AHV-Renten: Kürzung sorgt für Irritationen

AHV-Renten: Unterschiede bei Verheirateten und Konkubinatspaaren. Foto: Getty

AHV-Renten: Unterschiede bei Verheirateten und Konkubinatspaaren. Foto: Getty

Ich beziehe seit 1. 5. 17 die AHV. Meine Frau, ebenfalls 1952 geboren, hat ihre AHV aufgeschoben und arbeitet weiter. Wir haben beide durch einen Auslandaufenthalt Lücken, d.h. bei mir wird die Rentenskala 34 und bei meiner Frau die Rentenskala 30 angewendet. Was mich erstaunt, ist, dass meine AHV schon jetzt plafoniert wurde, obwohl meine Frau ihre AHV noch gar nicht bezieht. Warum ist das so? U. B.

Sie gehen davon aus, dass durch das Aufschieben die AHV-Rente Ihrer Frau erhöht werden sollte. Nun befürchten Sie, dass diese Erhöhung der Plafonierung zum Opfer fällt. Warum die Auszahlung so erfolgte, habe man Ihnen bei Ihrer Ausgleichskasse nicht erklären können, schreiben Sie mir.

Ich habe mich daher direkt beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) in Bern erkundigt. Mario Christoffel, Leiter Bereich Leistungen AHV/EO/EL und stellvertretender Leiter Geschäftsfeld AHV, erklärte auf meine Anfrage hin: «Verheiratete Personen, die ihre Rente vorbeziehen oder aufschieben, werden bezüglich Plafonierung genau gleichgestellt wie Personen, deren Renten ab dem ordentlichen Rentenalter ausgerichtet werden.» Dies zeige sich gut an Ihrem konkreten Beispiel: Würde Ihre Altersrente nicht plafoniert, würden Sie und Ihre Frau als Ehepaar durch den Rentenaufschub der Ehefrau doppelt begünstigt, einerseits durch den Aufschubszuschlag bei der Frau und anderseits durch den Verzicht auf die Plafonierung bei Ihnen selbst.

Mario Christoffel: «Damit könnten in einer solchen Konstellation die Plafonierungsbestimmungen umgangen werden, was nicht Sinn und Zweck dieser Regelung sein kann.» Weiter macht Christoffel den Hinweis: «Die Ehefrau schiebt in diesem Fall auch nur die plafonierte Rente auf.» So weit die Erklärungen des Bundesamtes für Sozialversicherungen.

Die von Ihnen erwähnte Plafonierung bedeutet ja eine Kürzung der Rente. Die Bestimmungen der AHV schreiben vor, dass die Summe der beiden Einzelrenten eines Ehepaares höchstens 150 Prozent der Maximalrente betragen darf. Wird dieser Höchstbetrag überschritten, müssen die Einzelrenten entsprechend gekürzt werden.

Dass diese Regelung korrekt ist, hat vor einigen Jahren auch das Bundesgericht entschieden. Laut den obersten Richtern aus Lausanne verstösst die Plafonierung der AHV-Renten für Ehepaare nicht gegen das Diskriminierungsverbot. Gemäss Bundesgericht kommen verheiratete Paare im Vergleich zu unverheirateten bei den Sozialversicherungen insgesamt kaum zu kurz, obwohl bei Paaren, die im Konkubinat leben, keine Kürzung der AHV-Renten vorgenommen wird.

53 Kommentare zu «AHV-Renten: Kürzung sorgt für Irritationen»

  • Urs Brunner sagt:

    Also müsste man sich aus „AHV-Technischen“ Gründen kurz vor der Pension scheiden lassen und im Konkubinat leben?
    Tolles Gesetz muss schon sagen…

    • Angelika Züst sagt:

      …vor allem dann, wenn beide Ehepartner immer fast 100 % gearbeitet, Kinder grossgezogen (ohne die Fremdbetreuungskosten von den Steuern abziehen zu können) und AHV bezahlt haben. Aber um die AHV-Revision durzubringen wird uns ja immer vorgebetet, wie viele Privilegien Verheiratete im Vergleich zu Konkubinats-Paaren haben.

      • Knut N. sagt:

        NEID NEID NEID, was für eine dreckig-perverse Gesellschaft die Schweiz doch geworden ist-Kotz.

