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«Zeitweise sass ich jede Nacht fünf Stunden an der Arbeit»

Mathias Morgenthaler am Donnerstag den 22. September 2011
Sonia Uhlmann

Sonia Uhlmann

Langeweile kennt sie nur vom Hörensagen: Sonia Uhlmann, alleinerziehende Mutter dreier kleiner Kinder, absolviert neben ihrem 100-Prozent-Pensum noch eine Master-Ausbildung im Fernstudium. Trotz Zeitnot und regelmässigen Nachtschichten sagt die 30-Jährige, ihr Leben sei in Balance – auch dank der Unterstützung Ihres Vaters und der Flexibilität des Arbeitgebers. PDF-Datei zum Download

Frau Uhlmann, Sie sind alleinerziehende Mutter von drei Kindern im Alter von vier, sechs und neun Jahren, arbeiten 100 Prozent bei der Post-Tochter Debitoren Service AG und absolvieren zusätzlich an der Fernfachhochschule Schweiz eine Master-Ausbildung. Brauchen Sie keinen Schlaf?
Doch, aber ich komme vorübergehend gut mit vier Stunden pro Nacht aus. Ideal wären sechs bis sieben Stunden, aber das ist oft Wunschdenken. Ohne Wochenendarbeit und Nachtschichten geht es nicht.

Wie haben Sie die Kinderbetreuung organisiert?
Zum Glück habe ich für meine drei Kinder einen guten Platz in der Kindertagesstätte gefunden. Mein Vater verbringt seit seiner Pensionierung viel Zeit mit seinen Enkeln. Er bringt sie in die Kita, holt sie wieder ab und betreut sie, bis ich zuhause bin. Und jedes zweite Wochenende sind die Kinder bei ihrem Vater, von dem ich geschieden bin.

Das bedeutet: Sie sehen Ihre Kinder kaum unter der Woche.
Doch, ich bin meistens zu einem frühen Nachtessen zuhause und bin dann für sie da, bis sie im Bett sind. Um 21 Uhr beginnt dann die Nachtschicht für mich. Zudem versuche ich, einen Tag pro Woche von zuhause aus zu arbeiten, mein Arbeitgeber unterstützt das. Dadurch bin ich auch zum Frühstück und Mittagessen da und sehe die Kinder länger, aber es bedeutet – ehrlich gesagt – auch mehr Stress. Meistens versuche ich an diesen Tagen, frühmorgens schon ein bis zwei Stunden zu arbeiten, weil ich dann Ruhe habe. Diese Tage sind kurz und sehr zerstückelt, entsprechend bleibt jeweils mehr Arbeit als sonst für die Nachtschicht übrig. Es ist definitiv einfacher, im Büro konzentriert zu arbeiten als zuhause.

Wäre es nicht besser gewesen, wenigstens die Weiterbildung zu verschieben, um die Mehrfachbelastung ein wenig zu reduzieren?
(Lacht) Das habe ich mich auch schon gefragt. Letzten Sommer hatte ich eine grosse Krise. Ich wusste einfach nicht, woher ich die Zeit nehmen sollte, die ich zum Lernen brauchte. Mein Fernstudium bietet viel Flexibilität, die Präsenzzeiten sind auf ein Minimum reduziert, man kann sich online austauschen, den Lehrkräften per Mail Fragen stellen – all das kam mir sehr entgegen. Aber dass sich die Aufgaben häufen vor den Semesterprüfungen, ist unvermeidlich. Es gab Wochen, da sass ich jede Nacht noch fünf Stunden an meiner Studienarbeit. Ich war nahe dran, die Weiterbildung abzubrechen. Mein Chef ermutigte mich zum Glück, nicht aufzugeben.

Warum haben Sie nach dem Abschluss des Diplomstudiengangs in Betriebsökonomie die Masterausbildung überhaupt noch in Angriff genommen?
Damals war ich mit meinem Ex-Mann und den drei Kindern auf einem Landwirtschaftsbetrieb tätig. Das war körperlich zwar sehr anspruchsvoll, aber intellektuell fehlte mir etwas. Zudem wollte ich den Anschluss an die Wirtschaftswelt nicht ganz verlieren.

