernst.

  16. leo sagt:

    habe mich nicht durch die 211 kommentare gelesen, und kann daher nicht sagen, ob bereits erwähnt, aber: auch die drogerie-kette MÜLLER in der schweiz vertreibt ein kleines “sex”sortiment. verschiedene gleitcremes und vor einem jahr hab ich da besagtes entchen-toy gesichtet. wieso auch nicht. sexheftli gibts an jedem grösseren kiosk und die sind definitiv expliziter gestaltet…

  17. Sophie Hunziker sagt:

    Nun ich finde es wirklich nicht schlimm, wenn solche Artikel im normalen Supermarkt erhältlich sind. Sex und seine Spielzeuge gehören heutzutage doch zum Leben dazu, von daher. Und wenn man das Bedürfnis hat so etwas sich zu kaufen, ist es ja eigentlich gut, wenn man dies auch gleich mit den Lebensmitteln erledigen kann :-) … Sonst kauft man solche Vibratoren einfach im Internet, zbsp bei http://www.toyking.ch ein,,, Ich würde es begrüssen wenn die Migros ein paar Vibratoren etc anbieten würde.

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