      • Tom Gyger sagt:

        @Knut: unverständlich dass Sie bei diesem Thema und dieser Argumentation das Wort NEID einsetzen. Geht es da nicht um fairness und soziale Gleichstellung? Erstens ist die steuerliche Gleichstellung in der Konstitution festgelegt. Zweitens ist es hingegen allgemein bekannt, dass es dem entgegen nicht so gehandhabt wird.. Drittens wurde dies ja im parlament debattiert und war sogar Teil der gescheiterten CVP Initiative. Wie Sie sehen liegen Sie mit Ihrem plumpen NEID Argument völlig falsch. Übrigens, vielleicht für mich und für Sie nicht, aber wenn Pensionierte nur von der Rente leben müssen, dass sind 800.- CHF im Monat mehr oder weniger ein riesen Unterschied.
        Das mit der „drecking-perversen“ lass ich gelten, leite es aber nach Bundesbern weiter.

    • Tom Gyger sagt:

      Das ist so. Aber auch für diesen Fall hat die perfide Bundesverwaltung gut gesorgt. Beim Ableben ist der Zurückgebliebene kein Familienmitglied mehr und somit Fallen die vollen Erbsteuern an. Man verliert unter Umständen mehr als man mit dem Scheidungstrick eingenommen hat.
      Nach gesundem Menschenverstand ist das Vorgehen der BV Konstitutionswidrig, aber die Damen & Herren (die gar keine sind) aus Bern und Lausanne decken sich gegenseitig ab um das Volk auszunehmen.

      • Gerhard Engler sagt:

        Das war nicht die Verwaltung, sondern das Parlament (von den Stimmbürgern gewählt) und diese Gesetze unterstanden alle dem fakultativen Referendum.

      • Tom Gyger sagt:

        Das ist doch eine Pharse. Sie wissen genauso gut wie ich dass ein Referendum von einer Privatperson nicht die geringste Chance hat.
        Sie erwähnen das Parlament: Unsere Parlamentarier versprechen doch immer VOR den Wahlen dass Sie uns vertreten werden „Sie und ich, blabla, wir zusammen, blabla“ – wie sie auf den Zug nach Bern einsteigen verwandeln sie sich für 4 Jahre in Fremde die nur noch ihre Lobbyisten kennen.

    • Knut N. sagt:

      … ja und deswegen mache dies ja soviele Schlau-Schweizer, zumindest formal, der Geldgeilheit wegen eben.
      🙂

      • Pjotr Müller sagt:

        Nein, das macht niemand, der mit genügend Hirn ausgestattet ist. Die Benachteiligung beim Erben ist nur einer der Nachteile, die daraus entstehen.

  • F. Meier sagt:

    Diesen Artikel hätte man genau so gut gar nicht schreiben können! Statt zu erklären, warum das Bundesgericht behauptet, dass eine massive Rentenschlechterstellung Verheirateter „keine Schlechterstellung“ sei, warum eine Plafonierung gemäss Bundesamt gerechtfertigt sei, repetiert der Autor lediglich, was von Seiten der Behörden behauptet wird, eine Begründung oder Erklärung wird verweigert. Das hätte wohl zu viel Arbeit gemacht! Was soll dieser Text also? Soll damit durch die Blume mitgeteilt werden, dass man froh sein soll, wenn man überhaupt eine Rente im Alter bekommt?! Da wird Zynismus geradezu zelebriert!

    • Joseph sagt:

      Die sogenannte Schlechterstellung bezieht sich nur im Vergleich Verheiratete zu Konkubinatspaaren aber nicht zu Alleinstehenden. Und als die AHV gegründet wurde waren Konkubinatspaare wohl Mangelware. Dass eine Einzelrente für Alleinstehende höher ist im Vergleich zu Ehepaarrente, ist nachvollziehbar. Dies weil die Fixkosten höher sind – z.B. Miete, Versicherungen usw.
      Ich wünsche mir aber heute , dass es keine Ehepaarrente mehr gibt aber auch die Einzelbesteuerung eingeführt wird. Damit wäre das ganze Theater erledigt.