Wie kam es, dass Sie nach Ihrer Tätigkeit als Controlling-Assistentin bei Postfinance mit frischem Abschluss in Betriebsökonomie auf einem Bauernhof landeten?
Mein damaliger Mann träumte schon länger davon, Bauer zu werden. Eines Tages kam er nach Hause und sagte: «Ich habe Schafe gekauft.» Ich liess mich von seiner Euphorie anstecken und stellte es mir schön vor, in der Natur und nahe von unseren Kindern zu leben. Wir fanden einen Pachtbetrieb im solothurnischen Jura. Mein Ex-Mann kümmerte sich um die hundert Schafe, ich melkte die Kühe und mästete die Kälber. Zudem hatten wir Hühner und ein paar wilde Katzen. Vermutlich war die Arbeitsbelastung damals sogar höher als heute. Der Tag begann um 5 Uhr im Stall, um 7 Uhr mussten wir den ältesten Sohn auf den Pass zum Schulbus bringen, danach warteten viele Aufgaben auf dem Betrieb – wir hatten sieben Tage pro Woche alle Hände voll zu tun. Die Arbeit war extrem hart, aber man schläft sehr gut danach.

Warum haben Sie das Experiment nach eineinhalb Jahren abgebrochen?
Weil unsere Beziehung in die Brüche ging. Ich zog mit den Kindern zu meinem Vater und hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte. Mein ganzes Leben war eine grosse Baustelle. Nach einem Monat fand ich eine passende Wohnung, dann begann ich guter Dinge, mich zu bewerben. Doch ich erhielt Absage um Absage – die standardisierten Schreiben füllen einen ganzen Ordner. Oft sagte man mir, ich sei eine interessante Kandidatin, aber schliesslich erhielt doch jemand anderes die Stelle. Wahrscheinlich dachten die meisten Arbeitgeber, es sei ein grosses Risiko, mich anzustellen. Meine Kinder und das Studium waren extrem wichtig für mich in dieser Zeit. Beides hielt mich davon ab, zu tief in ein Loch zu fallen.

Wie haben Sie schliesslich eine Stelle gefunden?
Mein damaliger Chef war von meinen Qualifikationen überzeugt und gab mir deshalb eine Chance. Und er hat es nie bereut. Ich bin es gewohnt, hart zu arbeiten, und ich bin sehr motiviert. Am ersten Arbeitstag nach meiner halbjährigen Stellensuche dachte ich: «Das Leben ist so schön, wenn man Arbeit hat.» Ich fehle praktisch nie, meine Kinder sind sehr robust. Und wenn sie einmal doch eine Magen-Darm-Grippe erwischen, kann mein Vater einspringen. Ohne ihn würde ich es nicht schaffen.

Hören Sie manchmal Vorwürfe, weil Sie nicht viel Zeit für Ihre Kinder haben? Oder machen Sie sich Selbstvorwürfe?
Manche Frauen, welche die meiste Zeit zuhause sind, machen bissige Bemerkungen. Ich selber bin froh, meine Kinder in guten Händen zu wissen und zu sehen, dass sie zufrieden sind. Natürlich wäre es schön, ein bisschen mehr Zeit mit ihnen zu verbringen, aber das Wichtigste ist, dass alle in Balance sind. Während der Stellensuche war ich zwar viel öfter zuhause, aber meine Aufmerksamkeit war nicht bei meinen Kindern, sondern bei der Arbeitslosigkeit. Heute bin ich in den gemeinsamen Momenten ganz bei ihnen. Vielleicht werde ich später einmal das Pensum reduzieren, im Moment ist das nicht geplant, auch weil es finanziell nicht drinliegt.

