Wirtschaft


Von Mathias Morgenthaler am Samstag, 26. Mai 2012, um 05:59 Uhr

«Ein Hotelier kennt keine Sorgen und kein schlechtes Wetter»

Samstag 26. Mai 2012

Urs Bührer, Bellevue Direktor. (Bild: Manu Friederich)

Wie führt man das «Gästehaus der Eidgenossenschaft» bei wachsendem Preisdruck? Urs Bührer, Direktor des Fünfsternehauses Bellevue Palace in Bern, will sich trotz zu tiefer Auslastung nicht auf einen «ruinösen Preiskampf» einlassen. Lieber würde er die Berner Mentalität verändern. Trotz sehr langen Arbeitstagen sagt der 50-Jährige, sein Beruf sei sein liebstes Hobby.

Herr Bührer, wie besorgt sind Sie …
URS BÜHRER:… Moment! Sie reden mit einem Hotelier. Ein Hotelier kennt keine Sorgen und kein schlechtes Wetter. Für einen Hotelier gibt es höchstens ein paar Herausforderungen.

Dann reden wir über diese Herausforderungen. Was bedeutet es für Sie, dass der Euro kaum mehr über die 1.20-Franken-Grenze steigt?
Wir sind davon weniger betroffen als andere, weil wir als Staatshotel der Schweiz viele politische Delegationen beherbergen. Zudem sind unsere Preise sehr attraktiv – vergleichbare 5-Stern-Häuser in Genf oder Zürich verlangen doppelt so viel für ein Zimmer.

Ihre Auslastung ist mit 46 Prozent klar zu tief.
Das stimmt, wir müssen unbedingt über die 50-Prozent-Schwelle kommen und speziell die Belegung an den Wochenenden verbessern. Was die Preise betrifft, so haben wir nicht gegenüber den Kunden ein Problem, sondern auf der Kostenseite. Alle Produkte und Dienstleistungen, die wir einkaufen, sind für uns rund doppelt so teuer wie für die Branchenkollegen in Italien, Frankreich oder Deutschland. Die Kundenerwartungen sind aber die gleichen. Unsere Personalkosten sind gleich hoch wie beim Kollegen in Zürich, der 800 Franken für sein Zimmer verlangt statt 400 wie wir. Aber was mich viel mehr beschäftigt als der Euro-Kurs ist die Trägheit und Bürokratie hier in Bern.

Ein Beispiel: Der Bau des ganzen Hotels vor 100 Jahren dauerte 18 Monate. Als wir vor einigen Jahren den Fitnessbereich auf dem Dach errichten wollten, brauchten wir 14 Monate, bis wir nur die Bewilligung hatten. Und dann dieser Hang zum Understatement: Fragen Sie eine Inderin, wie die Hauptstadt der Schweiz heisst. Sie wird antworten: Zürich. Schütteln Sie den Kopf, nennt sie als nächstes Luzern oder Interlaken. Es gibt in Bern fast kein touristisches Selbstbewusstsein. Als Hauptstadt sind wir doch auf gleichem Niveau wie Paris, London oder Washington. Im Gegensatz zu Paris müssen wir kein Disneyland bauen, wir haben hier eine perfekte historische Kulisse – aber wir verhalten uns so, als wäre Bern primär eine Beamtenstadt, für die man sich ein wenig schämen muss. Das erschwert unsere Aufgabe, mehr Gäste anzuziehen.

Sie könnten die Auslastung rasch verbessern, wenn Sie die Zimmerpreise flexibler an die Nachfrage anpassen.
Jeder Hotelier passt heute die Preise der Nachfrage an – in dieser Hinsicht funktionieren wir wie Fluggesellschaften. Die Märkte müssen spielen, aber wir dürfen uns nicht massakrieren. Wenn der Schweizerhof die Preise auf 280 Franken pro Zimmer senkt und wir ihm folgen, dann bewegen wir uns im Territorium der 4-Stern-Hotellerie. So setzen wir eine tödliche Abwärtsspirale in Gang. Ein Beispiel: Im vorletzten Jahr haben wir für 13 Millionen Franken das ganze Untergeschoss erneuert. Wenn der Preiskampf ruinös wird, pflegen viele Hoteliers nur noch die Fassade, die Substanz dahinter wird ausgehöhlt.