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      Ich kann Ihnen schon erklären, warum das Bundesgericht findet, die Plafonnierung sei gerechtfertigt. Die Ehefrau ist (gratis) für eine Witwenrente versichert. Sieerhält durch das Beitragssplittingeine einen viel höheren Rentenanspruch, als wenn sie im Konkubinat leben würde (dies alles natürlich immer nur bei entsprechender wirtschaftlicher Konstellation). Sie erhält in jedem Falle die Minimalrente, auch wenn sie nie einen Rappen Beiträge bezahlt hat. Wenn also zivilstandsunabhängige Renten eingeführt würden, würden viele Ehefrauen schlechter fahren und nur wenige besser. Ob das stimmt, weiss ich nicht, aber das ist die Begründung.

      • Thomas Hanhart sagt:

        Danke für diese notwendige Ergänzung, die wirklich in den Artikel selbst gehört hätte.
        Dass diese Regelung für Paare mit ehemaligen Müttern mit Beitragslücken oder ganz fehlenden Beiträgen (weil sie nie gearbeitet hat) vorteilhaft ist, ist einleuchtend.
        Trotzdem ist die Regelung nicht gerecht! Sie impliziert dass die Arbeit als Mutter nur 50% einer normalen Erwerbsarbeit wert ist. Und sie allimentiert Frauen die ohne Kinder überhaupt nie gearbeitet haben, für nichts.
        Einmal mehr ein Argument für das BGE, dass in Kombination mit einem revidierten Erbrecht, ein austariertes System gewährleistet, dass nur noch auf das einzelne Individum abgestimmt ist. Damit würde auch die Erziehungsarbeit abgegolten.
        Aber bei so einem System verdienen die Versicherungen nichts mehr…

  • Raphael Bentinck sagt:

    Nein Herr Brunner, sollten Sie nicht. Sie haben als verheirates Paar viele Vorteile die wir als Konkubinatspartner nicht haben, zum Beispiel haben wir kein Anrecht auf eine Witwenrente. Und die kostet auch… Also so Ungerecht ist das ganze denn doch nicht.

    • Gerhard Engler sagt:

      Nach der Pensionierung gibt es keine Witwenrente mehr. Rein AHV-finanztechnisch wäre es also wirklich klug, sich nach der Pensionierung scheiden zu lassen.

      • Tom Gyger sagt:

        Verstanden, Herr Engler, Danke für den Tip, aber wie halten Sie es mit der Erbschaftssteuer?
        Wir scheiden also nach dem Pensionierungsalter und regeln die Witwen-/Witwerrente der PK (!) im Scheidungsakt, somit haben wir Anrecht auf 2 ganze, unabhängige, AHV Renten. Beim Ableben, ist der Hinterbliebene jedoch kein Familienmitglied. Wird dann nicht die Erbsschaftssteuer fällig? Und wie halten Sie e mit den Steuern vor der Pensionierung ?

      • Renata Rubina Rolischo sagt:

        Seit wann werden Witwen-Renten gestrichten, weil vorher die Altersrenten plafoniert waren? Das stimmt doch einfach nicht?!

        Ausserdem: wer zusätzlich eine PK-Rente bezieht, verschenkt die (in der Regel 60%-ige) Witwenrente ebenfalls.

      • Renata Rubina Rolischo sagt:

        Sorry, ich habe „Plafonierung“ gelesen, obwohl es da gar nie stand.
        Bitte den ersten Teil ignorieren, Lese-Fehler meinerseits als Ursache.

    • Marco Gallati sagt:

      Wenn eine Person das Rentenalter erreicht, dann kriegt sie entweder eine Altersrente oder eine Witwenrente aber nicht beide Renten zusammen (Art. 24b AHVG). Zwar gibt es einen Verwitwetenzuschlag von 20% auf die Altersrente, aber auch mit diesem Zuschlag darf die Rente den Höchstbetrag der Altersrente einer Einzelperson nicht übersteigen. Dieser Zuschlag ist ein Klacks im Vergleich zum jährlichen Unterschied zwischen einem Ehepaar mit Vollrente und einem Konkubinatspaar mit Vollrente (Skala 44). Dieser beträgt nämlich pro CHF 14’100.–. Laut heutiger Lebenserwartung macht das bei 15 Jahren über CHF 210’000.– Differenz aus. Im übrigen werden Ehepaare auch benachteiligt, wenn einer von Ihnen ein Pflegefall wird. Dann zahlt der Partner bis das ganze Geld weg ist. Das BG liegt falsch!