Bleibt Ihnen auch ein wenig Zeit für Sie selber?
Ja, ich gehe regelmässig nach der Arbeit zum Kickboxen. An den freien Wochenenden bin ich oft am Joggen oder mit dem Rad unterwegs. Das brauche ich als Ausgleich zur Alltagshektik und als kleine Oasen für mich ganz allein. Ansonsten brauche ich ein gewisses Stresslevel, um voll leistungsfähig zu sein. Man wird dann automatisch effizienter und pragmatischer. Und wenn die Müdigkeit zu gross wird, gönne ich mir ab und zu den Luxus, um 20 Uhr mit den Kindern zu Bett zu gehen.
Kontakt und Information:
sonia.uhlmann@postfinance.ch

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22 Kommentare zu „«Zeitweise sass ich jede Nacht fünf Stunden an der Arbeit»“

  1. Peter Rüegger sagt:

    Respekt. Und dann auch noch regelmässig Kickboxen. Gut sind sie Frau, als Mann bekommt man diese Chancen nicht, ihre Story wird bei einem Mann ganz anders ausgelegt. Ich hoffe nur sie brennen irgend wann nicht aus, denn das was sie da leisten, auch bereit sind zu leisten, ist kaum nachvollziehbar!

  2. Tomaso Brodo sagt:

    Liebe Frau Uhlmann, Sie sind jetzt 30 Jahre alt und ihre Kinder sind noch nicht in der Pubertät. Wenn ich über Ihr Pensum nachdenke, sie sprechen von 4 Stunden Schlaf, die Kinder in der Kita, horche ich auf. Jetzt strotzen Sie von Tatendrang und meistern hoffentlich alles, doch möchte ich Sie warnen. Lange machen Sie das nicht. Da ist ein Crash vorprogrammiert. Ebenfalls haben Ihre Kinder sicher einen grossen Mami-Mangel, den sie in der Pubertät an Ihnen auslassen werden. Lassen Sie sich einfach nicht benutzen für solche Berichte. Sie torpedieren alle Frauen, die gerne als Hausfrau zu Hause sind und nicht so ein Power-Mensch wie Sie sind.

  3. Marina Egger sagt:

    4 -5 h Schlaf, jeder vernünftige Mensch und jeder Arzt wird ihnen sagen, dass sie das nicht lange durchhalten werden ohne nachhaltig geschädigt zu werden. Es scheint mir sehr übertrieben und übermenschlich. Und, auch wenn ich Respekt vor ihrem Leistungswillen habe, aber es setzt eine falsches Zeichen in dieser schnelllebigen unsicheren Welt und es ist auch etwas unglaubwürdig!

  4. Marc Altheer sagt:

    Ich habe viel Respekt vor Ihrem Tatendrang, Fleiss und Arbeitswillen. Aber liebe Frau Uhlmann, Kinder brauchen ihre Eltern vor allem wenn sie klein sind. Glauben Sie mir, die verlorene Zeit mit ihren Kindern können sie nicht mehr nachholen. Wenigstens ist ihr Vater als starke Bezugsperson noch da. Das hilft sicher. VIel Glück!

  5. Ronja sagt:

    In spät. 4-5 Jahren werden Ihre Kinder nicht mehr zufrieden sein. Kinder brauchen eine Mutter die da ist und Zeit hat, insbesondere, solange sie noch so jung sind. Sobald Sie in der Pubertät sind, werden sie rebellieren.
    Es tut mir Leid, aber ich kann nicht nachvollziehen, dass Sie die Kinder auf Deutsch gesagt “ein- und ausschalten” wie es Ihnen beliebt. Ich kann verstehen, dass sie trotz Kindern einem Job nachgehen wollen, oder eine Ausbildung machen wollen, aber dann machen Sie das doch bitte mit einem Teilzeitpensum.

  6. Kathrin sagt:

    Liebe Frau Uhlmann,
    Ich habe grossen Respekt vor Ihrer Leistung.
    Und an all jene welche versuchen, Ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen: Jede Mutter will nur das Beste für Ihre Kinder. Und Frau Uhlmann weiss sicher, wie sie das für Ihre Kinder erreicht. Zudem ist die Dreifachbelastung mit Studium ist schliesslich zeitlich begrenzt.

    Vielleicht hat auch nicht jede/r den Satz gelesen, dass die finanzielle Situation keine Reduktion des Arbeitspensums erlaubt?

