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Damien Hirst
Damien Hirst ist der wohl bekannteste und kontroverse Künstler, den London je hervor gebracht hat. Seine besten Arbeiten sind ab dem 4. April in der Tate Gallery of Modern Art zu sehen – doch wer mit von der Partie sein will, wird sich beeilen müssen: Die Show zeigt so viele von Damien Hirsts berühmt-berüchtigten Kunst-Highlights wie noch nie – zum erstmaligen Bewundern für Laien oder zum Wiedergeniessen für Kenner.
Laut Medienberichten soll Hirst der reichste Künstler Grossbritannien sein, was bei einem Vermögen von rund 215 Millionen Pfund gut möglich ist. Allein bei einer Auktion im Jahr 2010 mit dem sinnigen Namen «Beautiful Inside My Head Forever» verkaufte Sotheby’s 218 seiner Werke für insgesamt 111 Millionen Pfund. Mehr als zehn Mal so viel wie der bisherige Rekordverkauf für einen Einzelkünstler notabene. Allein sein Geniestreich «The Golden Calf», ein Kalb mit Hörnern aus 18-karätigem Gold und in Formaldehyd gegossenen Hufen, brachte ihm 10,3 Millionen Pfund ein.
Die Ausstellung in der Tate Modern zeigt die grössten und kontroversesten Hits aus den letzten 20 Jahren Damien Hirst. Dazu gehört zweifellos seine Installation «Pharmacy», die mehrheitlich aus Pillen, medizinischen Werkzeugen und Einrichtungen besteht, der populäre Riesenhai in seiner mit Formaldehyd gefüllten Vitrine sowie andere Glaskasten-Kunstwerke wie die gespaltene Kuh in «Mother and Child Divided».
Und falls das noch nicht genug sein sollte, um die Sinne auf Touren zu bringen, gibt’s neben Hirsts typischen Spin Paintings auch ein Werk namens «In and Out Of Love» zu sehen – eine Installation mit hunderten von lebenden Schmetterlingen, die erstmals seit 1991 wieder zu bestaunen ist.
So platt es klingen mag: Das darf man auf keinen Fall verpassen!
Tate Modern 4. April bis 9. September 2012 – www.tate.org.uk
Hidden Gems Ausstellungen
Lucian Freud Portraits
Noch bis zum 27. Mai ist die erfolgreiche Ausstellung des britischen Malers Lucian Freud in der National Portrait Gallery zu sehen. 130 Werke aus Museen und Privatsammlungen aus der ganzen Welt werden gezeigt, einige davon zum allerersten Mal öffentlich.
Der letztes Jahr verstorbene Freud war ein Meister des Portraits, sein Werk macht auf den ersten Blick klar, warum er in der Kunstszene einen solch bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Fesselnd, roh, lebendig – seine Bilder sind Ausdruck seiner Leidenschaft und der technischen Brillanz, mit der er Partner, Freunde, Familie und sogar Royals portraitierte. Kein Wunder nannte der Enkel von Sigmund Freud seine Bilder «die Menschen in meinem Leben».
National Portrait Gallery 9. Februar bis 27. Mai – www.npg.org.uk
Animal Inside Out
«Aninmal Inside Out» ist das neuste Projekt der Macher von «Körperwelten». Das Prinzip ist dasselbe: Die Haut wird diesmal aber Tieren abgezogen, damit die Besucher einen mehr als intimen Einblick in das Innenleben von grossen und kleinen Vertretern aus dem Tierreich erhalten.
Bis ins letzte Detail alles gezeigt wird unter anderem von einem kleinen Frosch, einer turmhohen Giraffe, einem glitschigen Oktopus und sogar einem vier Tonnen schweren Elefanten. Wissenschaftlich, schockierend – und sehr sehr aussergewöhnlich!
Waterhouse Gallery im National History Museum 6. April – 16. September 2012 – www.nhm.ac.uk
Queen Elizabeth : by Cecil Beaton
Der gefeierte englische Fotograf Cecil Beaton hat Queen Elizabeth jahrzehntelang begleitet, 60 seiner Bilder sind ab Mitte Mai im V & A Museum zu sehen. Darunter Bilder von so historischen Ereignissen wie der Krönungszeremonie von 1953 oder das berühmte Hochzeitsfoto mit dem Duke of Windsor.
Beaton hat die Queen über dreissig Jahre lang fotografisch begleitet und hat dabei das Image der Königin massgeblich mitgeprägt. Als sie 1942 das erste Mal für ihn posierte, war sie noch eine junge Prinzessin, spätere Fotos zeigen eine ganz andere Frau. Mit seinem Können und seinem Feingefühl hat Beaton Geschichte sowohl abgelichtet wie auch selbst geschrieben, wie man bei dieser Ausstellung mühelos feststellen kann.
V & A Museum 17. Mai bis 21. Oktober – www.vam.ac.uk
Olympic Art
12 der einflussreichsten Künstler haben eine Sammlerserie der offiziellen Poster für die Olympischen Spiele 2012 in London sowie die Paralympics kreiert – darunter Grössen wie Tracey Emin, Martin Creed, Bridget Riley, Fiona Banner und Gary Hume.
Unmittelbar vor und während den Spielen wird es dazu eine Gratisausstellung in der Tate geben. Und wer sich nicht bis dahin gedulden kann oder will, kann limitierte Exemplare bereits jetzt unter www.shop.london2012.com bestellen. Vielleicht ja gleich das sehr luxuriöse Gold Edition-Boxset mit allen Postern der Serie.
Tate Modern 12. Juli bis 15. August 2012 – www.tate.org.uk










Tracy Kawalik lebt und arbeitet seit sieben Jahren in der Londoner Mode-Szene. Nachdem sie ihre Karriere als professionelle Tänzerin aus gesundheitlichen Gründen beenden musste, fasste sie als Stylistin im Londoner Showbusiness Fuss. Dabei arbeitete die gebürtige Kanadierin für und mit den angesagtesten Designern, Promis und Events in der trendigen britischen Millionenmetropole. Zudem hat sich Tracy in den vergangenen Jahren einen Namen als Freelance-Journalistin und als Bloggerin gemacht. Bis Ende 2012 spürt sie für die Leserinnen und Leser von «London Calling» neue Fashion- und Shopping-Trends sowie schräge Figuren auf.



