      • Knut N. sagt:

        … dafür haben Sie das unendliche Glück lebenslang eine tolle Beziehung zu leben ( jedenfalls nach aussen hin ), in ewiger Glückseligkeit.
        Sollen wir jetzt auch noch für die jeweiligen Missgriffe der Einzelnen bluten, auch deren, die wohl einzig aus finanztechnischen Gründen eine Ehe schlossen ( folgt dann noch, wie die daraus hervorgehenden Kinder auch möglichst lukrativ das Vermächtnis solcher Eltern weiterführen sollen, werden, müssen ( der Prägung wegen ).

        lach laut

      • Hans sagt:

        Damit das Ehepaar die Vollrente erhält muss nur ein Ehepartner erwerbstätig sein. Bei einem Konkubinatspaar beide. Das ist auch unfair….

    • Tom Gyger sagt:

      Herr Bentick, vergessen Sie bei Ihrer Überlegung nicht die Steuern ?! Eheleute bezahlen das ganze Leben lang massiv mehr Steuern als unverheiratete wegen der Einkommenskumulierung. Ergo: mehr Steuern, weniger AHV, bei gleichem Lohnabzug ! Und das soll Fair sein ? Die Zusprache einer Witwenrente an den ehemaligen Ehepartner kann übrigens durch einen Richterspruch im Scheidungstext festgehalten.

    • Luca Mueller sagt:

      Also Herr Bentick, das mit der Witwenrente wird heutzutage so gelöst, dass man sich das gesamte Pensionskassenguthaben auszahlen lässt und keine Rente bezieht. Damit kann man das Geld, falls noch etwas vorhanden, (fast) beliebig vererben. Falls dann mal kein Geld mehr vorhanden sein sollte, kann man immer noch armengenössig beim Staat EL beziehen und wird so durchgefüttert.

      • Knut N. sagt:

        Luca, Sie blicken wenigstens durch bei dem bescheuerten Geplänkel hier.
        Meine Nichte würde sagen: Luxusprobleme.
        Die weiss eben nicht, wie der Eidgenosse wahrhaftig tickt und denkt, eben so wie Trump:
        Me first.

      • Tom Gyger sagt:

        Stimmt eben gerade nicht: wenn der Hinterbliebene nicht ein Familienmitglied ist, weil eben geschieden, dann…
        1. …wird eine saftige Erbsteuer fällig
        2. …wird ein Pflichtteil fällig
        Dem geschiedenen Hinterblieben bleiben eventuell nur Bruchteile übrig.

        Übrigens, in „unserem“ Parlament riecht es sehr stark und kurzfristig nach Kapital-Auszahlungs-Verbot – haben Sie das nicht mitbekommen ?
        Ist von letzter Woche. Anscheinend ist der Kapitalbezug beliebt (60%) und von diesen werden vor dem Ableben die Hälfte zu Sozialfällen.

    • Knut N. sagt:

      … soweit mag ein Herr Brunner nicht denken mögen.
      Sie haben recht und zu Herrn BRunner sage ich besser Nichts.

  • Luca Mueller sagt:

    „Laut den obersten Richtern aus Lausanne verstösst die Plafonierung der AHV-Renten für Ehepaare nicht gegen das Diskriminierungsverbot.“
    QED, mit juristisch so spitzfindig gesuchten Begründungen bestätigt das Bundesgericht wieder einmal mehr, dass die redlichen und ehrlichen die Dummen sind und unter die Räder geraten – selbst schuld! Für unverheiratete Paare (jeglicher Zusammensetzung!) hat man in letzter Zeit alles unternommen, dass diese rechtlich wie verheiratete Paare gleichgestellt sind. Verheiratete Paare werden finanziell hingegen noch mit der Heiratsstrafe abgestraft. Kein Wunder, dass einige finden der Staat Schweiz habe oberschlaue Züge eines Bananenstaates… aber damit können ofensichtlich alle Verantwortlichen in den drei Staatsgewalten gut leben.

    • Knut N. sagt:

      … wusste ich e doch. Nachdem die Ausländer derzeit nicht dienlich sind als Sündenbock. War mir schon klar, dass die Schweizer sich dann gegenseitig angehen
      ( was noch gelinde ausgedrückt ist ). Witzbolde, diese Kobolde und -Innen.