  7. Eliane sagt:

    ich kenne diesen lebensstil sehr gut, denn ich habe jahrelang sehr ähnlich gelebt – ich bin jetzt 39 jahre alt und musste erfahren, wie sich dieser permanente stress, überall und doch nirgends richtig zu sein – auch körperlich auf mich ausgewirkt und krank gemacht hat. sie leben so extrem schnell und atemlos, dass sie gar nicht merken, was ihnen alles entgeht im leben. ihre kinder fühlen sich bestimmt wohl in der kita und beim grossvater, aber ich weiss, dass sie sich am wohlsten bei ihnen fühlen, gerade wenn sie alleinerziehend sind, werden sie als wichtigste bezugsperson enorm gebraucht. glauben sie mir, liebe frau uhlmann, schalten sie einen gang zurück und besinnen sie sich darauf, was ihnen wirklich wichtig ist – ihr körper, ihre seele und ihre kinder werden es ihnen danken.

  8. diva sagt:

    ist ja süss, wie sich hier alle um die gesundheit von frau uhlmann sorgen und ihr raten einen gang zurück zu schalten… nur wer zahlt ihr dann die miete, die kleider, das essen und trinken, und all das geld, was die kinder kosten? vielleicht sind die alimente des vaters nicht so hoch, dass sie sich zurück lehnen kann…
    die frau muss schon heute kucken, wo sie in 20 jahren steht, denn mit dem heutigen jugendwahn auf dem arbeitsmarkt, muss sie jetzt das ranklotzen, was sie später für die ausbildung der kinder und auch für sich selber braucht. unsre gesellschaft und die berufswelt sind mittlerweile so gnadenlos geworden, dass ich diese frau verstehen kann. ich selber war alleinerziehend und weiss von was sie spricht. lustig ist das nicht und mit dem selbstverwirklichungstrip im beruf, den manche frauen mit gut verdienendem ehemann im rücken zelebrieren, nicht zu vergleichen. ich wünsche frau uhlmann viel kraft und weiterhin gute gesundheit.

  9. Eliane sagt:

    @diva – sehr interessante sichtweise; wir sprechen hier nicht von frauen, die am existenzminimum leben und 100% arbeiten müssen, um rechnungen zu bezahlen und für die zukunft der kinder zu sparen – wer sich heutzutage eine masterausbildung leisten kann, ist finanziell nicht am existenzminimum, glauben sie mir, hat entweder selber soviel angespart, dass er/sie es sich leisten kann, oder aber der vermeintlich “schreckliche” arbeitgeber finanziert die ausbildung und dann wird langfristig mit einem mitarbeiter gerechnet, machen sie sich also keine sorgen um die selbstbewussten frauen dieser zeit – ich denke, das problem liegt ganz woanders, z.bsp. darin, dass wir “moderne” frauen mit der ganzen emanzipation soviel mitbekommen haben, dass wir das gefühl haben, alles müsse möglich sein und das ist genau der knackpunkt, der uns den hals brechen wird irgendwann. wir sind perfekt im arbeitsleben, erziehen unsere kinder allein, achten auf unsere figur, versuchen, freundschaften zu pflegen und wir suchen nach einem perfekten mann……ich glaube, liebe diva, die finanzielle komponente wiegt in diesem fall nicht sonderlich schwer….

  10. Rolf sagt:

    Das ist ziemlich eindrücklich, es klingt fast ein bisschen zu gut um wahr zu sein. Aber selbst mit Abstrichen ist das eine beachtliche Leistung, Respekt. Erstrebenswert finde ich ein solches Leben allerdings nicht, im Gegenteil, ich finde es falsch das hier als Vorbild zu postulieren. Ich würde das nicht können – ich würde es allerdings auch nicht wollen.

