Wie man Geld sicher anlegt – und doch mehr Zins bekommt

Anlegen: Kassenobligationen und Qualitätsaktien in Betracht ziehen. Foto: Getty

Anlegen: Kassenobligationen und Qualitätsaktien in Betracht ziehen. Foto: Getty

Wir erhalten eine Lebensversicherung in der Höhe von 90’000 Franken ausbezahlt. Diesen Betrag benötigen wir nicht unmittelbar, er ist jedoch in einigen Jahren als Ergänzung zu den Altersleistungen vorgesehen. Von unserer Hausbank wurde uns das «Lila Sparkonto» empfohlen. Sehen Sie noch eine andere Möglichkeit, das Geld sicher und doch mit etwas Zins anzulegen? I.Z.

Beim Lila Sparkonto der Valiant Bank bekommen Sie pro Jahr, welches das Geld ohne Bezug auf dem Konto liegen bleibt, leicht mehr Zins. Dennoch bleibt unter dem Strich nur wenig. Denn in der ersten Stufe beträgt der Zins nur 0,05 Prozent, in der zweiten 0,075 Prozent, in der dritten 0,1 Prozent und in der höchsten vierten Stufe 0,2 Prozent. Immerhin ist die Kontoführung kostenlos.

Zum Vergleich: 0,2 Prozent Zins bekommen Sie ohne Stufen auch bei der Banque CIC Suisse auf dem Sparkonto. Wenn Sie das Geld während fünf bis sechs Jahren nicht brauchen und wirklich liegenlassen möchten, könnten Sie stattdessen auch Kassenobligationen der Money Cembra Bank erwerben. Diese an der Schweizer Börse kotierte und auf Konsumkredite spezialisierte Bank zahlt auf ihren Kassenobligationen mit einer Laufzeit von fünf Jahren immerhin noch 0,45 Prozent. Wenn Sie das Geld sogar sechs Jahre investieren, erhalten Sie wenigstens 0,55 Prozent.

Natürlich gäbe es noch weit ertragsreichere Möglichkeiten der Anlage: Schweizer Qualitätsaktien wie Nestlé, Roche, Novartis, Zürich oder Swiss Re werfen eine Dividende von 2 bis 5 Prozent ab. Allerdings müssen Sie hier mit Kursschwankungen leben, was wohl nicht nach Ihrem Geschmack ist, da Sie mir schreiben, dass Sie Ihr Geld nur sehr konservativ anlegen und nicht spekulieren möchten.

Wenn Sie das Kapital auf ein Sparkonto oder in Kassenobligationen investieren, sollten Sie auch auf die Sicherheit der Bank achten. Solange Sie bei einer Bank aber nicht mehr als 100’000 Franken an liquiden Mitteln parkieren, ist dies kein Problem. Denn gemäss gesetzlichem Einlagenschutz sind maximal 100’000 Franken je Kunde auch im Falle eines Bankenzusammenbruchs gesichert.