  • Weibel sagt:

    Der Kommentar von Herrn Brunner zeigt das Problem dieses Artikels: Der Titel lässt vermuten, dass Konkubinatspaare privilegiert werden, im letzten Satz erfährt man, dass dem nicht so ist. So steuert die Redaktion die Leserschaft. Unverheiratete Paare werden auch nach der Pensionierung benachteiligt. Die Ehe ist ein alter Zopf, der abgeschnitten gehört (ausser die kirchliche Ehe, die dann aber auf Leistungen, Steuern etc. keinen Einfluss haben sollte). Siehe auch https://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/private_finanzen/vorsorgefallen-in-der-wilden-ehe-1.17803151.

  • Eugen Motz sagt:

    @Bentinck: Vorteil der Witwenrente? Und wie sieht es mit der Witwerrente aus? Diese gibt es nämlich bei uns nicht, was eine extreme Diskriminierung ist, den meisten jedoch nicht bewusst ist.
    Stirbt die Frau vor dem Mann und dieser war vielleicht sogar im Haushalt tätig und nicht berufstätig, ist er auf Ergänzungsleistungen angewiesen !!!

    • Knut N. sagt:

      Diese Diskriminierung ist leider Alltag und gesellschaftlich gebannt wird, wer auf die Spielzüge des weiblichen Gechlechts abzielt um all diese Ungerechtigkeiten für eine Gesellschaft, zum Vorteil der Frau zu äussern.
      Wird schon, wenn dann nur noch Frauen, im System Schule tätig sind, die Armen, Benachteiligten, MinimalistInnen ( insbesondere die Alten )

  • Ruedi Käser sagt:

    An Urs Brunner:
    Im Falle einer Scheidung aus AHV-taktischen Gründen VOR Erreichen des ordentlichen Rentenalters könnten u. U. tatsächlich höhere Einzelrenten resultieren, aber dann müsstne ZWEI Wohnsitze nachgewiesen werden, was den „Erfolg“ höherer AHV-Einzelrenten erfahrungsgemäss zunichte machen würde. Von den güterrechtlichen Nachteilen einer Scheidung mal abgesehen…

    An Eugen Motz:
    Ein(e) überlebende(r) AltersrentnerIn hat Anspruch auf die Einzelrente plus 20% Verwitwetenzuschlag bis zur max. Höhe der Einzelrente.

  • Bo Zett sagt:

    Das Bundesamt für Sozialversicherungen denkt eben weiter als der Einzelne. Da verheiratete Rentenbezüger nicht als Doppelverdiener gelten, sondern der vollen Steuerprogression unterworfen warden, versucht es, das Einkommen von Rentnerehepaaren möglichst tief zu halten. Das schützt uns vor dem Zugriff durch konfiskatorisch hohe Steuerstze.

  • Inger Meili sagt:

    Ich bin mit Herrn Brunner und Herrn Engler völlig einverstanden! Ich habe immer Vollzeit gearbeitet und mein Mann auch..wir sind jetzt 66 und 74 Jahre alt also haben wir die „volle“ AHV Rente bekommen ….die ist ja bei verheiratete Paare 42’300:- und bei Konkubinatspaare 56’400:- . Der Unterschied von 14’100:- würde unsere Krankenkassenprämien decken!!
    Wie das Bundesgericht entscheiden kann dass diese Ungerechtigkeit nicht gegen das Dikriminierungsverbot verstösst, verstehe ich nicht!
    Ich bin Schwedin und in Schweden wäre so etwas völlig unmöglich !! Dort wird die Rente individuell ausbezahlt ob verheiratet oder Konkubinat.

    • Renata Rubina Rolischo sagt:

      Gibt es in Schweden Witwenrenten?

    • Hans sagt:

      Fragen Sie doch mal in Ihrem Bekanntenkreis andere Pensionierte ob die Ehefrau denn immer Vollzeit gearbeitet haben. Das gibt es zwar auch, ist aber sehr selten. Schweden scheint da anders zu funktionieren. Wird in Schweden einem Ehemann auch 50 % mehr an Rente ausbezahlt nur weil er verheiratet ist so wie hier in der Schweiz?

  • Kurt Gsell sagt:

    Als verheiratetes Paar im Rentenalter, mit Eigentumswohnung, ist man doppelt benachteiligt: Man erhält zusammen nur 150 % einer Einzelrente und das zu versteuernde Einkommen wird noch um den fiktiven sogenannten Eigenmietwert erhöht der durch nichts wirklich zu rechtfertigen ist.