Geht es nicht auch darum, dass Sie keine Schnäppchenjäger wollen, weil die Kundschaft Gediegenheit und Exklusivität erwartet?
Unsere Kunden haben eine grosse Verantwortung, sie sind Bestandteil des Gesamtprodukts, das wir anbieten. Wenn die falsche Kundschaft kommt, ist das schlimmer als ein paar leere Betten.

Sie setzen also auf Exklusivität?
Als Gästehaus der Eidgenossenschaft haben wir eine besondere Verantwortung. Gleichzeitig wollen wir kein elitärer Zirkel sein. Unter meiner Führung haben wir das Bellevue in den letzten fünf Jahren stark geöffnet. Die Lobby wurde animiert, die Bar zeitgemäss gestaltet, die Terrasse für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Es gibt weder Krawatten- noch Vestonzwang. Die 5.50 Franken für einen Kaffee und 22.50 Franken für einen Mittagsteller sind keine Hürden.

Stammkunden sagen, Sie seien rund um die Uhr im Einsatz. Stimmt das?
Ein passionierter Hotelier arbeitet nie, aber er soll sich für sein liebstes Hobby ein bisschen ins Zeug legen. Im Ernst: Natürlich ist es ein Knochenjob. Die Woche hat bei uns nicht fünf, sondern sieben Tage. Knapp die Hälfte der Zeit bin ich für die Gäste da, die andere Hälfte für die 140 fest angestellten und bis zu 80 freien Mitarbeiter. Die Auswahl und Schulung des Personals ist eminent wichtig.

Was mögen Sie an dieser fordernden Arbeit im Schaufenster?
Die 5-Stern-Hotellerie ist schlicht und einfach sexy – es ist kein Zufall, dass sich viele Mäzene in diesem Feld tummeln. Als Direktor brauche ich eine Mischung aus Perfektionismus und Kreativität. Unsere Abläufe sind standardisiert. Wir servieren bis zu 1400 Essen pro Tag und führen 2200 Anlässe pro Jahr durch, das geht nur, wenn alles durchorganisiert ist und man peinlich genau die Arbeitssicherheit und Hygiene überwacht. Ein Hotel ist aber auch eine Spielwiese. Ich kümmere mich selber um Dekoration. Wir investieren 20 000 Franken pro Monat in den Blumenschmuck, die Floristin rapportiert direkt an mich.

Wie bereiten Sie sich auf Staatsbesuche vor?
Da erstellen wir für das Staatsdiner ein Drehbuch, das jede Aktion auf die Sekunde genau festlegt. Oft gibt es aber vorher Verzögerungen, sodass wir das Diner zum Beispiel in 57 statt 70 Minuten über die Bühne bringen müssen, ohne dass jemand sich gehetzt fühlt. Natürlich gibt es viele Sonderwünsche. Einer indischen Präsidentin kann man keine Berner Platte servieren. Unser Küchenchef ist Mitglied des «Cercle des Chefs des Chefs», eines Clubs von 30 Küchenchefs, die für Staatsoberhäupter kochen. Da kommt er an ziemlich alle relevanten Informationen betreffend Krankheiten, Allergien, Diäten et cetera heran. Die Herausforderung, dass der Diätteller gleich aussieht wie das normale Menü, ist dann immer noch gross genug.