  11. Melanie sagt:

    Ich gratuliere Frau Uhlmann zu ihrer positiven Lebenseinstellung und der BZ zur Herausgabe dieses Artikels! So wie Frau Uhlmann geht es vielen alleinerziehenden Frauen nach Trennung vom Kindsvater. Nur das sich einige der Frauen ganz und gar auf den Unterhalt vom Ex Mann stützen. Es kann nicht sein, das eine Frau, die wirklich ALLES für ihre Kinder macht, hier von einigen Personen als karrieresüchtig oder egoistische Mutter dargestellt wird! Es ist absolut falsch zu glauben, wenn eine Mutter zu hause beim Kind bleibt, das es damit besser betreut und besser auf das Leben vorbereitet ist. Ich kenne Mütter die ihren Terminplan mehrheitlich nach Kolleginnenbesuch und eigenen Sportterminen ausrichten! Da sehe ich mehr Potential in der Erziehung berufstätiger Mütter, indem sie ein Vorbild für ihre Kinder sind und Beruf und Haushalt erfolgreich meistern! Sodass die Zeit mit den Kindern dann wirklich intensiv gemeinsam genutzt wird! Ich vertrete die Meinung “leben und leben lassen” Jede Mutter soll es so machen dürfen, wie sie es gern möchte und wie sie es für ihre Kinder am besten findet! Schliesslich ist im späteren Leben der Kinder auch nicht immer alles problemlos und das Geld kommt ohne zu arbeiten in die Haushaltskasse, oder :-)

  12. Diana Morini sagt:

    Chapeau! Es gibt also auch andere Frauen die bereit sind viel zu leisten und einiges an bösen Kommentaren einzustecken! Die meisten Männer und viele (Haus)Frauen können und wollen das nicht verstehen. Sollen sie ja gar nicht! Nur mit Komentaren wie Mami-Mangel und prognostizierten Burnouts legen sie falsch. Denn neben all den Aufgaben und Verpflichtungen scheinen auch sie zu wissen, dass ein Hobby und etwas Zeit für sich Wunder wirken – zur Ausgeglichenheit und damit zum Wohle aller.
    Viel Erfolg!

  13. William Sinclair sagt:

    Respekt für ihre Energie und Leistungsbereitschaft! Aber dies kann, doch wohl nicht ein Wünschenswerter Lebensentwurf sein. Und wieso lese ich in diesem Beitrag nichts von Beitrag des Vaters an der Erziehung der Kinder. Doch wohl nicht weil er es nicht möchte? Mütter sollten in dieser Hinsicht auch die Väter im Falle einer Trennung viel mehr mit den Kindern involvieren. Ausser es gibt triftige Gründe dagegen natürlich…

  14. Folgende Spielregeln für Kommentare seien in Erinnerung gerufen: Äussern Sie sich bitte respektvoll und mit Bezug auf das jeweilige Interview. Kommentare, die Beleidigungen enthalten oder keinen klar ersichtlichen Bezug zum Interview haben, werden nicht publiziert.

  15. Philippe sagt:

    Hallo Sonia,

    Und jetzt steht ja auch “nur” noch die Masterarbeit an. Schön, dass du das Studium nicht abgebrochen hast, wäre ein Verlust für unseren Jahrgang gewesen! Weiterhin viel Kraft!

  16. Tom sagt:

    Es ist schon erstaunlich wie über solche Geschichten wie die von Sonja kommentiert wird (….).
    Klar, Sonja gibt im diesen Interview ihr Leben bekannt, zeiht sich schon fast nackt aus! Finde ich grundsätzlich schon sehr mutig! Jeder kann darüber denken und schreiben wass er will, ist auch ok!
    Ich von meiner Seite ziehe den Hut vor dieser Person und ihrer Leistung! Warum soll Sonja auf alles in ihrem Leben verzichten, sie hat auch mit 3 Kindern das Recht auf Arbeit und Ausbildung! Mit ihrem Gehalt des 100% Job finanziert sie u.a. die Kindertagesstätte, dank ihrem super Umfeld (Danke Papa) kann sie sich so ein Leben leisten!
    Ich würde sagen das Leben von Sonja ist super organisiert, sie nutzt ihre Möglichkeiten und gibt trotz allem ihren Kindern die Liebe welche diese brauchen. In 10 Jahren sieht alles ganz anderst aus, gemütlich und zufrieden sitzen alle zusammen und erzählen von früher; es war einmal….! He Sonja, gib weiter Vollgas in deinem Leben, du wirst vieles zurück bekommen!