    • Luca Mueller sagt:

      Genau so ist es! Kommt noch hinzu, wenn Sie im Alter Schuldenfrei sein wollen und keine Hypozinsen mehr zahlen und diese somit steuerlich nicht abziehen können, dann bezahlen Sie noch zusätzlich um so mehr Vermögenssteuer. Entweder bringt man sein Geld den Banken und/oder dem Fiskus…. beide können sehr gut damit leben.

    • Walter Ehn sagt:

      Der Eigenmietwert ist die schlechteste Steuer der Schweiz!
      Sie gehört unbedingt abgeschafft
      Wenn man eine Wohnung abbezahlt hat renoviert man nicht alle Jahre, versteuern muss man sie jedes Jahr
      Zudem greift der Staat auf das Eigentum zurück, sollte man von AHV nicht mehr leben können..
      Vollständiger Beschiss

  • Benno Jakob sagt:

    Schwachsinnige Regelung in einer Zeit, wo fast alle Frauen erwerbstätig sind…. und klar diskriminierend. Wir haben übrigens nur geheiratet, weil es vor langer langer Zeit sehr mühsam war gemeinsame Kinder ohne Heirat grosszuziehen und man als Konkubinatspaar keinen Anspruch auf die 2. Säule des andern hatte. Das Bundesgericht wird nicht darum herumkommen, in Zukunft anders zu entscheiden, wenn der Gesetzgeber nicht handelt.

    • Tarnutzer sagt:

      Das Bundesgericht sollte und müsste sich nach den Gesetzen richten. Wir haben genug „politische“ Urteile (u.a. mit G. Nay). Betreff. dem Reformbedarf gebe ich Ihnen aber recht.

  • Knut N. sagt:

    Jenen „Ich“ ( = Bürger ) halte ich für einen der typischen Eidgenossen, der sich für besonders schlau hielt und dachte, dass er mit seiner Frau, unter entsprechendem Vorteil, ABKASSIEREN kann und mehr heraus holt, als „IHNEN“ zusteht.
    Sie wollten durch Ihre Anfrage einzig herausfinden, warum ihr Trick nicht klappt.
    Diese Generation der Schweizer ist an Frechheit und Unverfrorenheit nicht zu überbieten. Pack, welches auch hier gerne Inländervorrang hätte und meint besser gestellt sein zu müssen, als die Anderen ( auch die Eidgenossen ).
    Schweizer, man ersetze das „ei“ durch entsprechenden Umlaut: Schw_(t)er.

    • Tom Gyger sagt:

      Herr Knut,
      Unter vielen anderen Motiven, sind arrogante Menschen wie SIE einer der Hauptgründe warum ich mich aus diesem Land sehr bald verabschieden werde. Jene die in den Teller spucken aus dem Sie essen – vergessen Sie nicht dass nicht Sie dieses Land aufgebaut hat. Sie glauben doch nicht dass ich für Primaten Ihres Schlages noch Steuern bezahle. Hohlen Sie in Zukunft das Geld woanders ab.

  • Ernst Keller sagt:

    Eines ist mir aber noch immer nicht klar. Meine Frau hat Ihre AHV 5 Jahre aufgeschoben. Ab 2018 erhälte sie dann ihre Rente. Bekommen wir nun auf ihre Rente den Zuschlag von 30% oder werden unsere Renten so gekürzt, so dass wir nicht über die Maximalrente von 42’300.– kommen?

  • oscar gerber sagt:

    Es sind halt unsere bürgerlichen Parlamentshirne, welche diese schreiende Ungerechtigkeit erfunden haben. Da arbeiten beide Partner 100 Prozent das ganze Arbeitsleben lang, zahlen brav die VOLLEN AHV-Beiträge und erhalten schliesslich nur eine GEKÜRZTE Rente, beschönigend „plafoniert“ genannt. – Eine Frechheit auch aller Geldhaie, welche wollen, dass man bei ihnen „spart“ und sie mästet, auch angeblich, um das Alter abzusichern. Gerecht ist nur, wenn beide Partner, ob verheiratet oder nicht, separat nach ihren erbrachten Leistungen die entsprechende Rente erhalten. Aber solange die Parlamente bürgerlich verseucht sind, wird sich wohl nichts ändern.