Wie gehen Sie mit der Situation um, dass ein Fehler in Ihrem Hotel eine Staatskrise auslösen könnte?
Unsere Vorschriften sind rigoros. Persönlich trinke ich in anderen Hotels ungern aus dem Zahnglas, weil ich weiss, wie rasch es passieren kann, dass das Glas mit demselben Putztuch gereinigt wird wie das WC. Bei uns ist das praktisch ausgeschlossen. Wir verwenden Putztücher mit unterschiedlichen Farben, rot für die Toiletten, gelb für die Gläser, und brauchen diese nur für jeweils einen Raum. Stellen Sie sich vor, in einem Zimmer hat es Noroviren und wir reinigen das Zimmer der indischen Präsidentin mit dem gleichen Putztuch. Zwei Tage später trifft sie US-Präsident Obama. Dieses Risiko können wir nicht eingehen.

Kontakt und Information:
www.bellevue-palace.ch; info@bellevue-palace.ch

Von Mathias Morgenthaler am Samstag, 19. Mai 2012, um 05:49 Uhr

«Ich wurde ein wenig belächelt von den Mitstudenten an der HSG»

Samstag 19. Mai 2012
Daniel Frei

Daniel Frei

Vor zwölf Jahren gab es das Gastronomieunternehmen Tibits erst auf Papier, heute verpflegen sich jeden Tag 6000 Gäste in einem der sechs vegetarischen Restaurants. Geschäftsführer Daniel Frei, der die Firma mit seinen beiden Brüdern Reto und Christian sowie Rolf Hiltl gegründet hat, erklärt, wie man 285 Mitarbeiter aus 40 Nationen zu Mitunternehmern macht. Download der PDF-Datei 

Diese Seite weiterlesen »

Von Mathias Morgenthaler am Samstag, 12. Mai 2012, um 05:39 Uhr

«Wir verraten durch ständige Anpassung unsere Werte und Ziele»

Samstag 12. Mai 2012
Uwe Böschemeyer

Uwe Böschemeyer

Was hindert uns daran, in Beruf und Privatleben mutiger unsere Ziele zu verfolgen? «Wir neigen zu Egoismus oder Selbstmitleid, haben aber das Mitgefühl mit uns selber verlernt», sagt der Psychotherapeut und Buchautor* Uwe Böschemeyer. Seit 30 Jahren begleitet der heute 73-Jährige Klienten auf dem Weg zu mehr Freiheit, Standhaftigkeit und Lebensfreude. Sein eigener Weg war alles andere als einfach. Download der PDF-Datei 

Diese Seite weiterlesen »

Von Mathias Morgenthaler am Samstag, 5. Mai 2012, um 05:39 Uhr

«Ich habe nie so viel gelacht wie in den letzten zwei Jahren»

Samstag 5. Mai 2012

Eigentlich ist Peter Hiltebrand seit gut zwei Jahren pensioniert, doch den Ruhestand kennt der 67-Jährige nur vom Hörensagen. Seit er mit seiner Tochter und deren Partner die Plattform «Rent a Rentner» lanciert hat, ist Hiltebrand ein gefragter Mann. Über 800 arbeitswillige Senioren haben sich dem Netzwerk angeschlossen, wo sie als «alte Säcke und alte Schachteln» angepriesen werden.

Herr Hiltebrand, warum haben Sie vor gut zwei Jahren die Plattform Rent a Rentner gegründet?
PETER HILTEBRAND: Vor vier Jahren habe ich meine Anteile an einem Elektroinstallationsgeschäft verkauft. Dann rückte mein 65. Geburtstag und damit die Pensionierung näher. Mir war immer klar, dass ich nicht einfach mit Arbeiten aufhören wollte – warum auch, wenn man noch fit ist? Zuerst wollte ich in die Entwicklungshilfe, aber da hätte ich meine Musikproben verpasst. Am Familientisch kamen wir auf die Idee, dass ich vermutlich nicht der einzige alte Sack bin, der noch ab und zu einen guten Job machen möchte. So gingen wir mit einer Arbeitsvermittlungsplattform für Mietrentner online – einen Tag nach meinem letzten Arbeitstag.