  17. Daniela sagt:

    Liebe Sonia. Dein Interview hat mir gefallen. Du machst das sehr gut und ich drücke die Daumen für den Masterabschluss.
    Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen ist mit besonderem Effort und Überzeugung möglich, wie dieser Bericht zeigt. Solche positiven Beispiele brauchen wir.

  18. Gabriel Leu sagt:

    Respekt. Ich, männlich, damals um die 38. mit zwei Kindern und verheiratet, 110% Job, bin durch eine ähnliche Situation drei Jahre lang gegangen(Bachelor).Mein Arbeitgeber hatte null Verständnis für Studium.Nur während 3 Monaten in 2.Jahr durfte ich auf 80% reduzieren.Um 6 aufstehen, Arbeit, 2.5 Stunden pendeln waren meine ‘Freizeit’.Abends ein wenig mit den Kindern, zwischen 20-22 administrative Aufgaben, und dann fing für mich den ‘Lerntag’ ein bis ca. 2 morgens.Passen Sie auf sich auf,ich war kurz vor dem Zusammenbrechen und Aufgeben,bereits körperlich ging’s mir nicht mehr gut. Habe es geschafft, und jetzt denke ich respektvoll an einen Master… vielleicht in 3 Jahren, wenn eine Tochter schon 18 wird. Ihnen wünsche ich viel Kraft und Glück den Studium erfolgreich zu beenden- es lohnt sich.

  19. Widmer Katja sagt:

    Es kommt nicht darauf an wieviel Zeit die Mutter zuhause ist, sondern die Qualität (Zeit) die sie mit ihren Kindern verbringt.

  20. Hanspeter Niederer sagt:

    Die Ausstrahlung dieser Frau auf dem Foto ist ja dergestalt, dass ich ihr einfach alles Positive und Unmögliche zutraue. Hammer ! Hammer ! Ich wünsche weiterhin alles Gute und viel Erfolg und SEHR VIELE glückliche Momente.

  21. Anna2 sagt:

    @Marina Egger: Das Schlafbedürfnis ist individuell sehr unterschiedlich. Ich brauche sieben bis acht Stunden, um nicht alt auszusehen. Wenn Frau Uhlmann sechs bis sieben braucht, um sich wohlzufühlen, und eine Zeitlang mit vier Stunden klarkommt, dann hat sie einfach Glück und ist am einen Ende einer Gauss’schen Normalverteilung. Sowas gibts. Ich bin übrigens Ärztin. Viel Glück, Frau Uhlmann!

  22. Gregor Müller sagt:

    Sehr geehrte Fr. Uhlmann, chapeau! Sie sind ein Paradebeispiel eines “Leistungsmenschen”, den unsere Gesellschaft idealisiert.

    Da der Artikel keine Stellung bezieht, möchte ich bemerken, dass es eigentlich ein Armutszeugnis einer Gesellschaft ist, dass man bis zum “Umfallen” arbeiten muss, um vorwärts zu kommen. Gesellschaftlicher Raubbau wird zur Pflichtkür. Schön wäre es, wenn diese “Tendenz” einmal ein Ende finden würde. Doch auch dann MUSS man sich “weiter”? bilden, um nicht von den Nachkommenden überflügelt zu werden. Das Leben wird nicht besser, der Stress nicht weniger…

    Leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben, das ist die Frage.

    Wen man weiss, dass man wegen der “systemischen – künstlichen – via Zins/Zinseszins” Geldverknappung diese Sachzwänge leisten muss, beginnt man die Arbeitswelt mit anderen Augen zu sehen. Das Leben wird zu einem “Sesseltanz” ohne Ende und die Geschwindigkeit erhöht sich stetig. (monetative.ch & bedingungsloses Grundeinkommen)

    Wo bleibt Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit? Wenn Ressourcen für die Nachkommen schwinden?

    Ich denke es ist Zeit darüber nachzudenken 1%-99% ist ein Alarmzeichen.

    Ich wünsche Ihnen Frau Uhlmann, nur das Beste für die Zukunft und dass Sie lange gesund und glücklich leben können.

    Beste Grüsse

    G. Müller

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