  • Hans sagt:

    So viel Polemik über ein an und für sich gar nicht so kompliziertes Problem….
    Es wird ziemlich konsequent ignoriert, dass es zwei grundsätzlich verschiedene Einkommenssituationen gibt bei Ehepaare: 1. Nur der Mann ist erwerbstätig und die Ehefrau hat kein Einkommen (theoretisch kommt es aber nicht auf das Geschlecht drauf an). 2. Beide sind erwerbstätig.
    Unser AHV und Steuersystem ist auf den Fall 1 ausgerichtet. Dieser profitiert vom System (dank Splitting muss er weniger Steuern zahlen als ein vergleichbarer Unverheirateter, und erhält 150 % AHV statt 100.) Fall 1 wird systematisch bevorteilt. Entsprechend ist Fall 2 tatsächlich benachteiligt.

    Die, die sich hier beklagen fallen alle in die Kategorie 2 der Doppelverdiener.. wieso bloss….

  • André Kern sagt:

    Absolut lesenswert (noch immer) ist die Botschaft des Bundesrates zur CVP-Volksinitiative „Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe“ (https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/32416.pdf). 1) Zumindest kommunal und kantonal ist die sogenannte Heiratsstrafe längst Geschichte – und trotzdem ein nicht auszurottender Mythos. 2) Der Status „verheiratet“ kostet die AHV jährlich rund 800 Mio. Wohl ist die Rente plafoniert, auf der anderen Seite profitieren Verheiratete oder ehemals Verheiratete von Einkommenssplitting, Erfüllung der Beitragspflicht durch erwerbstätigen Ehegatten, Hinterlassenenrente und Verwitwetenzuschlag. Wer für Fairness und Gerechtigkeit plädiert, muss für die zivilstandsunabhängige Ausgestaltung des Steuer- und Sozialsystems einstehen.

  • ssf.rei sagt:

    höchstsaläre haben wenig zu klagen. trotzdem geht’s nicht an, „bundesmässig“ bei unseren zu sparen und zwischenzeitlich kosovo zu finanzieren wie auch anderen „migranten“ welche weder anrecht noch arbeis- geschweige den integrationswillig sind…! politisch inkorrekt ist angesagt …

  • groeg sagt:

    Und jene, die vor dem AHV Alter sehr gut verdient haben und überdurchschnittliche Beiträge zahlten bis zur Höhe einer AHV Rente, müssen am Schluss ein dummes Gesicht machen, weil sie trotz höchster Prämien- Leistung auch nur die miese AHV erhalten wie alle andern.DAS GIBT ES NUR IM SOZISTAAT SCHWEIZ.In andern Ländern bezieht sich die Rente auf die Basis des Berufs.

  • Henricus Nieuwesteeg sagt:

    Herr Groeg, Sie irren mit dem Auslandsvergleich.
    Es gibt bei uns die Basis AHV, unabhängig vom Einkommen, und nur bei uns in der Schweiz einen Zuschlag darauf , abhängig vom Durchschnittseinkommen. Dies muss erarbeitet werden!
    In anderen Ländern gibt es bedingungslos den Basisbetrag ohne einkommensabhängigen Zuschläge, wieviel auch eingezahlt.
    Das Maximum dieser AHV Zuschlag ist 100%. für Ledigen wofür das massgebende Durchschnittseinkommen jetzt schon ca 140% vom realem Medianeinkommen sein muss. Die Teuerungsausgleich bei der Berechnung ist nämlich langsam so gut wie ganz abgeschafft.
    Mit Durchschnittseinkommen erreicht man beim AHV Zuschlag bald nur noch 50%. Der Wert der Heirats-Decklung.
    Fazit also: Nur die reichere kleine Hälfte ist betroffen, und weniger als im Ausland.

  • Andreas Kühner sagt:

    In der Diskussion über dieses Thema fehlt mir fast überall der Hinweis, in welchem Land auf der Welt ein f ü r a l l e F ä l l e besseres System der staatlichen Altersvorsorge diskussions- und klaglos funktioniert.
    Und nirgends findet man den Hinweis, auf das 3-Säulen Prinzip.
    Die AHV ist nur eine der drei Säulen und meist das schwächste.
    Wenn unser AHV System so schlecht, wie hier oft behauptet, wäre, warum kommen denn so viele Menschen aus dem Ausland zu uns.
    Wer ein 100%ig gerechtes System für alle Möglichkeiten von staatlicher Altersvorsorge hier publiziert, hat das Ei des Kolumbus erfunden.

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