«Alte Säcke und alte Schachteln zu vermieten», heisst es dort. Das ist keine sehr schmeichelhafte Bezeichnung für rüstige Rentnerinnen und Rentner.
PETER HILTEBRAND: Es ist ja kein Projekt von jungen Betriebswirtschaftern, sondern ich bin selber ein alter Sack und melde mich am Telefon so. Kürzlich wurde ich sogar in Singapur auf offener Strasse angesprochen, ich sei doch der alte Sack. Ältere Leute haben ziemlich viel Humor, es muss nicht alles politisch korrekt und tierisch ernst sein.

Frau Hiltebrand, Sie führen gemeinsam mit Ihrem Partner Reto Dürrenberger die Werbeanstalt Schweiz AG. Haben Sie das Konzept zu Rent a Rentner entwickelt?
SARAH HILTEBRAND: Ja, wir haben meinem Vater früh klar gemacht, dass er bei der Verpackung und Bewerbung der ganzen Sache nicht mitreden soll – er weiss ja nicht einmal, was Google ist. Ich habe schon als Kunstschülerin ab und zu Jobs für meinen Vater gemacht, Schraubenkataloge und so. Ich war von Anfang an überzeugt, dass diese Rentnergeschichte Potenzial hat. Zuerst wollten wir sie Gruftivermietung nennen, aber Rent a Rentner war viel besser.

Wie gelang es Ihnen, erste Rentnerinnen und Rentner zu überzeugen, ihre Arbeitsangebote auf der Homepage zu erfassen?
PETER HILTEBRAND: Der Anfang war nicht so einfach, da habe ich in meinem Umfeld Leute zum Mitmachen überredet. Und dann haben wir ein einziges Inserat aufgegeben für 375 Franken im Zürcher Unterländer, dazu gab es noch einen freundlichen Artikel geschenkt. Von Anfang an steckte ich jeden neu registrierten Rentner mit einer Stecknadel auf einer Schweizer Karte ab. Bis etwa zum 150. ging es relativ langsam, dann gab es eine unglaubliche Beschleunigung.

SARAH HILTEBRAND: Im letzten Jahr hat sich die Zahl der registrierten Anbieter von 350 auf aktuell 840 erhöht, was uns aus technischer Sicht ziemlich nah ans Limit gebracht hat. Wir erhielten einen bedeutenden Marketingpreis und viel Aufmerksamkeit in nationalen und internationalen Medien. Es gab für uns alle mehr zu tun. Ich erhalte in meiner Werbeagentur immer wieder Anrufe von ungeduldigen Rentnern, die wissen wollen, warum es mit der Registrierung noch nicht geklappt hat.

Sind Sie reich geworden mit Ihrer Idee?
SH: (Lacht) Reich? Wie denn? Es gab und gibt keinen Businessplan, wir verlangen ja kein Geld, weder für die Registrierung noch für die vermittelten Jobs. Es war eine Bieridee, die seltsamerweise funktioniert hat und nun immer grössere Ausmasse annimmt. Inzwischen haben drei Nachahmer versucht, unsere Idee zu kopieren, es gibt Anfragen von grossen Schweizer Firmen, die mit uns kooperieren wollen, dazu Kaufangebote und Franchiseanfragen aus dem Ausland. Bis jetzt hatten wir schlicht nicht die Zeit, das weiterzuentwickeln, wir haben ja alle drei noch einen Job. Sogar die Werbeanfragen konnten wir noch nicht beantworten, weil wir uns noch nicht schlüssig sind, ob wir das wollen.

Wie viel arbeiten Sie noch, Herr Hiltebrand?
PH: Ich mache nur noch Sachen, die mir Freude bereiten. Letztes Jahr kam ich auf 400 Stunden für Aufträge, die ich als Mietrentner selber arbeite.. Der grösste Teil sind kleine Handwerksarbeiten. Unsere Plattform besuchen pro Tag bis zu 3500 Leute, täglich werden 20 bis 50 Jobs vergeben.

