Die 5 Grundregeln der Gesellschaft

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Erinnern Sie sich noch an letzte Woche, meine Damen und Herren? Da haben wir unter Ihrer geschätzten Anteilnahme an dieser Stelle die 5 Grundregeln des Erfolges behandelt. Heute nun für Sie die logische Ergänzung: Die fünf Grundregeln der Gesellschaft. Wie es funktioniert. Für jedes Milieu, jede Sphäre. Here we go:

  1. Grundregel der Beziehungspflege

    Gemeinsamkeiten werden überschätzt. Ich persönlich habe wenig gemein mit den meisten der unzähligen Leute, die ich kenne. Das Einzige, was man teilen sollte, ist der Sinn für Humor.

  2. Grundregel der Konversation

    Anekdoten übertrumpfen Wissen. Immer.

  3. Grundregel der Diskretion

    Jedes Geheimnis wird mindestens einer Person weitererzählt.

  4. Grundregel der Umgangsform

    Die meisten Leute können schlecht «danke» und «Entschuldigung» sagen. Manche gehen dafür in die Kirche. Das sollte niemanden davon abhalten, diese Tugenden im Leben anzuwenden.

  5. Grundregel der Nachrede

    Bevor Sie irgendwas Hässliches über jemanden sagen, halten Sie einen Moment inne und wählen Sie ein gut sitzendes Adjektiv.

Bild oben: Jedes Geheimnis wird mindestens einer Person weitererzählt. Oder auch zwei oder drei. (Foto: Getty)

6 Kommentare zu «Die 5 Grundregeln der Gesellschaft»

  • Maria Sah sagt:

    das soll wohl ein Witz sein … mit diesem Verhalten darf man sich nicht wundern, wenn man sich Feinde macht.

  • Thomas M. Germann sagt:

    Zu 1:
    „Im Scheiden. – Nicht darin, wie eine Seele sich der andern nähert, sondern wie sie sich von ihr entfernt, erkenne ich ihre Verwandtschaft und Zusammengehörigkeit mit der andern.“
    (Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches, Zweiter Band, Erste Abteilung, Nr. 251)

  • Jacques sagt:

    „Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fähig ist, desto herzlicher kann er lachen…“. (Schopenhauer). Aber – „Wer Sorgen hat – hat auch Likör“ (Wilhelm Busch, ein humoristischer Schopenhauerianer). Denn – „Rutsch die soziale Leiter hinauf und hinab – es spielt sich alles unter zweihundert Menschen ab“. (Tucholsky). Nun – Ich habe fertig. (Giovanni Trapattoni).

  • Martin Tanner sagt:

    Zu Punkt 1 ist zu ergänzen: Es sind nicht einfach beliebige Gemeinsamkeiten, wie Hobby, Liebe zu einer bestimmten Küche oder der Job, die übereinstimmen sollten. Es sind gemeinsame Wartmassstäbe.

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