Viele Rentner preisen Ihre Dienste für Stundenansätze von 25 oder 30 Franken an. Damit konkurrenzieren Leute, die Rente und AHV beziehen, zu Dumpingpreisen Erwerbstätige.
PH: Wenn jemand sich eine neue Küche einbauen lassen will, soll er mit dem lokalen Gewerbe Kontakt aufnehmen, nicht mit einem Rentner. Unsere Plattform wird für Kleinst- und Hilfsarbeiten genutzt. Früher half man sich in der Familie oder in der Nachbarschaft, heute sind gerade ältere Leute oft froh, unkompliziert jemanden anfragen zu können. Wir reden von Dingen wie Rasenmähen, Schneeschaufeln, Glühbirnen auswechseln, Steckdosen verschieben, Hausaufgabenhilfe, einen tropfenden Wasserhahn flicken, Hunde ausführen. Eine Frau hat einen guten Draht zu Tieren. Sie geht einmal pro Woche eine Siamesenkatze streicheln, ein andermal hat sie einem hustenden Hamster mit Kamilosan-Dämpfen geholfen. Suchen Sie mal im örtlichen Branchenverzeichnis nach einem Fachmann für so etwas.

SH: Es hat auch schon jemand einen Trauzeugen gefunden über Rent a Renter, ein anderer hat einen Götti für seinen Sohn gesucht. Wir nennen die Leute, die bei uns registriert sind, zwar alte Säcke und Schachteln, aber wir wissen sehr genau: diese Leute haben nicht nur viele Fähigkeiten, sondern sie bringen darüber hinaus viel Motivation und Zeit mit.

PH: Zudem hat das Ganze auch einen geselligen Charakter. Viele Leute werden mit 55 oder 60 im Arbeitsmarkt aufs Abstellgleis geschoben. Für sie ist es wichtig, noch gebraucht zu werden. Und manche, die wenig Geld haben, können sich dank des Zustupfs einen kleinen Luxus gönnen.

Sie haben mehrere zehntausend Franken und viel Arbeitszeit in das Projekt investiert und noch nichts damit verdient. Wie geht’s jetzt weiter?
PH: Das müssen Sie meine Tochter fragen, ich bin ja hier nur der Vorzeigerentner. Ok, ich bin auch noch Mitinhaber der GmbH. Und wenn Sie mich fragen, dann kommt ein Verkauf nicht in Frage, denn ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viel gelacht wie in den letzten gut zwei Jahren.

SH: Wir brauchen einmal eine freie Woche Zeit, um die nächsten Schritte zu planen. Zunächst wollen wir in der Schweiz noch wachsen, die Seite auch in Französisch aufschalten. Dann könnte der Schritt nach Deutschland und Österreich ein Thema werden. Vielleicht wäre es doch an der Zeit, einen Businessplan zu erstellen.
PH: (Winkt energisch ab) Ach was, ein Businessplan, das ist Chabis. So etwas macht man nur für die Banken, und ich will nicht, dass mir eine Bank dreinredet.

Kontakt und Information:
www.rentarentner.ch
info@rentarentner.ch

Von Mathias Morgenthaler am Samstag, 28. April 2012, um 05:45 Uhr

«Angst ist hinderlich, aber Respekt ist überlebenswichtig»

Samstag 28. April 2012

Eveline Winterberger

Eveline Winterberger

Nach Bergunfällen ist sie als erste vor Ort: Rega-Ärztin Eveline Winterberger betreut ihre Patienten oft unter schwierigsten Bedingungen. Die 43-Jährige empfindet es als Privileg, eingreifen zu können, wenn andere in Gefahr sind. Manchmal kann sie allerdings nur noch feststellen, dass jede Hilfe zu spät kommt. Dann sucht sie das Gespräch mit den Toten.

Diese Seite weiterlesen »

Von Mathias Morgenthaler am Samstag, 21. April 2012, um 05:49 Uhr

Wenn eine deutsche Grafikdesignerin bei Urner Bergbauern Kühe melkt

Samstag 21. April 2012

Thomas und Heidi Eberli-Ziegler betreiben auf 1100 Metern über Meer einen Bauernhof in der Innerschweiz. Da die sechsköpfige Familie bald weiteren Zuwachs erhält, sind sie auf die Unterstützung Freiwilliger angewiesen. Julia Veits, 34-jährige Grafikdesignerin aus Darmstadt, sagt nach drei Tagen bei den Urner Bergbauern: «Man macht sich keine Vorstellung, wie hart diese Arbeit ist.»

PDF-Datei zum Download

Diese Seite weiterlesen »

Von Mathias Morgenthaler am Samstag, 14. April 2012, um 04:51 Uhr

«Meine Frau und ich sind an 7 Tagen bis 22 Uhr im Einsatz»

Samstag 14. April 2012
Dany und Felicitas Biner.

Dany und Felicitas Biner.

Der Schweizer Tourismus leidet unter dem starken Franken. Auch Dany Biner, der mit seiner Frau Felicitas das gut ausgelastete 3-Sterne-Hotel Silvana hoch über Zermatt führt, spürt den wachsenden Preisdruck. «Es ist ein Traumberuf mit albtraumhaften Ausreissern», sagt Biner. Trotz langen Arbeitstagen kann sich der 49-Jährige keinen schöneren Beruf vorstellen. Download der PDF-Datei

Diese Seite weiterlesen »

Von Mathias Morgenthaler am Freitag, 6. April 2012, um 06:00 Uhr

«Die besten Jobs sind niemals ausgeschrieben»

Freitag 6. April 2012

Welche Faktoren entscheiden darüber, ob jemand Mitläufer oder Leitfigur wird? Gibt es Bausteine für eine grosse Karriere? Die Topmanagement-Beraterinnen Dorothea Assig und Dorothee Echter gehen dieser Frage seit 15 Jahren nach. In ihrem Buch zeigen sie, weshalb viele Menschen unter ihren Möglichkeiten bleiben und warum wir uns leichter mit Misserfolg als mit Erfolg identifizieren.

Dorothea Assig & Dorothee Echter

Dorothea Assig & Dorothee Echter

Diese Seite weiterlesen »

Von Mathias Morgenthaler am Samstag, 24. März 2012, um 05:00 Uhr

Achim Vogt baut Ski-Unikate für Liebhaber

Samstag 24. März 2012


Als Kind hat Achim Vogt elektronische Geräte zerlegt und neu zusammengebaut. Später im Ski-Weltcup machte er sich nicht als Siegfahrer, sondern als begnadeter Tüftler und Testfahrer einen Namen. Seit einem Jahr nun produziert der 41-jährige Liechtensteiner in eigener Manufaktur Skier für den Fachhandel. Derzeit entwickelt er die Modelle für den nächsten Winter.

Diese Seite weiterlesen »

Von Mathias Morgenthaler am Freitag, 16. März 2012, um 11:57 Uhr

Wenn ein UBS-Manager auf Gewürze, Tee und Kaffee umsteigt

Freitag 16. März 2012
Peter Dettwiler

Peter Dettwiler

Bis vor zwei Jahren beschäftigte er sich mit Aktien, Obligationen und Hypotheken, heute mit Tee, Gewürzen und Stutenmilch. Peter Dettwiler, ehemaliger UBS-Filialleiter in Thun, hat den Schritt in die Selbständigkeit noch keinen Moment bereut – obwohl er im ersten Anlauf als Unternehmer viel Lehrgeld bezahlt hat. Ein Jahr nach Firmengründung hat er die Gewinnschwelle erreicht. PDF-Datei zum Download

Diese Seite weiterlesen »

© baz.online